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Kristina Vogel

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Kristina Vogel Vorlage:SportPicto
Kristina Vogel – Keirin-Europameisterin 2017
Kristina Vogel – Keirin-Europameisterin 2017
Zur Person
Geburtsdatum 10. November 1990 (35 Jahre)
Nation DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Disziplin Bahn
Fahrertyp Kurzzeit
Karriereende 2018
Verein(e) / Renngemeinschaft(en)
2004–2005
2006–2012
SV Sömmerda
RSC Turbine Erfurt
Internationale Team(s)
2013–2018 Team Erdgas.2012
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
2012 GoldTeamsprint (mit Miriam Welte)
2016 Gold – Sprint
2016 Bronze – Teamsprint (mit Miriam Welte)
Weltmeisterschaften
2012 Regenbogentrikot Melbourne – Teamsprint
2013 Regenbogentrikot Minsk – Teamsprint
2014 Regenbogentrikot CaliSprint; Teamsprint; Keirin
2015 Regenbogentrikot Yvelines – Sprint
2016 Regenbogentrikot LondonKeirin
2017 Regenbogentrikot Hongkong – Keirin; Sprint
2018 Regenbogentrikot Apeldoorn – Sprint; Teamsprint
Europameisterschaften
2013 Europameister-Trikot Apeldoorn – Sprint
2014 Europameister-Trikot Baie-Mahault – Keirin
2017 Europameister-Trikot Berlin – Keirin; Sprint
Letzte Aktualisierung: 5. Dezember 2021
Datei:Teamsprint Welte Vogel.JPG
Vogel (hinten) und Welte beim Weltcup in Melbourne (2012)
Datei:Medientag 2013 Bundesleistungstentrum Kienbaum by Moritz Kosinsky9611.jpg
Verleihung des Kienbaum Awards 2013 an Kristina Vogel (v. l. n. r.: Bernhard Schwank, Hans-Georg Moldenhauer, Christoph Bergner, Kristina Vogel, Klaus-Peter Nowack, Isolde Heinz, Michael Vesper)
Datei:Welte Vogel.jpg
Vogel (r.) mit Miriam Welte kurz vor den Olympischen Spielen 2016 beim Training im Rio Olympic Velodrome
Datei:Anna Meares, Becky James, Kristina Vogel Rio 2016.jpg
Vor dem Start zum Keirin bei den Olympischen Spielen 2016 (v. r. n. l.: Kristina Vogel, Rebecca James, Anna Meares)
Datei:UCI Track World Championships 2018 051.jpg
Weltmeisterin im Teamsprint 2018, mit Pauline Grabosch (l.) und Miriam Welte (r.)
Datei:2018 2019 UCI Track World Cup Berlin 105.jpg
Ehrung als deutsche Radsportlerin des Jahres 2018 im Dezember durch Bundesaußenminister Heiko Maas
Datei:Deutsche Meisterschaften im Bahnradsport 2022 067.jpg
Kristina Vogel mit ihrem Partner Michael Seidenbecher während der Bahn-DM 2022 in Büttgen

Kristina Vogel (* 10. November 1990 in Leninskoje, Kirgisische SSR, Sowjetunion; heute Kirgisistan) ist eine ehemalige deutsche Bahnradsportlerin und zweifache Olympiasiegerin. Mit 17 Weltmeistertiteln, davon elf bei der Elite und sechs bei Junioren ist sie die bis dato erfolgreichste Bahnradsportlerin.<ref>Rekord! Vogel holt elften WM-Titel Kicker 2. März 2018</ref> Bis einschließlich 2017 errang sie zudem 21 nationale Titel.<ref>Thomas Juschus, dpa: Olympiasiegerin Vogel holt bei DM 15. und 16. Titel. In: swp.de. 28. August 2016, abgerufen am 6. September 2016.</ref> Bei einem Trainingsunfall im Juni 2018 erlitt sie eine Querschnittlähmung.<ref>Vogel: „Dachte, ich sterbe“. Sport1, 7. September 2018, abgerufen am 7. September 2018.</ref> Von 2019 bis 2023 war sie als Kommunalpolitikerin im Erfurter Stadtrat aktiv. Seitdem ist sie Trainerin bei der Spitzensportfördergruppe der Bundespolizei.

