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G7

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Gruppe der Sieben
G7
 
Datei:Group of Seven (G7) Countries.svg
Bild
Gruppe der Sieben
! Die nur durch die Europäische Union repräsentierten Staaten.
Englische Bezeichnung Group of Seven
Status informeller Zusammenschluss
Vorsitz jährlich wechselnd
2026: Emmanuel Macron
Mitgliedstaaten 7:

DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada
Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten

Beobachter Europaische UnionDatei:Flag of Europe.svg Europäische Union
Fläche 21.642.732 km²
Einwohnerzahl 772.100.000
Bevölkerungsdichte 36 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt 43.799 Mrd. USD
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 55.916 USD
Gründung 1975
 
Datei:G7 Taormina family photo 2017-05-26.jpg
Die Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel 2017 im italienischen Taormina

Die G7 (Abkürzung für Gruppe der Sieben) ist ein informeller Zusammenschluss der zu ihrem Gründungszeitpunkt bedeutendsten Industriestaaten mit liberal-demokratischen Werten, in Form regelmäßiger Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs. Das Forum dient dem Zweck, Fragen der Weltwirtschaft zu erörtern. Dem Gremium gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten an. Die Europäische Union hat einen Beobachterstatus.

Die G7-Staaten stellen etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften etwa 45 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens.

Die Gruppe wurde 1975 etabliert und 1998 durch die Aufnahme Russlands zur G8 erweitert. Am 24. März 2014 schlossen die anderen Mitglieder Russland aufgrund der Annexion der Krim aus und kehrten zum vorherigen Format der G7 zurück.<ref>„Industriemächte verbannen Russland aus der G8“, N-TV, 25. März 2014.</ref>

Entstehung und Aufgabenbereiche

Datei:Schloss Elmau 2007.jpg
Tagungsort der G7-Gipfel 2015 und 2022: Schloss Elmau in den Alpen

Gegründet wurde die Gruppe 1975 als Gruppe der Sechs (G6) im Rahmen eines Kamingespräches auf Schloss Rambouillet. An dem G6-Gipfel in Rambouillet vom 15. bis 17. November 1975 nahmen die Staats- und Regierungschefs von sechs Ländern teil: Bundesrepublik Deutschland (vertreten durch Bundeskanzler Helmut Schmidt), Frankreich (mit Präsident Valéry Giscard d’Estaing als Gastgeber), Großbritannien, Italien, Japan und die Vereinigten Staaten. Die Themen damals waren die Währungspolitik nach dem Zusammenbruch des Wechselkurssystems von Bretton Woods und die Reaktion auf die erste große Ölkrise. Damals war der Gipfel als Forum geplant, um im kleinen Kreis über Finanz- und Währungsfragen zu diskutieren. Ihr Themenbereich hat sich aber erheblich ausgeweitet, wodurch Gesundheits- und Bildungspolitik, Wirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Umwelt, Klimawandel, Außenpolitik, Fragen des internationalen Rechtes, Strafverfolgung, Terrorismus, internationaler Handel und Binnenangelegenheiten (Anbindung an Land-, See- und Luftwege) in den Debatten besprochen werden. Außenpolitische Themen haben sich mittlerweile in den Vordergrund geschoben, da die internationalen Verknüpfungen diese Angelegenheiten vorrangig werden lassen.

Die G6 selbst wiederum ging auf die informelle „Gruppe der Fünf“ (G5) zurück. Diese war ein Treffen der Finanzminister und Zentralbankchefs der USA, der Bundesrepublik Deutschland, des Vereinigten Königreichs und Frankreichs ab 25. März 1973 – ab September 1973 mit Japan – in der Bibliothek des Weißen Hauses, weshalb diese Gruppe auch Library Group genannt wurde.<ref>Stephany Griffith-Jones, Amar Bhattacharya (Hrsg.): Developing Countries and the Global Financial System. Commonwealth Secretariat, 2001, ISBN 0-85092-675-0, S. 154 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Peter I. Hajnal: The G8 System and the G20. Evolution, Role and Documentation. Ashgate Publishing, 2007, ISBN 978-0-7546-4550-4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Vom 27. Juni 1976 bis 1998 existierte bereits eine G7 mit Kanada, aber ohne Russland, und von 1998 bis zum 24. März 2014 eine G8 mit Russland.

