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S-Bahn Schaffhausen

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Datei:Bahnstation Neuhausen Rheinfall. Lift zum Rheinfall.jpg
Teil der S-Bahn Schaffhausen, eine neue Bahnstation: Neuhausen Rheinfall SBB

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Staat Schweiz
Stadt Schaffhausen
Verkehrs- /
Tarifverbund
Ostwind, VHB
Linien 3
Fernbahnhöfe 2
Fahrzeuge Thurbo RABe 526
Betreiber SBB GmbH, Thurbo
Stromsystem 15 kV, 16,7 Hz ~ (Oberleitung)

Die auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2015 voll in Betrieb gegangene S-Bahn Schaffhausen erweiterte das Angebot des Öffentlichen Verkehrs in der Region Schaffhausen. Die S-Bahn besteht auf dem Streckennetz der SBB Infrastruktur (SBB) und der DB InfraGO (DB), wobei einzelne Abschnitte elektrifiziert und zusätzliche Haltestellen geschaffen wurden. Alle drei Linien sind zumindest teilweise auch Teil der S-Bahn Bodensee.<ref>S-Bahn Bodensee. Abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>

Geschichte

Lanciert wurde die Idee 2004 durch Pro Bahn Schweiz im Infoforum 2<ref>Mehr als eine Vision: Trambahn Schaffhausen. In: Infoforum. Nr. 2. Pro-Bahn Schweiz, 2004, S. 12–13 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online [Memento vom 23. April 2006 im Internet Archive] [abgerufen am 28. Juni 2023]).</ref> und Vorstösse der Kantonsrätinnen Iren Eichenberger und Martina Munz. Der Kantonsrat hat das Postulat am 12. Juni 2006 mit 64 zu 0 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen. Am 6. Juni 2011 hat der Kantonsrat einen Rahmenkredit von 74,86 Millionen Schweizer Franken bewilligt und sich mit 51 zu 0 Stimmen für den Bau der S-Bahn Schaffhausen ausgesprochen. Am 25. September 2011 bewilligte das Stimmvolk des Kantons Schaffhausen mit einem Ja-Anteil von 76 % den Rahmenkredit. Alle 27 Gemeinden sprachen sich für das S-Bahn-Projekt aus.<ref>Schaffhauser Nachrichten. 25. September 2011.</ref>

Ziel

Das Ziel des Projekts S-Bahn Schaffhausen war, die Hälfte des Verkehrswachstums der nächsten 20 Jahre zu übernehmen und somit auch die Strassen zu entlasten. Um dieses Ziel zu erreichen, musste der Kanton Schaffhausen folgende Angebote schaffen:

  • Durchmesserlinien durch den Kanton Schaffhausen (direktere Verbindungen)
  • Halbstundentakt auf allen Bahnlinien und Haltestellen im Kanton
  • Viertelstundentakt zwischen den Entwicklungszentren zu Hauptverkehrszeiten
  • Neue Haltestellen bei Entwicklungsschwerpunktgebieten. Neu: Neuhausen Rheinfall SBB, Beringen Beringerfeld DB. Modernisiert: Bahnhof Schaffhausen SBB/DB, Schaffhausen Herblingen DB, Bahnhof Thayngen DB, Bahnhof Jestetten.
  • Komfortsteigerung für Reisende durch besseres Rollmaterial und ein neues Informationssystem

Massnahmen

Damit man das Angebot wie geplant realisieren konnte, waren neue Infrastrukturen notwendig. Alle Projekte konnten bis Dezember 2015 realisiert werden:

  • Strecken
    • Elektrifizierung der Hochrheinbahn zwischen Erzingen und Schaffhausen (19 Kilometer, 35 Millionen Schweizer Franken)
  • Stationen
    • Ausbau des Bahnknotens Schaffhausen mit zusätzlichem Perron (Gleis 6, 9,7 Millionen Schweizer Franken)
    • Ausbau des Bahnhofs Thayngen mit Unterführung und Perronlängen von 320 Metern (7,3 Millionen Schweizer Franken)
    • Neue Haltestelle Beringerfeld (6,2 Millionen Schweizer Franken)
    • Wendegleis in Jestetten (3,4 Millionen Franken)
    • Neue Station Neuhausen Rheinfall beim SIG-Areal (10,6 Millionen Schweizer Franken)
    • Aufwertung der Station Herblingen (5,8 Millionen Schweizer Franken)

Vorausgegangene Infrastrukturausbauten

Zusätzlich hatte der Kanton Schaffhausen in den vorherigen Jahren bereits verschiedene Ausbauprojekte realisiert, die auch im Hinblick auf die S-Bahn Schaffhausen ausgelegt waren.

Kosten

An den Gesamtkosten von 74,86 Millionen Schweizer Franken beteiligten sich der Bund im Rahmen des Agglomerationsprogramms mit 15,32 Millionen Schweizer Franken, der Kanton übernahm 45,85 Millionen Schweizer Franken und die Gemeinden mussten sich mit 13,69 Millionen Schweizer Franken beteiligen.<ref>Beschluss über die Bewilligung eines Rahmenkredites für den Bau der S-Bahn Schaffhausen. In: Schaffhauser Abstimmungs-Magazin zur Volksabstimmung vom 25. September 2011. S. 13–38 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />online (Memento vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive) [abgerufen am 28. Juni 2023]).</ref>

Derzeit ist der Kanton Schaffhausen für die Bestellung und Finanzierung des Bahnverkehrs auf der Linie S65 nach schweizerischem Recht zuständig. Für die Bestellung und Finanzierung des Bahnverkehrs auf den Linien S62 und S64 ist derzeit das Land Baden-Württemberg nach deutschem und europäischem Recht zuständig. Per Dezember 2027 ist der Kanton Schaffhausen für die Bestellung und Finanzierung der Linie S64 nach schweizerischem Recht zuständig. Er wird dann der SBB GmbH per Direktvergabe den Auftrag geben.<ref>Kanton Schaffhausen: Kleine Anfrage 2024/18 betreffend Fragen zum Vergabekalender des öffentlichen Verkehrs von Baden-Württemberg. Abgerufen am 25. Januar 2026.</ref> Die Zuständigkeit für die S62 verbleibt beim Land Baden-Württemberg.

Linien

Ab Fahrplanwechsel 2023/2024 besitzen die vorher nur als «S» bezeichneten drei Linien zur besseren Unterscheidung Liniennummern.

Ebenfalls fahren im Einzugsbereich der S-Bahn Schaffhausen Züge der S-Bahn Zürich und der S-Bahn St. Gallen:

S-Bahn Zürich
S-Bahn St. Gallen

Die Freifahrt mit dem deutschen Schwerbehindertenausweis gilt in den Zügen des S-Bahn- und Regionalverkehrs, welche auch Stationen in Deutschland bedienen.<ref>Strecke 730 Singen(Hohentwiel) — Basel Bad Bf. In: ÖPNV-Info. Seh-Netz, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref><ref>Strecke Schaffhausen (Schweiz) — Lottstetten (Deutschland). In: ÖPNV-Info. Seh-Netz, abgerufen am 28. Juni 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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