Thonhof (Windsbach)
Thonhof Stadt Windsbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(6)&title=Thonhof 49° 12′ N, 10° 51′ O
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dim=10000 | globe= | name=Thonhof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 431 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 6 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91575 | |||||
| Vorwahl: | 09871 | |||||
Thonhof (fränkisch: Dohnhuf<ref name="W79">E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 79. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dónhūf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Windsbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Thonhof liegt in der Gemarkung Winkelhaid.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Südlich der Einöde erhebt sich der Geiersberg (513 m ü. NHN), 1,25 km westlich liegen die Tonfelder und 1 km nördlich die Lüßäcker. Ein Anliegerweg führt 0,3 km östlich zur Bundesstraße 466.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Thonhof wurde im Eichstätter Salbuch aus dem Jahr 1300 erstmals aufgelistet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Hochstift Eichstätt Lit. Nr. 165, f. 29–33’. Zitiert nach F. Eigler: Schwabach, S. 73.</ref> Der Ort gehörte zu den Gütern der Burg Wernfels und bestand damals aus sieben Anwesen. 1447 gab es nur noch zwei Anwesen, 1615 schließlich nur noch ein Anwesen.<ref name="E75"/> Im Ort gab es ursprünglich auch eine Kirche mit dem Patrozinium der Katharina von Alexandrien (St. Katharinenkirche).<ref> </ref> 1319 wurde der Ort „ze dem Tan“ bezeichnet<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 79 = F. Eigler: Schwabach, S. 79.</ref>, 1510 als „Tannhof“, 1640 als „Donnhof“.<ref name="E75">F. Eigler: Schwabach, S. 75.</ref> Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist die Pflanzengattung Tanne.<ref name="W79"/>
Im eichstättischen Salbuch von 1671 wurde für Thonhof ein Untertan angegeben, der dem Kastenamt Spalt unterstand.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 142.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Thonhof zur Realgemeinde Winkelhaid. Der Ganzhof hatte weiterhin Kastenamt Spalt als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Thonhof bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 21 des Ortes Winkelhaid.<ref name="J915">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 915 = F. Eigler: Schwabach, S. 425.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Thonhof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 408 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="E489">F. Eigler: Schwabach, S. 489.</ref>
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:
„Donhof, oder Thonhof, Eichstättischer zum Pfleg- und Kastenamte Wernfels Spalt gehöriger Einödhof, in dem Fraischbezirke des Ansbachischen Kameralamts Windspach, eine kleine halbe Stunde westlich von Deulenberg, von Keeshofen aber nur einen Büchsenschuß weit nördlich gelegen.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 632f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Thonhof dem 1809 gebildeten Steuerdistrikt Wassermungenau und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Wassermungenau zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Thonhof in die neu gebildete Ruralgemeinde Winkelhaid umgemeindet. Diese wurde am 1. Juli 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Windsbach eingegliedert.<ref name="E489"/><ref>Windsbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt.<ref name="J915"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Donhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 632–633 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Thonhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 540 (Digitalisat).
- Karl Dunz: Windsbach – Heimat und Kulturgeschichte der Stadt mit allen Ortsteilen. Neuendettelsau 1985, OCLC 633891512, S. 296.
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Thonhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Thonhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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