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Olympische Sommerspiele 2020

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Spiele der XXXII. Olympiade
colspan="2" style="text-align: center; background-color:#Vorlage:Standardfarbe" class="notheme" | Logo der Olympischen Spiele 2020
United by Emotion
Vereint durch Emotion
感情によって統一
Austragungsort: Tokio (Japan)
Stadion: Olympiastadion Tokio
Eröffnungsfeier: 23. Juli 2021
Schlussfeier: 8. August 2021
Eröffnet durch: Kaiser Naruhito
Olympischer Eid: Ryōta Yamagata (Athlet)
Kasumi Ishikawa (Athletin)
Masato Kato (Kampfrichter)
Asumi Tsuzaki (Kampfrichterin)
Kōsei Inoue (Trainer)
Reika Utsugi (Trainerin)
Olympische Fackel: Naomi Ōsaka
Disziplinen: 50 in 33 Sportarten
Wettkämpfe: 339
Länder: 208
Athleten: 11.483 (5985 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg, 5498 Datei:Unicode Geschlechtersymbole.svg)<ref>Entries by Discipline | Olympic Games Tokyo 2020. 21. August 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Juli 2021; abgerufen am 24. Juni 2023.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/olympics.com</ref>
Rio de Janeiro 2016
Paris 2024
Medaillenspiegel
Platz Land G S B Ges.
1. Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten 39 41 33 113
2. China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg China 38 32 19 89
3. JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 27 14 17 58
4. Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 22 20 22 64
5. Vorlage:ROC 20 28 23 71
6. AustralienDatei:Flag of Australia (converted).svg Australien 17 7 22 46
7. NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande 10 12 14 36
8. FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 10 12 11 33
9. DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 10 11 16 37
10. ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 10 10 20 40
24. SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz 3 4 6 13
53. OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich 1 1 5 7
Vollständiger Medaillenspiegel

Die Olympischen Sommerspiele 2020 (nach dem Austragungsort auch Tokio 2020, offiziell: Spiele der XXXII. Olympiade, japanisch: 2020年東京オリンピック) fanden vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 in der japanischen Hauptstadt Tokio statt, wobei bereits am 21. Juli die ersten Spiele im Soft- und Fußball ausgetragen wurden.<ref>IOC, IPC, Tokyo 2020 Organising Committee and Tokyo Metropolitan Government announce new dates for the Olympic and Paralympic Games Tokyo 2020 – Olympic News. 30. März 2020, abgerufen am 30. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch die Wettkämpfe im Bogenschießen und Rudern (jeweils ab 23. Juli 2021) hatten vor der Eröffnungsfeier begonnen.<ref>Olympia 2021 in Tokio: Zeitplan, Termine und Teilnehmer:innen im Überblick. 16. Juli 2021, abgerufen am 17. Juli 2021.</ref>

Ursprünglich sollten die Olympischen Sommerspiele vom 24. Juli bis 9. August 2020 abgehalten werden, wurden jedoch wegen der COVID-19-Pandemie um ein Jahr verschoben. Damit wurden erstmals Olympische Sommerspiele außerhalb des üblichen 4-Jahres-Rhythmus angesetzt.<ref>Olympische Spiele in Tokio auf 2021 verschoben Sportschau, abgerufen am 23. März 2020</ref> Sie fanden pandemiebedingt größtenteils ohne Zuschauer und ohne Angehörige von Athleten statt. Aus dem Ausland waren nur wenige freiwillige Helfer erlaubt.<ref>Süddeutsche Zeitung: Olympia in Tokio: Keine ausländischen Zuschauer. Abgerufen am 22. März 2021.</ref><ref name="Volunteers">Deutsche Welle: Feuer und Flamme für "Tokyo 2020". Abgerufen am 26. März 2021.</ref><ref name="ohne" />

Deutschland erreichte mit 10 Goldmedaillen Platz 9 im Medaillenspiegel und damit sein bisher schlechtestes Ergebnis.

Im Anschluss an die Spiele wurden auf den Sportstätten vom 24. August bis 5. September 2021 die Paralympischen Sommerspiele ausgetragen.

Bewerbungen

Bis zum Ende der Bewerbungsfrist wurden beim IOC sechs Bewerbungen eingereicht. Am 8. Dezember 2011 wurde ausgelost, in welcher Reihenfolge die Bewerber alle Präsentationen, darunter die am Entscheidungstag in Buenos Aires, durchführen sollten. Diese Reihenfolge lautete: Istanbul, Tokio, Rom, Baku, Doha und Madrid.<ref>Games organisers present activity reports to IOC Executive Board. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 8. Dezember 2011, abgerufen am 12. April 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem Rom seine Bewerbung zurückgezogen hatte, waren noch fünf mögliche Austragungsorte übrig, etwa drei Monate später, am 23. Mai 2012, gab das IOC bekannt, dass Istanbul, Tokio und Madrid den Status einer Kandidatenstadt erreichten.

Die Mitglieder des IOC entschieden am 7. September 2013 in Buenos Aires über den Austragungsort. In der ersten Wahlrunde erreichte Tokio 42 Stimmen. Zwischen Madrid und Istanbul gab es einen Gleichstand von 26:26 Stimmen. Eine Stichwahl (49:45 Stimmen) entschied, dass Istanbul in die Endabstimmung kam. Dort erhielt Tokio 60 Stimmen (Istanbul 36).<ref>dpa: Olympia: Tokio Gastgeber der Sommerspiele 2020. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. September 2013, abgerufen am 11. September 2013.</ref>

Ort Land Runde 1 Stichwahl Runde 2
Tokio JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 42 60
Istanbul TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei 26 49 36
Madrid SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 26 45

Die japanische Hauptstadt trug bereits 1964 die Spiele aus. Auch 1940 war Tokio für die Austragung der Spiele vorgesehen, musste sie aber nach dem Ausbruch des Japanisch-Chinesischen Kriegs am 16. Juli 1938 an das IOC zurückgeben. Tokio bewarb sich erfolglos um die Olympischen Spiele 1960 und 2016.

Vorwurf der Korruption

Nach Angaben der Pariser Finanzstaatsanwaltschaft sollen im Juli und Oktober 2013 zwei Zahlungen mit dem Betreff „Tokyo 2020 Olympic Game Bid“ („Tokio 2020 Olympiabewerbung“) von einem japanischen Konto an die Firma Black Tidings in Singapur geflossen sein, wobei es um eine Summe in Höhe von 2,8 Millionen Singapur-Dollar (rund 1,8 Millionen Euro) ging.<ref name="spiegel">Ermittler untersuchen verdächtige Zahlungen, Olympia 2020, auf: spiegel.de, vom 12. Mai 2016, abgerufen am 24. Oktober 2017</ref> Der Inhaber von Black Tidings stand Papa Massata Diack nahe, dem Sohn des früheren Präsidenten des Leichtathletikweltverbandes (IAAF), Lamine Diack, gegen den die französische Justiz im Zusammenhang mit dem Doping und Korruption beim IAAF ermittelt, in diesem Zusammenhang auf die verdächtigen Zahlungen hingewiesen wurde und ein gesondertes Korruptionsermittlungsverfahren eröffnete.<ref name="spiegel" />

