Bremenhof (Mitteleschenbach)
Bremenhof Gemeinde Mitteleschenbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(15)&title=Bremenhof 49° 12′ N, 10° 50′ O
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| Höhe: | 431 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 15 (31. März 2022)<ref name="Mitteleschenbach">Zahlen & Fakten - Mönchswaldgemeinde Mitteleschenbach im fränkischen Seenland. Abgerufen am 21. Juni 2024.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91734 | |||||
| Vorwahl: | 09871 | |||||
Bremenhof (fränkisch: Brämahuf<ref>R. Schuh: Gunzenhausen, S. 41. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „bręmɒhūf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil von Mitteleschenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Bremenhof liegt in der Gemarkung Mitteleschenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Südlich des Weilers erhebt sich der Geiersberg. Im Südwesten grenzt der Haundorfer Wald an. Durch den Ort verläuft eine Gemeindeverbindungsstraße, die bei Obererlbach in die Bundesstraße 466 mündet (0,7 km östlich) bzw. nach Winkelhaid zur Kreisstraße AN 59 führt (1,1 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Eichstätter Salbuch aus dem Jahr 1300 als „Premendorf“ erstmals namentlich erwähnt.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 190I Lit. Nr. 165, fol. 1 u. fol. 32’. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 41.</ref> Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Übername Brem(e), womit ein lästiger (mhd. „brëm“ = Bremse, Stechfliege) oder brummiger Mensch (ahd. brëman: brummen) bezeichnet wurde. Der Gründer dieser Siedlung muss diese Eigenschaften gehabt haben.<ref>R. Schuh: Gunzenhausen, S. 41 f.</ref> Der Ort gehörte zu den Gütern der Burg Wernfels und bestand damals aus sechs Lehen und einer Hofstätte. Bei Bremenhof gab es ursprünglich auch eine Kirche. 1407 bestand der Ort nur noch aus drei Gütern, 1510 gab es nur noch einen verödeten Einzelhof, der „Premenhof“ genannt wurde.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 79.</ref> Von der Kirche ist nichts erhalten geblieben. Der Hof wurde erst 1615 wieder bewirtschaftet. Dabei ist auch der „Keeß Hof“ als Zubaugut entstanden.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, München 1969, S. 154 f. Zitiert nach F. Eigler: Schwabach, S. 79 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielt der Bremenhof bei der Vergabe der Häusernummerierung die Nr. 23 des Ortes Winkelhaid. Das Anwesen hatte das Kastenamt Spalt des Hochstifts Eichstätt als Grundherrn.<ref name="J841">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 841f.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1001.</ref><ref>Johann Bernhard Fischer: Brennenhof. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 405 (Digitalisat).</ref>
Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1799) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:
„Bremenhof, zwischen Obererlbach und Winkelheid, 2 Stunden westlich von Spalt, liegen im Windspacher Oberamte 3 Einödhöfe, wovon der hinterste Bremen, oder Bremenhof heißt, und zum eichstättischen Pfleg- dann Kastenamt Wernfels Spalt gehört. Unweit davon ist das Bremmenloch.“<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 442.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Bremenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Mitteleschenbach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Mitteleschenbach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref><ref>Mitteleschenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Nikolaus (Mitteleschenbach) gepfarrt.<ref name="J841"/><ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 15. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Andreas (Wassermungenau) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
In Erinnerung an die ehemalige Kirche in Bremenhof errichteten die Bewohner von Bremenhof und Käshof 2007 die Kapelle St. Michael.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bremenhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 442 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969922X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Bremenhof in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Bremenhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Bremenhof | Gersbach | Käshof | Mitteleschenbach
Sonstige Wohnplätze: Haselmühle | Klappermühle