Werdegang

Als Juniorin

Kristina Vogel kam 1991 mit ihrer Mutter nach Kindelbrück, bis zum Alter von 17 Jahren hieß sie Kristina Ade mit dem Nachnamen ihrer Mutter. Nach Anfängen im Straßenradsport wurde sie 2005 Bahnradfahrerin. 2007 wurde Vogel, die für den RSC Turbine Erfurt startete, zweifache Europameisterin (Junioren) im Sprint und 500-m-Zeitfahren in Cottbus. Im Keirin belegte sie den dritten Platz. Im selben Jahr wurde die 17-Jährige dreifache Weltmeisterin im Zeitfahren, Sprint und im Teamsprint bei der Junioren-WM in Aguascalientes. 2008 war sie zudem Gesamtsiegerin des Albert-Richter-Sprintercups des Bundes Deutscher Radfahrer. Im Jahr darauf konnte Vogel ihre Erfolgsserie bei der Junioren-WM in Kapstadt mit drei Einzeltiteln in Sprint, Zeitfahren und Keirin fortsetzen.

Schwerer Verkehrsunfall 2009

Im Mai 2009 wurde Kristina Vogel beim Straßentraining von einem Zivilfahrzeug der Thüringer Polizei erfasst und erlitt schwere Verletzungen. Ein Brustwirbel und die Handwurzelknochen waren gebrochen, sie verlor mehrere Zähne und die Glasscheibe des Autos zerschnitt ihr Gesicht. Eine Gesichtshälfte blieb teilweise taub. Im August 2014 sprach ihr das Landgericht Erfurt ein Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro zu, das vom Freistaat Thüringen zu zahlen war. Der Freistaat hatte nur 25.000 Euro Schmerzensgeld zahlen wollen, Vogel forderte 80.000 Euro. Bei seinem Urteil legte das Gericht die Schwere der Verletzungen zugrunde, aber auch die lange Zeit, die Vogel auf das Geld hatte warten müssen, sowie das Prozessverhalten des Freistaats. Vogel: „[…] Einerseits rühmt man sich mit deinen Titeln […] Es wäre doch aber mal ein Schritt gewesen zu sagen: Du bist unsere Athletin, wir stehen hinter dir.“<ref>Thüringen muss Olympiasiegerin Vogel 100 000 Euro zahlen. rad-net, 13. August 2014, abgerufen am 13. August 2014.</ref> Nach längerem Krankenhausaufenthalt und mehreren Operationen kündigte Vogel im Februar 2010 ihr Comeback bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften im März in Kopenhagen an.<ref>Radsport-News.com: „Kristina Vogel nach schrecklichem Unfall vor Comeback“</ref>

Bei den Deutschen Bahn-Meisterschaften 2010 in Cottbus errang sie dreifaches Gold, in Sprint, im Keirin und im Zeitfahren. Im Dezember desselben Jahres errang sie im kolumbianischen Cali ihren ersten Weltcup-Sieg im Sprint. Bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2012 in Melbourne errang Kristina Vogel gemeinsam mit Miriam Welte die Goldmedaille im Teamsprint. In der Qualifikation und im Finale stellten die beiden Fahrerinnen jeweils einen Weltrekord auf. Im Keirin gewann sie bei dieser WM die Bronzemedaille, die ihre erste Medaille für einen Einzelerfolg bei Elite-Weltmeisterschaften ist.

Olympische Sommerspiele 2012

Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde Kristina Vogel gemeinsam mit Miriam Welte Olympiasiegerin im Teamsprint, nachdem die Siegerinnen des Finales aus China wegen eines Wechselfehlers auf den zweiten Platz zurückgesetzt worden waren. Schon das Finale um Gold hatten die beiden deutschen Fahrerinnen nur erreicht, weil im Lauf zuvor das britische Duo wegen eines ebensolchen Fehlers relegiert worden war.<ref>Stichwort Wechselfehler. auf radsport-news.com v. 3. August 2012.</ref> Die beiden Deutschen waren damit die ersten Olympiasiegerinnen in dieser Disziplin, die neu in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen worden war.

