Waldangelbach
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Der Waldangelbach, oft auch nur Angelbach genannt, ist ein 17 km langer Bach durch den westlichen Kraichgau, der in der Stadt Wiesloch im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg von links und Südosten in den Leimbach mündet.
Er ist zu unterscheiden vom wenig talaufwärts in Dielheim von der anderen Seite dem Leimbach zulaufenden Gauangelbach, der ebenfalls als Angelbach bezeichnet wird.
Geographie
Verlauf
Der Waldangelbach entspringt auf der Gemarkung des Östringer Dorfes Eichelberg und durchfließt dann in sehr beständig nordwestlichem Lauf den Sinsheimer Ortsteil Waldangelloch, die Gemeinde Angelbachtal, Mühlhausen, den Rauenberger Ortsteil Rotenberg und Rauenberg selbst, welche alle dem Kraichgau angehören, und mündet schließlich kurz vor dessen Eintritt in die Oberrheinische Tiefebene nach einem Lauf von 17 km in Wiesloch von links und Südosten in den Leimbach.
Einzugsgebiet
Das Einzugsgebiet des Waldangelbachs liegt zwischen den beiden größeren Flusssystemen der Elsenz im Osten und Südosten und des Kraichbachs im Südwesten und Westen. Der höchste Punkt darin liegt auf dem Eichelberg nahe der gleichnamigen Ortschaft auf Vorlage:Höhe unweit der Quelle und dicht am Südosteck der Wasserscheide, von dem aus sich dieses etwa in Form einer Spindel etwa 15 km weit nach Nordosten bis zur Mündung in Wiesloch auf etwa Vorlage:Höhe erstreckt. Quer dazu erreicht es eine maximale Breite von knapp 5,5 km.
Zuflüsse
Hierarchische Liste der Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlängen in der Regel nach LUBW-FG10 (Datensatzeinträge), Einzugsgebiete entsprechend nach LUBW-GEZG, Seeflächen nach LUBW-SG10, Höhenangaben nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des Waldangelbach etwa 200 m nordöstlich und rund 50 Höhenmeter unterhalb der Eichelberger St.-Michaels-Kapelle auf etwa Vorlage:Höhe im unteren Hangwald der Geländestufe, die zwischen Eichelberg (Vorlage:Höhe) im Nordosten und dem Greifenberg (Vorlage:Höhe) im Westen über den länglichen Kapellenberg zusammenhängt.
- (Anderer Quellast), von rechts am Waldaustritt der Talsteige der L 551 auf etwa Vorlage:Höhe, 0,813 km und 0,483 km². Entsteht am oberen Ende der Steige beim Straßenabzweig nach Eichelberg auf etwa Vorlage:Höhe. Dieser Zweig ist unwesentlich kürzer mit durch den hohen Eichelberg zur Rechten etwas größerem Einzugsgebiet als der Hauptast.
- Bettelgraben, von links an der südöstlichen Ortsgrenze des Sinsheimer Dorfs Waldangelloch auf etwa Vorlage:Höhe, 0,536 km. Entsteht am Osthang des Bettelbergs auf etwa Vorlage:Höhe.
- (Bach aus der Borhardsklinge), von links in Waldangelloch gegenüber den Resten der Burg, 0,781 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe und durchläuft das baumerfüllte Pfaffenloch.
- Winkelbach, von rechts in Waldangelloch auf unter Vorlage:Höhe, 2,797 km und 3,751 km². Entsteht im breiten Waldstreifen nordöstlich des Dorfs gegen den Immelhäuser Hof auf etwa Vorlage:Höhe.
- Dornschlaggraben, von links am Rand des Löhles zur Westspitze des Großen Wald auf etwa Vorlage:Höhe, 1,4 km. Entsteht an einem Wegkreuz im Großen Wald auf etwa Vorlage:Höhe.
- Bittiggraben, von links westlich des Buchenauerhofs auf etwa Vorlage:Höhe, 1,245 km. Entsteht am Ostrand des offenen Bittichs (!) gegen den Wald im Westen auf etwa Vorlage:Höhe und läuft dann am Buchenauerhof vorbei durch das heute als Golfplatz dienende Gelände.
