Windischhausen
Windischhausen Stadt Treuchtlingen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(155)&title=Windischhausen 48° 58′ N, 10° 50′ O
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| Höhe: | 487 (475–500) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 155 (31. Dez. 2019)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91757 | |||||
| Vorwahl: | 09142 | |||||
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Windischhausen ist ein Gemeindeteil der Stadt Treuchtlingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Windischhausen hat eine Fläche von 10,440 km². Sie ist in 717 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 14560,72 m² haben.<ref>Gemarkung Windischhausen (093749). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 25. Oktober 2024.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Oberheumödern und Unterheumödern.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024.</ref>
Lage
Das Kirchdorf liegt an beiden Ufern auf dem Grund und an den Unterhängen des Tals der „Östlichen“ Rohrach im Hahnenkamm in der Südlichen Frankenalb. Es ist von ausgedehnten Mischwäldern umgeben. Durch Windischhausen verläuft die Staatsstraße 2218 von Heidenheim nach Treuchtlingen. Die Kreisstraße WUG 5 führt nach Falbenthal. Auch die überregionalen Wanderwege Frankenweg und Altmühltal-Panoramaweg durchqueren den Ort.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Windischhausen wurde vermutlich im 8. bis 10. Jahrhundert unter slawischem Siedlungseinfluss gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen „Slavanishusen“ datiert von 1057, als die erste Kirche geweiht wurde. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich von den Slawen (windisch/wendisch = slawisch) ab. Im Lauf der Zeit wurde es von den Grafen von Treuchtlingen sowie den Klöstern Wülzburg, Rebdorf und Heidenheim verwaltet.
Nach den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges war die Gegend teils entvölkert; erst durch den Zuzug von Glaubensflüchtlingen (Exulanten) aus Ober- und Niederösterreich füllte sich das Dorf wieder mit Leben. Die Zahl der Haushalte in Windischhausen stieg von zwölf im Jahr 1643 auf 24 im Jahr 1674, 40 Prozent der Bevölkerung waren Exulanten.
Im Ersten Weltkrieg fielen dreizehn Windischhausener Soldaten bzw. wurden vermisst, im Zweiten Weltkrieg waren es elf. In beiden Kriegen blieb der Ort von direkten Kriegsschäden verschont. Der Zweite Weltkrieg endete für Windischhausen am 23. April 1945, als Soldaten der US Army aus Richtung Heidenheim kommend den Ort kampflos übernahmen.
In den 1960er Jahren wurden die Wasserversorgung und die Kanalisation errichtet. In den 1970ern fand die Flurbereinigung statt.
Eingemeindungen
Am 26. August 1864 wurden die Orte Oberheumödern und Unterheumödern aus Treuchtlingen aus- und in die Gemeinde Windischhausen eingegliedert. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde am 1. Juli 1972 die bis dahin selbständige Gemeinde Windischhausen in die Stadt Treuchtlingen eingegliedert.<ref></ref>
Einrichtungen / Veranstaltungen
Die im 11. Jahrhundert erbaute, dem hl. Zeno geweihte erste Kirche befand sich am Ortsrand und war von einem Friedhof umgeben. 1875 wurde der einsturzgefährdete Bau durch einen Neubau im neugotischen Stil in der Ortsmitte ersetzt.<ref>Kirche St. Zeno auf Pointoo</ref> Der Friedhof blieb an seinem alten Platz.
Ein Schulgebäude wurde erstmals 1633 erwähnt. 1889 wurde am östlichen Ortsrand ein neues Schulhaus gebaut. Bis 1974 fand dort Unterricht statt; seitdem gehen die Schüler nach Wettelsheim oder Treuchtlingen zur Schule. Das Gebäude wird heute als Treffpunkt und für Veranstaltungen genutzt.
Am zweiten Oktoberwochenende findet alljährlich die Kirchweih statt.
Wirtschaft
Windischhausen ist landwirtschaftlich geprägt; die meisten Berufstätigen pendeln in das ca. 7 km entfernte Treuchtlingen. Wegen der Lage im engen Rohrachtal und der damit verbundenen schwierigen Erreichbarkeit der Landwirtschaftsflächen hat auch das Gewerbe einen traditionell hohen Anteil. Bedingt durch die waldreiche, hügelige Landschaft und die Nähe zum Fränkischen Seenland spielt auch der Tourismus eine Rolle.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Windischhausen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 260 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Dorfverein Windischhausen (Hrsg.): Windischhausen-Heumödern – Die Geschichte unserer Heimat, Windischhausen 2012
- Vorlage:Gröber Bezirksamt Gunzenhausen
- Bernd Schweinzer: Ortsfamilienbuch Windischhausen mit Ober- und Unterheumödern, Windischhausen 2018
Weblinks
- Ortsteile > Windischhausen. In: treuchtlingen.de. Abgerufen am 25. Oktober 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Windischhausen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Windischhausen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Auernheim | Bergnershof | Bonhof | Bubenheim | Dickmühle | Dietfurt i.MFr. | Dornmühle | Eichhof | Eulenhof | Falbenthal | Freihardt | Fuchsmühle | Graben | Grönhart | Gstadt | Gundelsheim | Haag b.Treuchtlingen | Hagenau | Hagenhof | Heunischhof | Hürth | Kästleinsmühle | Kellerhaus | Kohlmühle | Lehnleinsmühle | Mattenmühle | Metzenhof | Möhren | Möhrenberg | Naßwiesen | Neufang | Neuheim | Obere Papiermühle | Oberheumödern | Rutzenhof | Sägmühle | Schambach | Schertnershof | Schlittenhart | Schmarrmühle | Schürmühle | Siebeneichhöfe | Spielhof | Steinbruch | Treuchtlingen | Untere Papiermühle | Unterheumödern | Weinbergshof | Wettelsheim | Wieshof | Windischhausen | Ziegelhütte | Ziegelmühle | Zollmühle
Sonstige Wohnplätze: Hartschuster | Maierhof | Melchershof | Patrich | Untermühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
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- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ortsteil von Treuchtlingen
- Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen)
- Ersterwähnung 1057
- Gemeindeauflösung 1972
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen