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Deutscher Olympischer Sportbund

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Deutscher Olympischer Sportbund e. V.
colspan="2" class="notheme" style="text-align:center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe" | Datei:Logo Deutscher Olympischer Sportbund seit 2014.svg
Gegründet 20. Mai 2006 (1895 als NOK)
Gründungsort Frankfurt am Main
Präsident Thomas Weikert
Vorsitzender Otto Fricke
Vereine 85.928<ref name="DOSB">Bestandserhebung 2024. (PDF; 971 kB) Stichtag der Erfassung: 1. Januar 2024. In: cdn.dosb.de. Deutscher Olympischer Sportbund e. V., 28. Februar 2025, abgerufen am 4. August 2025.</ref>
Mitglieder 28.684.965 (Mitgliedschaften)<ref name="DOSB" />
Verbandssitz Otto-Fleck-Schneise 12
60528 Frankfurt am Main
Website dosb.de
Datei:Team Deutschland logo.svg
Logo von Team Deutschland

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist die regierungsunabhängige Dachorganisation des deutschen Sports. Der DOSB entstand am 20. Mai 2006 durch den Zusammenschluss des Deutschen Sportbundes (DSB) und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK). Der DOSB vertritt über 27 Millionen Mitgliedschaften in rund 86.000 Sportvereinen und stellt damit die größte Bürgerbewegung Deutschlands dar.<ref>Der Deutsche Olympische Sportbund. Abgerufen am 20. August 2024.</ref>

Mitgliedsorganisationen des DOSB sind 16 Landessportbünde, 68 Spitzenverbände sowie 17 Verbände mit besonderen Aufgaben (VmbA).<ref name="Verbaende">Deutscher Olympischer Sportbund – Mitgliedsorganisation (dosb.de, abgerufen am 20. August 2024).</ref> Der DOSB ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Frankfurt am Main.<ref>Impressum des DOSB.</ref> Nachdem er im Juni 2014 ein Übergangsquartier in Neu-Isenburg bezogen hatte<ref>DOSB baut Teile seines Hauptsitzes neu und saniert umfassend. Vorübergehender Umzug nach Neu-Isenburg – Rückkehr 2016 geplant. In: DOSB Newsletter 34/2014. DOSB, 27. Mai 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2014; abgerufen am 30. Dezember 2014.</ref>, ist der DOSB im Mai 2016 in sein neu errichtetes „Haus des Deutschen Sports“ im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen-Süd zurückgekehrt<ref>DOSB wieder in der Otto-Fleck-Schneise. In: DOSB-Homepage Kontakt/Anfahrt. DOSB, abgerufen am 7. April 2017.</ref>. Seit den Olympischen Spielen 2018 treten die Athleten unter der Marke Team Deutschland auf.<ref>DOSB: Der Deutsche Olympische Sportbund: Olympiamannschaft wird zu „Team Deutschland“. Abgerufen am 2. Februar 2018.</ref><ref>154 Athletinnen und Athleten: Das ist das „Team Deutschland“ in Pyeongchang. In: Mitteldeutsche Zeitung. (mz-web.de [abgerufen am 5. Februar 2018]).</ref>

Gremien

Präsidium

Erster Präsident des DOSB war Thomas Bach. Er trat am 16. September 2013 nach seiner Wahl zum IOC-Präsidenten zurück. Bis zur Neuwahl übernahm Hans-Peter Krämer als amtierender DOSB-Präsident den Vorsitz.<ref>Thomas Bach als DOSB-Präsident zurückgetreten – Hans-Peter Krämer übernimmt Amtsgeschäfte bis zur Neuwahl. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 7. Mai 2017.</ref> Am 7. Dezember 2013 wurde Alfons Hörmann von der DOSB-Mitgliederversammlung zum Präsidenten gewählt. Zur Wahl 2021 trat er nicht mehr an.

Seit 4. Dezember 2021 ist Thomas Weikert Präsident des DOSB. Er gewann mit 361 Stimmen zu 56 Stimmen.<ref>Weikert neuer Präsident des DOSB - Sportpolitik. Abgerufen am 4. Dezember 2021.</ref> Vizepräsidentinnen und -präsidenten des DOSB-Präsidiums sind Verena Bentele, Kerstin Holze, Jens-Peter Nettekoven, Oliver Stegemann und Miriam Welte. Fabienne Königstein ist als Vertreterin der Athleten und Athletinnen, Stefan Raid als Vorstand der Deutschen Sportjugend Mitglied des Präsidiums. Britta Heidemann gehört dem Präsidium als Mitglied des IOC an. Die Mitgliedschaft des IOC-Präsidenten Thomas Bach ruht derzeit.<ref>Der Deutsche Olympische Sportbund. Abgerufen am 4. Dezember 2021.</ref>

Vorstand

Der mit vier Personen besetzte hauptamtliche Vorstand ist für das operative Geschäft zuständig und unterliegt der Aufsicht des ehrenamtlichen Präsidiums.<ref>DOSB: Der Deutsche Olympische Sportbund: Vorstand. Abgerufen am 6. Februar 2020.</ref>

  • Otto Fricke, Vorstandsvorsitzender
  • Thomas Arnold, Vorstand Finanzen
  • Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport
  • Michaela Röhrbein, Vorstand Sportentwicklung
  • Leon Ries, Vorstand Sportjugend

Ethik-Kommission

Die 2018 gegründete, unabhängige Ethik-Kommission hat ihre wesentliche Rolle in der Beratung des DOSB-Präsidiums und -Vorstandes sowie in der neutralen Untersuchung bei Anhaltspunkten für oder Hinweisen auf Verstöße gegen die Good-Governance-Regelungen. Sie ist zuständig für Untersuchung bei Hinweisen auf Verstöße durch Mitglieder des Präsidiums, des Vorstands, der Beiräte und Kommission, der Persönlichen Mitglieder, die Delegationsmitglieder von vom DOSB entsandten Mannschaften zu internationalen Multi-Sport-Veranstaltungen sowie aller hauptamtlichen Angestellten der DOSB-Geschäftsstelle. Vorsitzender ist Thomas de Maizière, als Mitglieder wurden Hansjörg Geiger und Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm gewählt; Ersatzmitglied ist die Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler.<ref>Die Ethik-Kommission des DOSB. DOSB, abgerufen am 31. Januar 2019.</ref>

Schirmherr

Schirmherr des DOSB ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.<ref>Deutscher Olympischer Sportbund e. V. – Medien- und Öffentlichkeitsarbeit: Sport „unverzichtbarer Bestandteil unseres demokratischen Miteinanders“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft über DOSB. 5. Mai 2017, abgerufen am 7. Mai 2017.</ref>

Gründungsgeschichte

Datei:Logo Deutscher Olympischer Sportbund.svg
Logo des DOSB bis 2014
Datei:German olympic committees.PNG
Historische Entwicklung deutscher Sportdachverbände und Nationaler Olympischer Komitees

Der DOSB entstand durch den Zusammenschluss des finanziell schwer angeschlagenen Deutschen Sportbunds (DSB)<ref>Harsche Kritik an DOSB-Gründung sport1.de vom 17. Mai 2016.</ref> und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK). Ziel des Zusammenschlusses war die einheitliche Vertretung des Sports und die bessere Durchsetzung der Interessen der Mitgliedsverbände und -vereine.

Die Satzung des DOSB wurde von den Hauptgremien des NOK und des DSB in einer gemeinsamen Sitzung am 10. Dezember 2005 in Köln verabschiedet. Im Rahmen der Sitzung beschlossen die bisherigen Verbände, sich aufzulösen und durch Neugründung des DOSB zu fusionieren.

Um die Führungspositionen zu besetzen, wurde eine fünfköpfige Findungskommission gebildet, der die Verbandspräsidenten Theo Zwanziger (Deutscher Fußball-Bund), Clemens Prokop (Deutscher Leichtathletik-Verband), Klaus Schormann (Deutscher Verband für Modernen Fünfkampf) und Wolfgang Rittmann (Deutsche Billard-Union) sowie als Vertreter der Landessportbünde Ekkehard Wienholtz (Landessportverband Schleswig-Holstein) angehörten. Die Kommission sprach sich im März 2006 einstimmig für Thomas Bach als DOSB-Präsidenten aus. Der frühere nordrhein-westfälische Minister für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport Michael Vesper (Bündnis 90/Die Grünen) erhielt im September 2006 einen Fünfjahresvertrag als Generaldirektor des DOSB.

Finanzierung

Der Deutsche Olympische Sportbund finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Lotterieeinnahmen und Vermarktungslizenzen sowie mittels Bundeszuwendungen insbesondere für Projekte der Themengebiete Leistungssport; Integration, Inklusion und Chancengleichheit im bzw. mittels Sport; Sport und Gesundheit; Sport der Generationen sowie für völkerverbindende internationale Sportprojekte.<ref name="bund">Bund.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) (Memento vom 28. August 2016 im Internet Archive).</ref>

2019 stellte das Bundeskartellamt gegenüber dem Deutschen Olympischen Sportbund und dem IOC fest, dass Regel 40 der Olympischen Charta den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung darstelle und wettbewerbswidrig sei.<ref>Johannes Kopp: Das Klebeband. In: taz vom 6. Februar 2022, abgerufen am 11. Februar 2022</ref> Beide verpflichteten sich zu Änderungen der Wettbewerbsregeln.<ref>B2-26/17, Bundeskartellamt, 25. Februar 2019, abgerufen am 11. Februar 2022</ref>