Im November 2012 errang Kristina Vogel beim zweiten Lauf des Bahnrad-Weltcups 2012/13 jeweils Gold im Sprint und Keirin sowie Silber im 500-Meter-Zeitfahren. Bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2013 in Minsk wurde sie gemeinsam mit Miriam Welte erneut Weltmeisterin im Teamsprint und im Sprint errang sie die Silbermedaille. Am 7. Dezember 2013 stellte sie in Aguascalientes beim zweiten Lauf des Bahnrad-Weltcups mit 10,384 Sekunden einen neuen Weltrekord über 200 Meter bei fliegendem Start auf und gemeinsam mit Miriam Welte mit 32,153 Sekunden einen neuen Weltrekord im Teamsprint über 500 Meter.<ref>Vogel mit neuem Weltrekord im 200-Meter-Zeitfahren. radsport-news.com, 7. Dezember 2013, abgerufen am 7. Dezember 2013.</ref><ref>Deutsche starten mit drei Siegen und zwei Weltrekorden. radsport-news.com, 6. Dezember 2013, abgerufen am 7. Dezember 2013.</ref> Bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2014 in Cali wurde sie dreifache Weltmeisterin, im Sprint, im Keirin sowie im Teamsprint (mit Welte) sowie im selben Jahr Europameisterin im Keirin. 2015 errang sie das Regenbogentrikot im Sprint. Bei den Europameisterschaften später im Jahr gewann sie gemeinsam mit Welte Silber im Teamsprint sowie Bronze im Sprint. Im Jahr 2016 wurde sie in London Weltmeisterin im Keirin (ihr siebter WM-Titel) und gewann zusammen mit Miriam Welte Bronze im Teamsprint. Im Sprint errang sie ihren achten Weltmeistertitel.

Olympische Sommerspiele 2016

Im selben Jahr wurde Vogel für den Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro nominiert. Dort wurde sie als erste Deutsche Olympiasiegerin im Sprint, gewann mit Miriam Welte die Bronzemedaille im Teamsprint und belegte im Keirin Rang sechs. Damit ist sie die erste deutsche Olympiasiegerin im Sprint, seitdem diese Disziplin 1988 in das olympische Programm aufgenommen wurde. Dabei hatte sie den Sprint für sich entschieden, obwohl sich im entscheidenden Zielsprint beim sogenannten „Tigersprung“ ihre Sattelstütze vom Fahrrad gelöst hatte und der Sattel nach der Ziellinie auf die Bahn gefallen war.<ref name="SPON-1108080">Heiko Oldörp: Olympiasiegerin Vogel: Aus dem Sattel gegangen. In: Spiegel Online. 17. August 2016, abgerufen am 19. September 2016.</ref> Angesichts ihrer Leistungen und Nervenstärke bei den Spielen in Rio sagte Nationaltrainer Detlef Uibel: „Kristina ist unser bester Mann.“<ref>Bundestrainer Uibel: «Kristina ist unser bester Mann» – Radsport bei rad-net.de. In: rad-net.de. 25. März 2013, abgerufen am 19. September 2016.</ref>

2017–2018

Im nacholympischen Jahr wurde Kristina Vogel zweifache Weltmeisterin, im Sprint und im Keirin. Zudem wurde sie während der WM in Hongkong gemeinsam mit dem Belgier Kenny De Ketele in die Athletenkommission der UCI gewählt.<ref name="uci-Vogel_an">Vogel and De Ketele elected onto the UCI Athletes’ Commission. In: uci.ch. 12. April 2017, abgerufen am 13. April 2017.</ref> Im Herbst 2017 errang sie vor heimischem Publikum in Berlin in Keirin und Sprint zwei EM-Titel und gemeinsam mit Welte und Pauline Grabosch Silber im Teamsprint. Bei den ersten drei Austragungen des Bahnrad-Weltcups gelang ihr jeweils das Triple mit drei Siegen in Sprint, Keirin und Teamsprint.<ref name="radsport-106958">Felix Mattis: Vogel gelingt auch in Kanada das Triple. In: radsport-news.com. 4. Dezember 2017, abgerufen am 4. Dezember 2017.</ref><ref name="rad-net-43354">Vogel «schüchtert Konkurrenz ein»: Wieder Dreifach-Sieg. In: rad-net.de. 4. Dezember 2017, abgerufen am 6. Dezember 2017.</ref>

