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Guy Parmelin

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Datei:Guy Parmelin (2026) (cropped).jpg
Guy Parmelin (offizielles Porträt für das Jahr 2026)

Guy Parmelin (* 9. November 1959 in Bursins VD; heimatberechtigt ebenda) ist ein Schweizer Politiker (SVP). Er wurde erstmals 2003 in den Nationalrat gewählt. Anlässlich der Gesamterneuerungswahlen des Bundesrates 2015 wurde er als Nachfolger der zurückgetretenen Eveline Widmer-Schlumpf (BDP) in den Bundesrat gewählt. Seit dem 1. Januar 2019 ist er Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). 2021 hatte er das Amt des Bundespräsidenten inne und übt dieses 2026 erneut aus.

Leben

Der französischsprachige Guy Parmelin wuchs als Bauernsohn in Bursins auf und durchlief das Gymnasium in Lausanne mit Schwerpunkt Englisch und Latein. Später liess er sich zum Landwirt und Winzer ausbilden. Bis zu seiner Wahl in den Bundesrat führte er zusammen mit seinem Bruder den väterlichen Hof in Bursins.<ref name="NZZ">Andrea Kucera: Der Unterschätzte. Neue Zürcher Zeitung, 25. November 2015, abgerufen am 10. Dezember 2015.</ref> Im Militär hielt er den Grad des Korporals.

Von 1996 bis 2015 war Parmelin Mitglied des Verwaltungsrates des Agrarunternehmens Fenaco, ab 2009 als Vizepräsident.<ref>Guy Parmelin. In: Archiv für Agrargeschichte. Abgerufen am 30. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Von 2012 bis 2015 war er Mitglied des Verwaltungsrates der Gebäudeversicherung des Kantons Waadt.<ref>Bundesrat Guy Parmelin. Admin.ch, 8. November 2024, abgerufen am 17. April 2026.</ref>

Parmelin ist verheiratet und lebt in Bursins und Bern.

Politik

Seinen Einstand in der Politik absolvierte Parmelin 1993 bis 1999 im Gemeinderat von Bursins.<ref name="NZZ" /> Er war von 1994 bis 2003 Mitglied des Waadtländer Kantonsparlamentes. Bei den Wahlen 2003 wurde er erstmals in den Nationalrat gewählt. Dort war er Mitglied der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit, der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie sowie der Kommission für die Festlegung der Beiträge des Ressourcen-, Lasten- und Härteausgleichs. Von 2000 bis 2004 war Parmelin Präsident der SVP des Kantons Waadt.

Im November 2015 nominierte ihn die SVP-Bundeshausfraktion als einen von drei offiziellen Kandidaten für die Bundesratswahlen.<ref>Iwan Städler: Aeschi hat beste Chancen – aber Bundesrat ist er noch nicht. Tages-Anzeiger, 21. November 2015, abgerufen am 23. November 2015.</ref> Er wurde am 9. Dezember 2015 von der Vereinigten Bundesversammlung im dritten Wahlgang zum Bundesrat gewählt. Er trat dieses Amt per 1. Januar 2016 an und übernahm die Leitung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).<ref>Bundesrat hat Departementsverteilung für 2016 vorgenommen. In: admin.ch. Bundesrat, 11. Dezember 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2015; abgerufen am 12. Dezember 2015.</ref>

Mit den Erneuerungswahlen des Bundesrats Ende 2018 erfolgte eine Rochade in der Departementsverteilung. Seit dem 1. Januar 2019 ist Guy Parmelin Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), seinem vorherigen Departement ist er als stellvertretender Leiter zugeordnet.<ref>Rochade im Bundeshaus: So sieht die neue Departementsverteilung aus. NZZ, 10. Dezember 2018, abgerufen am 28. Februar 2019.</ref>

Am 9. Dezember 2020 wurde Parmelin mit 188 gültigen Stimmen (von insgesamt 246) der Vereinigten Bundesversammlung für das Jahr 2021 zum Bundespräsidenten gewählt.<ref>20.219 | Bundesrat. Wahl des Bundespräsidenten und des Vizepräsidenten des Bundesrates für 2021 | Amtliches Bulletin | Das Schweizer Parlament, 9. Dezember 2020.</ref>

Datei:Gruppenbild Bundesrat 2026.jpg
Guy Parmelin (vierter von rechts) auf dem offiziellen Bundesratsfoto 2026

Anlässlich der Genfer Gipfelkonferenz vom 16. Juni 2021 begrüsste Guy Parmelin den US-amerikanischen Präsidenten Joe Biden und den russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der Villa La Grange in Genf.<ref>Gipfeltreffen von Biden und Putin: Genf ist bereit für das historische Treffen. NZZ, 16. Juni 2021.</ref> Im Rahmen der Tagung konnte Parmelin mit Biden und Putin separate Gespräche über die Beziehungen der Schweiz mit den Vereinigten Staaten und mit Russland führen.<ref>Yves Genier: On a parlé recherche et bons offices. In: Le Nouvelliste, 16. Juni 2021.</ref>

Am 10. Dezember 2025 wurde Parmelin mit 203 gültigen Stimmen (von insgesamt 246) der Vereinigten Bundesversammlung für das Jahr 2026 ein zweites Mal zum Bundespräsidenten gewählt.<ref>25.216 | Bundesrat. Wahl des Bundespräsidenten und des Vizepräsidenten des Bundesrates für 2026 | Amtliches Bulletin | Das Schweizer Parlament, 10. Dezember 2025.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Guy Parmelin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerinAmtNachfolger
Eveline Widmer-SchlumpfMitglied im Schweizer Bundesrat
seit 2016

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