Datei:Group of Eight (G8) Countries 1998.svg
! Vollmitglieder (1998–2014 mit Russland)
! Die 1998 nur durch die Europäische Union repräsentierten Staaten.

Zur Vorbereitung der jährlichen Gipfel wurden G8-Ministertreffen abgehalten, an denen auch ausgewählte internationale Experten teilnahmen.<ref>G8 strebt World Governance an. Auf Telepolis, 28. Mai 2009.</ref> Von der G8 wurde als eine Initiative gegen Massenvernichtungswaffen die Globale-G8-Partnerschaft ins Leben gerufen. Transnationale Probleme können „in der globalisierten Welt […] nur im Verbund mit anderen gelöst werden“, lautete die G8-Vorstellung der Bundesregierung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Was ist die G8? Die G8 als informelles Forum (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive).</ref>

Die nach dem Ausschluss Russlands seit 2014 wieder als G7 operierende Arbeitsgemeinschaft gilt nicht als internationale Organisation, sondern als internationales Netzwerk, welches zwar auch auf Normen und Regeln beruht, allerdings keine inhaltlichen oder substanziellen Vorschriften besitzt. Ihre Treffen sind informell, um in „entspannter Runde“ globale Themen und Probleme zu beraten. Den Vorsitz übernimmt jeweils ein Land für die Dauer eines Jahres. Auf dem jährlichen Weltwirtschaftsgipfel treffen sich die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten und anderer Staaten. Kurz zuvor kommen die Außenminister der Staaten zusammen und erörtern speziell außenpolitische Themen. Daneben gibt es im Rahmen des G7-Prozesses ständige Konsultationen unter den Vollmitgliedern.

Aus den jährlichen Treffen in kleiner Runde ist inzwischen eine permanente Kooperation auf der Ebene von Ministern und hohen Regierungsbeamten geworden. Sie bereiten die jährlichen Gipfel vor, stimmen nationale Positionen ab und sorgen bereits im Vorfeld der Gipfel teilweise für eine Klärung unterschiedlicher Positionen. Zu diesem Zweck entsendet jedes Land sogenannte Sherpas und Sous-Sherpas. Der aktuelle deutsche Sherpa unter Kanzler Merz ist Levin Holle. Prominente deutsche Sherpas waren unter anderem der spätere Bundespräsident Horst Köhler sowie der frühere Präsident der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer.

Wirtschaftskennzahlen

Anteil an der Weltwirtschaft

1975 und 1976 waren die G6 bzw. die G7 die sechs bzw. sieben größten Volkswirtschaften der Welt, gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Wechselkursen und Preisen (in US-Dollar).

Während in den ersten Jahren die Gruppe der Sieben gleichbedeutend war mit den Großen Sieben, hat sich diese Situation durch den Aufstieg mehrerer großer Schwellenstaaten seit den 1990er-Jahren geändert. 2020 lag der wirtschaftlich kleinste Staat Kanada in der Liste der Länder nach Bruttoinlandsprodukt auf dem 9. Rang. Zu den größeren Volkswirtschaften vor Kanada gehören seit Anfang der 1990er-Jahre die Volksrepublik China und seit 2010 Indien, nach Kaufkraftparität gerechnet zusätzlich weitere sechs Staaten.