Bei den Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2018 in Apeldoorn wurde Vogel zweifache Weltmeisterin, im Sprint und Teamsprint. Damit errang sie ihren zehnten und elften WM-Titel und zog mit der bisherigen erfolgreichsten Bahnradsportlerin, Anna Meares aus Australien, gleich. Durch einen sechsten Platz im Keirin verpasste sie ihr Ziel, diese mit einem zwölften Titel zu überflügeln.<ref>Axel Lukacsek: Bahnrad-Weltmeisterin Kristina Vogel: Die Legende muss warten. In: Thüringer Allgemeine. 5. März 2018, abgerufen am 9. März 2018.</ref>

Rekorde

Mehrfach stellte Kristina Vogel Weltrekorde auf. Gemeinsam mit Miriam Welte verbesserte sie den Rekord im 500-Meter-Teamsprint seit 2012 dreimal. Beim Lauf des Bahnrad-Weltcups in Aguascalientes im Dezember 2013 stellte sie mit 10,384 Sekunden einen neuen Weltrekord über 200 Meter bei fliegendem Start auf. Drei Jahre später, im Dezember 2016, verbesserte sie im Rahmen der Veranstaltung Frankfurter Kreisel in der Oderlandhalle in Frankfurt (Oder) den Weltrekord über 500 Meter bei fliegendem Start auf 28,970 Sekunden und blieb damit als erste Frau unter der 29-Sekunden-Marke.<ref>Vogel fährt Weltrekord über die 500 Meter fliegend. In: rad-net.de. 17. Dezember 2016, abgerufen am 18. Dezember 2016.</ref>

Trainingsunfall und Gesundheit ab 2018

Am 26. Juni 2018 stürzte Vogel beim Training im Cottbuser Radstadion nach einer Kollision mit einem niederländischen Fahrer und zog sich einen Trümmerbruch des Brustbeins sowie eine schwere Wirbelsäulenverletzung zu.<ref name="freiepre-244760">Thomas Prenzel/Thomas Treptow: Horrorsturz von Kristina Vogel – Radsportler im Schockzustand. In: freiepresse.de. 26. Juni 2018, abgerufen am 27. Juni 2018.</ref> Ihr Teamkollege Maximilian Levy leistete Erste Hilfe, bevor sie von Rettungssanitätern in das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus gebracht, anschließend per Hubschrauber ins Unfallkrankenhaus Berlin geflogen und dort operiert wurde.<ref>Kristina Vogel im Training schwer verunglückt. In: Spiegel Online. 26. Juni 2018, abgerufen am 26. Juni 2018.</ref> Danach wurde sie in ein künstliches Koma versetzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />rbb24.de, 28.6.2018: Umfang der Verletzungen von Vogel immer noch unklar (Memento vom 29. Juni 2018 im Internet Archive)</ref> Nach rund vier Wochen konnte sie die Intensivstation verlassen.<ref name="rp-onlin-057707">Rp Online: Nach schwerem Trainingsunfall: Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel hat Intensivstation verlassen. In: rp-online.de. 24. Juli 2018, abgerufen am 24. Juli 2018.</ref>

Vogel hatte in Cottbus trainiert, um an dem folgenden Wochenende am Sprintturnier „Großer Preis von Deutschland“ teilzunehmen. Diese Veranstaltung diente dann als Auftakt für die Spendenaktion #staystrongkristina, die Maximilian Levy und ihr Team Erdgas.2012 initiierten. Dabei zeigten die Radsportler aus verschiedenen Ländern mit Armbinden und Aufschriften auf T-Shirts ihre Solidarität mit Kristina Vogel.<ref name="lr-onlin-714449">Frank Noack: Radsportler sammeln für #staystrongkristina. In: lr-online.de. 29. Juni 2018, abgerufen am 29. Juni 2018.</ref> Die Aktion erbrachte rund 120.000 Euro.<ref name="rad-net-45254">Bahnrad-Olympiasiegerin Vogel querschnittsgelähmt. In: rad-net.de. 7. September 2018, abgerufen am 7. September 2018.</ref>

