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Wallenrode (Adelsgeschlecht)

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Datei:Wallenrode-Scheibler283ps.jpg
Wappen nach dem Scheiblerschen Wappenbuch
Datei:Wallenrodstreitauer.JPG
Epitaph eines von Wallenrode in der Streitauer Kirche
Datei:BadBerneck.jpg
Hausberg von Bad Berneck mit Ruine

Die Familie von Wallenrode (auch Wallenrod, Wallenrodt) ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht.

Geschichte

Ursprung

Die Familie von Wallenrode zählte zu den fränkischen Uradelsgeschlechtern und war eines Stammes mit der Familie der Förtsch. Sie erschien zuerst am 25. August 1244 mit Eberhart Forscho de Thurnau, Marschall des Herzogs Otto II. von Meran<ref name="Genealogisches Handbuch des Adels">Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XV, C.A. Starke-Verlag, Limburg 2004, S. 416.</ref> und seinem Sohn Albertus de Waldinrode<ref>Jähnig: Johann von Wallenrode O.T., 1970</ref>. Ihre Stammburg lag südwestlich von Geroldsgrün im Frankenwald. Von der Burg Wallenrode haben sich nur Geländespuren, wie mehrere Halsgräben und Wallgräben erhalten. Die Wallenrode traten als Ministeriale im Gefolge der Andechs-Meranier auf.

Die von Wallenrode im Bernecker Raum

Mit der Herrschaft der Burggrafen von Nürnberg zog die Familie von Wallenrode in den Bernecker Raum ein, heute im Landkreis Bayreuth in Oberfranken. Sie verpflichtete sich zum Wiederaufbau eines Burgstalls der Walpoten und errichtete die Burg Neuwallenrode (auch Hohenberneck genannt). Durch eine Pfandschaft gelangte sie über Generationen in die Positionen von Burghütern und Amtmännern der Burggrafen und anschließend der Markgrafen von Kulmbach bzw. Bayreuth.

In der Region bildeten sich zwei Linien heraus: Die Wallenrode zu Streitau und die Wallenrode auf Marktschorgast, Hohenknoden und Plos. Mit Karl Friedrich von Wallenrode starb am 30. September 1739 die fränkische Linie derer von Wallenrode aus.

Das Epitaph des letzten Wallenrode von Streitau befindet sich im Bayerischen Vogtlandmuseum in Hof und wurde aus dem aufgelassenen Friedhof der Hofer Lorenzkirche geborgen.

Ruinen der Wallenroder Burgen

Auf dem Hausberg von Bad Berneck befinden sich mehrere Ruinen. Von der ältesten Burg<ref>Burg Wallenrode bei burgenwelt.org</ref> stammen der sogenannte Schlossturm und Mauerreste des Wohnbereichs. In der Nähe wurde eine Freilichtbühne<ref>{{#switch:

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Die Wallenrode und der Deutsche Orden

Die Familie von Wallenrode ist durch ihre Verbindungen zum Deutschen Orden bekannt geworden.<ref> Karl Freiherr von Reitzenstein: Deutsch-Ordens-Ritter in Preußen aus dem Bezirk der terra advocatorum imperii. In: Archiv für Geschichte von Oberfranken. Band 8, 3. Heft. Bayreuth 1862. S. 4.</ref> Sie versah nicht nur mehrere hohe Ämter im Ordensland in Preußen, sondern siedelte sich im Gefolge der Ordensritter auch in Ostpreußen an. Die sichere Stammreihe des ostpreußischen Zweiges beginnt mit Martin von Wallenrode und seinem Sohn Hans von Wallenrode, der von 1458 bis 1492 auf Pachollen, Königsee und Prökelwitz in Preußen angesessen war.<ref name="Genealogisches Handbuch des Adels" />

Konrad von Wallenrode (* zwischen 1330 und 1340; † 23. Juli 1393) war von 1390 bis zu seinem Tode Hochmeister des Deutschen Ordens.<ref>Wappen des Hochmeisters Konrad von Wallenrode</ref> In dieser kurzen Zeit führte er als Gegner der Polnisch-Litauischen Union mehrere Feldzüge gegen das Großherzogtum Litauen. Der Erfolg wurde erheblich gedämpft wegen einer vermutlichen Rivalität mit dem Großmarschall Engelhard Rabe von Wildstein, wodurch die Einnahme von Wilna scheiterte und viele Ritter gegen Konrad revoltierten.