Ende Oktober 2017 wurde ein Mailverkehr zwischen Lamine Diack und seinem Sohn Papa Massata Diack vom Tag der IOC-Entscheidung für Tokio publik, der aus Sicht der Strafermittler der Pariser Sonderstaatsanwaltschaft „Parquet national financier“ (PNF) besondere Beweiskraft hat, weil diesem zufolge Lamine Diack tatsächlich Einfluss auf das Stimmverhalten des afrikanischen Blocks hatte, der sich auf keinen Fall für Madrid aussprechen sollte.<ref>Silke Bernhart: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Flash-News des Tages – Brisante Mails: Tokio 2020 rückt weiter ins Zwielicht (Memento vom 25. Oktober 2017 im Internet Archive), Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 23. Oktober 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017</ref><ref name="sueddeutsche">Thomas Kistner: „Wir müssen das während der Pause klären“, Olympia-Skandal, auf: sueddeutsche.de, vom 22. Oktober 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017</ref> Anders als der in Frankreich unter Hausarrest stehende Lamine Diack, konnte Papa Massata Diack in Senegal abtauchen, weswegen er seit 2016 von Interpol gesucht wird.<ref name="sueddeutsche" />

Im Januar 2019 wurde bekannt, dass in Frankreich Ermittlungen gegen Tsunekazu Takeda, den Präsidenten des Japanischen Olympischen Komitees wegen aktiver Korruption bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio eingeleitet wurden. Im Fokus steht insbesondere eine verdächtige Zahlung von zwei Millionen Euro, an der Takeda im Zuge der Bewerbung beteiligt gewesen sein soll.<ref>Ermittlungen wegen Korruption – IOC droht weiterer Skandal, auf sportschau.de, vom 11. Januar 2019. Abgerufen am 11. Januar 2019.</ref> Im März 2019 kündigte Takeda an, im Juni 2019 als JOC-Präsident und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees zurückzutreten.<ref>Ryusei Takahashi: Tsunekazu Takeda to leave JOC and IOC posts amid scandal. In: The Japan Times. 19. März 2019, abgerufen am 19. März 2019.</ref>

Vorbereitung

Zum 25. Juni 2015 richtete Premierminister Shinzō Abe den Kabinettsposten eines „Olympiaministers“ ein, der bis 2020 von fünf verschiedenen Personen ausgeführt wurde:

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Ursprünglich waren die Spiele für den Zeitraum vom 24. Juli bis zum 9. August 2020 angesetzt. Am 24. März 2020 entschied das Internationale Olympische Komitee jedoch, die Olympischen Sommerspiele wegen der wenigen Wochen zuvor ausgebrochenen Corona-Pandemie zu verschieben.<ref>Olympische Spiele werden verschoben. In: tagesschau.de, 24. März 2020 (abgerufen am 24. März 2020).</ref> Mehrere Mannschaften hatten zu diesem Zeitpunkt ihre Teilnahme für 2020 bereits abgesagt.<ref>Australia's Olympians told to prepare for Games to be held in 2021, smh.com.au vom 23. März 2020.</ref><ref>Coronavirus Live Updates: Canada Threatens Olympics Boycott; Trump Authorizes National Guard, The New York Times</ref> In zahlreichen Ländern kam es damals zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Der olympische Fackellauf hatte zu dieser Zeit bereits begonnen und wurde unterbrochen. Abgesehen von den abgesagten Spielen während der beiden Weltkriege, war es das erste Mal, dass Olympische Sommerspiele nicht im turnusmäßigen Rhythmus von vier Jahren stattfanden.

Am 20. März 2021 gab das Internationale Olympische Komitee bekannt, dass die Spiele wegen der immer noch grassierenden Pandemie ohne ausländische Zuschauer stattfinden werden,<ref>IOC schließt ausländische Fans von Olympia aus. Abgerufen am 20. März 2021.</ref> eine weitere Verschiebung hatte das Organisationskomitee als unmöglich verworfen.<ref>zeit.de: Tokio 2020+X</ref> Darüber hinaus konnten keine Angehörigen der Athleten und kaum freiwillige Helfer aus dem Ausland nach Japan einreisen.<ref name="Volunteers" /> Alle Athleten, Funktionäre und Medienschaffende sollten während der Spiele in einer eigenen „Hygieneblase“ verkehren, ohne Kontakt zur Bevölkerung.<ref>Thomas Hahn: Olympische Spiele: „Überhaupt nicht sicher“. Abgerufen am 7. April 2021.</ref> Es war ihnen lediglich gestattet, offiziell eingerichtete Transfers zu den Trainings- und Wettkampfstätten zu nutzen. Private Ausflüge waren untersagt.

Angesichts steigender Infektionszahlen rief die japanische Regierung am 8. Juli 2021 für Tokio den Corona-Notstand aus. Er sollte ab dem 12. Juli bis zum 22. August 2021 gelten und somit die gesamte Dauer der Olympischen Spiele umfassen.<ref>Tagesschau: Olympia-Stadt Tokio verhängt Notstand, 8. Juli 2021.</ref> Daraufhin entschieden gemeinsam das Organisationskomitee der Olympischen Spiele, das Internationale Olympische und Paralympische Komitee sowie das Tokyo Metropolitan Government und die japanische Regierung, die Olympischen Sommerspiele gänzlich ohne Zuschauer stattfinden zu lassen.<ref name="ohne"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Joint statement on spectator capacities at the Olympic Games Tokyo 2020 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. Juli 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/olympics.com, Pressemitteilung des Organisationskomitees vom 9. Juli 2021.</ref><ref>Patrick Welter, Tokio: Virusnotstand durch Pandemie: Japan schließt Zuschauer bei Olympia in Tokio aus. In: FAZ.net. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 24. Juli 2021]).</ref>

Alternativ zur realen Kulisse wurden Soundsysteme in den Wettkampfstätten eingesetzt, die Zuschauerreaktionen von früheren Sommerspielen abspielten.<ref>Technik statt Fans: Soundsystem simuliert Zuschauer bei Olympia. In: Sport1.de. 17. Juli 2021, abgerufen am 17. Juli 2021.</ref>

Wettkampfstätten

Die meisten Wettbewerbe wurden innerhalb von acht Kilometern um das olympische Dorf ausgetragen. Badminton, Bahnradfahren, Basketball, Fechten, die Fußballspiele, Golf, der Moderne Fünfkampf, die Mountainbike-Wettbewerbe, Reiten, Ringen, Rugby, Schießen, Segeln und Taekwondo, fanden außerhalb dieses Bereiches statt. Innerhalb des 8-Kilometer-Radius teilten sich die Sportstätten auf die Heritage Zone im Norden (u. a. mit dem Olympiastadion; Sportarten: Leichtathletik, Tischtennis, Handball, Judo, die Straßenradrennen, Gewichtheben und Boxen) und die Tokyo Bay Zone im Süden (u. a. mit dem Medienzentrum; Sportarten: Volleyball, BMX, Turnen, Tennis, Triathlon, Marathon, Beach-Volleyball, Hockey, Reitsport, Rudern, Kanu, Bogenschießen und Schwimmsport) auf.