Interessenvertretung

„Der Deutsche Olympische Sportbund vertritt die Interessen seiner Mitgliedsverbände gegenüber Bund, Ländern und Gemeinden und in allen gesellschaftspolitischen und kulturellen Bereichen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit gesellschaftspolitischen Institutionen wie Kirchen, Parteien, Wohlfahrtsverbänden, kulturellen Einrichtungen, Gewerkschaften und Wirtschaftsorganisationen.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Bund.de<ref name="bund" />

Der DOSB betreibt zur Vertretung der Interessen des deutschen Sports in der Politik zwei Büros. Das Berliner Büro befasst dabei vornehmlich mit politischen Geschehnissen von nationaler Tragweite, während das EOC EU Büro in Brüssel sich auf die sportpolitisch relevanten Entwicklungen auf EU-Ebene fokussiert.<ref>Der Deutsche Olympische Sportbund. Abgerufen am 15. November 2021.</ref>

Der DOSB bzw. sein Vorgänger DSB gibt seit 1971 die Zeitschrift Leistungssport, eine der führenden trainingswissenschaftlichen Zeitschriften der Welt, heraus. mit sportpolitischen Aussagen aber eine deutliche Zurückhaltung übt.<ref>Arnd Krüger, Uta Engels: 30 Jahre 'Leistungssport': Anspruch und Wirklichkeit, in: Leistungssport 31 (2001), 5, S. 4–9.</ref> Die DDR-Zeitschrift Theorie und Praxis des Leistungssports wurde nach der Wende eingestellt. Beide Zeitschriften sind im Institut für Angewandte Trainingswissenschaft digitalisiert kostenfrei abrufbar.<ref>Datenbanken. Institut für Angewandte Trainingswissenschaft, abgerufen am 7. Mai 2017.</ref>

Der DOSB sieht sich als Rechtsnachfolger des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der DDR und unterstützt die DDR-Dopingopfer. Das DDR-NOK ging nach der Wende mit seinem Restvermögen von rund fünf Millionen Mark im NOK der Bundesrepublik auf.<ref name="welt-702353">DOSB einigt sich mit Doping-Opfern. In: welt.de. 12. Dezember 2006, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref>

Preise und Ehrungen

Datei:DOSB GOLD II.PNG
Deutsches Sportabzeichen in Gold

DOSB-Ehrenmedaille

Seit 2008 vergibt der DOSB die Ehrenmedaille des deutschen Sports (auch DOSB-Ehrenmedaille genannt).

Die Ehrenmedaille wird an Persönlichkeiten oder Organisationen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und weiteren gesellschaftlichen Bereichen vergeben, die sich herausragende Verdienste um die Förderung und Entwicklung des Sports erworben haben. Die Medaille wurde vom Künstler Markus Lüpertz gestaltet.<ref name="Preise">DOSB: DOSB-Ehrenmedaille. Online auf dosb.de, Aufruf: 29. Juni 2018.</ref>

Preisträger

  • 2008: Horst Köhler, Bundespräsident von 2004 bis 2010
  • 2009: Wolfgang Schäuble, Bundesinnenminister von 1989 bis 1991 und von 2005 bis 2009 sowie ehemaliger Bundesfinanzminister (2009–2017)
  • 2010: Richard von Weizsäcker, ehemaliger Bundespräsident (1984–1994)
  • 2011: Christian Wulff, Bundespräsident von 2010 bis 2012
  • 2012: Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
  • 2015: Initiative „Feuer und Flamme für Hamburg“
  • 2016: Joachim Gauck, Bundespräsident von 2012 bis 2017

Darüber hinaus gibt es als weitere Preise und Ehrungen den DOSB-Ethik-Preis, die DOSB-Ehrennadel, den Preis Pro Ehrenamt, den DOSB-Wissenschaftspreis, den Preis Trainerin/Trainer des Jahres, die Auszeichnung Hochschule des Spitzensports, die Auszeichnung Eliteschulen des Sports, Eliteschüler des Sports, den Gleichstellungspreis, den Deutschen Schulsportpreis, den dsj-Zukunftspreis, die IOC-Trophy, die Sportplakette des Bundespräsidenten sowie den Fair Play Preis.<ref name="Preise" />

Sterne des Sports

Zusammen mit den Volksbanken Raiffeisenbanken zeichnet der DOSB jedes Jahr die Sterne des Sports aus. Die „Sterne des Sports“ sind Deutschlands wichtigster Vereinswettbewerb im Breitensport. Dabei werden Sportvereine ausgezeichnet, die sich über ihr sportliches Angebot hinaus besonders gesellschaftlich engagieren.<ref>Der Deutsche Olympische Sportbund. Abgerufen am 15. November 2021.</ref>

Grünes Band

Datei:Logo der Deutschen Sportjugend.png
Logo der Deutschen Sportjugend

In Kooperation mit der Commerzbank AG vergibt der DOSB seit 1986 das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein<ref>Was ist das „Grüne Band“? Deutscher Olympischer Sportbund, abgerufen am 15. November 2021.</ref>.