- Hansengraben, von links kurz vor der Mündung, zuletzt am Rand eines Waldstreifens auf dem Golfplatz, 0,54 km. Entsteht auf knapp Vorlage:Höhe.
- Gänswiesengraben, von rechts nahe dem nördlichen Dorfausgang auf unter Vorlage:Höhe, 1,805 km und 0,465 km². Entsteht nördlich des Kornbergs auf etwas über Vorlage:Höhe.
- Eberbach, von links kurz nach der Gemarkungsgrenze von Angelbachtal auf unter Vorlage:Höhe, 2,292 km und 2,463 km². Entsteht zwischen Bettelberg und Eulenberg im Wald Wüstrott auf unter Vorlage:Höhe.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt am Austritt aus dem Wüstrott zwei Teiche auf unter Vorlage:Höhe, 0,1633 ha und 0,2548 ha.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Speist westlich unter dem Dammberg einen weiteren Teich auf unter Vorlage:Höhe, 0,1073 ha.
- Hohlbinsengraben, von links am Eingang zum Dorf Michelfeld der Gemeinde Angelbachtal, 1,9 km auf dem Namenslauf und 2,7 km mit dem Oberlauf Langentalgraben sowie 3,8 km². Entsteht südlich des Hungerbergs am Gewann Herdt auf etwa Vorlage:Höhe aus seinen beiden Oberläufen.
- Langentalgraben, linker Oberlauf von Westsüdwesten, 0,8 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Beginn des durchlaufenen Langentals.
- Schleichelgraben, rechter Oberlauf von Südwesten, 1,1 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Gewann Schleichel vor dem Waldhang Steinrutsche.
- Schneckenbergerteichgraben, linker und westnordwestlicher Zufluss, 0,8 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe im Gewann Schneckenbergerteich vor einigen Weinbergen unterm Hohberg.
- Röhriggraben, von rechts im Angelbachtaler Dorf Michelfeld an der Brücke der Industriestraße auf unter Vorlage:Höhe, 0,697 km. Entsteht an der Nordostecke des Röhrich zum Wald auf etwa Vorlage:Höhe. Hat im Wald aufwärts von der Stelle einen zusätzlichen unbeständigen Oberlauf von etwa 0,5 km<ref name="LUBW-FG10-Gem" />, beginnend auf etwa Vorlage:Höhe.
- Binziggraben, von links in Michelfeld kurz vor der querenden Karlsstraße, 0,855 km. Entsteht am westlichen Dorfrand im Gewann Binsich auf etwa Vorlage:Höhe.
- Schallbach, von links bald nach der Karlsstraße, 1,505 km. Entspringt unter dem Weinbergen an der Steinhälde auf etwa Vorlage:Höhe und fließt am Unterlauf durchs Dorf rechts dicht am ehemaligen Wasserschloss Michelfeld vorbei.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Im abwärtigen Mündungswinkel des vorigen liegt ein Teich, 0,0876 ha.
- Ohlbachgraben, von rechts an der Markungsgrenze zum nächsten Angelbachtaler Dorf Eichtersheim vor dem Park des Wasserschlosses Eichtersheim auf etwa Vorlage:Höhe, 1,87 km und 2,94 km². Entsteht unter den Weinbergen des östlichen Hermannsbergs auf etwa Vorlage:Höhe.
- Mittelbach, von links 50 Meter danach verdolt im Schlosspark, 1,164 km. Entsteht im nach ihm benannten Gewann wenig vor der Schießanlage am Waldrand auf etwa Vorlage:Höhe.
- Wiesenbach, von links offen im Schlosspark Eichtersheim, 1,758 km. Entsteht als Heimbach im Gewann Neusatz auf etwa Vorlage:Höhe.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Speist noch als Heimbach vier Teiche im Gewann Bischofsäcker auf etwa Vorlage:Höhe, unter 0,207 ha.
- (Zulauf), von rechts in den Bischofsäckern in einer gegen den Ortsrand mit einem Erddamm versehenen Senke auf etwa Vorlage:Höhe, etwa 0,4 km.<ref name="LUBW-FG10-Gem" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe.
- Passiert gleich darauf das Wasserschloss Eichtersheim links des Bachs im Park, das von einem geschlossenen Wassergrabenring mit einer Grundfläche von fast 0,3 ha<ref name="LUBW-GEZG-Gem" /> umgeben ist.
