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Svenja Schulze

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Svenja Schulze (2021)

Svenja Schulze (* 29. September 1968 in Düsseldorf) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war von März 2018 bis zum Dezember 2021 Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und im Anschluss bis Mai 2025 Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Seit 2021 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor war sie von 1997 bis 2000 und von 2004 bis 2018 Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen und von Juli 2010 bis Juni 2017 Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Leben

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Svenja Schulze (Mitte) „160 Jahre SPD“ (2023)

Ihr Abitur absolvierte Schulze im Jahr 1988 am Gymnasium Norf in Neuss. Anschließend studierte sie an der Ruhr-Universität Bochum Germanistik und Politikwissenschaft mit dem Abschluss (1996) als Magistra Artium. In den Jahren 1993 bis 1997 war sie freiberuflich im Werbe- und PR-Bereich tätig, und in den Jahren 2000 bis 2004 arbeitete sie als Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf dem öffentlichen Sektor, zuletzt bei Booz Allen Hamilton.<ref name="FJ001">Über mich. In: www.svenja-schulze.de. Svenja Schulze, abgerufen am 25. Februar 2025.</ref><ref name="FJ002">Svenja Schulze, Unternehmensberaterin, SPD. Biografie. In: www.bundestag.de. Deutscher Bundestag, abgerufen am 25. Februar 2025.</ref><ref name="FJ003">Detailansicht der Abgeordneten Svenja Schulze. Abgeordnetenprofil. In: www.landtag.nrw.de. Landtag Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 25. Februar 2025.</ref>

Der SPD trat sie im Jahr 1988 bei. In den Jahren 1988 bis 1989 war sie Landesschülersprecherin von Nordrhein-Westfalen und von 1990 bis 1991 als Mitglied des Sozialistischen Hochschulbundes Vorsitzende des AStA der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen ihres Studiums absolvierte sie auch ein Praktikum am Alice-Salomon-Berufskolleg in Bochum. In den Jahren 1993 bis 1997 war Schulze Landesvorsitzende der Jusos in NRW und von 1996 bis 2002 sowie von 2006 bis 2018 Mitglied im Vorstand der SPD Nordrhein-Westfalen.<ref name="FJ001" /><ref name="FJ002" /><ref name="FJ003" />

Sie war vom 3. Juni 1997 bis zum 1. Juni 2000 und vom 22. Oktober 2004 bis zum 16. März 2018 Mitglied des Landtags Nordrhein-Westfalen. Sie rückte im Jahr 2004 für Frank Baranowski nach, der zum Oberbürgermeister von Gelsenkirchen gewählt worden war. Bei den Landtagswahlen 2005 und 2010 wurde sie über die Landesliste in den Landtag gewählt. 2012 errang sie im Wahlkreis Münster II das Direktmandat und 2017 wurde sie erneut über die Landesliste in den Landtag gewählt. Im Jahr 2007 übernahm Schulze den Vorsitz des SPD-Unterbezirks Münster von Christoph Strässer und hatte ihn bis zum 21. Mai 2011 inne.<ref name="FJ001" /><ref name="FJ002" /><ref name="FJ003" />

Nach der Landtagswahl 2010 wurde sie von Hannelore Kraft als Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung in das Kabinett Kraft I berufen. Mit der Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen brachte Schulze eines der politischen Großprojekte der Regierung auf den Weg. In ihren Verantwortungsbereich fiel auch 2011 die „Atomkugelaffäre“. Am 21. Juni 2012 wurde sie in ihrem bisherigen Ministeramt in das Kabinett Kraft II berufen.<ref name="FJ001" /><ref name="FJ003" />

Von Juni 2017 bis März 2018 war Schulze Generalsekretärin der SPD Nordrhein-Westfalen.<ref>Svenja Schulze nrwspd.de</ref> Von Dezember 2017 bis Juni 2025 war sie Beisitzerin im SPD-Parteivorstand.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.spd.de: Wahlergebnisse Parteivorstand 2017 (Memento vom 13. Dezember 2017 im Internet Archive)</ref> Am Folgetag wurde sie auch in das Parteipräsidium gewählt.<ref>BeisitzerInnen des SPD-Präsidiums gewählt. In: www.spd.de. 9. Dezember 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Dezember 2017; abgerufen am 13. Dezember 2017.</ref> Im Dezember 2023 wurde sie erneut in dieses Amt gewählt.<ref>Signal der Geschlossenheit: SPD-Parteitag bestätigt die Führungsspitze | Vorwärts. In: www.vorwaerts.de. Abgerufen am 10. Dezember 2023.</ref>

Am 9. März 2018 wurde Schulze vom SPD-Parteivorstand als neue Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit für das Kabinett Merkel IV nominiert.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.spd.de: Unser Team (Memento vom 16. Juli 2019 im Internet Archive)</ref> Sie trat ihr Amt am 14. März 2018 an und war damit seit 1949 die 52. Bundesministerin ohne Bundestagsmandat.<ref>Regierungsmitglieder ohne Bundestagsmandat. In: www.bundestag.de. Bundesregierung, abgerufen am 25. September 2021.</ref> Bei der Bundestagswahl 2021 trat Svenja Schulze im Bundestagswahlkreis Münster (Wahlkreis 129) für die SPD an, unterlag jedoch Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen).<ref>Münster, in %: CDU 22.4, SPD 23.5, AfD 2.9, FDP 10.6, Linke 5.0, Grüne 30.7, Andere 4.9, Gewinner: Maria Anna Klein-Schmeink, Grüne; 32,3%. Quelle: Der Bundeswahlleiter. In: www.tagesschau.de. Abgerufen am 27. September 2021.</ref> Sie zog über die Landesliste in den 20. Deutschen Bundestag ein.

Auf Vorschlag von Bundeskanzler Olaf Scholz ernannte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sie am 8. Dezember 2021 zur Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Kabinett Scholz.<ref name="FJ001" /><ref name="FJ002" />

Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte Schulze erneut im Wahlkreis Münster. Sie zog wieder über die Landesliste in den Deutschen Bundestag ein.<ref>Ergebnisse Münster - Die Bundeswahlleiterin. Abgerufen am 6. September 2025.</ref>

Am 26. Juni 2025 wählte sie das Plenum des Bundestages in das Vertrauensgremium zur Genehmigung der geheimen Wirtschaftspläne der Nachrichtendienste des Bundes.<ref>Kaufmann nicht zum Vizepräsidenten gewählt – Gremien besetzt. In: bundestag.de. 26. Juni 2025, abgerufen am 27. Juni 2025.</ref>

Schulze ist Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), von ver.di und im Naturschutzbund Deutschland (NABU). Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“.

Im Jahr 2011 heiratete Schulze ihren Lebensgefährten Andrea Arcais,<ref>Westfälische Nachrichten: SPD-Chefin Schulze heiratet in Münster ihren Lebensgefährten. In: www.wn.de. Westfälische Nachrichten, 10. April 2011, abgerufen am 12. Februar 2019.</ref> mit dem sie seit den 1990er Jahren liiert ist.<ref>Westfälische Nachrichten, 27. August 2020.</ref> Das Paar wohnt im Südviertel von Münster.<ref>Westfälische Nachrichten, 27. August 2020.</ref>

Positionen

Svenja Schulze forderte im Bezug zu den internationalen Anstrengungen zum Klimaschutz, die USA sollten ihre Zusagen halten und die VR China solle mehr tun. Bei der COP 26 forderte sie, das Regelbuch für das Paris-Abkommen (COP 21) endlich abzuschließen. Es fehlten unter anderem noch Passagen zu Berichtspflichten und zu den Regeln beim Emissionshandel. Sie wehrte sich gegen die Erwartungen an die UN-Klimakonferenzen, diese könnten zu einer „Spontan-Rettung der Welt“ führen.<ref>tagesschau.de: Klimagipfel: Scharfe Kritik an bisherigen Beschlüssen. In: www.tagesschau.de. Abgerufen am 8. November 2021.</ref>