Die Bewertungskriterien ergeben sich aus dem Nachwuchsleistungssport-Konzept des DOSB und schließen unter anderem die Trainersituation, die Zusammenarbeit mit Institutionen wie Schulen oder Olympiastützpunkten, die Doping-Prävention sowie pädagogische Aspekte der Leistungsförderung mit ein.

Die Jury prämiert jedes Jahr 50 Vereine oder Vereinsabteilungen aus den olympischen und nichtolympischen Spitzenverbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes, deren sportfachlichen Voraussetzungen zur Förderung erfüllt sind. Voraussetzung für die Vereine ist, dass sie aktive Talentsuche und -förderung von Jugendlichen sowie aktive Dopingprävention betreiben.

Der Preis ist mit einer Förderprämie von je 5.000 Euro für die leistungssportliche Nachwuchsarbeit der ausgezeichneten Vereine verbunden.

Botschafter des Grünen Bands ist der Hockeyolympiasieger Moritz Fürste.

„Auch ich durfte von solch einer vorbildlichen Förderung profitieren und weiß daher aus eigener Erfahrung, wie wertvoll die Arbeit der Vereine ist. Als Botschafter des ‚Grünen Bandes‘ möchte ich den Vereinen daher, stellvertretend für alle Sportlerinnen und Sportler, ‚Danke‘ sagen.“ - Moritz Fürste<ref>Der Deutsche Olympische Sportbund. Abgerufen am 15. November 2021.</ref>

Mitgliedsverbände

Landessportbünde

Dem DOSB gehören 16 Landessportbünde (LSB) bzw. Landessportverbände (LSV) an, zu denen rund 87.000 Sportvereine zählen. Auf Landesebene sind die LSB bzw. LSV die Dachverbände für die Vereine und Fachverbände. Sie steuern die Sportpolitik und sind für die öffentlichen Geldflüsse innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches verantwortlich.

Logo 16 Landesverbände Bundesland Vereine Mitglieder
Datei:Landessportverband Baden-Württemberg Logo.svg Landessportverband Baden-Württemberg Baden-WürttembergDatei:Flag of Baden-Württemberg.svg Baden-Württemberg 11.274 (2021) 3.888.468 (2021)
Datei:Logo BLSV.svg Bayerischer Landes-Sportverband BayernDatei:Flag of Bavaria (lozengy).svg Bayern 11.725 (2021) 4.263.649 (2021)
Datei:Landessportbund Berlin logo.svg Landessportbund Berlin BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin 2.479 (2021) 662.076 (2021)
Datei:Logo LSB Brandenburg.svg Landessportbund Brandenburg BrandenburgDatei:Flag of Brandenburg.svg Brandenburg 3.003 (2021) 343.752 (2021)
Datei:Logo LSBB.svg Landessportbund Bremen BremenDatei:Flag of Bremen.svg Bremen 381 (2021) 142.259 (2021)
Datei:Logo HSB.svg Hamburger Sportbund HamburgDatei:Flag of Hamburg.svg Hamburg 818 (2021) 520.205 (2021)
Landessportbund Hessen HessenDatei:Flag of Hesse.svg Hessen 7.532 (2021) 2.064.311 (2021)
Datei:Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern logo.svg Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernDatei:Flag of Mecklenburg-Western Pomerania.svg Mecklenburg-Vorpommern 1.871 (2021) 257.587 (2021)
Datei:LSB Niedersachsen Logo.svg Landessportbund Niedersachsen NiedersachsenDatei:Flag of Lower Saxony.svg Niedersachsen 9.333 (2021) 2.525.641 (2021)
Datei:Logo Landessportbund NRW.svg Landessportbund Nordrhein-Westfalen Nordrhein-WestfalenDatei:Flag of North Rhine-Westphalia.svg Nordrhein-Westfalen 17.887 (2021) 4.919.852 (2021)
Datei:Landessportbund Rheinland-Pfalz Logo.svg Landessportbund Rheinland-Pfalz Rheinland-PfalzDatei:Flag of Rhineland-Palatinate.svg Rheinland-Pfalz 5.923 (2021) 1.344.127 (2021)
Datei:LSVS Logo.svg Landessportverband für das Saarland SaarlandDatei:Flag of Saarland.svg Saarland 2.023 (2021) 354.418 (2021)
Datei:LSBS Logo.svg Landessportbund Sachsen SachsenDatei:Flag of Saxony.svg Sachsen 4.436 (2021) 656.189 (2021)
Datei:Landessportbund Sachsen-Anhalt logo.svg Landessportbund Sachsen-Anhalt Sachsen-AnhaltDatei:Flag of Saxony-Anhalt (state).svg Sachsen-Anhalt 3.049 (2021) 346.237 (2021)
Datei:Lsv-logo.svg Landessportverband Schleswig-Holstein Schleswig-HolsteinDatei:Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein 2.524 (2021) 738.987 (2021)
Datei:Logo des Landessportbund Thüringen.svg Landessportbund Thüringen ThüringenDatei:Flag of Thuringia.svg Thüringen 3.342 (2021) 350.130 (2021)