Johannes von Wallenrode<ref>{{#if: Ansgar Frenken|Ansgar Frenken: }}WALLENRODE, Johannes von. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL){{#if:13|. Band 13, Bautz, {{#switch:13 |1=Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1 |2=Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8 |3=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-035-2 |4=Herzberg 1992, ISBN 3-88309-038-7 |5=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-043-3 |6=Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1 |7=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-048-4 |8=Herzberg 1994, ISBN 3-88309-053-0 |9=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-058-1 |10=Herzberg 1995, ISBN 3-88309-062-X |11=Herzberg 1996, ISBN 3-88309-064-6 |12=Herzberg 1997, ISBN 3-88309-068-9 |13=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7 |14=Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5 |15=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-077-8 |16=Herzberg 1999, ISBN 3-88309-079-4 |17=Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8 |18=Herzberg 2001, ISBN 3-88309-086-7 |19=Nordhausen 2001, ISBN 3-88309-089-1 |20=Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3 |21=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-110-3 |22=Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2 |23=Nordhausen 2004, ISBN 3-88309-155-3 |24=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9 |25=Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-332-7 |26=Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8 |27=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2 |28=Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-413-7 |29=Nordhausen 2008, ISBN 978-3-88309-452-6 |30=Nordhausen 2009, ISBN 978-3-88309-478-6 |31=Nordhausen 2010, ISBN 978-3-88309-544-8 |32=Nordhausen 2011, ISBN 978-3-88309-615-5 |33=Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-690-2 |34=Nordhausen 2013, ISBN 978-3-88309-766-4 |35=Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1 |36=Nordhausen 2015, ISBN 978-3-88309-920-0 |37=Nordhausen 2016, ISBN 978-3-95948-142-7 |38=Nordhausen 2017, ISBN 978-3-95948-259-2 |39=Nordhausen 2018, ISBN 978-3-95948-350-6 |40=Nordhausen 2019, ISBN 978-3-95948-426-8 |41=Nordhausen 2020, ISBN 978-3-95948-474-9 |42=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-505-0 |43=Nordhausen 2021, ISBN 978-3-95948-536-4 |44=Nordhausen 2022, ISBN 978-3-95948-556-2 |45=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-584-5 |46=Nordhausen 2023, ISBN 978-3-95948-590-6 |47=Nordhausen 2024, ISBN 978-3-689-11006-2 |48=Nordhausen 2025, ISBN 978-3-689-11017-8 }}{{#if:|, Sp. }}{{#if:215-218|, Sp. {{#iferror:{{#expr:215-218}}|215-218|{{#expr:1*215-218*0}}–{{#expr:-(0*215-218*1)}}}}}}}}{{#if:|}}{{#if:https://web.archive.org/web/20070629170822/http://www.bautz.de/bbkl/w/wallenrode.shtml%7C}}.{{#if: 13 | |{{#ifeq:||}}}}</ref> (* um 1370 in Wasserknoden; † 28. Mai 1419) war ebenfalls Ordensritter und im Laufe seiner geistlichen Karriere als Johannes V. auch Erzbischof von Riga (1393–1418) und als Johannes VII. Bischof von Lüttich (1418–1419). Er war der Neffe von Konrad.

Friedrich von Wallenrode war seit 1407 Ordensmarschall und fiel 1410 in der Schlacht bei Tannenberg.

Verbreitung

Sebastian von Pappenheim aus der Gräfenthaler Linie war mit Ursula von Wallenrode verheiratet. Ein Allianzwappen befindet sich auf Schloss Wespenstein.

In der Zeit um 1536 und 1538 ist Matthes von Wallenrod als Amtmann und Schösser auf dem Schloss Sonneberg belegt. Im Rahmen der Reformation erhielt er 1540 als Geschenk vom Kurfürsten Johann Friedrich I. dem Großmütigen das säkularisierte Kloster Georgenberg. Als Coburger Festungshauptmann erwarb Matthes von Wallenrod am 1. Mai 1544 das säkularisierte Kloster Mildenfurth und baute die romanische Stiftskirche als Renaissanceschloss um.

Standeserhöhungen: Johann Ernst von Wallenrodt wurde am 14. Februar 1676 in den erblichen Reichsgrafenstand mit dem Prädikat Hoch- und Wohlgeboren erhoben, Adam Christoph von Wallenrodt wurde am 18. Januar 1701 mit dem Prädikat Hochwohlgeboren der preußische Grafenstand verliehen.<ref name="Genealogisches Handbuch des Adels" />

Wappen

Das Wappen der Familie von Wallenrode zeigt eine quadratische silberne Gürtelschnalle auf rotem Grund, sie ist verziert mit Kleeblättern an den Ecken. Im offenen roten Flug wiederholt sich das Motiv. Bei der Linie der Wallenrode in Streitau besteht der Unterschied im Wappen lediglich in einem geschlossenen Flug.

Die Gemeinde Heinersreuth erinnert in Elementen ihres Wappens an die Wallenroder. Sie saßen von 1549 bis 1728 in Altenplos.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

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