Das alte Olympiastadion von 1964 wurde abgerissen und bis 2019 durch einen rund 1,1 Milliarden Euro teuren Neubau ersetzt.<ref>Design by architect Kengo Kuma picked for Tokyo’s new Olympic stadium. In: japantimes.co.jp. The Japan Times, 22. Dezember 2015, abgerufen am 19. Januar 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Aufgrund der hohen Tokioter Hotelkapazität von über 100.000 Zimmern war der Bau eines Mediendorfes nicht nötig.<ref>Venue Plan. In: tokyo2020.jp. Japanisches Olympisches Komitee, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 27. Mai 2012; abgerufen am 25. März 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Heritage Zone

Datei:New national stadium tokyo 1.jpg
Das neue Nationalstadion
Datei:Kokuritsu Yoyogi Kyōgijō 1.jpg
Nationale Sporthalle Yoyogi
Datei:Ryogoku Great Sumo Hall.jpg
Das Ryōgoku Kokugikan
Wettkampfstätte Sportarten Kapazität
Olympiastadion Vorlage:SportPicto Leichtathletik 68.000 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Fußball
Eröffnungs- und Schlussfeier
Tōkyō Taiikukan Vorlage:SportPicto Tischtennis 10.000 Sitzplätze
Kokuritsu Yoyogi Kyōgijō Vorlage:SportPicto Handball 13.291 Sitzplätze
Nippon Budōkan Vorlage:SportPicto Judo 11.000 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Karate
Tokyo International Forum Vorlage:SportPicto Gewichtheben 05.012 Sitzplätze
Ryōgoku Kokugikan Vorlage:SportPictoBoxen 11.098 Sitzplätze
Baji Kōen Vorlage:SportPicto Dressur 09.300 Plätze
Vorlage:SportPicto Springreiten
Vorlage:SportPicto Vielseitigkeitsreiten (Dressur, Springen)
Musashino Forest Sport Plaza Vorlage:SportPicto Badminton 07.200 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Moderner Fünfkampf (Fechten)
Tokio Stadion Vorlage:SportPicto 7er-Rugby 50.000 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Fußball
Vorlage:SportPicto Moderner Fünfkampf (Schwimmen, Fechten, Reiten, Laser-Run)
Musashinonomori Park Vorlage:SportPicto Radsport (Start der Straßenrennen) 01.000 Sitzplätze

Tokyo Bay Zone

Datei:Tokyo Ariake Arena.jpg
Die Ariake Arena im Januar 2020
Datei:Ariake Gymnastics Centre.jpg
Ariake Gymnastics Centre
Datei:Tatsumi-swim.JPG
Tatsumi Water Polo Centre
Datei:Ariake Tennis no Mori Kōen 1.jpg
Ariake Tennis Park
Wettkampfstätte Sportarten Kapazität
Ariake Arena Vorlage:SportPicto Volleyball 15.000 Sitzplätze
Ariake Gymnastics Centre Vorlage:SportPicto Gerätturnen 12.000 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Rhythmische Sportgymnastik
Vorlage:SportPicto Trampolinturnen
Ariake Urban Sports Park Vorlage:SportPicto BMX-Rennsport 05.000 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto BMX-Freestyle 06.600 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Skateboard 07.000 Sitzplätze
Ariake Tennis Park Vorlage:SportPicto Tennis 20.000 Sitzplätze
(10.000/5.000/3.000/2.000 Sitzplätze)
Odaiba Marine Park Vorlage:SportPicto Triathlon 05.500 Sitzplätze,
unbegrenzte Stehplätze entlang der Strecke
Vorlage:SportPicto Freiwasserschwimmen
Shiokaze Park Vorlage:SportPicto Beachvolleyball 12.000 Sitzplätze
Aomi Urban Sports Park Vorlage:SportPicto 3×3-Basketball 07.100 Plätze
Vorlage:SportPicto Sportklettern 08.400 Plätze
Oi Hockey Stadium Vorlage:SportPicto Hockey 15.000 Sitzplätze
Sea Forest Cross-Country Course Vorlage:SportPicto Vielseitigkeitsreiten (Cross-Country) 16.000 Plätze
Sea Forest Waterway Vorlage:SportPicto Kanu 12.800 Plätze
Vorlage:SportPicto Rudern 16.000 Plätze
Kasai Canoe Slalom Centre Vorlage:SportPicto Kanuslalom 07.500 Sitzplätze
Yumenoshima Park Archery Field Vorlage:SportPicto Bogenschießen 05.600 Plätze
Tokyo Aquatics Centre Vorlage:SportPicto Schwimmen 15.000 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Wasserspringen
Vorlage:SportPicto Synchronschwimmen
Tatsumi Water Polo Centre Vorlage:SportPicto Wasserball 04.700 Sitzplätze
Makuhari Messe (Halle A) Vorlage:SportPicto Ringen 10.000 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Taekwondo
Makuhari Messe (Halle B) Vorlage:SportPicto Fechten 08.000 Sitzplätze

Weitere Wettkampfstätten

Datei:Izu Velodrome (Aerial) (1).jpg
Izu Velodrome
Datei:Enoshima.JPG
Der Yachthafen Enoshima
Datei:Ajinomoto Stadium - Tokyo derby.jpg
Tokio Stadion
Wettkampfstätte Ort Sportarten Kapazität
Tsurigasaki Surfing Beach Ichinomiya Vorlage:SportPicto Surfen 06.000 Plätze
Saitama Super Arena Saitama Vorlage:SportPicto Basketball 21.000 Sitzplätze
Asaka Shooting Range Asaka Vorlage:SportPicto Schießen 03.000 Plätze
Kasumigaseki Country Club Kawagoe Vorlage:SportPicto Golf 25.000 Plätze
(24.000 Steh- und 1.000 Sitzplätze)
Yachthafen Enoshima Fujisawa Vorlage:SportPicto Segeln 03.600 Plätze
Izu Velodrome Izu Vorlage:SportPicto Bahnradsport 03.600 Sitzplätze
Izu Mountain Bike Course Izu Vorlage:SportPicto Mountainbike 11.500 Plätze
Fuji International Speedway Oyama Vorlage:SportPicto Radsport 22.000 Plätze
Fukushima Azuma Baseball Stadium Fukushima Vorlage:SportPicto Baseball 14.300 Sitzplätze
Vorlage:SportPicto Softball
Yokohama Stadium Yokohama Vorlage:SportPicto Baseball 35.000 Plätze
Vorlage:SportPicto Softball
Ōdōri-Park Sapporo Vorlage:SportPicto Marathon, Gehen

Fußballstadien außerhalb Tokios

Datei:Nissan International Stadium Yokohama.jpg
Im International Stadium Yokohama wird das Finale des Fußballturniers der Männer ausgetragen.
Wettkampfstätte Stadt Sportarten Kapazität
Sapporo Dome Sapporo Vorlage:SportPicto Fußball 41.000 Sitzplätze
Miyagi Stadium Rifu Vorlage:SportPicto Fußball 49.000 Sitzplätze
Ibaraki Kashima Stadium Kashima Vorlage:SportPicto Fußball 40.000 Sitzplätze
Saitama Stadium Saitama Vorlage:SportPicto Fußball 64.000 Sitzplätze
International Stadium Yokohama Yokohama Vorlage:SportPicto Fußball 72.000 Sitzplätze

Weitere

Datei:Tokyo Big Sight at Night.jpg
Tokyo Big Sight

Folgende Orte dienten als weitere Orte für Organisation und Öffentlichkeitsarbeit:

Ort Funktion
Imperial Hotel Sitz des IOC
Harumi Futo Olympisches Dorf
Tokyo Big Sight Medienzentrum und International Broadcast Centre

Zeremonien

Fackellauf

Datei:2020 Summer Olympics torch relay map.svg
Die Route des Fackellaufs führte durch alle 47 Präfekturen
Datei:Shinzō Abe and Yoshirō Mori.jpg
Yoshirō Mori (links) und Shinzō Abe (rechts) mit dem Fackelstab
Datei:Tokyo2020 The-Olympic-Flame 01.jpg
Das olympische Feuer wurde mehrere Monate lang in einer Laterne aufbewahrt

