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Fuchsmühle (Treuchtlingen)

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Fuchsmühle
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(17)&title=Fuchsm%C3%BChle 48° 56′ N, 10° 53′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(17) 48° 56′ 27″ N, 10° 53′ 22″ O
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Höhe: 430 m ü. NHN
Einwohner: 17 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 353 (Digitalisat).</ref>
Postleitzahl: 91757
Vorwahl: 09142
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Datei:Fuchsmühle (Treuchtlingen) 2012-05-15 (1).JPG
Die Fuchsmühle am Möhrenbach

Fuchsmühle ist ein Gemeindeteil der Stadt Treuchtlingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Fuchsmühle liegt in der Gemarkung Möhren.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024.</ref>

Lage

Der Weiler liegt südwestlich von Treuchtlingen am nördlichen Rand des Möhrenbach-Tals auf circa 430 m ü. NHN an der Staatsstraße 2217. Westlich der Mühle führt die Bahnstrecke Donauwörth–Treuchtlingen vorbei.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Die Mühle „eines Mannes namens Fuchs“ kommt auch in einer älteren Schreibweise als „Fuxmüll“ vor.<ref name="Heimatbuch, S. 132">Heimatbuch Treuchtlingen, S. 132.</ref> Weitere historische Namen für die Mühle sind Schermühle und Möhrmühle.<ref name="Hofmann, S. 120">Hofmann, S. 120.</ref> 1522 ging das nahe Möhren an die Adelsherren Fuchs von Bimbach über, die die Mühle am „Marbrunnen“, einem ergiebigen, dem Möhrenbach zufließenden Quellbach, erbauten.<ref>Friedrich von Boller: Notizen über die Burg Möhren. Ansbach 1834, S. 18, Reprint siehe [1].</ref> 1600 erscheint sie als „Fuchsmüll“ in einem Atlas des pfalz-neuburgischen Landgerichts Graisbach-Monheim. 1744 wird sie in einer ansbachischen Amtsbeschreibung als „Möhringer Fuchß-Mühl“ bezeichnet.<ref name="Keller, S. 76">Keller, S. 76.</ref> Am Ende des Heiligen Römischen Reiches bestand die Mühle aus einem Anwesen, das dem brandenburgisch-markgräflichen (seit 1791/92 preußischen) Fraischamt bzw. hinsichtlich Vogtei und Steuer dem markgräflichen Verwalteramt Treuchtlingen unterstand und zur Pfarrei Möhren gehörte.<ref name="Hofmann, S. 120" />

1806 kam die Mühle mit Möhren zum Königreich Bayern, wo sie 1808 bei der Bildung der Steuerdistrikte dem Steuerdistrikt (ab 1818 Ruralgemeinde) Möhren im Landgericht/Rentamt Graisbach-Monheim zugeordnet wurde,<ref>Pfister, S. 341.</ref> das 1862 im Bezirksamt (ab 1935 Landkreis) Donauwörth aufging.<ref>Pfister, S. 328.</ref> In Verzeichnissen von 1810 und 1841 hat die Mühle die Hausnummer 24. 1815 bildete Carl Anton Graf von Fugger-Nordendorf auf dem Rittermannlehen zu Möhren ein Ortsgericht als Patrimonialgericht II. Klasse, dem auch die Einöde Fuchsmühle mit ihrer einzigen Familie unterstand; diese Gerichtsbarkeit wurde 1848 durch Bayern aufgehoben.<ref>Pfister, S. 333 (Anm. 4), 334, 337.</ref> 1841 war die Mühle ein „Mühlgut mit realer Mühlgerechtigkeit, zwey Mahlgängen und einer Säge.“<ref name="Keller, S. 76" />

Die Fuchsmühle blieb bis zur Gebietsreform in Bayern ein Gemeindeteil der Gemeinde Möhren, mit der sie zum 1. Juli 1972 einer von 54 amtlich benannten Gemeindeteilen von Treuchtlingen im Landkreis Weißenburg i.Bay. wurde.<ref></ref> Sie schied damit aus dem Regierungsbezirk Schwaben aus und kam in den Regierungsbezirk Mittelfranken.<ref>Pfister, S. 330, 358, 370.</ref>

1928 wurde die Juraquelle der Mühle gefasst und an das Treuchtlinger Wasserleitungsnetz angeschlossen. Der Mahlbetrieb wurde nach 1945 aufgegeben. Da zur Mühle keine nennenswerten landwirtschaftlichen Flächen gehören, haben die fünf Anwesen (Stand: ca. 1984) nur Wohnfunktion.<ref name="Heimatbuch, S. 132" />

Einwohnerzahlen

Literatur

Weblinks

Commons: Fuchsmühle (Treuchtlingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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