Im Jahr 2021 sprach sich Schulze deutlich gegen die Bewertung der Kernenergie als „nachhaltige Energie“ aus. Kernenergie sei keine Lösung im Kampf gegen den Klimawandel; ein Neubau wäre viel zu teuer und würde viel zu lange dauern. Das brächte dem Klima nichts. Deutschland habe wegen der Atomunglücke in Tschernobyl und Fukushima beschlossen, aus der Kernenergie auszusteigen. Dagegen sei ein echter Aufbruch bei erneuerbaren Energien nötig. Hintergrund ist das Ende 2021 von der EU-Kommission vorgelegte Klassifikationssystem für Energien. Sie stufte darin (auf Betreiben Frankreichs) die Kernenergie als nachhaltige Energieform und Teil des Kampfes gegen die globale Erwärmung ein.<ref>Stellungnahme der Bundesregierung: Stellungnahme der Bundesregierung – Nein zur Einstufung der Atomkraft als nachhaltig. In: www.deutschlandfunk.de. Deutschlandfunk, 22. Januar 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Januar 2022; abgerufen am 22. Januar 2022.</ref>

Kabinette

Weblinks

Commons: Svenja Schulze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Walter Wallmann (CDU, 1986–1987) | Klaus Töpfer (CDU, 1987–1994) | Angela Merkel (CDU, 1994–1998) | Jürgen Trittin (B90/Grüne, 1998–2005) | Sigmar Gabriel (SPD, 2005–2009) | Norbert Röttgen (CDU, 2009–2012) | Peter Altmaier (CDU, 2012–2013) | Barbara Hendricks (SPD, 2013–2018) | Svenja Schulze (SPD, 2018-2021) | Steffi Lemke (B90/Grüne, 2021-2025) | Carsten Schneider (SPD, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Walter Scheel (FDP, 1961–1966) | Werner Dollinger (CSU, 1966) | Hans-Jürgen Wischnewski (SPD, 1966–1968) | Erhard Eppler (SPD, 1968–1974) | Egon Bahr (SPD, 1974–1976) | Marie Schlei (SPD, 1976–1978) | Rainer Offergeld (SPD, 1978–1982) | Jürgen Warnke (CSU, 1982–1987) | Hans Klein (CSU, 1987–1989) | Jürgen Warnke (CSU, 1989–1991) | Carl-Dieter Spranger (CSU, 1991–1998) | Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD, 1998–2009) | Dirk Niebel (FDP, 2009–2013) | Gerd Müller (CSU, 2013–2021) | Svenja Schulze (SPD, 2021–2025) | Reem Alabali Radovan (SPD, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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Angela Merkel (CDU) | Olaf Scholz (SPD) | Heiko Maas (SPD) | Horst Seehofer (CSU) | Katarina Barley (SPD, bis 27. Juni 2019) | Christine Lambrecht (SPD, ab 27. Juni 2019) | Peter Altmaier (CDU) | Hubertus Heil (SPD) | Julia Klöckner (CDU) | Ursula von der Leyen (CDU, bis 17. Juli 2019) | Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, ab 17. Juli 2019) | Franziska Giffey (SPD, bis 20. Mai 2021) | Jens Spahn (CDU) | Andreas Scheuer (CSU) | Svenja Schulze (SPD) | Anja Karliczek (CDU) | Gerd Müller (CSU) | Helge Braun (CDU)

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Johannes Rau (1970–1978) | Reimut Jochimsen (1978–1980) | Hans Schwier (1980–1983) | Rolf Krumsiek (1983–1985) | Anke Brunn (1985–1998) | Gabriele Behler (1998–2002) | Hannelore Kraft (2002–2005) | Andreas Pinkwart (2005–2010) | Svenja Schulze (2010–2017) | Isabel Pfeiffer-Poensgen (2017–2022) | Ina Brandes (seit 2022)

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