Staat Bevölkerung Fläche BIP (nominell) BIP (Kaufkraftparität) Exporte HDI
in Mio. in % in Tsd. km² in % in Mrd. USD in % in Mrd. Int. $ in % in Mrd. USD in % Wert Platz
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 83,3 1,0 357 0,2 4.086 4,1 5.370 3,3 1.655 6,6 (sehr hoch) 0,942 9
FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 67,5 0,8 633 0,4 2.780 2,8 3.696 2,3 618 2,5 (sehr hoch) 0,903 28
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien 58,9 0,7 301 0,2 2.012 2,0 3.059 1,9 657 2,6 (sehr hoch) 0,895 30
JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 123,3 1,5 378 0,3 4.238 4,2 6.145 3,8 747 3,0 (sehr hoch) 0,925 19
KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada 38,8 0,5 9.985 6,7 2.138 2,1 2.265 1,4 597 2,4 (sehr hoch) 0,936 15
Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 343,6 4,3 9.837 6,6 25.463 25,4 25.463 15,5 2.065 8,3 (sehr hoch) 0,921 21
Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 67,9 0,8 262 0,2 3.082 3,1 3.717 2,3 529 2,1 (sehr hoch) 0,929 18
G7 783,3 9,7 21.753 14,6 43.799 43,7 49.715 30,3 6.868 27,6 (sehr hoch) -
Europaische UnionDatei:Flag of Europe.svg Europäische Union 448,4 5,6 4.104 2,7 16.713 16,7 24.357 14,9 2.704 10,9 (sehr hoch) -
Welt 8.045,0 100,0 149.430 100,0 100.135 100,0 163.837 100,0 24.905 100,0 0,732 -
<templatestyles src="FN/styles.css" />
1 
mit Außen- bzw. Überseegebieten

Stand / Quelle: Bevölkerung 2023<ref name="dsw">Weltbevölkerungsbericht 2023 – 8 Milliarden Leben. Abgerufen am 22. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, nominelles BIP 2022<ref name="imf">World Economic Outlook Database October 2023. In: World Economic Outlook Database. Internationaler Währungsfonds, 2023, abgerufen am 11. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, BIP (KPP) 2022<ref name="imf" />, Exporte 2022<ref>Daten der WTO</ref>, HDI 2021<ref name="HDI 2021/22 Tab"></ref>

Rechnet man den Beobachterstatus der EU ein, so erhöht sich für 2022 die Repräsentanz auf 12,8 % der Weltbevölkerung<ref name="dsw" /> und 37,7 % des Bruttoinlandsprodukts in Kaufkraftparität<ref name="imf" /> bzw. 51,5 % in US-Dollar.<ref name="imf" />

Vergleich mit BRICS

Datei:GDP BRICS G7.svg
Anteil des BIP (Kaufkraftparität) der G7 und BRICS an der Weltwirtschaft
G7 BRICS
Bevölkerung 10 % 45 %
Fläche 15 % 31 %
BIP (nominell) 44 % 29 %
BIP (Kaufkraftparität) 30 % 36 %
Exporte 28 % 24 %<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1