Spitzenverbände

(43 olympische (Datei:Olympic Rings Icon.svg) und 25 nichtolympische Verbände, Stand: August 2024)

Dem DOSB sind 68 Spitzenverbände angeschlossen, von denen 43 Fachverbände olympische Sportarten und 25 nichtolympische Sportarten vertreten.<ref name="Verbaende" />

Bei der Mitgliederversammlung 2018 wurde Special Olympics Deutschland (SOD) in den Verbund der nichtolympischen Verbände aufgenommen. Bis dahin gehörte der SOD zu den Verbänden mit besonderen Aufgaben. Grundlage für das neue Selbstverständnis des DOSB war ein Positionspapier, das im Dezember 2013 einstimmig angenommen wurde. Darin wurde die bisher sektorale Struktur (Behindertensportverbände betreuen in einem abgeschlossenen Bereich) hin zu inklusivem Sport als Aufgabe aller Sportverbände weiterentwickelt.<ref name="Schulte20">Hans-Jürgen Schulte: Inklusive Sportgroßveranstaltungen zwischen Vision und Wirklichkeit. In: Andreas Hebbel-Seeger, Thomas Horky, Hans-Jürgen Schulke (Hrsg.): Sport und Inklusion - ziemlich beste Freunde?! 13. Hamburger Symposium für Sport, Ökonomie und Medien 2013. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2014, ISBN 978-3-89899-865-9, S. 16–38;20.</ref>

Der Bundesfachverband für Kickboxen (Wako Deutschland) erhielt die internationale Anerkennung durch das IOC und gehört ebenfalls zu den nichtolympischen Verbänden. Seit dem 1. Januar 2020 gehört auch der Deutsche Tanzsportverband (DTV) zur olympischen Familie, denn die Sportart Breaking wurde in das Wettkampfprogramm der Olympischen Spiele 2024 in Paris aufgenommen.<ref name="dtv">Tanzsportverband ist jetzt „Olympischer Spitzenverband“. DOSB, abgerufen am 26. September 2024.</ref> Nach der Aufnahme von Cricket in das Wettkampfprogramm der Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles erfolgt zum 1. Januar 2024 die Aufnahme des Deutschen Cricket Bundes in den DOSB.<ref>Deutscher Cricket Bund ab 2024 Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund. Deutscher Cricket Bund, abgerufen am 5. Dezember 2023.</ref> Zurzeit gibt es unter dem Dach des DOSB folglich 25 nichtolympische Sportverbände.

Die Athleten der olympischen Sportarten (Winter wie Sommer) stimmen alternierend alle vier Jahre ihre Trainingssteuerung auf den absoluten sportlichen Karrierehöhepunkt, die Olympischen Spiele, ab. Die Spitzensportlern in den nichtolympischen Sportarten haben das Ziel, bei den ebenfalls alle vier Jahre stattfindenden World Games dabei zu sein.