Das olympische Feuer wurde am 12. März 2020 im Beisein des IOC-Präsidenten Thomas Bach im Heiligen Hain des antiken Olympia mit einem Parabolspiegel durch die Strahlen der Sonne entfacht. Der olympische Fackellauf sollte etwa 3500 Kilometer quer durch Griechenland verlaufen, jedoch musste der Fackellauf in Griechenland nach nur einem Tag wegen der grassierenden COVID-19-Pandemie in Griechenland beendet werden, da sich mehrere Schaulustige am Straßenrand aufhielten. Ohne Zuschauer wurde am 19. März 2020 das olympische Feuer im Panathinaiko-Stadion in Athen an das japanische Organisationskomitee übergeben.<ref>Olympisches Feuer wird ohne Zuschauer entzündet. In: sportschau.de. Sportschau, 9. März 2020, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref><ref>Fackellauf mit Olympischem Feuer abgebrochen. In: sportschau.de. Sportschau, 15. März 2020, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref> Die Fackel erreichte am 20. März 2020 den japanischen Militärflughafen Matsushima bei Higashimatsushima im Nordosten der Hauptinsel Honshu. Dort entzündeten die mehrfachen Olympiasieger Tadahiro Nomura und Saori Yoshida bei einer kleinen Ankunftszeremonie die Fackel auf japanischem Boden.<ref>Takehiko Kambayashi und Angelika Engler, DPA: Das Feuer ist in Japan angekommen. In: berliner-zeitung.de. Berliner Zeitung, 20. März 2020, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref> Einen Tag später wurde am Bahnhof Sendai das Feuer in einem goldenen Kessel präsentiert, etwa 50.000 Japaner besuchten am ersten Ausstellungstag das olympische Feuer – die Warteschlange betrug etwa 500 Meter.<ref>Fackellauf mit Olympischem Feuer abgebrochen. In: sportschau.de. Sportschau, 22. März 2020, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref> Der Fackellauf sollte am 26. März 2020 beginnen und am 24. Juli 2020 und in Tokio feierlich beendet werden. Nach der Entscheidung, die Olympischen Sommerspiele wegen der COVID-19-Pandemie zu verschieben, wurde das Feuer in einer speziellen Laterne platziert, die ab dem 1. April 2020 für einen Monat lang in der Stadt Fukushima ausgestellt wurde.<ref>Olympische Flamme wird in Fukushima ausgestellt. In: sportschau.de. Sportschau, 1. April 2020, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref> Danach wurde die Laterne nach Tokio zum Olympischen Museum gebracht, wo sie bis zum Neustart der Fackellaufs im Jahr 2021 sicher aufbewahrt wurde.<ref>Olympic flame displayed at Japan Olympic Museum. In: olympics.com. IOC, 31. August 2020, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref>

Der Fackellauf begann am 25. März 2021 in den von Tōhoku-Erdbeben und -Tsunami 2011 betroffenen Gebieten Miyagi, Iwate und Fukushima, und führte mit einer Gesamtlänge von 9600 Kilometer in 121 Tagen durch alle 47 Präfekturen. Die japanischen Fußballweltmeisterinnen von 2011 waren die ersten Fackelträgerinnen, die den Fackellauf auf japanischem Boden – in J-Village – begannen; Azusa Iwashimizu war die erste Läuferin der Fackelstaffel. Es folgten 10.000 weitere japanische Fackelläufer bis nach Tokio.<ref>Takehiko Kambayashi und Angelika Engler, DPA: Olympischer Fackellauf ins Ungewisse. In: dw.com. Deutsche Welle, 25. März 2020, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref>

Eröffnungsfeier

Die Eröffnungsfeier fand am 23. Juli 2021 mit einem aufwendigen Kulturprogramm und dem traditionellen Einmarsch der teilnehmenden Athleten aus 205 Nationen und von 29 Athleten mit Flüchtlingsstatus im Olympiastadion statt. Aufgrund der COVID-19-Pandamie fand die Eröffnungsfeier ohne reguläre Zuschauer statt, nur Staatsgäste, Vertreter olympischer Teams und Medienvertreter durften bei der Eröffnungsfeier dabei sein. Es wurde eine Schweigeminute für die Toten der COVID-Pandemie eingelegt, aber auch erstmals eine Schweigeminute für die Opfer des Münchner Olympia-Attentats von 1972.<ref>Olympia-Moment beendet heiklen Streit. In: sport1.com. 23. Juli 2021, abgerufen am 24. Juli 2021.</ref> Der Wirtschaftswissenschaftler Muhammad Yunus aus Bangladesch wurde für seine Verdienste um Bildung, Entwicklung, Kultur und Sport mit dem neu geschaffenen Preis Olympic Laurel Award ausgezeichnet. Kaiser Naruhito eröffnete formell die Spiele. Die Tennisspielerin Naomi Ōsaka entzündete dann mit der Fackel das olympische Feuer.

Teilnehmer

Sportler von folgenden 206 Nationalen Olympischen Komitees qualifizierten sich für die Olympischen Spiele in Tokio. Am 9. Dezember 2019 wurde von der Welt-Anti-Doping-Agentur bekanntgegeben, dass Russland für die nächsten vier Jahre von allen sportlichen Großereignissen ausgeschlossen werde. Wie bereits bei den Olympischen Winterspielen 2018 sind Athleten aus Russland unter neutraler Flagge zugelassen worden.<ref>Harte Strafe: Wada sperrt Russland für vier Jahre. dpa, 9. Dezember 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019.</ref>

Am 6. April 2021 gab Nordkorea bekannt, wegen gesundheitlicher Risiken ausgehend von der COVID-19-Pandemie keine Athleten nach Tokio zu entsenden.<ref>Nordkorea verzichtet auf Teilnahme. In: tagesschau.de. 6. April 2021, abgerufen am 6. April 2021.</ref> Am 21. Juli 2021 verzichtete Guinea auf eine Teilnahme.<ref>OLYMPIA 2021: GUINEA SAGT TEILNAHME IN TOKIO KURZFRISTIG AB</ref> Am 23. Juli sagte Guinea wieder zu.<ref>SID-Meldung auf Yahoo Sports: Nach Absage: Guinea will doch an Olympia teilnehmen. 23. Juli 2021, abgerufen am 23. Juli 2021.</ref> Die Zuordnung der Länder bezieht sich auf die Zugehörigkeit der einzelnen Nationalen Olympischen Komitees zu den Kontinentalverbänden des IOCs. Die Reihenfolge der Kontinente bezieht sich auf die Gesamtzahl der Athleten.

Europa (4.851 Athleten aus 52 Nationen gemeldet)
Amerika (2.299 Athleten aus 41 Nationen)
Asien (1.987 Athleten aus 42 Nationen)
Afrika (984 Athleten aus 54 Nationen)
Ozeanien (791 Athleten aus 17 Nationen)
Sonstige (358 Athleten)
  • Vorlage:ROC<templatestyles src="FN/styles.css" /> * (329)
(Anzahl der Athleten) <templatestyles src="FN/styles.css" />
* 
erstmalige Teilnahme an Sommerspielen

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A 
{{{2}}}
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B 
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WettkampfprogrammSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.