Anfang September 2018 äußerte sich Kristina Vogel in einem Interview mit dem Spiegel erstmals zu ihrem Unfall. Ihr Rückenmark sei am siebten Brustwirbel durchtrennt, sie sei also ab der Brust abwärts querschnittgelähmt: „Egal, wie man es verpackt, ich kann nicht mehr laufen“, sagte Vogel.<ref name="welt-181455594">Kristina Vogel „Meine Wirbelsäule sieht aus wie ein Ikea-Klapptisch“. In: welt.de. 7. September 2018, abgerufen am 7. September 2018.</ref> Im Dezember 2018 kündigte die Deutsche Sporthilfe an, einen Unterstützungsfonds für Vogel einzurichten; ähnliche Fonds gibt es für den Handballer Joachim Deckarm sowie den Turner Ronny Ziesmer, die beide nach Sportunfällen gesundheitlich stark beeinträchtigt sind.<ref name="rad-net-45825">Sporthilfe startet staystrongkristina-Fonds – Unterstützungsfonds für Kristina Vogel. In: rad-net.de. 15. Dezember 2018, abgerufen am 15. Dezember 2018.</ref> Ab 2021 schilderte Vogel das Ende ihrer Karriere in mehreren Veröffentlichungen. Im April 2024 erlitt Vogel eine Lungenembolie und musste notoperiert werden.<ref>Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel nach Lungenembolie in Berlin notoperiert | rbb24. In: rbb24.de. 16. April 2024, abgerufen am 17. April 2024.</ref>

Berufliches

Kristina Vogel ist von Beruf Polizeihauptmeisterin der Bundespolizei.<ref>Kristina Vogel: About Me. In: kristinavogel.de. Vogel-Perspektive GmbH, 15345 Eggersdorf, 2023, abgerufen am 4. November 2023.</ref> Im Oktober 2021 begann sie eine Diplom-Trainer-Ausbildung an der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes in Köln, um als Trainerin bei der Bundespolizei arbeiten zu können. Diese schloss sie im Oktober 2024 erfolgreich ab.<ref>dpa: Olympiasiegerinnen Pechstein und Vogel: Studium in Köln. In: zeit.de. 15. Oktober 2021, abgerufen am 22. November 2021.</ref>

Seit 2019 ist Vogel als TV-Expertin für das ZDF tätig. Im August 2019 kommentierte sie die Übertragung der deutschen Bahnmeisterschaften aus dem Berliner Velodrom. Es folgten Einsätze bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio und 2024 in Paris<ref>Olympia – Paris 2024: Was Sie über Bahnradfahren wissen müssen. In: zdf.de. 7. Juli 2024, abgerufen am 11. August 2024.</ref>.

Diverses

Kristina Vogel kommt aus einer kirgisistandeutschen Familie. Seit 2005 war sie mit dem ehemaligen Radsprinter Michael Seidenbecher liiert,<ref>Kristina Vogel hat sich mit ihrem Freund verlobt. In: t-online.de, 16. Mai 2024.</ref> das Paar heiratete im Juli 2025 im Grand Hotel Heiligendamm.<ref name="Heiligendamm">Claudia Labude-Gericke: Olympiasiegerin heiratet in Heiligendamm – welche Promis dort noch „Ja“ sagten. In: Ostsee-Zeitung. 24. Juli 2025, abgerufen am 25. Juli 2025.</ref><ref>Gerald Müller: Kristina Vogel heiratet an der Ostsee. In: Thüringer Allgemeine. 15. Juli 2025.</ref> Seidenbecher nahm ihren Namen an. Das Paar lebt in Berlin.<ref name="Heiligendamm" />

2019 kandidierte Vogel als Parteilose<ref name="rad-net-750963">Vogel zu Fridays for Future: «Schöner kann es nicht sein». In: rad-net.de. 24. Februar 2020, abgerufen am 24. Februar 2020.</ref> für die CDU bei der am 26. Mai stattgefundenen Kommunalwahl für den Erfurter Stadtrat. Sie wurde auf Platz zwei der örtlichen Wahlliste gesetzt.<ref name="SPON-1247724">Bahnrad-Olympiasiegerin: Kristina Vogel kandidiert für CDU in Erfurt. In: Spiegel Online. 11. Januar 2019, abgerufen am 11. Januar 2019.</ref> Bei der Wahl erhielt sie die meisten Stimmen der CDU-Listenkandidaten und wurde Mitglied des Stadtrats.<ref>Kristina Vogel holt in Erfurt die meisten Stimmen für die CDU. In: Thüringer Allgemeine. 28. Mai 2019, abgerufen am 30. Mai 2019.</ref> Im Februar 2020 würdigte sie die Bewegung Fridays for Future als positives Zeichen gegen Politikverdrossenheit, ohne sich zu den Zielen der Bewegung zu äußern.<ref name="rad-net-750963" /> Wegen eines Umzugs schied sie im März 2023 aus dem Stadtrat aus.<ref>Kristina Vogel verlässt den Erfurter Stadtrat. In: thueringer-allgemeine.de, 6. März 2023.</ref>