<templatestyles src="FN/styles.css" />

1 
ohne Ägypten, Äthiopien, Iran

Liste der G6-, G8- und G7-Treffen

Liste der G6-, G8- und G7-Treffen
Zyklus Nr. Datum Bezeichnung Land Hauptthemen
1 1. 15. – 17.11.1975 G6-Gipfel in Rambouillet 1975 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Erste Ölkrise und der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bundesregierung (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive).</ref>
2. 27. – 28.06.1976 G7-Gipfel in San Juan 1976 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
3. 07. – 08.05.1977 G7-Gipfel in London 1977 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
4. 16. – 17.07.1978 G7-Gipfel in Bonn 1978 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg BR Deutschland Weltkonjunktur, Einsparung von Öl
5. 28. – 29.06.1979 G7-Gipfel in Tokio 1979 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Flugzeugentführungen, Indochina-Flüchtlinge
6. 22. – 23.06.1980 G7-Gipfel in Venedig 1980 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
7. 20. – 21.07.1981 G7-Gipfel in Ottawa 1981 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada
2 8. 04. – 06.06.1982 G7-Gipfel in Versailles 1982 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Wachstum der Weltwirtschaft und Beschäftigung, Förderung des Welthandels, Vorgehen gegenüber der UdSSR, Entwicklungshilfe, Stabilität im Weltwährungssystem, Libanonkrieg<ref>Erklärung der Staats- bzw. Regierungschefs der G7 und Vertreter der Europäischen Union (PDF; 295 kB)</ref>
9. 28. – 30.05.1983 G7-Gipfel in Williamsburg 1983 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
10. 07. – 09.06.1984 G7-Gipfel in London 1984 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
11. 02. – 04.05.1985 G7-Gipfel in Bonn 1985 Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg BR Deutschland Wachstum und Beschäftigung, Beziehung zu den Entwicklungsländern, Multilaterales Handelssystem und internationales Währungssystem, Umweltpolitik, Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie
12. 04. – 06.05.1986 G7-Gipfel in Tokio 1986 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Auswirkungen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, Internationaler Terrorismus, Weltwirtschaft
13. 08. – 10.06.1987 G7-Gipfel in Venedig 1987 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
14. 19. – 21.06.1988 G7-Gipfel in Toronto 1988 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada Internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Multilaterales Wirtschaftssystem/Uruguay-Runde, neue industrialisierte Volkswirtschaften, Entwicklungsländer und Schulden, Umwelt, Künftige Gipfel, Anhang zur Strukturreform
3 15. 14. – 16.07.1989 G7-Gipfel in Paris 1989 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
16. 09. – 11.07.1990 G7-Gipfel in Houston 1990 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
17. 15. – 17.07.1991 G7-Gipfel in London 1991 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
18. 06. – 08.07.1992 G7-Gipfel in München 1992 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Weltwirtschaft, Lage in den Entwicklungsländern, Themen zu Zentral- und Osteuropa, Nachfolgestaaten der Sowjetunion
19. 07. – 09.07.1993 G7-Gipfel in Tokio 1993 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan
20. 08. – 10.07.1994 G7-Gipfel in Neapel 1994 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
21. 15. – 17.06.1995 G7-Gipfel in Halifax 1995 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada
4 22. 27. – 29.06.1996 G7-Gipfel in Lyon 1996 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
23. 20. – 22.06.1997 G7-Gipfel in Denver 1997 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
24. 15. – 17.05.1998 G8-Gipfel in Birmingham 1998 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
25. 18. – 20.06.1999 G8-Gipfel in Köln 1999 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Umwelt, Außenpolitik, internationale Finanzpolitik, Ziele und Bestrebungen für lebenslanges Lernen, Kölner Schuldeninitiative
26. 21. – 23.07.2000 G8-Gipfel in Okinawa 2000 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan erstmalige Teilnahme afrikanischer Regierungschefs, Gesundheit, Überwindung der „Digitalen Kluft“
27. 21. – 22.07.2001 G8-Gipfel in Genua 2001 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Bekämpfung der Armut in der Welt, globaler Fonds zur Seuchenbekämpfung, Liberalisierung des Welthandels, Kyoto-Protokoll
28. 26. – 27.06.2002 G8-Gipfel in Kananaskis 2002 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada Vorsitz Russlands bei den G8, G8-Afrika-Aktionsplan, weitere Mittel für Kölner Schuldeninitiative, Bildung, Wirtschaftswachstum, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung, Überwindung der „Digitalen Kluft“, Terrorismus, Reise- und Transportsicherheit, regionale Krisen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />bmwi.de (Memento vom 5. Oktober 2013 im Internet Archive) (PDF; 5,5 MB)</ref>
5 29. 01. – 03.06.2003 G8-Gipfel in Évian-les-Bains 2003 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Entwicklungszusammenarbeit, Schuldenerlass, AIDS-Bekämpfung, Überwindung von Armut, Verbesserung der Teilnahmechancen armer Länder am Welthandel<ref>Zum G-8-Gipfel in Evian, 06.06.2003 (Friedensratschlag). In: ag-friedensforschung.de. Abgerufen am 19. November 2016.</ref>
30. 08. – 10.06.2004 G8-Gipfel in Sea Island 2004 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten Internationaler Terrorismus, Entwicklungshilfe, Naher und Mittlerer Osten
31. 06. – 08.07.2005 G8-Gipfel in Gleneagles 2005 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich Globale Klimaveränderung, wirtschaftliche Entwicklung Afrikas, Nichtverbreitung von Atomwaffen
32. 15. – 17.07.2006 G8-Gipfel in Sankt Petersburg 2006 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Nutzung der Atomenergie, Israel-Libanon-Krise
33. 06. – 08.06.2007 G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Energieverbrauch, Klimawandel, Raketenabwehrsysteme, Hilfe für Afrika
34. 07. – 09.07.2008 G8-Gipfel in Tōyako 2008 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Finanzkrise<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pfaffenbach sieht Wirtschaftslage als G-8-Großthema (Memento vom 28. März 2014 im Internet Archive), Bernd Pfaffenbach nach Reuters</ref>
35. 08. – 10.07.2009 G8-Gipfel in L’Aquila 2009 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Terrorismus, nukleare Abrüstung, Interventionen in Afghanistan, Pakistan und Afrika, Entwicklung von Abkommen zu Energieknappheit, Wasser, Klimaveränderung und Nahrungsmittelsicherheit<ref>Strategie der Spannung: Berlusconi singt für G8 auf Telepolis, 3. Februar 2009.</ref>
36. 25. – 26.06.2010 G8-Gipfel in Huntsville 2010 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada Finanzkrise, Wirtschaftskrise
6 37. 26. – 27.05.2011 G8-Gipfel in Deauville 2011 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich Atomkraft, Arabischer Frühling
38. 18. – 19.05.2012 G8-Gipfel in Camp David 2012 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten Weltwirtschaft, Energie und Klimawandel, Ernährung und Nahrungsversorgung, Afghanistan, Umschwung im Mittleren Osten und Nordafrika<ref>Erklärung der Teilnehmer des 38. G8-Treffens, 21. Mai 2012.</ref>
39. 17. – 18.06.2013 G8-Gipfel am Lough Erne 2013 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich Bekämpfung von Steuerflucht,<ref>Britischer Premierminister Cameron zu Gast bei Bundeskanzlerin Merkel. In: gov.uk. Abgerufen am 19. November 2016.</ref> Bürgerkrieg in Syrien<ref>Carsten Volkery: Spitzentreffen in Nordirland: G-8-Gipfel ringt um Syrien-Kompromiss. Spiegel Online, 14. Juni 2013, abgerufen am gleichen Tage.</ref>
40. 04. – 05.06.2014 G7-Gipfel in Brüssel 2014 BelgienDatei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien Vor der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim durch Russland zunächst als G8-Gipfel in Sotschi 2014 geplant, mit dem Sondertreffen in Den Haag verworfen und wieder G7 eingeführt
41. 07. – 08.06.2015 G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2015 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
42. 26. – 27.05.2016 G7-Gipfel in Ise-Shima 2016 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Konjunkturfragen, Welthandel, Finanzstabilität, Geldwäsche, Steuerwettbewerb, Klimaschutz, Ungleichheit, Terrorismus, Krieg, Flüchtlingsströme, Migration, Bildung, Forschung, Antibiotikaresistenz
43. 26. – 27.05.2017 G7-Gipfel in Taormina 2017 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien
44. 08. – 09.06.2018 G7-Gipfel in La Malbaie 2018 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada
7 45. 24. – 26.08.2019 G7-Gipfel in Biarritz 2019 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
46. 2020

nicht

G7-Gipfel in Camp David 2020 Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten Wegen des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie konnte das Treffen nicht wie geplant stattfinden.
47. 11. – 13.06.2021 G7-Gipfel in St Ives 2021 Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
48. 26. – 28.06.2022 G7-Gipfel auf Schloss Elmau 2022 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland Klimapolitik, Bekämpfung der COVID-19-Pandemie, Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und der Demokratie weltweit<ref name="zeit-20220101">Deutschland übernimmt Vorsitz der G7. Zeit online, 1. Januar 2022, abgerufen am 1. Januar 2022.</ref><ref name="zdf-20220101">Was Deutschland als G7-Vorsitz bewegen möchte. Zweites Deutsches Fernsehen, 1. Januar 2022, abgerufen am 1. Januar 2022.</ref><ref name="dw-20211230">Sabine Kinkartz: Deutschland übernimmt G7-Präsidentschaft. Deutsche Welle, 30. Dezember 2021, abgerufen am 1. Januar 2022.</ref>
49. 19. – 21.05.2023 G7-Gipfel in Hiroshima 2023 JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan Russischer Überfall auf die Ukraine; Zusammenarbeit mit internationalen Partnern; nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung; wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und Sicherheit; Klima, Energie und Umwelt; Ernährung, Gesundheit und Entwicklung<ref>Wichtigste Tagesordnungspunkte. Rat der Europäischen Union, 18. Mai 2023, abgerufen am 18. Mai 2023.</ref>
50. 13. – 15.06.2024 G7-Gipfel in Fasano 2024 ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien Russischer Überfall auf die Ukraine
51. 16. – 17.06.2025 G7-Gipfel in Kananaskis 2025 KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada Krieg zwischen Iran und Israel, Ukraine. Handelsabkommen und US-Zölle. Es gab keine gemeinsame Erklärung.
52. 15. – 17.06.2026 G7-Gipfel in Évian-les-Bains 2026 FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich

Seit dem G8-Gipfel in Genua 2001 und den Terroranschlägen am 11. September 2001 gilt der Grundsatz, einen Ort zu wählen, der gut abgesichert werden kann; es soll verhindert werden, dass die publizistische Wirkung von Protesten den Gipfel „ruiniert“.<ref>Tony Blair: Mein Weg. Bertelsmann, München 2010, ISBN 978-3-570-10071-4, hier S. 604.</ref>

Entwicklung

März 1973 – September 1973 G4 (informelle Gruppe) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich FrankreichFrankreich Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Bundesrepublik Deutschland
1973 G5 (informelle Gruppe) Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich FrankreichFrankreich Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg JapanJapan Japan kommt hinzu
1975 G6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich FrankreichFrankreich Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg JapanJapan ItalienItalien Italien wird Mitglied
1976 G7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich FrankreichFrankreich Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg JapanJapan ItalienItalien KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada tritt bei
1998 G8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich FrankreichFrankreich DeutschlandDeutschland JapanJapan ItalienItalien KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg RusslandRussland Russland wird Teilnehmer
2014 G7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich FrankreichFrankreich DeutschlandDeutschland JapanJapan ItalienItalien KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Russland wird ausgeschlossen

Kritik, Proteste und Alternativen

Kritisiert wurde die G7 (und auch die G8) unter anderem für ihre exklusive Zusammensetzung aus den hochentwickelten Staaten der Erde, welche die verschiedenen Regionen, Bevölkerungszahlen und Entwicklungsstadien der Staatenwelt nicht abbildet (Repräsentativitätsdefizit). Darüber hinaus wird die mangelnde Umsetzung beschlossener Programme und die Intransparenz der Entscheidungsfindung unter Ausschluss der Öffentlichkeit und Parlamente als problematisch angesehen (Legitimationsdefizit).<ref>Susanne Vogt: Ein der Ausgestaltung harrender, progressiver Stilgedanke – Weltordnungspolitik zwischen G-8 und G-20. KAS Auslandsinformation, Mai 2010, S. 7–25.</ref>

Genauso wie die Gipfel der Welthandelsorganisation (WTO) wurden auch die G7- und G8-Gipfel immer wieder Ziel von Protesten der globalisierungskritischen Bewegung und anderer sozialer Bewegungen.

