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Bockenberg

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Bockenberg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3083)&title=Bockenberg 50° 58′ N, 7° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3083) 50° 57′ 41″ N, 7° 10′ 45″ O
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Höhe: 199 m ü. NN
Fläche: 1,24 km²
Einwohner: 3083 (31. Dez. 2025)<ref name="Einwo">Entwicklung – Stadt Bergisch Gladbach. Abgerufen am 22. Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 2.486 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Eingemeindet nach: Bergisch Gladbach
Postleitzahl: 51429
Vorwahl: 02204
Lage von Bockenberg in Bergisch Gladbach
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Bockenberg ist ein Stadtteil der Stadt Bergisch Gladbach, der mit der Nr. 53 zum Statistik-Bezirk 5 der Stadt gehört.<ref>Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen. Bergisch Gladbach 2015, ISBN 978-3-9813488-4-2, S. 427ff.</ref> Namensgeber des Stadtteils ist ein kleiner Ortsteil, darüber hinaus ist Bockenberg auch die Bezeichnung einer dort liegenden Flur und der Name einer Anhöhe am Westabfall des Bergischen Landes zur Kölner Bucht unweit von Bensberg.

Geographie

Bockenberg liegt im Süden der Stadt Bergisch Gladbach und grenzt an die Stadtteile Frankenforst, Kaule, Bensberg und Moitzfeld, sowie im Süden und Südosten an Rösrath. Der größte Teil des Stadtteilgebietes liegt südlich der Bundesautobahn 4 im Königsforst.

Kaule Bensberg Moitzfeld
Frankenforst Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Moitzfeld
Frankenforst Rösrath Rösrath

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Datei:Vinzenz-Pallotti-Hospital 02.JPG
Vinzenz-Pallotti-Hospital 2012

Das Vinzenz-Pallotti-Hospital steht auf dem höchsten Punkt des Stadtteils Bockenberg. Der Bockenberg fällt von dort nach Süden und Westen über den Stadtgarten Bensberg zum Rheintal ab. Nördlich des Krankenhauses liegt die Erdbebenstation Bensberg der Universität zu Köln.

Auf halber Höhe des Bockenberges – im Westen des heutigen Krankenhauses – errichtete die Erzdiözese Köln unter Kardinal Schulte Anfang der 1920er-Jahre das Priesterseminar, heute Kardinal-Schulte-Haus und Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg.

Wohnpark Bensberg

Datei:Bockenberg 20220418.jpg
Bockenberg Kardinal-Schulte-Haus Richtung Wohnpark Bensberg und Kölner Bucht, 2022

Die Hochhäuser in der Giselbertstraße und der Reginharstraße wurden in den Jahren 1970–1974 errichtet.<ref>Wohnpark Bensberg. Citynahes Wohnen im Grünen. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />wohnparkbensberg.de (Memento vom 8. Dezember 2015 im Internet Archive), abgerufen am 17. März 2015.</ref> Die Siedlung hat im Volksmund den Beinamen Klein-Manhattan erhalten, der offizielle Name ist jedoch Wohnpark Bensberg. Wenn man aus Köln freien Blick nach Osten hat, überstrahlen sie den Panoramablick auf die Stadt Bergisch Gladbach. Hier wohnen ca. 1500 Menschen.<ref>„Multi-Kulti“ mit Blick auf den Dom. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 3. Februar 2012, abgerufen am 26. Juli 2014.</ref>

Geschichte

Bockenberg ist seit 1845 in den preußischen Statistiken als Wohnplatz in der Bürgermeisterei Bensberg verzeichnet.

Während auf der Karte von 1817 an der Stelle noch keine Bebauung eingezeichnet ist, ist der Ort auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 ohne Namen verzeichnet mit einem Gebäude. Dort wurde die Chemische Fabrik Krauss, Ad. mit der Produktion von Pottasche und Soda betrieben.<ref>Adreßbuch der deutschen, schweizerischen und luxemburgischen Apotheken, Medicinalbeamten, chemischen Fabriken, Drogen- und Chemikalien-Handlungen, chem., pharm., physikalischen und meteorologischen Utensilien-, Apparaten-, und Instrumenten-Handlungen. Verlag d. pharmaceut. Zeitung, 1875.</ref> Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist der Ort auf Messtischblättern regelmäßig als Bockenberg verzeichnet.

Datei:Gaststätte Bockenberg.jpg
Postkarte (Lithographie) der Gaststätte Bockenberg mit Turm der Emilienhöhe

Poststempel vom 4. September 1909

1887 wurde der „Luftkurort Bockenberg“ angelegt, der unter anderem als Ausflugsziel der Kölner diente.<ref name=":0">Albert Eßer: Bergisch Gladbacher Stadtgeschichte. (= Beiträge zur Geschichte der Stadt Bergisch Gladbach. Band 9). herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach. 2006, ISBN 3-9804448-6-4.</ref> Bekannt ist die Gaststätte Haus Bockenberg, die um 1900 als Ausflugsgaststätte große Bedeutung hatte, vor allem als ab 1913 die Vorortbahn von Köln Bensberg erreichte. An der Overather Straße unterhalb des heutigen Technologieparks gibt es auch eine Bushaltestelle mit dem Namen Am Bockenberg. Noch heute gibt es einen Weg mit der Bezeichnung Bockenberg.

Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Bockenberg Teil von Bergisch Gladbach. In der neu formierten Stadt wurden zunächst Wohnplätze als Untergliederung, im Jahr 2015 schließlich Stadtteile eingeführt, die meist nach alten Wohnplätzen benannt sind.<ref>Gisbert Franken: Neustrukturierung: Schilderchaos in Bergisch Gladbach soll ein Ende haben. 23. November 2015, abgerufen am 26. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Einer davon trägt den Namen Bockenberg.

Interatom

Ab Mitte 1959 bezog das Unternehmen Interatom ein neues großzüges Firmengelände am Bockenberg in der Nähe der Grube Weiß auf dem Gebiet des Stadtteils Moitzfeld und bot über 2.000 Menschen einen Arbeitsplatz. Auf dem Werksgelände befindet sich heute der TechnologiePark Bergisch Gladbach.<ref name=":0" />

Bergbau

Ab 1854 wurde auf dem Bockenberg im Grubenfeld Liebig (seit 1858 konsolidiert mit der Grube Julien) Bergbau betrieben, der 1882 wieder zum Erliegen kam. 1857 kam die Grube Klaproth hinzu. Dort wurden Blei- und Zinkerze gefördert. Um 1950 entstand auf halbem Weg zwischen der Overather Straße und dem Vinzenz-Pallotti-Hospital ein Förderturm, und ein 110 Meter tiefer Versuchsschacht wurde abgeteuft, weil die Buntmetallpreise durch den Koreakrieg Höchstwerte erreichten.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Wohn-
gebäude
Kategorie
1845<ref name="OV1846">Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> 4 1 Fabrik
1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> 8 1 Hofstelle
1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 6 1 Wohnplatz
1895<ref name="Gemeindelexikon1895">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1895</ref> 4 1 Wohnplatz
1905<ref name="Gemeindelexikon1905">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1905</ref> 19 4 Wohnplatz
2020<ref name="Einwo" /> 3.092
2025<ref name="Einwo" /> 3.083

Siehe auch

Literatur

  • Verschönerungsverein Bensberg (Hrsg.): Führer für Bensberg und Umgegend. Selbstverlag, o. J. (um 1900)
  • Kurt Kluxen: Geschichte von Bensberg. Paderborn 1976, ISBN 3-506-74590-5.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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