Winterhof (Windsbach)
Winterhof Stadt Windsbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(9)&title=Winterhof 49° 18′ N, 10° 53′ O
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| Höhe: | 405 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 9 (2012)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91575 | |||||
| Vorwahl: | 09871 | |||||
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Winterhof (fränkisch: Winderhof<ref name="Fechter">E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 204.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Winterhof liegt in der Gemarkung Bertholdsdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Die Einöde liegt in einer Senke. 600 Meter südwestlich befindet sich die Mehln, eine 417 Meter hohe Erhebung. Der Weiher in Winterhof rechts am Weg in Richtung Lanzendorf wurde 1850 noch Espanweiher genannt.<ref>E. Dohms: Bertholdsdorf, S. 44 f.</ref> Ein Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kitschendorf (0,9 km nördlich) bzw. nach Bertholdsdorf zur Kreisstraße AN 28 (0,7 km südlich), eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Lanzendorf (0,4 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde am 22. März 1499 erstmals urkundlich erwähnt, als Oswald und Christoph von Seckendorff von den Herren von Wallenrod Besitz in Bertholdsdorf abkauften, darunter auch der Winterhof.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Oberamt Windsbach, Rep. 155 Nr. 3, S. 52. Zitiert nach E. Dohms: Bertholdsdorf, S. 38.</ref> Das Toponym „Winter–“ bezeichnet die Nordlage eines Orts oder auch ganz allgemein eine kalte Lage.<ref name="Fechter"/> Der Ort wurde durch Jahrhunderte hindurch auch als „Einöde Windenhof“ bezeichnet.
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Windsbach aus dem Jahr 1608 wurde für Winterhof eine Mannschaft verzeichnet, die dem brandenburg-ansbachischen Kastenamt Windsbach unterstand. Der Ort gehörte zur Realgemeinde Bertholdsdorf. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/1, 8. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 733.</ref>
Auch gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Winterhof zu Bertholdsdorf. Er unterstand weiterhin dem Kastenamt Windsbach. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Winterhof bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 30 des Ortes Bertholdsdorf.<ref name="J838">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Band 2, S. 838.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Winterhof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 409 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="J978">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 978.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Winterhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Bertholdsdorf und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Bertholdsdorf zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Winterhof am 1. Mai 1978 nach Windsbach eingemeindet.<ref name="J978"/><ref>Windsbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Bau und Bodendenkmäler
- Winterhof 3: ein eingeschossiges Wohnstallhaus mit Fachwerkgiebel aus dem 18./19. Jahrhundert.
- Siedlung vor- und frühgeschichtlicher Zeitstellung im Luftbild erkennbar, rund 600 Meter südöstlich.
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Einwohnerentwicklung
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Georg (Bertholdsdorf) gepfarrt.<ref name="J838"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Literatur
- Erwin Dohms: Bertholdsdorf. Freimund-Druckerei, Neuendettelsau 1979.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 204.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Winterhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Winterhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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