G8-Gipfel in Sankt Petersburg 2006
| 32. G8-Gipfel | |
|---|---|
| Ort | Russland Sankt Petersburg, Konstantinpalast |
| Beginn | 15. Juli 2006 |
| Ende | 17. Juli 2006 |
| Teilnehmer |
|
| Website | <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />offizielle Webseite des G8 Gipfels ( vom 5. November 2013 im Internet Archive) |
Der 32. G8-Gipfel fand vom 15. bis zum 17. Juli 2006 nahe der russischen Stadt Sankt Petersburg im Konstantinpalast, am Finnischen Meerbusen, statt. Energieprobleme, Sicherheit und Entwicklung waren die Hauptthemen beim Gipfel der Gruppe der Acht.
Die Teilnehmer
- Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada – Stephen Harper
- Frankreich Frankreich – Jacques Chirac
- Deutschland Deutschland – Angela Merkel
- Italien Italien – Romano Prodi
- Japan Japan – Junichiro Koizumi
- Russland Russland – Wladimir Putin
- Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich – Tony Blair
- Vereinigte Staaten USA – George W. Bush
Eingeladene Repräsentanten (teilweise Teilnahme)
- Datei:Flag of Brazil.svg Brasilien – Luiz Inácio Lula da Silva
- Datei:Flag of India.svg Indien – Manmohan Singh
- Datei:Flag of Mexico.svg Mexiko – Vicente Fox
- Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China – Hu Jintao
- Datei:Flag of South Africa.svg Südafrika – Thabo Mbeki
- AU, Afrikanische Union Afrikanische Union – Denis Sassou Nguesso
- EU Europäische Union – José Manuel Barroso
- GUS Gemeinschaft unabhängiger Staaten – Nursultan Nasarbajew
- IAEO Internationale Atomenergiebehörde – Mohammed el-Baradei
- Internationale Energiebehörde – Claude Mandil
- Vereinte Nationen Vereinte Nationen – Kofi Annan
- UNESCO UNESCO – Kōichirō Matsuura
- Welthandelsorganisation – Generaldirektor Pascal Lamy
- Weltbank – Paul Wolfowitz
- WHO Weltgesundheitsorganisation – Anders Nordström
Energiepolitik
Alle G8-Staaten außer Deutschland bekannten sich zur Nutzung der Atomenergie. Die Weiterentwicklung der Kernkraft könne zur globalen Energiesicherheit, zur Verminderung der Luftverschmutzung und zur Bewältigung des Klimawandels beitragen. Dieser Teil der Erklärung wurde von Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht mitgetragen. In der Gipfelerklärung zum Thema Kernkraft hieß es: „Wir erkennen an, dass die G8-Mitglieder unterschiedliche Wege eingeschlagen haben, um Energiesicherheit und die Klimaschutzziele zu erreichen.“ Übereinstimmung unter den G8-Ländern herrschte dagegen bei den übrigen Punkten der Erklärung zur Energiesicherheit: Die Nutzung möglichst vieler verschiedener Energiequellen, die Steigerung der Energieeffizienz und der Schutz von Kraftwerken und anderer Infrastruktur vor Terrorangriffen.
Israel-Libanon-Krise
Der russische Präsident und Gastgeber des G8-Gipfels Wladimir Putin setzte die Israel-Libanon-Krise 2006, die am 12. Juli 2006 ausgebrochen war, auf die Agenda. Durch den Nahostkonflikt sind die anderen Themen in den Hintergrund getreten.
Am 16. Juli verabschieden die Gipfelteilnehmer ein gemeinsames Statement, in dem die Attacken der Hisbollah und von Teilen der Hamas auf Israel scharf verurteilt werden. „Diese Extremisten und diejenigen, die sie unterstützen, dürfen den Nahen Osten nicht ins Chaos stürzen und einen größeren Konflikt provozieren“, heißt es darin. Israel wird in der Erklärung dazu ermahnt, bei Militäraktionen zur Selbstverteidigung zurückhaltend vorzugehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pressemitteilung der G8 am 16. Juli 2006 ( vom 5. November 2013 im Internet Archive)</ref>
Präsident Bush ließ in einem Gespräch im Rahmen des G8 Gipfels in Sankt Petersburg, zu dem britischen Premierminister Tony Blair verlauten, dass man den Druck auf Syrien erhöhen müsste, „dass es die Hisbollah dazu bringt, mit diesem Scheiß aufzuhören“.<ref>Spiegel Online: Mikrophonpanne: Bush verflucht den "Scheiß" der Hisbollah, 17. Juli 2006</ref>
Keine Einigung über Russlands WTO-Beitritt
Beim G8-Gipfel in Sankt Petersburg konnten die beteiligten Vertreter sich nicht über einen Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation einigen.<ref>MSNBC: U.S., Russia fail to agree on WTO membership, 15. Juli 2006</ref>
Protestaktionen
Das Gipfeltreffen fand fast ohne nennenswerte Protestaktionen statt – aus Sicht der russischen Regierung ein Erfolg. Das Summit policing zeigte Wirkung: Eine Sitzblockade auf dem Prachtboulevard Newski-Prospekt wurde schon nach wenigen Minuten aufgelöst, bis zu 34 Demonstranten wurden festgenommen. Der Gegengipfel von Globalisierungskritikern in einem abgelegenen Stadion wurde von einem Ring von Sicherheitskräften isoliert. Schon im Vorfeld hatten Aktivisten Besuch von der Polizei erhalten, Hunderte von ihnen wurden vorsorglich in Gewahrsam genommen.
Quellen
<references />
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