Zunächst gab die Exekutive des IOCs am 12. Februar 2013 den Beschluss bekannt, Ringen zur Austragung 2020 aus dem olympischen Wettkampfprogramm zu nehmen. Die Sportart war seit der Wiedereinführung der Olympischen Spiele im Jahr 1896 mit Ausnahme der Olympischen Spiele 1900 in Paris fester Bestandteil im Programm. Der Moderne Fünfkampf blieb dagegen im Programm, obwohl es im Vorfeld Gerüchte gab, dass er aus dem Programm fiele.<ref>Sommerspiele 2020: IOC verbannt Ringen aus dem Olympia-Programm. In: spiegel.de. 12. Februar 2013, abgerufen am 12. Februar 2013.</ref> Auf der gleichen Sitzung bestätigte das IOC 25 Kernsportarten sowie zwei weitere Sportarten für die Spiele 2020.<ref>IOC Executive Board recommends 25 core sports for 2020 Games. In: olympic.org. Internationales Olympisches Komitee, 12. Februar 2013, abgerufen am 25. Februar 2013.</ref> Eine 28. Sportart blieb noch offen.

Auf seiner Sitzung im Mai 2013 hatte das Exekutivkomitee des IOC von acht möglichen Sportarten (Baseball/Softball, Karate, Rollsport, Sportklettern, Squash, Wakeboarden, Wushu und Ringen) drei ausgewählt, unter denen die Vollversammlung eine zur Ergänzung des Programms 2020 bestimmen konnte. In diese Auswahl kamen Baseball/Softball und Squash sowie das Ringen, welches sich nach dem Ausschluss aus dem Wettkampfprogramm nach einer Grunderneuerung des Weltverbands FILA und zahlreichen prominenten Protesten gegen die Streichung erneut um einen Platz im Wettkampfprogramm beworben hat.<ref>Drohendes Olympia-Aus: IOC wählt Ringen auf die Shortlist. In: spiegel.de. 29. Mai 2013, abgerufen am 30. Mai 2013.</ref> Im Vorfeld dieser Entscheidung fusionierten die bisher getrennten Weltverbände für Baseball und Softball Ende 2012 zur World Baseball Softball Confederation (WBSC).<ref>Eine Runde weiter. In: bsvbb.de. Baseball und Softball Verband Berlin/Brandenburg, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2013; abgerufen am 4. Juni 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bsvbb.de</ref>

Datei:Tokyo Dome side view.jpg
Austragungsort der Baseballspiele wird u. a. der Tokyo Dome sein

Letztendlich nahm die IOC-Vollversammlung am 8. September 2013 die Sportart Ringen wieder in das olympische Programm für 2020 und 2024 auf.<ref>IOC entscheidet: Traditionssport bleibt olympisch: Ringen bleibt olympische Sportart. In: focus.de. Focus, 8. September 2013, abgerufen am 9. September 2013.</ref>

Um die Olympischen Spiele für ein jüngeres Publikum attraktiver zu machen, nahm das IOC am 9. Juni 2017 Streetball (eine Basketballvariante, bei der zwei Teams mit je drei Spielern auf einen Korb spielen) und BMX-Freestyle als neue Disziplinen auf.

Im Zuge der Agenda 2020 des IOC hat der Gastgeber die Möglichkeit, zusätzliche Sportarten zu benennen, die bei den Olympischen Spielen ausgetragen werden sollen.<ref>Olympische Agende 2020 „20 Plus 20“ Empfehlungen. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. August 2016; abgerufen am 9. August 2016.</ref> Obwohl sich das IOC eine Obergrenze von Athleten und Sportarten gesetzt hat, werden keine Sportarten aus dem Programm der vorherigen Spiele gestrichen.

Am 3. August 2016 gab das IOC bekannt, dass für 2020 folgende fünf Sportarten in das Programm der olympischen Sportarten aufgenommen werden:<ref>Selim Baykara: Olympia 2020: Neue Sportarten, Termin und Austragungsort im Überblick. In: giga.de. GIGA, 2. August 2016, abgerufen am 3. August 2016.</ref><ref>Olympics: Five new sports confirmed for Tokyo 2020 Olympic Games – BBC Sport. In: bbc.com. British Broadcasting Corporation, 4. August 2016, abgerufen am 7. August 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Baseball (nur für Männer)/Softball (nur für Frauen), Karate, Sportklettern, Skateboard und Surfen. Base- und Softball waren bereits zwischen 1992 und 2008 Teil des olympischen Programms.

Es wurden 339 Wettbewerbe in 33 Sportarten/51 Disziplinen ausgetragen (165 für Männer, 156 für Frauen, 12 Mixed- und 6 offene Wettbewerbe). Dies waren 5 Sportarten/9 Disziplinen und 33 Wettkämpfe mehr als in Rio de Janeiro 2016, wobei großes Augenmerk auf zusätzliche gemischte Mannschaftswettbewerbe gelegt wurde. Nachfolgend die geplanten Änderungen im Detail:

  • Nach Neuorganisation der beiden Sportarten Baseball und Softball bzw. Zusammenschluss zum Weltverbandes WBSC waren die beiden Disziplinen Baseball (für Männer) und Softball (für Frauen) nach 12 Jahren Pause wieder ein Teil des olympischen Programms.
  • Beim Basketball wurde die Disziplin 3×3-Basketball für Männer und Frauen das erste Mal bei Olympischen Spielen ausgetragen.
  • Beim Bogenschießen, Judo und Triathlon wurde jeweils ein Mixed-Mannschaftswettkampf neu in das Programm aufgenommen.
  • In der Leichtathletik wurde eine Mixed-Staffel über 4 × 400 m hinzugefügt.
  • Im Schwimmsport wurde das Programm um 800 m Freistil für Männer, 1500 m Freistil für Frauen und eine Mixed-Lagenstaffel über 4 × 100 m erweitert.
  • Im Tischtennis kam ein Mixed-Doppel hinzu.
  • Karate wurde mit den zwei Disziplinen Kata und Kumite neu ins olympische Programm aufgenommen. Im Kata gab es jeweils einen Wettkampf für Männer und einen für Frauen. Im Kumite waren für Männer (–67 kg, –75 kg und +75 kg) und für Frauen (–55 kg, –61 kg und +61 kg) jeweils drei Gewichtsklassen olympisch.
  • Der Bahnradsport wurde um Madison erweitert, für Frauen erstmals, für Männer nach zwölf Jahren Pause.
  • Zum ersten Mal war BMX-Freestyle mit der Einzeldisziplin Park für Männer und Frauen im Programm.
  • Skateboard wurde mit den zwei Disziplinen Park und Street neu ins olympische Programm aufgenommen. In den Disziplinen gab es jeweils einen Wettkampf für Männer und einen für Frauen.
  • Sportklettern wurde als Kombinations-Mehrkampf bestehend aus Bouldern, Lead und Speed für Männer und Frauen olympisch.
  • Mit Surfen wurde eine weitere Wassersportart für Männer und Frauen olympisch – dabei wurden die Wettkämpfe mit einem Shortboard ausgetragen.
  • Beim Boxen wurden bei den Frauen die Gewichtsklassen um Federgewicht und Weltergewicht erweitert, hingegen wurden bei den Männern Halbfliegen- und Halbweltergewicht gestrichen. Darüber hinaus ersetzte das Feder- das Bantamgewicht bei den Männern.
  • Beim Gewichtheben wurde bei den Männern eine Gewichtsklasse (Halbschwergewicht) gestrichen.
  • Beim Kanurennsport wurden zwei Männerentscheidungen (C1 – 200 m, K2 – 200 m) durch zwei Frauenentscheidungen (C1 – 200 m, C2 – 500 m) ersetzt, zudem wurde die Strecke der Vierer-Kajak (K4) der Männer von 1000 auf 500 m verkürzt.
  • Beim Kanuslalom wurde eine Männerentscheidung (C2) durch eine Frauenentscheidung (C1) ersetzt.
  • Beim Rudern ersetzte der Frauen-Vierer ohne Steuerfrau den Männer-Leichtgewichts-Vierer ohne Steuermann.
  • Beim Schießen ersetzten drei Mixed-Wettkämpfe (Luftgewehr Mannschaft, Luftpistole Mannschaft und Trap Mannschaft) drei Männerwettkämpfe (Doppeltrap, Kleinkalibergewehr – liegend – 50 m und Freie Pistole – 50 m).
  • Beim Segeln wurde im Mixed-Wettkampf mit einem modifizierten Nacra 17 (Steckschwerter) gestartet.
  • Im Fechten wurde das Wettkampfprogramm jeweils um einen Mannschaftswettkampf, im Florett bei den Frauen und im Säbelfechten bei den Männern, erweitert.

