Gerd Müller (Politiker, 1955)
Gerhard „Gerd“ Müller (* 25. August 1955 in Krumbach, Schwaben) ist ein deutscher Politiker (CSU). Vom 17. Dezember 2013 bis zum 8. Dezember 2021 war er Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in den Kabinetten Merkel III und Merkel IV. Von 1994 bis 2021 war Müller Mitglied des Deutschen Bundestages.<ref>Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 10. Oktober 2020.</ref> Seit 2021 ist er Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO).<ref>Change of management at UNIDO: Gerd Müller succeeds Director General LI Yong. In: unido.org. Abgerufen am 2. Dezember 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Studium und Beruf
Nach dem Besuch der Realschule machte Müller zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Auf dem Zweiten Bildungsweg holte er sein Abitur nach und absolvierte nach dem anschließenden Grundwehrdienst mit einem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung ein Studium der Pädagogik, Psychologie sowie der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, welches er als Diplom-Wirtschaftspädagoge beendete.
1980 begann Müller seine Berufstätigkeit als Geschäftsführer eines Verbandes, trat aber später in das bayerische Wirtschaftsministerium ein, wo er zuletzt als Oberregierungsrat im Grundsatzreferat sowie als stellvertretender Pressesprecher des Bayerischen Wirtschaftsministers Anton Jaumann bis 1989 tätig war. 1988 wurde Müller an der Universität Regensburg mit einer Dissertation über Die Junge Union Bayern und ihr Beitrag zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung promoviert. 2014 laut gewordene Plagiatsvorwürfe gegen Müller wies die Hochschule als Kolportage ohne Grundlage zurück.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Presseerklärung zu den Plagiatsvorwürfen gegen Bundesminister Gerd Müller.] uni-regensburg, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. August 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Partei
Müller engagierte sich zunächst in der Jungen Union, bei der er von 1982 bis 1991 Bezirksvorsitzender in Schwaben und von 1987 bis 1991 bayerischer Landesvorsitzender war. In dieser Funktion forderte er 1989 die Todesstrafe für Drogenhändler.<ref>Sängerknaben und Eunuchen. In: Der Spiegel. 19. November 1989, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. November 2023]).</ref> Später distanzierte er sich von dieser Forderung.<ref>Kersten Augustin: Nein, nicht DER Gerd Müller. In: Zeit Online. Zeit Online GmbH, 18. Dezember 2013, abgerufen am 30. Mai 2020.</ref>
Ab 1993 war er stellvertretender Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes Schwaben.
Abgeordneter
Von 1989 bis 1994 gehörte Müller dem Europäischen Parlament an und war hier in dieser Zeit Parlamentarischer Geschäftsführer der EVP-Fraktion.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Die CSU und ihre künftigen Minister.] Welt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Von 1994 bis 2021 war Müller Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Oberallgäu (Kempten, Lindau, Oberallgäu und Westallgäu). Bis 2005 war er, unter anderem, außen- und europapolitischer Sprecher und Stellvertretender Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag. Zudem war er von 2002 bis 2005 im Bundestag in der Position als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Fremdenverkehr und Tourismus. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er 61,5 % der Erststimmen. Bei der Bundestagswahl 2009 lag das Ergebnis bei 53 %, bei der Bundestagswahl 2013 erhielt er 60,7 % der Erststimmen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wahlkreisergebnis.] Der Bundeswahlleiter, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. August 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bei der Bundestagswahl 2017 wurde er mit 50,4 % der Erststimmen wiedergewählt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ergebnis und Wahlsieger in Wahlkreis 256.] Welt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im September 2020 kündigte Müller an, nicht bei der Bundestagswahl 2021 wieder anzutreten.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Entwicklungsminister Müller wird 2021 nicht mehr für den Bundestag kandidieren.] In: Augsburger Allgemeine. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Öffentliche Ämter
Kommunalpolitik (1978–1988)
Müller war von 1978 bis 1988 Zweiter Bürgermeister von Krumbach und Kreisrat im Landkreis Günzburg.<ref>Kersten Augustin: Entwicklungsminister: Nein, nicht DER Gerd Müller. In: Die Zeit. 18. Dezember 2013, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 4. März 2018]).</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig „Ich fühle mich für Schwaben ganz besonders zuständig“.] Mittelschwäbische Nachrichten, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Parlamentarischer Staatssekretär (2005–2013)