- Eschelbach, von rechts am Eichtersheimer Dorfende neben der Brücke der B 292 auf unter Vorlage:Höhe, 3,45 km und 5,382 km². Entsteht am Waldrand der Gruben östlich des Sinsheimer Dorfes Eschelbach als Feldweggraben auf etwa Vorlage:Höhe.
- Wannengraben, von rechts in Eschelbach beim Feuerwehrhaus auf rund Vorlage:Höhe, beide Bäche sind hier verdolt, 1,346 km. Entsteht bei einem Aussiedlerhofkomplex westlich von Eschelbach auf etwa Vorlage:Höhe.
- Herrenbach, von links am nordwestlichen Ortsrand von Eschelbach auf über Vorlage:Höhe, 0,669 km. Entsteht am untersten Fuß des Rattenbergs auf unter Vorlage:Höhe.
- (Anderer Oberlauf), von links am Weg aus dem Dorf zu den Weinbergen am Rattersberg auf unter Vorlage:Höhe, ca. 0,5 km.<ref name="LUBW-FG10-Gem" /> Entsteht am Fuß des Weinberghangs auf unter Vorlage:Höhe. Ist etwa gleich lang wie der andere Ast.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Vier kleine Teiche links des Laufs unmittelbar vor der Mündung, zusammen 0,0776 ha.
- Herrenbach, von links am nordwestlichen Ortsrand von Eschelbach auf über Vorlage:Höhe, 0,669 km. Entsteht am untersten Fuß des Rattenbergs auf unter Vorlage:Höhe.
- (Bach von der Unteren Steinhälde), von links verdolt unter dem Würzburger Straße beim Abgang der Kandelstraße auf unter Vorlage:Höhe, 0,734 km. Entsteht am südöstlichen Dorfrand unterm Weinberghang am Rosenberg auf etwa Vorlage:Höhe.
- Wannengraben, von rechts in Eschelbach beim Feuerwehrhaus auf rund Vorlage:Höhe, beide Bäche sind hier verdolt, 1,346 km. Entsteht bei einem Aussiedlerhofkomplex westlich von Eschelbach auf etwa Vorlage:Höhe.
- Sausuttergraben, von links noch vor der folgenden Kläranlage auf etwa Vorlage:Höhe, 2,381 km und 1,805 km². Entspringt einer Quelle im Westen des Waldgewanns Legelsbusch auf unter Vorlage:Höhe.
- Legelsbuschgraben, rechter Quellbach, 0,706 km. Entsteht im südlichen Legelsbusch auf etwa Vorlage:Höhe.
- (Anderer Quellast des Legelsbuschgrabens), von links auf etwa Vorlage:Höhe, ca. 0,3 km.<ref name="LUBW-FG10-Gem" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe. Etwas länger als der Hauptast.
- Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt den Weiher Erlensee im Bruch unmittelbar nach dem Waldaustritt, etwa 0,6107 ha.
- Kieslochgraben, vielleicht auch Eichplattengraben, von rechts im Bruch auf etwa Vorlage:Höhe, 0,52 km. Entsteht in einer Mulde unmittelbar westlich des Schindbuckels auf etwa Vorlage:Höhe.
- Legelsbuschgraben, rechter Quellbach, 0,706 km. Entsteht im südlichen Legelsbusch auf etwa Vorlage:Höhe.
- Hohbrückengraben, von links auf unter Vorlage:Höhe, 0,726 km. Entsteht im Waldsaum zu den Hasenäckern auf etwa Vorlage:Höhe.
- Spechbachgraben, von rechts fast gegenüber dem folgenden, 1,014 km. Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe. Rechts des Baches liegt meistens das hecken- und gehölzreiche Naturschutzgebiet Gräbenwiesen, Spechbach, Weidichberg und Birkenwald an. Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Vor dem aufwärtigen Mündungssporn des westlichen Kletterbergs liegt links mündungsnah auf etwa Vorlage:Höhe ein Teich, 0,3514 ha.
- Bombach, von links, 1,492 km und 0,851 km². Entsteht im Wald wenig nordöstlich der Schlehberg-Kuppe auf etwa Vorlage:Höhe. Ist wie der vorige Gemeindegrenze zwischen Angelbachtal und Mühlhausen.