Die olympischen Sportarten/Disziplinen

Anzahl der Wettkämpfe in Klammern

Wettbewerbstermine

Zeitplan<ref>Olympic Schedule & Results. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. August 2021; abgerufen am 19. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/olympics.com</ref>
Disziplin Mi.
21.
Do.
22.
Fr.
23.
Sa.
24.
So.
25.
Mo.
26.
Di.
27.
Mi.
28.
Do.
29.
Fr.
30.
Sa.
31.
So.
1.
Mo.
2.
Di.
3.
Mi.
4.
Do.
5.
Fr.
6.
Sa.
7.
So.
8.
Ent-
schei-
dungen
Juli 2021 August 2021
Datei:Olympic rings without rims.svg Eröffnungsfeier
Datei:Badminton pictogram.svg Badminton 1 1 1 2 5
Base-/Softball Datei:Baseball pictogram.svg Baseball 1 1
Datei:Softball pictogram.svg Softball 1 1
Basketball Datei:Basketball pictogram.svg Basketball 1 1 2
Datei:3x3 basketball pictogram.svg 3×3-Basketball 2 2
Datei:Archery pictogram.svg Bogenschießen 1 1 1 1 1 5
Datei:Boxing pictogram.svg Boxen 2 1 1 1 4 4 13
Datei:Fencing pictogram.svg Fechten 2 2 2 1 1 1 1 1 1 12
Datei:Football pictogram.svg Fußball 1 1 2
Datei:Weightlifting pictogram.svg Gewichtheben 1 2 1 2 1 2 1 2 1 1 14
Datei:Golf pictogram.svg Golf 1 1 2
Datei:Handball pictogram.svg Handball 1 1 2
Datei:Field hockey pictogram.svg Hockey 1 1 2
Datei:Judo pictogram.svg Judo 2 2 2 2 2 2 2 1 15
Kanusport Datei:Canoeing (flatwater) pictogram.svg Kanurennsport 4 4 4 12
Datei:Canoeing (slalom) pictogram.svg Kanuslalom 1 1 1 1 4
Karate Datei:Karate pictogram.svg Kata 1 1 2
Datei:Karate Kumite pictogram.svg Kumite 2 2 2 6
Datei:Athletics pictogram.svg Leichtathletik 1 3 4 5 6 5 8 8 7 1 48
Datei:Modern pentathlon pictogram (pre-2025).svg Moderner Fünfkampf 1 1 2
Radsport Datei:Cycling (track) pictogram.svg Bahn 1 2 1 2 2 1 3 12
Datei:Cycling (BMX freestyle) pictogram.svg BMX-Freestyle 2 2
Datei:Cycling (BMX) pictogram.svg BMX-Rennsport 2 2
Datei:Cycling (mountain biking) pictogram.svg Mountain-Bike 1 1 2
Datei:Cycling (road) pictogram.svg Straße 1 1 2 4
Reitsport Datei:Equestrian Dressage pictogram.svg Dressur 1 1 2
Datei:Equestrian Jumping pictogram.svg Springen 1 1 2
Datei:Equestrian Eventing pictogram.svg Vielseitigkeit 2 2
Ringen Datei:Wrestling Freestyle pictogram.svg Freistil 1 1 1 3 3 3 12
Datei:Wrestling pictogram.svg Griechisch-römisch 2 2 2 6
Datei:Rowing pictogram.svg Rudern 6 4 4 14
Datei:Rugby sevens pictogram.svg 7er-Rugby 1 1 2
Datei:Shooting pictogram.svg Schießen 2 2 2 2 2 1 2 2 15
Schwimmsport Datei:Open water swimming pictogram.svg Freiwasserschwimmen 1 1 2
Datei:Swimming pictogram.svg Schwimmen 4 4 4 5 5 4 4 5 35
Datei:Synchronized swimming pictogram.svg Synchronschwimmen 1 1 2
Datei:Water polo pictogram.svg Wasserball 1 1 2
Datei:Diving pictogram.svg Wasserspringen 1 1 1 1 1 1 1 1 8
Datei:Sailing pictogram.svg Segeln 2 2 4 2 10
Datei:Skateboarding pictogram.svg Skateboard 1 1 1 1 4
Datei:Climbing pictogram.svg Sportklettern 1 1 2
Datei:Surfing pictogram.svg Surfen 2 2
Datei:Taekwondo pictogram.svg Taekwondo 2 2 2 2 8
Datei:Tennis pictogram.svg Tennis 1 1 3 5
Datei:Table tennis pictogram.svg Tischtennis 1 1 1 1 1 5
Datei:Triathlon pictogram.svg Triathlon 1 1 1 3
Turnsport Datei:Gymnastics (artistic) pictogram.svg Kunstturnen 1 1 1 1 4 3 3 14
Datei:Gymnastics (rhythmic) pictogram.svg Rhythmische Sportgymnastik 1 1 2
Datei:Gymnastics (trampoline) pictogram.svg Trampolinturnen 1 1 2
Volleyball Datei:Volleyball (beach) pictogram.svg Beachvolleyball 1 1 2
Datei:Volleyball (indoor) pictogram.svg Volleyball 1 1 2
Datei:Olympic rings without rims.svg Schlussfeier
Entscheidungen 11 18 21 22 23 17 21 21 25 20 26 17 27 23 34 13 339
Disziplin Mi.
21.
Do.
22.
Fr.
23.
Sa.
24.
So.
25.
Mo.
26.
Di.
27.
Mi.
28.
Do.
29.
Fr.
30.
Sa.
31.
So.
1.
Mo.
2.
Di.
3.
Mi.
4.
Do.
5.
Fr.
6.
Sa.
7.
So.
8.
Ent-
schei-
dungen
Juli 2021 August 2021

Farblegende

  • Eröffnungsfeier
  • Wettkampftag (keine Entscheidungen)
  • Wettkampftag (x Entscheidungen)
  • Schlussfeier
  • Symbolik