Am 22. November 2005 wurde Müller als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in die von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführte Bundesregierung berufen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Das sind die Minister und Staatssekretäre der GroKo.] Politik & Kommunikation, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Wie dem Kabinett Merkel I gehörte er auch dem Kabinett Merkel II an.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Entwicklungsminister Müller kandidiert nicht mehr.] Deutsche Welle, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (2013–2021)
Am 17. Dezember 2013 wurde Müller zum Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Kabinett Merkel III ernannt. Müller lehnte anders als Merkel und Bundespräsident Gauck eine persönliche Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien aus Protest gegen soziale und ökologische Verwerfungen demonstrativ ab. Er befürchtete „ein ähnliches Desaster wie in Südafrika: Milliardeninvestitionen verkommen zu Ruinen, und daneben darbt die Bevölkerung im Elend.“ Brasilien stehe ihm zufolge für Straßenfußball. Nicht aber für eine solche „Art von Großereignissen“, von denen „ein Großteil der Bevölkerung überhaupt nichts“ habe. Seine Kritik richtete er dabei ausdrücklich auch an die FIFA. Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar befürchtet Müller sogar eine Steigerung des „materialistischen Spektakels“.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gerd Müller boykottiert Fußball-WM in Brasilien.] Die Welt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. August 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Die Handlungen der Bundesregierung und der Europäischen Union zur Bewältigung der Flüchtlingskrise wurden von Müller als unzureichend kritisiert. „Wenn ich mir die europäische Ratssitzung gestern in Luxemburg anschaue, wo wir über Gender-Probleme diskutieren und das Flüchtlingsthema fast keine Rolle spielt, dann frag ich mich schon, was ist jetzt auf der europäischen Agenda?“ sagte Müller dem Bayerischen Rundfunk. „Wir müssen handeln, und zwar auf kommunaler, Landes-, Bundes- und europäischer Ebene.“<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig "Wir müssen handeln" - CSU-Minister schimpft auf Europa.] Merkur, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. August 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zudem fordert Müller wiederholt einen Marshallplan mit Afrika,<ref>Focus Online: CSU-Minister Müller: Was wir tun müssen, um Flüchtlingskrisen zu stoppen. In: Focus Online. (focus.de [abgerufen am 4. Juli 2017]).</ref> auch, um Migrationsbewegungen entgegenzuwirken. Müller verweist aber auch darauf, dass es lange Zeit Europäer waren, die migriert sind.<ref>Menschen verlassen ihre Heimat wegen Krieg, Terror und Hunger - wir müssen ihnen vor Ort helfen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juni 2017; abgerufen am 4. Juli 2017.</ref><ref>Murmann Publishers GmbH: Unfair! Für eine gerechte Globalisierung. ISBN 978-3-86774-579-6.</ref>
Vor der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 forderte Müller einen neu zu schaffenden Nachhaltigkeitsrat der Vereinten Nationen, der jährlich über die Umsetzung nationaler Klimaschutz-Pläne berichtet. Er mahnte die verbindliche Umsetzung der Beschlüsse an.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Entwicklungsminister Müller will Kontrollinstanz für Klima-Zusagen.] t-online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. August 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Müllers Eintreten für eine Bekämpfung der Fluchtursachen durch Schaffung von Wohlstandsperspektiven in den Herkunftsregionen der Flüchtenden statt einer Abschottung brachte ihm den Ruf ein, „das gute Gewissen der CSU“ zu sein.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Entwicklungsminister Gerd Müller: Das gute Gewissen der CSU.] Deutschlandfunk, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. September 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Am 14. März 2018 wurde Gerd Müller von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Kabinett Merkel IV wieder als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ernannt.<ref>Das neue Kabinett auf einen Blick, spiegel.de, abgerufen am 14. März 2018.</ref> Unter ihm wurden die Ausgaben des Ministeriums von 6 auf 10 Milliarden Euro jährlich gesteigert.<ref>Hannes Koch: Entwicklungsminister über faire Kleidung: „Raus aus der Nische“. In: Die Tageszeitung: taz. 16. August 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 18. August 2019]).</ref>
Müller initiierte den Grünen Knopf, ein seit 2019 verwendetes Textilsiegel, das für Mindeststandards bei der Textilproduktion in Entwicklungsländern wie Bangladesch sorgen soll, denen oft menschenunwürdige und lebensgefährliche Produktionsverhältnisse existieren.