Logo 68 Spitzenverbände olympisch Sportart Anmerkungen
Datei:DAeC-Logo.svg Deutscher Aero Club Luftsport
Datei:Logo DAV.svg Deutscher Alpenverein Datei:Olympic Rings Icon.svg Bergsteigen Sportklettern seit 2020 olympisch
Datei:AFVD-logo.svg American Football Verband Deutschland Datei:Olympic Rings Icon.svg American Football, Cheerleading ab 2028 Flag-Football olympisch
Deutscher Badminton-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Badminton
Datei:Logo des DBV (seit 2018).svg Deutscher Baseball und Softball Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Baseball, Softball Baseball und Softball waren von 1984 bzw. 1996 bis 2008 sowie 2020 olympisch und sind es ab 2028 wieder
Datei:Deutscher Basketball Bund Neu.jpeg Deutscher Basketball Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Basketball
Datei:Logo deutscher behindertensportverband.png Deutscher Behindertensportverband Datei:Olympic Rings Icon.svg Sport von Menschen mit Behinderung
Datei:DBU Logo.gif Deutsche Billard-Union Billard
Datei:BSD Logo.svg Bob- und Schlittenverband für Deutschland Datei:Olympic Rings Icon.svg Bobsport, Rodeln, Skeleton
Datei:DBBPV Logo.png Deutscher Boccia-, Boule- und Pétanque-Verband Boccia, Boule, Pétanque, Kugelwurfsportarten wie Bowls, Bosseln usw. WorldGames Sportart 2022: Pétanque und Boule
Datei:DBV-Logo aktuell.gif Deutscher Boxsport-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Boxen
Cheerleading und Cheerperformance Verband Deutschland Cheerleading
Deutscher Cricket Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Cricket ab 2028 in LA olympisch
Deutscher Curling-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Curling
Datei:Logo deutscher dart verband.png Deutscher Dart-Verband Darts
Datei:Deutscher Eishockey Bund Logo.svg Deutscher Eishockey-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Eishockey
Deutsche Eislauf-Union Datei:Olympic Rings Icon.svg Eiskunstlauf, Eistanzen
Datei:Logo DESG.svg Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft Datei:Olympic Rings Icon.svg Eisschnelllauf, Shorttrack
Deutscher Eisstock-Verband Stockschießen
Datei:Deutscher Fechter-Bund Logo.svg Deutscher Fechter-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Fechten
Datei:Floorball Verband Deutschland logo.svg Floorball-Verband Deutschland Floorball
Datei:Deutscher Fußball-Bund Logo 2025–.svg Deutscher Fußball-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Fußball
Datei:DGSV Logo.jpg Deutscher Gehörlosen-Sportverband Gehörlosensport
Bundesverband Deutscher Gewichtheber Datei:Olympic Rings Icon.svg Gewichtheben
Datei:DGV Logo.jpg Deutscher Golf Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Golf
Datei:Deutscher Handballbund, Logo, RGB.svg Deutscher Handballbund Datei:Olympic Rings Icon.svg Handball
Datei:Deutscher Hockey-Bund Logo2.svg Deutscher Hockey-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Hockey
Datei:DJB Logo.svg Deutscher Judo-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Judo
Deutscher Ju-Jutsu-Verband Ju-Jutsu
Datei:Deutscher Kanu-Verband Logo.svg Deutscher Kanu-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Kanusport
Deutscher Karate Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Karate Karate seit 2020 olympisch
Datei:Deutscher Kegler- und Bowlingbund Logo.svg Deutscher Kegler- und Bowlingbund Kegeln, Bowling
Bundesfachverband für Kickboxen Kickboxen
Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer Kraftdreikampf
Datei:DLRG Logo 2024.svg Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Rettungssport
Datei:DLV logo icon 2024.svg Deutscher Leichtathletik-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Leichtathletik
Datei:DMV Logo.png Deutscher Minigolfsport Verband Minigolf
Datei:Logo DMSB.svg Deutscher Motor Sport Bund Motorsport
Datei:Deutscher Motoryachtverband logo (2024).svg Deutscher Motoryachtverband Motorbootsport
Datei:BDR logo RZ HKS Gold.svg Bund Deutscher Radfahrer Datei:Olympic Rings Icon.svg Radsport
Deutscher Rasenkraftsport- und Tauzieh-Verband Rasenkraftsport, Tauziehen
Deutsche Reiterliche Vereinigung Datei:Olympic Rings Icon.svg Pferdesport
Deutscher Ringer-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Ringen
Datei:DRIV Logo.jpg Deutscher Rollsport und Inline-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Rollsport, Inlineskaten Skateboard seit 2020 olympisch
Datei:Deutscher Ruderverband Logo 2007.svg Deutscher Ruderverband Datei:Olympic Rings Icon.svg Rudern
Datei:Deutscher Rugby-Verband.png Deutscher Rugby-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Rugby
Datei:Deutscher Schachbund Logo.svg Deutscher Schachbund Schach
Datei:Logo DSB.jpg Deutscher Schützenbund Datei:Olympic Rings Icon.svg Sportschießen
Datei:Logo Deutscher Schwimmverband.svg Deutscher Schwimm-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Schwimmsport
Datei:Logo Deutscher Segler-Verband.png Deutscher Segler-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Segelsport
Deutscher Skibob Verband Skibob
Datei:Deutscher Skiverband Logo.svg Deutscher Skiverband Datei:Olympic Rings Icon.svg Skisport
Deutscher Sportakrobatik Bund Sportakrobatik
Datei:VDST Logo.svg Verband Deutscher Sporttaucher Sporttauchen
Datei:Deutscher Squash Verband Logo.svg Deutscher Squash Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Squash ab 2028 in LA olympisch
Deutsche Taekwondo Union Datei:Olympic Rings Icon.svg Taekwondo
Deutscher Tanzsportverband Datei:Olympic Rings Icon.svg Tanzsport seit 2020 olympisch<ref name="dtv" />
Datei:Logo Deutscher Tennis Bund.svg Deutscher Tennis Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Tennis
Datei:Deutscher Tischtennis Bund logo.svg Deutscher Tischtennis-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Tischtennis
Datei:Deutsche Triathlon Union Logo.svg Deutsche Triathlon Union Datei:Olympic Rings Icon.svg Triathlon
Datei:DeutscherTurnerBund.svg Deutscher Turner-Bund Datei:Olympic Rings Icon.svg Turnen
Datei:Snowboard Verband Deutschland.jpg Snowboard Verband Deutschland Datei:Olympic Rings Icon.svg Snowboard
Deutscher Verband für Modernen Fünfkampf Datei:Olympic Rings Icon.svg Moderner Fünfkampf
Datei:DVV-Logo.svg Deutscher Volleyball-Verband Datei:Olympic Rings Icon.svg Volleyball
Deutscher Wasserski- und Wakeboardverband Wasserski, Wakeboard
Datei:Logo Deutscher Wellenreitverband (DWV) .jpg Deutscher Wellenreitverband Datei:Olympic Rings Icon.svg Wellenreiten Wellenreiten seit 2020 olympisch

