Hopfenmühle (Windsbach)
Hopfenmühle Stadt Windsbach
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(6)&title=Hopfenm%C3%BChle 49° 15′ N, 10° 47′ O
{{#coordinates:49,253888888889|10,779444444444|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Hopfenmühle | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 417 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 6 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91575 | |||||
| Vorwahl: | 09871 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Hopfenmühle (fränkisch: Hopfe-mil<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100. Dort folgendermaßen transkribiert: „hopfemíl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hopfenmühle liegt in der Gemarkung Sauernheim.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Die vom Wald umgebene Einöde liegt circa dreieinhalb Kilometer westlich von Windsbach im Tal des Hopfengrabens. Etwas nördlich entspringt der Weihergraben, beide fließen rechts in die Fränkische Rezat. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Sauernheim (1,5 km südwestlich) bzw. nach Neuses bei Windsbach (1,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg als Walkermühle erbaut<ref>K. Dunz: Windsbach, S. 275.</ref> und bis 1804 auch als „Walckmühl“ bezeichnet. 1804 wurde sie erstmals Hopfenmühle genannt, vermutlich nach dem Familiennamen des damaligen Besitzers (Hopf).<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 100.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Hopfenmühle zur Realgemeinde Sauernheim. Sie hatte das brandenburgisch-ansbachische Kastenamt Windsbach als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt die Hopfenmühle bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 24 des Ortes Sauernheim.<ref name="J907">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 907.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Walckmühl oder Hopfenmühl. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 409 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 80.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="J1008">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1008.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde die Hopfenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sauernheim und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sauernheim zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Diese wurde am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Windsbach eingegliedert.<ref name="J1008"/><ref>Windsbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt,<ref name="J907"/><ref name="OV 1961"/> heute ist die Pfarrei St. Bonifatius (Windsbach) zuständig.<ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Walckmühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 80 (Digitalisat).
- Karl Dunz: Windsbach – Heimat und Kulturgeschichte der Stadt mit allen Ortsteilen. Neuendettelsau 1985, OCLC 633891512, S. 275–276.
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 100–101.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hopfenmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hopfenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Bertholdsdorf | Brunn | Buckenmühle | Elpersdorf | Hergersbach | Hölzleinsmühle | Hopfenmühle | Ismannsdorf | Kettersbach | Kitschendorf | Kugelmühle | Lanzendorf | Leipersloh | Moosbach | Neuses bei Windsbach | Retzendorf | Sauernheim | Schwalbenmühle | Speckheim | Suddersdorf | Thonhof | Untereschenbach | Veitsaurach | Waldhaus | Wernsmühle | Windsbach | Winkelhaid | Winterhof | Wolfsau