    Das ursprünglich geplante Logo wurde am 24. Juli 2015 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es soll ein stilisiertes „T“ darstellen. Ein roter Kreis in der rechten oberen Ecke soll ein schlagendes Herz, die Flagge Japans sowie eine „vereinigte Welt“ symbolisieren, und ein schwarzer Balken in der Mitte für Vielfältigkeit stehen. Das Logo wies erhebliche Ähnlichkeit zum Logo des Théâtre de Liège in der belgischen Stadt Lüttich auf, die dessen Urheber anwaltlich auf eine Urheberrechtsverletzung prüfen ließ.<ref>Kyodo News: Tokyo Olympics emblem said to look similar to Belgian theater logo. In: japantimes.co.jp. The Japan Times, 30. Juli 2015, abgerufen am 30. Juli 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Am 1. September 2015 wurde bekanntgegeben, dass auf das Logo verzichtet werde.<ref>Sport-Informations-Dienst: Tokio 2020 verzichtet auf umstrittenes Logo. In: handelsblatt.com. Handelsblatt, 1. September 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 24. September 2015; abgerufen am 3. September 2015.</ref> Die Logowahl wurde daraufhin neu ausgeschrieben.<ref>The Tokyo Organising Committee of the Olympic and Paralympic Games: Special webpage for the Tokyo 2020 Games emblems. In: tokyo2020.jp. Abgerufen am 7. Januar 2016.</ref>

    Am 25. April 2016 wurde ein neues Logo des Künstlers Asao Tokolo vorgestellt. Es wurde aus rund 15.000 Einsendungen ausgewählt und stellt ein blaues Schachbrettmuster dar, welches eine „verfeinerte Eleganz und Komplexität“ sowie die unterschiedlichen Länder, Kulturen und Denkweisen symbolisieren soll. Die Gestaltung weist zudem Bezüge zur Geschichte Japans auf: Das karierte Muster wurde häufig in der Edo-Zeit verwendet und ist in Japan als ichimatsu moyō (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bekannt. Zudem ist die verwendete Farbe Indigo eine traditionelle japanische Farbe.<ref>The Tokyo Organising Committee of the Olympic and Paralympic Games: Tokyo 2020 Games Emblems. Winning Design. 25. April 2016, abgerufen am 25. April 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Maskottchen

    Das olympische Maskottchen wurde von Ryo Taniguchi geschaffen und heißt Miraitowa, was sich aus den japanischen Worten „mirai“ (Zukunft) und „towa“ (Ewigkeit) zusammensetzt. Der Name wurde gewählt, um eine „Zukunft ewiger Hoffnung in den Herzen aller Menschen in der ganzen Welt“ zu fördern. Mit einer Verbindung moderner und traditioneller Elemente soll es das Alte und das Neue verbinden. Auf der Stirn trägt es das Emblem der Spiele, dessen Schachbrettmuster sich aus indigofarbenen Rechtecken drei verschiedener Größen zusammensetzt.

    Das Organisationskomitee veranstaltete einen offenen Wettbewerb, bei dem jeder in Japan lebende über 18-Jährige Vorschläge und Entwürfe einreichen konnte. In einem mehrstufigen Auswahlprozess wurden aus 2.042 Vorschlägen, die bis August 2017 eingegangen waren, drei Finalisten ausgewählt. Diese wurden Anfang Dezember 2017 veröffentlicht.

    Die Auswahl des Gewinners wurde den japanischen Grundschulkindern überlassen, wobei jede Schulklasse eine Stimme abgeben konnte. An der vom 11. Dezember 2017 bis zum 22. Februar 2018 dauernden Stimmabgabe nahmen 205.755 Schulklassen aus 16.769 Schulen teil. Das Projekt von Ryo Taniguchi gewann mit insgesamt 109.041 Stimmen.<ref>Tokyo 2020 Mascot Olympic.org, abgerufen am 3. April 2020</ref>

    Medaillen

    Das Design der Medaillen stammt von Junichi Kawanishi. Auf der Vorderseite sieht man ein Abbild der griechischen Siegesgöttin Nike vor dem Panathinaiko-Stadion und auf der Rückseite den Namen und das Logo der Veranstaltung sowie das olympische Fünf-Ringe-Symbol. Hergestellt wurden die Medaillen vom japanischen Münzamt, und zwar aus recycelten Edelmetallen, die aus gespendeten Elektronikgeräten gewonnen wurden.<ref name=":0">Behind the Making of the Tokyo 2020 Medals. 20. August 2019, abgerufen am 4. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Tokyo 2020 Olympic medals unveiled with one year to go. In: athleticsweekly.com. 24. Juli 2019, abgerufen am 29. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während die Silbermedaillen aus purem Silber bestehen, bestehen die Goldmedaillen lediglich aus 1,2 % Gold (und 98,8 % Silber). Beide Medaillenvarianten wiegen daher annähernd gleich viel (Goldmedaille: 556 Gramm, Silbermedaille 550 Gramm). Die bronzenen Medaillen bestehen zu 95 % aus Kupfer und zu 5 % aus Zink und wiegen jeweils 450 Gramm.<ref name=":0" /><ref>Olympia 2021: Sind Goldmedaillen in Tokio aus echtem Gold, wie schwer und wie wertvoll sind sie - die Antworten. 1. August 2021, abgerufen am 4. August 2021.</ref>

    Versuchte erzwungene Abreise von Kryszina Zimanouskaja

    Am 1. August 2021 gab die belarussische Sprinterin Kryszina Zimanouskaja bekannt, dass sie gegen ihren Willen von Angestellten ihres Trainingsteams zurück nach Minsk geschickt werden sollte. Auf dem Flughafen Tokio-Haneda konnte sie sich an die Polizei wenden und erklärte, sie wolle nicht nach Belarus zurückkehren. Vor dem Vorfall hatte Zimanouskaja öffentlich ihre Trainer kritisiert,<ref>EXCLUSIVE Olympics-Belarusian athlete says she was taken to airport to go home after criticising coaches. Reuters, 1. August 2021, abgerufen am 1. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> nachdem sie ohne ihr Wissen in die 4-mal-400-Meter-Staffel aufgenommen worden war. Daraufhin habe ihr Cheftrainer erklärt, es habe einen „Befehl von oben“ gegeben, sie zu „entfernen“.<ref>Belarus will Sprinterin offenbar zur Abreise zwingen. Der Spiegel, 1. August 2021, abgerufen am 1. August 2021.</ref> Zimanouskaja begab sich schließlich mit ihrer Familie nach Polen ins Exil.<ref>Der Spiegel: Olympia-Sprinterin im Exil: Timanowskaja hat Angst um ihre Eltern in Belarus. Abgerufen am 8. August 2021.</ref> Infolgedessen wurden am 6. August den in den Vorfall verwickelten Trainern Artur Schimak und Juryj Majsewitsch die Akkreditierung entzogen. Das Internationale Olympische Komitee bat die beiden Funktionäre darum, das olympische Dorf zu verlassen.<ref>2 coaches removed from Tokyo Olympics in Belarus case. Abgerufen am 19. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

    Chinesisches Massendoping von Schwimmsportlern

    In der Dokumentation „Die Akte China“ berichtete die ARD-Dopingredaktion in einer gemeinsamen Recherche mit der New York Times im Frühjahr 2024 über einen internen Bericht der chinesischen Dopingagentur CHINADA über positive Dopingproben bei 23 chinesischen Schwimmsportlern. Alle Schwimmer wurden bei einem Wettbewerb in Shijiazhuang Anfang 2021 auf die Substanz Trimetazidin positiv getestet. In dem Bericht erklärt die CHINADA, es handele sich lediglich um Verunreinigungen, da das Medikament in einer Hotelküche in das Essen und auf diesem Wege in den Körper der Athleten gelangt sei. Zwei Monate später seien im Abfluss der Hotelküche Rückstände gefunden worden. Diese Erklärung wurde von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) ohne weitere Untersuchungen akzeptiert und die Dopingfälle nicht weiterverfolgt; Sperren gab es keine.<ref>"Die Akte China" Massendoping-Verdacht in China - WADA handelt nicht, auf sportschau.de. Abgerufen am 25. Juli 2024.</ref><ref>"Die Akte China" - Fragen und Antworten, auf sportschau.de. Abgerufen am 25. Juli 2024.</ref>