Verbände mit besonderen Aufgaben

Die 17 Verbände mit besonderen Aufgaben (VmbA) im DOSB repräsentieren eine Gruppe von Mitgliedern, die sich mit ihren unterschiedlichen Strukturen, Aufgabenfeldern und Größen zu einer Einheit ergänzen. Sie setzen sich für eine ganzheitliche und von Fairness geprägte Sportbewegung ein. Die VmbA vertreten rund 1,5 Mio. Mitglieder.

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

Individualmitglieder

Mitgliedschaften und internationale Mitwirkung bei Dritten

Der DOSB wirkt in folgenden Gremien mit:

Olympiabewerbungen

München 2018 und 2022

Der DOSB bewarb sich im Jahr 2009 mit München für die Olympischen Winterspiele 2018. Die Wettbewerbe sollten neben München in Garmisch-Partenkirchen und auf der Kunsteisbahn am Königssee stattfinden. Die Mitglieder des IOC vergaben die Spiele am 6. Juli 2011 an Pyeongchang in Südkorea. Eine erneute Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2022 erfolgte nicht, nachdem alle vier Bürgerentscheide am 10. November 2013 in den beteiligten Städten und Gemeinden dagegen votiert hatten.

Hamburg 2024

Datei:2015-03-21 DOSB by Olaf Kosinsky-25.jpg
Abstimmung über die Bewerbung Hamburgs am 21. März 2015 in Frankfurt

Der DOSB bewarb sich mit Hamburg beim Internationalen Olympischen Komitee um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 sowie der Paralympischen Sommerspiele 2024 und gegebenenfalls für die Sommerspiele im Jahr 2028. Dieser Beschluss wurde von den Mitgliedsorganisationen des DOSB bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21. März 2015 in der Frankfurter Paulskirche gefasst.<ref>DOSB: „Mit Hamburg neue Vision von Olympia verwirklichen“, abgerufen am 22. März 2015</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschluss der Mitgliederversammlung des DOSB (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF-Datei)</ref> Am 29. November 2015 lehnte die Hamburger Bevölkerung in einem Referendum die Bewerbung ab,<ref>Olympiabewerbung: Hamburger sagen Nein zu Olympia. In: zeit.de. Die Zeit, 29. November 2015, abgerufen am 29. November 2015.</ref> worauf die Bewerbung zurückgezogen wurde.

Rhein-Ruhr 2032

Eine privatwirtschaftliche Initiative setzte sich seit 2016 für eine Bewerbung Deutschlands als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 2032 in der Metropolregion Rhein-Ruhr in Nordrhein-Westfalen ein.<ref>RRC2032: Rhein Ruhr City #RRC2032. Abgerufen am 5. Juni 2020.</ref> Berlin war ebenfalls an der Ausrichtung der Sommerspiele 2032 interessiert. Der DOSB entschied im Februar 2020, mit der Metropolregion Rhein-Ruhr in den Bewerbungsprozess zu starten.<ref>Süddeutsche Zeitung: DOSB setzt auf Rhein-Ruhr 2032 - Berlin aus dem Rennen. Abgerufen am 5. Juni 2020.</ref> Sie hatte keinen Erfolg, da die australische Stadt Brisbane den Zuschlag erhielt.

