G8-Gipfel in Deauville 2011
Der G8-Gipfel in Deauville 2011 war das 37. Gipfeltreffen der Regierungschefs der Gruppe der Acht. Es fand vom 26. bis 27. Mai 2011 unter französischen Vorsitz (durch Präsident Nicolas Sarkozy) im Seebad Deauville im Département Calvados in der Normandie statt.
Es war seit 1975 der sechste G6-, G7- oder G8-Gipfel in Frankreich. Bisherige Gipfel fanden in Rambouillet (1975, G6), Versailles (1982, G7), Paris (1989, G7), Lyon (1996, G7) und Évian-les-Bains (2003, G8) statt.
Themen
Arabischer Frühling
Zur Förderung des Arabischen Frühlings wurden auf dem Gipfeltreffen Ägypten und Tunesien Finanzhilfen bis 2013 in Höhe von 20 Milliarden Dollar zugesagt, um die Reformen in diesen Ländern zu unterstützen. Zuvor hatte der Internationale Währungsfonds vor einer finanziellen Notlage der arabischen Staaten gewarnt und für die folgenden drei Jahre einen Finanzbedarf von 160 Milliarden genannt.<ref>G8 geben Milliarden für Tunesien und Ägypten. Gipfel in Deauville. spiegel.de, 27. Mai 2011, abgerufen am 31. Juli 2015.</ref> Die G8-Staaten kündigten an, die demokratischen Reformen durch eine Stärkung der Wirtschaft absichern zu wollen und betonten die Bedeutung des Tourismus, der durch den Arabischen Frühling zurückgegangen sei. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte, dass die betroffene Region für Europa „von höchster strategischer Wichtigkeit“ sei und man die Reformen daher weiter unterstützen werde.<ref>20 Milliarden Dollar für Ägypten und Tunesien. welt.de, 27. Mai 2011, abgerufen am 31. Juli 2015.</ref> Darüber hinaus wurden bilaterale Hilfen angekündigt.<ref>Geldregen für den „arabischen Frühling“. focus.de, 27. Mai 2011, abgerufen am 31. Juli 2015.</ref>
Im Zusammenhang mit dem laufenden Internationalen Militäreinsatz in Libyen forderten die G8-Staats- und Regierungschefs einen Rücktritt des libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi, da vorher der Militäreinsatz nicht beendet werden könne. Der russische Präsident Medwedew erklärte, dass Gaddafi durch einen Rücktritt seinem Land „einen Gefallen“ tun würde. Zugleich kündigte er an, dass Russland dem libyschen Diktator kein Exil geben werde.<ref>G8-Staaten gemeinsam gegen Gaddafi. Gipfel in Deauville. focus.de, 27. Mai 2011, abgerufen am 31. Juli 2015.</ref>
In der Abschlusserklärung zum Gipfel verurteilten die G8-Staaten die Gewalt im syrischen Bürgerkrieg und forderten den syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad zu Reformen auf.<ref>G8 planen weltweite Stresstests für Atomkraftwerke. welt.de, 26. Mai 2011, abgerufen am 31. Juli 2015.</ref>
Ein weiteres wichtiges Thema des Treffens war – angesichts der Nuklearkatastrophe von Fukushima – der zukünftige Umgang mit der Atomkraft.<ref>G8-Gipfel in Frankreich beginnt, DiePresse.com, 26. Mai 2011. Abgerufen am 26. Mai 2011.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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Rambouillet 1975 |
San Juan 1976 |
London 1977 |
Bonn 1978 |
Tokio 1979 |
Venedig 1980 |
Ottawa 1981 |
Versailles 1982 |
Williamsburg 1983 |
London 1984 |
Bonn 1985 |
Tokio 1986 |
Venedig 1987 |
Toronto 1988 |
Paris 1989 |
Houston 1990 |
London 1991 |
München 1992 |
Tokio 1993 |
Neapel 1994 |
Halifax 1995 |
Lyon 1996 |
Denver 1997 |
Birmingham 1998 |
Köln 1999 |
Okinawa 2000 |
Genua 2001 |
Kananaskis 2002 |
Évian-les-Bains 2003 |
Sea Island 2004 |
Gleneagles 2005 |
St. Petersburg 2006 |
Heiligendamm 2007 |
Tōyako 2008 |
L’Aquila 2009 |
Huntsville 2010 |
Deauville 2011 |
Camp David 2012 |
Lough Erne 2013 |
Den Haag 2014 (Sondertreffen) |
Sotschi 2014 (abgesagt) |
Brüssel 2014 |
Krün (Schloss Elmau) 2015 |
Ise-Shima 2016 |
Taormina 2017 |
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