Im Januar 2019 wurde Kristina Vogel zur Botschafterin für die Bahnradsport-Weltmeisterschaften 2020 in Berlin ernannt.<ref name="rad-net-045976">Vogel wird Botschafterin für Bahnrad-WM in Berlin. In: rad-net.de. 15. Januar 2019, abgerufen am 16. Januar 2019.</ref> Am 20. November 2019 war Vogel Taufpatin eines Einsatzschiffes der Bundespolizei mit Namen Bad Düben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mit der feierlichen Taufe des dritten neuen Einsatzschiffes auf den Namen „BAD DÜBEN“ ist die Flotte der Bundespolizei komplett. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. November 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.shz.de In: shz.de, 20. November 2019.</ref> Einen Tag später fungierte sie bei der Bambi-Verleihung 2019 als Laudatorin in der Kategorie Sport. Am 5. Dezember 2021 strahlte das ZDF eine Folge der Kindersendung Löwenzahn aus, in der Kristina Vogel als Rollstuhlfahrerin Julia mitwirkte.<ref>Kristina Vogel bei Sendung „Löwenzahn“ zu Gast. In: thueringer-allgemeine.de. 2. Dezember 2021, abgerufen am 5. Dezember 2021.</ref>

Seit 2020 ist Vogel Schirmherrin des Helga Cups, der weltweit größten Frauensegelregatta auf der Hamburger Außenalster. Sie setzt sich dabei besonders für Inklusion im Segelsport ein und nahm auch selbst als Seglerin teil.<ref>Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel übernimmt Schirmherrschaft des Helga Cups und segelt mit. In: helgacup.de. 22. August 2019, abgerufen am 27. Dezember 2025.</ref>

2022 wurde Vogel auf Vorschlag der CDU-Landtagsfraktion in Thüringen in die 17. Bundesversammlung entsandt.<ref>Thüringen schickt Olympiasiegerin Vogel zur Bundesversammlung – und vier Ex-Regierungschefs. In: rnd.de. 16. Dezember 2021, abgerufen am 13. Februar 2022.</ref>

Auszeichnungen

Erfolge

2007
2008
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017

2018

Veröffentlichungen

  • Kristina Vogel: Immer noch ich. Nur anders. Mein Leben für den Radsport. Malik Verlag, München 2021, ISBN 978-3-89029-533-6.
  • Kristina Vogel: Hier kommt Mila. Knesebeck Verlag, München 2024, ISBN 978-3-95728-836-3.
  • Kristina Vogel: Mitten im Leben. Reader’s Digest Deutschland, Stuttgart, Januar 2025, S. 120–133, ISSN 1863-0251.

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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1958, 1959, 1960, 1961, 1963, 1972 Galina Jermolajewa | 1962, 1965, 1967 Walentina Sawina | 1964, 1966 Irina Kiritschenko | 1968 Alla Bagijanz | 1969, 1970, 1971, 1977, 1978, 1979 Galina Zarjowa | 1973, 1976, 1981 Sheila Young | 1974 Tamara Pilschtschikowa | 1975, 1980 Sue Novara | 1982, 1983, 1984, 1990 Connie Paraskevin-Young | 1985 Isabelle Nicoloso | 1986 Christa Rothenburger | 1987, 1989 Erika Salumäe | 1991 Ingrid Haringa | 1993 Tanya Dubnicoff | 1994 Galina Jenjuchina | 1995, 1996, 1997, 1998, 1999 Félicia Ballanger | 2000, 2002, 2006 Natallja Zylinskaja | 2001, 2003, 2004 Swetlana Grankowskaja | 2005, 2007, 2008, 2009, 2010, 2012 Victoria Pendleton | 2011 Anna Meares | 2013 Rebecca James | 2014, 2015, 2017, 2018 Kristina Vogel | 2016 Zhong Tianshi | 2019 Lee Wai-sze | 2020, 2021 Emma Hinze | 2022 Mathilde Gros | 2023, 2024 Emma Finucane | 2025 Hetty van de Wouw