Kampagne „Bewegung gegen Krebs“

Der DOSB und die Stiftung Deutsche Krebshilfe haben 2020 ihre Kooperation im Rahmen der Initiative „Bewegung gegen Krebs“ mit weiteren Aktionspartnern wie die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) verstärkt.<ref>https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/ihr-krebsrisiko-senken/bewegung-und-krebs/bewegung-gegen-krebs/ueber-das-projekt/, abgerufen am 2. Januar 2020</ref> Dabei stehen künftig auch Themen wie Übungsleiterqualifikation und der Ausbau von Gesundheitssport-Angeboten in den Vereinen auf der Agenda.<ref>https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/presse-information-bewegung-gegen-krebs/ abgerufen am 7. Mai 2018</ref> DOSB und Krebshilfe hatten bereits 2014 die bundesweite Präventionskampagne „Bewegung gegen Krebs“ mit einer flächendeckenden Plakataktion und Veranstaltungen in den zahlreichen Sportvereinen gestartet. Unterstützer kamen als Ehrenbotschafter aus dem Spitzensport die Olympiasiegerin Britta Heidemann, Fußballweltmeister Wolfgang Overath, Fernsehmoderatorin Shary Reeves und stets weitere Förderer hinzu.<ref>Presseerklärung der Deutschen Krebshilfe vom 11. März 2014. 11. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. März 2014; abgerufen am 7. Mai 2017.</ref> Zur verstärkten Zusammenarbeit betonte der Krebshilfe-Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven: „Sport und Bewegung als Teil eines gesunden Lebensstils können das Risiko an Krebs zu erkranken wesentlich reduzieren.“ Das DOSB-Vorstandsmitglied Karin Fehres sagte: „Wir wollen nicht nur die Menschen über die positiven Auswirkungen von Sport und Bewegung informieren, sondern auch die gesundheitsfördernden Angebote in Sport-Deutschland,weiterausbauen.“<ref>DOSB: „Bewegung gegen Krebs“ – Der DOSB und die Deutsche Krebshilfe bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus, abgerufen am 8. Mai 2018</ref> Zugleich soll in Zusammenarbeit von DOSB, Krebshilfe und Deutschem Behindertensportverband (DBS) beispielsweise das Thema der Qualifizierung von Rehasportübungsleitern aufgegriffen werden. Auch in Therapie und Nachsorge könne sportliche Aktivität eine wichtige Rolle spielen.

Haltung zum eSport

Der DOSB erkennt die Bedeutung von virtuellen Sportarten und eGaming als Teil einer modernen Jugend- und Alltagskultur an. Dem Thema eSport in seiner Gesamtheit steht der DOSB kritisch gegenüber, hat seine ursprüngliche Position jedoch teilweise angepasst und überarbeitet.<ref name=":0">Der Deutsche Olympische Sportbund. Abgerufen am 15. November 2021.</ref> Der DOSB unterscheidet beim eSport in sogenannte elektronische Sportartensimulationen (virtuelle Sportarten) und eGaming.<ref name=":1">DOSB: Umgang mit elektronischen Sportartensimulationen, eGaming und „eSport“ - Positionierung von DOSB-Präsidium und -Vorstand. (PDF) Abgerufen am 15. November 2021.</ref>

Der Begriff der elektronischen Sportartensimulationen (kurz: virtuelle Sportarten) wird immer dann verwendet, wenn die Überführung von Sportarten in die virtuelle Welt gemeint ist. Beispiele finden sich unter anderem im Fußball, Bogenschießen, Segeln, Basketball oder Tennis. Die Ausprägungen von elektronischen Sportartensimulationen sind vielfältig und reichen von Video- und Computerspielen bis hin zu virtuellen Angebotsformen, die sportliche Bewegungen integrieren.

Als eGaming werden alle anderen virtuellen Spiel- und Wettkampfformen bezeichnet. Die vom eSport-Bund Deutschland (ESBD) vorgeschlagene Definition, nach der „eSport das sportwettkampfmäßige Spielen von Video- bzw. Computerspielen, insbesondere auf Computern und Konsolen, nach festgelegten Regeln“ ist, wird ausdrücklich nicht übernommen. Denn hierzu zählen von „Counter Strike“ und „League of Legends“ über virtuelle Kartenspiele bis hin zu elektronischen Sportartsimulationen wie Fußball (FIFA) eine unüberschaubare Vielfalt an Angeboten. Damit ist eine sinnvolle und notwendige Differenzierung nicht möglich.

Die Haltung des DOSB zum Thema eSport wurde von Experten und Wissenschaftlern teilweise kritisiert.<ref>design akademie berlin widerspricht DOSB Gutachten. In: gaming-grounds.de. 28. August 2019, abgerufen am 28. November 2019.</ref> Der DOSB lehnt eSport auch deshalb als Sport ab, weil der Grad der Körperlichkeit zu gering ist.<ref>Artrevolver: DOSB veröffentlicht Gutachten zum „eSport“. Abgerufen am 28. November 2019.</ref> Kritiker entgegnen, dass dies eine unzulässige Verengung auf bestimmte Definitionsmerkmale des Sportbegriffs sei,<ref>dpa: Diskussion um Anerkennung: Experten üben Kritik am E-Sport-Rechtsgutachten des DOSB. In: Die Zeit. 28. August 2019, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 28. November 2019]).</ref> außerdem zeigen unter anderem Untersuchungen der Deutschen Sporthochschule Köln, dass eSport auch in Sachen Körperlichkeit in Teilen als Sport gewertet werden kann.<ref>eSport – DSHS. Abgerufen am 28. November 2019.</ref>

Weitere Angebote und Einrichtungen des DOSB

Siehe auch

Literatur

  • Detlef Kuhlmann: Querpässe zwischen Sport und Sportwissenschaft. Kommentare aus der DOSB-Presse. Arete Verlag, Hildesheim 2014. ISBN 978-3-942468-38-1.

Weblinks

Einzelnachweise

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