- Weidichgraben, von rechts etwa 400 Meter weiter flussab auf etwa Vorlage:Höhe, 0,682 km. Entsteht am Südfuß des Weidichsbergs im Naturschutzgebiet auf etwa Vorlage:Höhe. Kurz vor der Mündung läuft ihm ein Seitenast des Spechbachgrabens zu. Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Im abwärtigen Mündungsdreieck in der Au liegt nahe der Mündung der Rohrwiesensee, ca. 0,4 ha.<ref name="LUBW-SG10-Gem" />
- Tairnbächle, von rechts kurz vor Mühlhausen im Datei:RiverIcon-SmallLake.svg 1,6184 ha großen Hochwasserrückhaltebecken auf rund Vorlage:Höhe, 2,104 km und 6,074 km². Entsteht an der Stegwiesenstraße im Ortsteil Tairnbach auf etwa Vorlage:Höhe. Ist mit dem viel längeren rechten Quellast Melschbach als Oberlauf 3,410 km lang.
- Untere Melschbach, von rechts kurz vor dem Gewerbegebiet Im Bangert auf etwa Vorlage:Höhe, 1,825 km. Entsteht westlich des Ortes beim Neufeld an einem Böschungsgebüsch auf etwa Vorlage:Höhe.
- Melschbach, von links vor der Südspitze des bewaldeten Wallenbergs auf etwa Vorlage:Höhe, 0,752 km. Entsteht östlich des Dielheimer Windhofs auf über Vorlage:Höhe.
- Würmleinsgraben, von links gleich danach, 0,772 km. Entsteht im Auengewann Würmleinsbrunnen auf etwa Vorlage:Höhe.
- Massenbach, von rechts am Beginn des Gewerbegebiets Im Bangert, 0,835 km. Entsteht westlich des Mühlhausener Siedlungsplatzes Dreibrücken auf etwa Vorlage:Höhe.
- Untere Melschbach, von rechts kurz vor dem Gewerbegebiet Im Bangert auf etwa Vorlage:Höhe, 1,825 km. Entsteht westlich des Ortes beim Neufeld an einem Böschungsgebüsch auf etwa Vorlage:Höhe.
- Rotwiesengraben, von links in Mühlhausen gegenüber der Unteren Mühlstraße auf über Vorlage:Höhe, 1,264 km und 0,944 km². Entsteht am Nordrand des Rodschlags zum Dorf auf etwa Vorlage:Höhe.
- Altenbach, von links noch vor dem Ortsteil Rotenberg der Stadt Rauenberg auf etwa Vorlage:Höhe, 1,104 km und 0,719 km². Entsteht neben der Straße nach dort kurz vor Beginn der Weinberge des Ortsteils Malschenberg auf etwa Vorlage:Höhe.
- Wildsklammbach, von rechts in Rauenberg bei der Bieggasse auf unter Vorlage:Höhe, 0,813 km und 0,829 km². Entsteht am oberen Hangwaldrand des Withaus auf etwa Vorlage:Höhe.
- Leimengraben, von rechts neben dem südlichen Zubringer L 594 aus Wiesloch zur B 3 auf etwa Vorlage:Höhe, 1,609 km und 0,632 km². Entsteht beim Wieslocher Keitelberghof auf etwa Vorlage:Höhe.
Mündung des Waldangelbachs im westlichen Wiesloch beim Abzweig der Dr.-Martin-Luther- von der Schwetzinger Straße auf etwa Vorlage:Höhe von links und Südosten in den Leimbach. Der Waldangelbach ist 17,1 km<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" /> lang und hat ein 55,0 km²<ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW" /> großes Einzugsgebiet.
Ortschaften
am Gewässer von der Quelle zur Mündung. Nur Orte tiefster Schachtelungsstufe sind selbst Gewässeranrainer.