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2002 Li Na | 2003 Swetlana Grankowskaja | 2004, 2005 Clara Sanchez | 2006 Christin Muche | 2007 Victoria Pendleton | 2008 Jennie Reed | 2009 Guo Shuang | 2010 Simona Krupeckaitė | 2011, 2012, 2015 Anna Meares | 2013 Rebecca James | 2014, 2016, 2017 Kristina Vogel | 2018 Nicky Degrendele | 2019 Lee Wai-sze | 2020 Emma Hinze | 2021, 2022 Lea Sophie Friedrich | 2023 Ellesse Andrews | 2024, 2025 Mina Satō

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2007, 2008 Pendleton/Reade | 2009–2011 McCulloch/Meares | 2012–2014 Vogel/Welte | 2015 Gong/Zhong | 2016, 2017 Schmeljowa/Woinowa | 2018 Grabosch/Vogel/Welte | 2019 McCulloch/Morton | 2020–2023 Grabosch/Hinze/Friedrich | 2024 Capewell/Finucane/Marchant | 2025 Kalee/van de Wouw/van der Peet

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2010 Sandie Clair | 2011 Ljubow Schulika | 2012 Olga Panarina | 2013, 2017 Kristina Vogel | 2014, 2019, 2020 Anastassija Woinowa | 2015 Elis Ligtlee | 2016 Simona Krupeckaitė | 2017, 2018 Darja Schmeljowa | 2021 Shanne Braspennincx | 2022 Emma Hinze | 2023 Lea Sophie Friedrich | 2024, 2026 Emma Finucane | 2025 Jana Burlakowa

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2010 Olga Panarina | 2011 Victoria Pendleton | 2012 Simona Krupeckaitė | 2013, 2015 Elis Ligtlee | 2014, 2017 Kristina Vogel | 2016 Ljubow Bassowa | 2018, 2019 Mathilde Gros | 2020 Olena Starykowa | 2021–2024 Lea Sophie Friedrich | 2025 Steffie van der Peet | 2026 Alina Lyssenko

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1976–1980 Beate Habetz | 1981–1983 Claudia Lommatzsch | 1984 Birgit Strecke | 1985, 1986 Gabi Altweck | 1987, 1989, 1990 Gabi Dorausch | 1988 Andrea Beitzel | 1991, 1992, 1993, 1996 Annett Neumann | 1997 Kathrin Freitag | 1998, 2001, 2002 Susan Panzer | 1999, 2003 Katrin Meinke | 2000 Kathrin Freitag | 2004, 2005, 2008 Christin Muche | 2006, 2007, 2009 Dana Glöß | 2010–2017 Kristina Vogel | 2018 Miriam Welte | 2019, 2025 Lea Sophie Friedrich | 2022, 2023 Emma Hinze | 2024 Clara Schneider

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2003–2008 Christin Muche | 2009, 2011, 2015 Miriam Welte | 2010, 2013, 2014, 2017 Kristina Vogel | 2012 Charlott Arndt | 2016, 2018, 2022, 2023 Emma Hinze | 2019, 2025 Lea Sophie Friedrich | 2024 Alessa-Catriona Pröpster

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1990 Gabi Dorausch | 1991–1996 Annett Neumann | 1997–1999 Ulrike Weichelt | 2000 Kathrin Freitag | 2001–2003 Katrin Meinke | 2004, 2005 Dana Glöß | 2006–2009, 2011–2014, 2016–2018 Miriam Welte | 2010, 2015 Kristina Vogel | 2019, 2022, 2023, 2024 Emma Hinze | 2025 Lea Sophie Friedrich

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2011 Jooß/Welte | 2013 Vogel/Welte | 2014 Heinze/Vogel | 2015 Stock/Vogel | 2016, 2017 Grabosch/Vogel | 2018 Friedrich/Welte | 2019 Welte/Hinze | 2022 Friedrich/Hainzl/Hinze | 2023 Friedrich/Grabosch/Hinze | 2024 Friedrich/Grabosch/Lürmann/Schneider | 2025 Jäger/Pröpster/Kuniß

2012 fiel dieser Wettbewerb mangels Starterinnen aus, 2020 und 2021 wurden die Meisterschaften wegen der Corona-Epidemie nicht ausgetragen.

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