Im September 2020 kündigte er seinen Rückzug aus der Bundespolitik an, um Gelegenheit für einen Generationswechsel zu schaffen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Müller kündigt Rückzug aus Bundespolitik an.] Tagesschau, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. September 2020.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>bam, dpa, Reuters: CSU-Entwicklungsminister. Gerd Müller kündigt überraschend Rückzug aus Bundespolitik an. In: Spiegel Online. 13. September 2020, abgerufen am 13. September 2020.</ref>
UNIDO-Generaldirektor (seit 2021)
Im November 2020 wurde er von der Bundesregierung, mit Unterstützung der EU und der anderen EU-Mitgliedstaaten,<ref name=":0">Marco Feldmann: Müller soll neuer UNIDO-Generaldirektor werden. In: Behörden Spiegel. 13. Juli 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Juli 2021; abgerufen am 13. Juli 2021.</ref> als Kandidat für die Leitung der UNO-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO) benannt.<ref>Bundesregierung nominiert Gerd Müller für UNO-Spitzenamt. In: deutschlandfunk.de. 13. November 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. November 2020; abgerufen am 15. November 2020.</ref> Am 13. Juli 2021 setzte er sich bei einer Wahl im UNIDO-Lenkungsgremium (Industrial Development Board) gegen Kandidaten aus Äthiopien und Bolivien als Nachfolger von Li Yong durch. Die Wahl wurde am 30. November 2021 von der UNIDO-Generalversammlung förmlich bestätigt. Am 10. Dezember 2021 trat Müller sein Amt als UNIDO-Generaldirektor an.<ref name=":0" /><ref>Müller wird Unido-Chef. In: Süddeutsche Zeitung (SZ). 12. Juli 2021, abgerufen am 13. Juli 2021.</ref><ref>Gerd Müller of Germany chosen as next UNIDO Director General. In: Website UNIDO. 12. Juli 2021, abgerufen am 12. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ein Meilenstein seiner Amtszeit als Entwicklungsminister war das Lieferkettengesetz, das ab 2023 große Unternehmen dazu verpflichtet, gegen Menschenrechtsverletzungen wie Kinder- oder Zwangsarbeit und Umweltverstöße ihrer Zulieferer vorzugehen. Im Bundestag führte er dazu aus:<ref>„Das war sicher das wichtigste Gesetz“, sagt der Entwicklungsminister bewegt. In: WELT. 11. Juni 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2021; abgerufen am 1. November 2021.</ref>
„Das war vielleicht meine letzte Rede hier, aber ganz sicher das wichtigste Gesetz für mehr Gerechtigkeit zwischen Reich und Arm – wir haben noch viel zu tun.“
Mitgliedschaften und Ehrenämter
In seiner Jugend war Müller Mitglied der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB).<ref>Minister Müller preist Landjugend. Augsburger Allgemeine. 5. März 2017. Abgerufen am 6. März 2017.</ref> Von 2008 bis 2012 war er Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ernst Hinsken wird neuer Präsident des Deutschen Heilbäderverbandes e. V. - Er tritt Nachfolge von Parl. Staatssekretär Dr. Gerd Müller an.] Deutscher-Heilbaederverband, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 4. August 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und seit 2009 ist er Honorarprofessor für Internationale Agrarpolitik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Liste der Honorarprofessoren an der HTW Dresden.] Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 19. Dezember 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Müller ist Mitglied der Europa-Union Deutschland.<ref>Parlamentariergruppe im Deutschen Bundestag A - Z. In: Webseite der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 25. November 2020.</ref> Von 2017 bis 2021 war er gewähltes Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Dr. Gerd Müller BM.] Zentralkomitee der deutschen Katholiken, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Februar 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig ZdK-Wahl: Diese 27 Kandidaten wurden ins Katholikenkomitee gewählt.] Zentralkomitee der deutschen Katholiken, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. April 2021.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Ferner ist er Schirmherr von „1000 Schulen für unsere Welt“, einer Gemeinschaftsinitiative der kommunalen Spitzenverbände in Deutschland.<ref>Homepage der Schul-Initiative, abgerufen am 23. März 2020.</ref>
Müller ist Mitglied der International Gender Champions, die sich für Geschlechtergleichstellung in nationalen und internationalen Organisationen einsetzt.
