Käshof (Mitteleschenbach)
Käshof Gemeinde Mitteleschenbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1)&title=K%C3%A4shof 49° 12′ N, 10° 50′ O
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dim=10000 | globe= | name=Käshof | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 432 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 1 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91734 | |||||
| Vorwahl: | 09871 | |||||
Käshof (fränkisch: Käshuf<ref>R. Schuh: Gunzenhausen, S. 154. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „khēshūf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Mitteleschenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Käshof liegt in der Gemarkung Mitteleschenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Südlich der Einöde erhebt sich der Geiersberg. Im Südwesten grenzt der Haundorfer Wald an. Durch den Ort verläuft eine Gemeindeverbindungsstraße, die nördlich von Obererlbach in die Bundesstraße 466 mündet (0,7 km östlich) bzw. nach Winkelhaid zur Kreisstraße AN 59 führt (1,1 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1615 als „Keeß Hof“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 22525 no 14 fol. 324. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 154.</ref> Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Familienname Käs.<ref>R. Schuh: Gunzenhausen, S. 154.</ref> Der Hof wurde vom damaligen Besitzer des verödeten Bremenhof als Zubaugut errichtet.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 80.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Käshof zur Realgemeinde Winkelhaid. Das Anwesen hatte das Kastenamt Spalt des Hochstifts Eichstätt als Grundherrn. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Ansbach erhielt der Käshof bei der Vergabe der Hausnummern die Nr. 22 des Ortes Winkelhaid.<ref name="J874">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 874.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Käßhof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 406 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1001.</ref>
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:
„Käshof, zwischen Obererlbach und Winkelheid im ehemaligen Ansbachischen Oberamte Windsbach und Heilsbronn, zwey Stunden [Sp. 44] westlich von Spalt, liegen drey Einödhöfe, wovon der mittlere Käshof heißt und zu dem Eichstättischen Pfleg- und Kastenamte Wernfels Spalt im Oberlande gehört.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 44f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Käshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteleschenbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Mitteleschenbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref><ref>Mitteleschenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt.<ref name="J874"/><ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 15. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
In Erinnerung an die ehemalige Kirche in Bremenhof errichteten die Bewohner von Bremenhof und Käshof 2007 die Kapelle St. Michael.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Käshof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 44–45 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969922X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Käshof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Käshof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Bremenhof | Gersbach | Käshof | Mitteleschenbach
Sonstige Wohnplätze: Haselmühle | Klappermühle