Großes Medienecho löste der Tod von Carlo Giuliani aus, der während der Proteste 2001 von einem Polizisten beim Angriff auf ein Polizeifahrzeug in Genua erschossen wurde. Auch sonst zeichnete sich dieser Gipfel durch zahlreiche gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen autonomen Gruppierungen und Polizisten im Umfeld der Demonstranten aus, was zu mehreren Gerichtsverfahren gegen Demonstranten und Polizisten führte. Mehrere zum Teil hochrangige Polizisten wurden wegen Körperverletzung und Folterung von Demonstranten angeklagt. Neben dem Prozess über die Übergriffe während der Stürmung der Diaz-Schule fand der Prozess über Folterung im Gefängnis Bolzaneto (siehe Bolzaneto-Prozess) große Aufmerksamkeit in den Medien (siehe dazu G8-Gipfel in Genua 2001).

Der G8-Gipfel, der 2003 in Evian-les-Bains in Frankreich stattfand, führte auch zu gewalttätigen Demonstrationen in Genf, bei denen zahlreiche Geschäfte geplündert wurden und Schäden in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro entstanden.<ref>Pierre Cormon: G7: l'économie hausse le ton. In: Entreprise romande. 28. März 2026, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Weltjugendgipfel Y 7

Der „Weltjugendgipfel“ als Ergänzung der G7-Gipfeltreffen findet seit 2006 statt. Zuletzt wurde er vom 16.–20. April 2018 in Ottawa abgehalten.<ref name="policy-i-Policy_I">philip: Policy Innovation e. V. – Jung, innovativ, zukunftsorientiert. In: policy-innovation.org. 21. Februar 2018, abgerufen am 19. April 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Y7 Japan 2016. In: y7japan.org. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. November 2016; abgerufen am 19. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Badische-zeitung.de, 30. April 2016, Dominik Bloedner: Lisa Murken: „Einbringen, Lösungen vorbringen“</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. In: policy-innovation.org.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Weltsozialforum

Das Weltsozialforum sowie die kontinentalen und regionalen Sozialforen bieten Gegenveranstaltungen zu den Gipfeln der Welthandelsorganisation (WTO), dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos (Schweiz) und den jährlichen Weltwirtschaftsgipfeln der Regierungschefs der G7-Staaten. Die Foren sind offene Treffen, um direkte Einflussnahme und Diskussion von Ideen für zivile Personen und Gruppen zu ermöglichen. Inhaltlich richten sie sich gegen eine von Kapital oder jeglicher Form von Imperialismus dominierte Welt und machen sich für die Errichtung einer humanen Gesellschaft auf ihre Weise stark. Nach eigener Charta wird zusammen nachgedacht, über verschiedene Ansichten debattiert, werden Vorschläge formuliert und Erfahrungen frei ausgetauscht, ohne jedoch ihren Vorschlägen durch direkte Handlungsmacht – wie etwa Staatsregierungen sie haben – zur Durchführung verhelfen zu können. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Siehe auch

Literatur

  • Sieglinde Gstöhl: Governance Through Government Networks. The G8 and International Organizations. In: Review of International Organizations. Boston 2007, S. 1–37, ISSN 1559-7431.
  • Enrico Böhm: Die Sicherheit des Westens. Entstehung und Funktion der G7-Gipfel (1975–1981). München 2013, ISBN 978-3-486-75105-5.
  • Klaas Schüller: Die Erweiterungen der G7. Macht, Wohlstand und Ideen als Bestimmungsfaktoren des institutionellen Wandels. Peter Lang, Berlin 2018, ISBN 978-3-631-74769-8.

Weblinks

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Einzelnachweise

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