    13 der 23 Schwimmer starteten bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, vier von ihnen gewannen Medaillen – Gold in drei Disziplinen (Zhang Yufei in 200 m Schmetterling, Zhang Yufei und Yang Junxuan in der 4 × 200-m-Freistilstaffel und Wang Shun in 200 m Lagen) und Silber in zwei Disziplinen (Zhang Yufei in 100 m Schmetterling, Zhang Yufei, Yang Junxuan und Yan Zibei in der 4 × 100-m-Mixed-Lagenstaffel). Auch bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris waren elf der 23 Schwimmer am Start und gewannen Medaillen. Die WADA geriet während der Spiele 2024 wegen möglicher Dopingvertuschung in starke Kritik.

    Chat-Nachrichten aus dem Umfeld der Schwimmer legen nahe, dass die Schwimmer nicht (wie behauptet) in einem Hotel gemeinsam untergebracht waren und sich zuvor in verschiedenen Landesteilen auf den Wettbewerb vorbereitet hatten. Zudem wird der angebliche Nachweis von Rückständen im Abfluss mehr als zwei Monate nach dem Wettbewerb von Fachleuten als extrem unglaubwürdig eingeschätzt, da im Zuge der COVID-19-Pandemie tägliche Reinigungen und Desinfektionen in chinesischen Küchen stattfanden.

    Ende Juli 2024 recherchierte die New York Times zwei weitere positive Dopingproben bei chinesischen Schwimmern aus dem Jahr 2022. Tang Muhan (Olympiasiegerin über 4 × 200 m Freistil) und He Junyi wurden positiv auf das Steroid Metandienon getestet. Erneut erklärte die CHINADA 2022, dass ein Kontaminationsfall vorliegen müsse; auch dies wurde durch die WADA akzeptiert und keine Untersuchungen wegen Dopings eingeleitet.<ref>Positivproben in China: Gedopt mit Hamburgern?, auf faz.net, vom 30. Juli 2024. Abgerufen am 30. Juli 2024.</ref>

    Medien

    Die europäischen Fernseh- und Multiplattform-Übertragungsrechte verkaufte das IOC an Discovery Communications, die Mutter von Eurosport.<ref>IOC vergibt sämtliche TV- und Multiplattform-Übertragungsrechte in Europa für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 an Discovery und Eurosport. In: Presseportal. news aktuell, 29. Juni 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. August 2017;.</ref>

    Am 11. August 2017 einigten sich der Medienkonzern sowie die ARD und das ZDF nach langen Verhandlungen auf den Erwerb von Sublizenzen. Die beiden deutschen Sender dürfen nun „Livestrecken“ von den kommenden vier Olympischen Spielen in Funk, Fernsehen und auch in ihren Mediatheken ausstrahlen.<ref>Olympia jetzt doch live bei ARD und ZDF. In: tagesschau.de. Abgerufen am 11. August 2017.</ref>

    Kritik

    Die Spiele stießen laut Andreas Singler auf Ablehnung bei der japanischen Anti-Atomkraft-Bewegung. So sei die Veranstaltung dazu genutzt worden, die Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 vergessen zu machen.<ref>Andreas Singler: „Bad for Fukushima, bad for democracy“. In: PlaytheGame.org. 7. August 2019, abgerufen am 25. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Greenpeace wies Anfang Dezember 2019 auf radioaktive Hot Spots nahe dem Startpunkt für den olympischen Fackellauf im J-Village hin.<ref>Greenpeace: Radioaktive „Hotspots“ nahe des[sic!] Starts des Fackellaufs. In: Focus.de. 4. Dezember 2019, abgerufen am 22. Februar 2020.</ref>

    Ein weiterer Kritikpunkt war der ausgewählte Zeitraum. Das Tokioter Klima ist von Mitte Juli bis Ende August besonders schwül mit einer Durchschnittstemperatur von tagsüber 31,1 °C und einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von 76 % (Juli) bis 73 % (August), sodass bei Teilnehmern, Mitarbeitern und Zuschauern Hitzeschäden bis hin zum Hitzetod befürchtet wurden. Das IOC lehnte jedoch eine Verschiebung der Spiele in den Oktober 2020 ab, da dies wegen Football- und Baseballspielen zu niedrigeren Einschaltquoten in den USA geführt hätte.<ref>John Branch, Motoko Rich: Tokyo Braces for the Hottest Olympics Ever. The New York Times, 10. Oktober 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nachdem es bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2019 in Doha bei mehreren Athleten aufgrund der klimatischen Bedingungen zu gesundheitlichen Problemen gekommen war, gab das IOC im Oktober 2019 bekannt, bei den Spielen den Marathonlauf sowie das Gehen ins kühlere Sapporo auf Hokkaidō zu verlegen.<ref>Ryusei Takahashi: Tokyo Gov. Koike gives up fighting IOC’s decision to move Olympic marathon to Sapporo. The Japan Times, 1. November 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Neuer Austragungsort war der Ōdōri-Park.

    Im Mai 2021 appellierte ein Verband von etwa 6000 Ärzten in Tokio an die Regierung und die Organisatoren, die Spiele abzusagen, weil sie die Zahl der COVID-19-Infizierten und der Todesfälle erhöhen können. Die vierte Welle der COVID-19-Pandemie in Japan sei noch schwerer als die Wellen zuvor. Das medizinische System sei bis an seine Grenzen angespannt. Die Regierung beginne erst allmählich mit Schutzimpfungen im großen Stil.<ref>Patrick Welter: Japans Angst vor Olympia. In: FAZ.net. 19. Mai 2021, abgerufen am 20. Mai 2021.</ref>

    Laut mehreren Umfragen lehnte eine Mehrheit der Bewohner Japans diese Olympischen Spiele ab. Bis zu 80 % der Befragten forderten im Vorfeld eine Verschiebung oder Absage der Spiele angesichts der COVID-19-Pandemie, und besonders in den sozialen Netzwerken verbreitete sich viel Kritik.<ref>Harald Meyer, Mamoru Itō & Takahiro Nishiyama (Hrsg.): Die Sommerolympiade „Tōkyō 2020“ und die COVID-19-Pandemie in Japan: Mediendarstellungen und Analysen. ORIENTIERUNGEN Themenband 2022. Unter Mitwirkung von Hendrik Groth. OSTASIEN Verlag, Großheirath 2022, ISBN 978-3-946114-94-9, S. 5.</ref> Das Projekt kostete laut offiziellem Budget 15,4 Milliarden US-Dollar.<ref>sueddeutsche.de: Das Spiel mit den Spielen</ref>

    Korruption

    Anfang 2023 wurde Yasuo Mori, der frühere stellvertretende Direktor des Organisationskomitees und drei Angestellte des japanischen Werberiesen Dentsu festgenommen. Es geht um Korruption und Manipulation von Ausschreibungen.<ref>Patrick Welter: Die nächsten vier Festnahmen. In: FAZ.net. 8. Februar 2023, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref>

    Weblinks

    Einzelnachweise

    <references responsive />

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