Seit 2021 ist Müller Schirmherr des Vereins Gegen Noma-Parmed e.V., der sich bei der Prävention der vernachlässigten Tropenkrankheit Noma in Burkina Faso engagiert.<ref>Verein. In: www.gegen-noma.de. Gegen Noma-Parmed e.V., abgerufen am 11. August 2025 (deutsch).</ref>
Privates
Müller ist römisch-katholisch, mit Gertie Müller-Hoorens verheiratet<ref>Dr. Gerd Müller erneut zum Direktkandidaten gewählt. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. September 2021; abgerufen am 18. Februar 2021.</ref> und Vater von zwei Kindern.<ref>bundestag.de: Dr. Gerd Müller, CDU/CSU</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Dr. Gerd Müller, CDU/CSU.] Deutscher Bundestag, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Mai 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Auszeichnungen
- 2007: Bayerischer Verdienstorden<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Hohe Auszeichnungen für Bayerns Kommunalpolitiker.] ((PDF)) Gemeindezeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- 2019: Bayerische Verfassungsmedaille in Gold<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Entwicklungsminister Müller mit Verfassungsmedaille geehrt.] Süddeutsche Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- 2021: Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Träger der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen.] Bund der Vertriebenen, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. April 2025.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- 2022: Itzel-Preis<ref>Dr. Gerd Müller, Bundesminister a. D., ist Empfänger des Julius-Itzel-Preises 2022. ITZEL Stiftung, abgerufen am 23. Oktober 2022.</ref> für seinen „vielfältigen Einsatz für Menschenrechte und Menschlichkeit in langjähriger, hauptberuflicher wie auch ehrenamtlicher Tätigkeit in verschiedenen Organisationen.“
- 2023: Eugen-Biser-Preis<ref>„Tief verwurzelt im Glauben“: Gerd Müller erhält Eugen-Biser-Preis. In: katholisch.de. 12. April 2023, abgerufen am 13. April 2023.</ref>
Kabinette
- Kabinett Merkel I (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; 2005 bis 2009)
- Kabinett Merkel II (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz; 2009 bis 2013)
- Kabinett Merkel III (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; 2013 bis 2018)
- Kabinett Merkel IV (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; 2018 bis 2021)
Weblinks
- Eigene Homepage
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Lebenslauf bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
- Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 316: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) in der Abgeordneten-Datenbank des Europäischen Parlaments
Einzelnachweise
<references responsive />
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Walter Scheel (FDP, 1961–1966) | Werner Dollinger (CSU, 1966) | Hans-Jürgen Wischnewski (SPD, 1966–1968) | Erhard Eppler (SPD, 1968–1974) | Egon Bahr (SPD, 1974–1976) | Marie Schlei (SPD, 1976–1978) | Rainer Offergeld (SPD, 1978–1982) | Jürgen Warnke (CSU, 1982–1987) | Hans Klein (CSU, 1987–1989) | Jürgen Warnke (CSU, 1989–1991) | Carl-Dieter Spranger (CSU, 1991–1998) | Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD, 1998–2009) | Dirk Niebel (FDP, 2009–2013) | Gerd Müller (CSU, 2013–2021) | Svenja Schulze (SPD, 2021–2025) | Reem Alabali Radovan (SPD, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Angela Merkel (CDU) | Sigmar Gabriel (SPD) | Frank-Walter Steinmeier (SPD, bis 27. Januar 2017) | Thomas de Maizière (CDU) | Heiko Maas (SPD) | Wolfgang Schäuble (CDU, bis 24. Oktober 2017) | Andrea Nahles (SPD, bis 28. September 2017) | Brigitte Zypries (SPD, seit 27. Januar 2017) | Hans-Peter Friedrich (CSU, bis 14. Februar 2014) | Ursula von der Leyen (CDU) | Katarina Barley (SPD, seit 2. Juni 2017) | Manuela Schwesig (SPD, bis 2. Juni 2017) | Hermann Gröhe (CDU) | Alexander Dobrindt (CSU, bis 24. Oktober 2017) | Barbara Hendricks (SPD) | Johanna Wanka (CDU) | Gerd Müller (CSU) | Peter Altmaier (CDU) | Christian Schmidt (CSU, seit 17. Februar 2014)
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Angela Merkel (CDU) | Olaf Scholz (SPD) | Heiko Maas (SPD) | Horst Seehofer (CSU) | Katarina Barley (SPD, bis 27. Juni 2019) | Christine Lambrecht (SPD, ab 27. Juni 2019) | Peter Altmaier (CDU) | Hubertus Heil (SPD) | Julia Klöckner (CDU) | Ursula von der Leyen (CDU, bis 17. Juli 2019) | Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, ab 17. Juli 2019) | Franziska Giffey (SPD, bis 20. Mai 2021) | Jens Spahn (CDU) | Andreas Scheuer (CSU) | Svenja Schulze (SPD) | Anja Karliczek (CDU) | Gerd Müller (CSU) | Helge Braun (CDU)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Müller, Gerd |
| ALTERNATIVNAMEN | Müller, Gerhard (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CSU), MdEP, MdB |
| GEBURTSDATUM | 25. August 1955 |
| GEBURTSORT | Krumbach (Schwaben) |
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