Lentersdorf
Lentersdorf Markt Dietenhofen
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(20)&title=Lentersdorf 49° 24′ N, 10° 44′ O
{{#coordinates:49,394722222222|10,733333333333|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Lentersdorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 330–345 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 20 (2013)<ref name="Dietenhofen">Ortsteile. In: dietenhofen.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 16. Juni 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 90599 | |||||
| Vorwahl: | 09824 | |||||
Lentersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Lentersdorf liegt in der Gemarkung Herpersdorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Der Weiler liegt im Biberttal. 0,5 km nördlich liegt das Reutsteigfeld, 0,5 km östlich das Waldgebiet Neuach, 0,5 km südlich das Jungholz. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße AN 24, die nach Dietenhofen (3 km westlich) bzw. nach Münchzell zur Staatsstraße 2246 führt (1,7 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1109 als „Lendrichsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurde bestätigt, dass das Kollegialstift St. Jakob zu Bamberg dort eine Hube mit aller Nutzung besaß.<ref name="K172">J. Kollar: Markt Dietenhofen, S. 172.</ref> 1249 wurde in einer Bulle des Papstes Innozenz IV. bestätigt, dass das Kloster Heilsbronn dort vier Anwesen erworben hat.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 1, S. 65.</ref> Drei von den vier Heilsbronner Höfen verödeten während des Dreißigjährigen Krieges.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 335.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lentersdorf 5 Anwesen (3 Halbhöfe, 1 Häuslein, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof inne.<ref name="H110">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 110.</ref> Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof.<ref name="H200"/>
Im Jahre 1810 kam Lentersdorf zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Dietenhofen und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Seubersdorf zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) erfolgte die Umgemeindung in die neu gebildete Ruralgemeinde Herpersdorf.<ref name="H200">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 200.</ref> Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, erfolgte die Eingemeindung nach Dietenhofen.<ref>Dietenhofen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 27. Februar 2025.</ref>
In Lentersdorf befinden sich drei von Vollerwerbslandwirten betriebene Höfe.<ref name="K172"/>
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Dietenhofen) gepfarrt.<ref name="H110"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt,<ref name="OV 1961"/> seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius (Dietenhofen) zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Wanderwege
Durch Lentersdorf führen die Rundwanderwege Bibertrundweg und Deutschherrenweg.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Lendersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 321 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 110 (Digitalisat). Ebd. S. 200 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Kollar Dietenhofen
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 335 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Ortsteile > Lentersdorf. In: dietenhofen.de. Abgerufen am 31. März 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Lentersdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Lentersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Adelmannsdorf | Andorf | Dietenhofen | Dietenholz | Ebersdorf | Frickendorf | Götteldorf | Haunoldshofen | Herpersdorf | Höfen | Hörleinsdorf | Kehlmünz | Kleinhabersdorf | Kleinhaslach | Lentersdorf | Leonrod | Methlach | Mosmühle | Münchzell | Neudietenholz | Neudorf | Oberschlauersbach | Rothleiten | Rüdern | Seubersdorf | Stolzmühle | Walburgswinden | Warzfelden
Sonstige Wohnplätze: Höfenmühle | Warzfeldermühle | Ziegelhütte