- Landkreis Karlsruhe
- Stadt Östringen
- (keine Ortschaft)
- Stadt Östringen
- Rhein-Neckar-Kreis
- Sinsheim
- Waldangelloch (Dorf)
- Gemeinde Angelbachtal
- Michelfeld (Dorf)
- Eichtersheim (Dorf)
- Gemeinde Mühlhausen
- Mühlhausen (Dorf)
- Stadt Rauenberg
- Rotenberg (Dorf)
- Rauenberg (Dorf)
- Stadt Wiesloch
- (westliche Stadt)
- Sinsheim
Schutzgebiete
Naturschutzgebiete
Gräbenwiesen, Spechbach, Weidichberg und Birkenwald
Das aus mehreren Teilflächen zusammengesetzte kleine Naturschutzgebiet Gräbenwiesen, Spechbach, Weidichberg und Birkenwald liegt östlich von Mühlhausen an der rechten Bach- und Talseite zwischen den Zuflüssen Spechbachgraben und Tairnbach. Es zeigt die kraichgautypischen Landschaftselemente und umfasst auch den Uferbereich am dauergestauten Teil des Rückhaltebeckens, wo Wasservögel, rasten, brüten und überwintern.
Altenbachtal und Galgenberg
Das Naturschutzgebiet Altenbachtal und Galgenberg westlich von Rotenberg und südlich von Rauenberg ist über einen Quadratkilometer groß. Auf dort naturnah gebliebenen Flächen gibt es eine vielfältige Feuchtgebietsvegetation. Büsche trennen kleinteilige, durch Hangsickerwasser und Hangquellen befeuchtete Wiesen. Auf trockenen Hänge wechseln kleinräumig Halbtrockenrasen, Streuobstwiesen, Hecken, Hangterrassen und Böschungen im Löss einander ab. In einer aufgelassenen Lössgrube hat sich ein Sekundärbiotop entwickelt.
Landschaft am Waldangelbach
Das Naturschutzgebiet Landschaft am Waldangelbach gehört zu den Gemarkungen Rauenberg und Wiesloch. Es hat eine Größe von rund 11,5 ha und umfasst ehemalige Flächen der Tongrube und Teile des Waldangelbachs mit Wiesen und Waldbeständen. Es schützt den letzten Teil des Bachbettes des Waldangelbachs vor seiner Einmündung in den Leimbach. Das Tal ist sehr weit, der rechte Hang sanft und mit Wein bestanden. Der linke fehlt ganz, und seine Aue, früher reines Wiesenland, ist heute fast vollständig beackert.
Der kleine Waldangelbach hat sich in den Schwemmlöß an zahlreichen Stellen tief eingegraben und auf seinen beiden Steilufern stockt ein schöner, meist geschlossener und naturnaher Schwarzerlen-Eschen-Auenwald. Da in dieser Gegend fast überall verwertbare Lehme und Tone auftreten, meist aus dem Oligozän, waren Teile des heutigen Naturschutzgebietes als Tagebaue in Nutzung.
Bereits 1987 entstand hier in Eigenarbeit des Naturschutzvereins Rauenberg ein Sekundärbiotop unter anderem mit künstlich angelegten Tümpeln im bruchartigen Auenwald, was die Laichgelegenheiten dort vorhandener Amphibien verbesserte, vor allem der Gelbbauchunke.
Da auch einige Wiesenflächen mit unter Schutz kamen, lassen sich für die Pflanzenwelt hier verschiedene Feuchtgesellschaften des Grünlandes, der Bruchwälder und Wegränder studieren. Überwiegend finden sich dabei Arten, die hohen Stickstoffgehalt vertragen oder sogar benötigen, der von der landwirtschaftlichen Nutzung, aber auch von Überschwemmungen eingetragen wird.
Am Ufer und an Wegen sind das zum Beispiel die Pestwurzen, die mit ihren riesigen Blättern ganze Fluren bilden – ein heute seltener Anblick. Im Unterholz des Auewaldes sind solche Anzeiger der Schwarze Holunder und die Brombeere, auf den Wiesen der blaue Wiesen-Storchschnabel, der weiße Wiesenkerbel und der Bärenklau. Typische Pflanzen sehr feuchter Standorte sind die schon im Frühjahr blühenden Sumpfdotterblumen, mit deren Blütenblättersaft früher die Butter gelb gefärbt wurde. Den Met süßte man mit Stauden des ebenfalls vorkommenden Mädesüßes. Auch weniger auffällige Gräser, nämlich zahlreiche Seggen und Binsen, lassen sich entdecken.
Im Naturschutzgebiet sind auch zahlreiche Vogelarten heimisch. Gegen 50 Arten Brutvögel wurden bis heute festgestellt, darunter so wertvolle Arten wie Pirol, Sumpf- und Weidenmeise, Nachtigall und Neuntöter. Gelegentlich schafft sich auch der Eisvogel an den Steilwänden des Bachufers eine Bruthöhle.
Landschaftsschutzgebiete
Schloßpark Eichtersheim
Das nur etwas über sechs Hektar große Landschaftsschutzgebiet Schloßpark Eichtersheim wurden wegen des alten Baumbestandes im Park eingerichtet.
Gräbenwiesen, Spechbach, Weidichberg und Birkenwald
Das Landschaftsschutzgebiet Gräbenwiesen, Spechbach, Weidichberg und Birkenwald umgibt und verbindet die Teilflächen des gleichnamigen Naturschutzgebietes.
Westlicher Kraichgau
Ab der Gemeindegrenze zwischen Angelbachtal und Mühlhausen unterhalb von Echterheim und oberhalb vom Mühlhausen gehört das Einzugsgebietes weithin, vor allem in dessen weniger besiedelter Teil rechtsseits des Waldangelbachs, zum 9,3 km² großen Landschaftsschutzgebiet Westlicher Kraichgau, von dem Randanteile auch jenseits der Wasserscheiden liegen. Es schützt für den Kraichgau typische Landschaftselemente wie weich geschwungene Lößhügel, darin eingerissene Täler, Waldstücke, Hohlwege, Geländeterrassen, Böschungen und Heckenstreifen. Kleine Feldstücke wechseln sich darin mit Wiesen, Obstbauflächen und Weingärten ab.
Altenbachtal und Galgenberg
Das gegenüber dem gleichnamigen Naturschutzgebiet kleine Landschaftsschutzgebiet Altenbachtal und Galgenberg an dessen Rand dient als Puffer und Verbindung zwischen dessen Teilen.
Obst- und Weinlehrpfad
Der Obst- und Weinlehrpfad grenzt an das Naturschutzgebiet Landschaft am Waldangelbach und wurde 1992 durch die Stadt Wiesloch in Zusammenarbeit mit dem Winzerkeller Wiesloch, der Winzergenossenschaft, dem Obst- und Gartenbauverein, der Obstbaugenossenschaft Wiesloch sowie der Flurbereinigungsbehörde geschaffen. Anliegen dieses Lehrpfades ist es, über Bedeutung und Vielfalt des Wein- und Obstbaus in Wiesloch zu informieren und auf die Erfordernisse des Natur- und Landschaftsschutzes hinzuweisen.
Der Obst- und Weinlehrpfad Wiesloch ist Teil des Weinwanderweges Badische Bergstraße/Kraichgau. Die Gesamtwegelänge beträgt 2,4 km, wobei der Wanderweg von insgesamt 21 erläuternden Schautafeln gesäumt wird, welche über folgende Themenfelder informieren:
- Orientierungstafel
- Winzerkeller Wiesloch
- Entstehung des Weinbaus in Wiesloch
- Champagner-Bratbirne
- Gellerts Butterbirne
- Naturschutzgebiet Landschaft am Waldangelbach
- Finkenwerder Prinzenapfel
- Nancy-Mirabelle
- Ökologie und Umwelt
- Blick über Kraichgau, Rheinebene und Odenwald
- Bürgerwingert
- Spätburgunder
- Riesling
- Müller-Thurgau
- Weißer Burgunder
- Ruländer oder Grauer Burgunder
- Wein und geologischer Untergrund
- Johann Philipp Bronner (Wieslocher Weinbau-Pionier)
- Pastorenbirne
- Apfel und Birne
- Walnuss
Siehe auch
Einzelnachweise
LUBW
Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Waldangelbachs
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle
<references group="LUBW">
Länge:
<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
EZG:
<ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
</references>
Andere Belege
<references>
<ref name="BfL-161">Vorlage:GeoQuelle</ref> <ref name="LUBW-HLB">Nach dem Höhenlinienbild auf dem Geodatenviewer.</ref> <ref name="LUBW-FG10-Gem">Abgemessen auf LUBW-FG10.</ref> <ref name="LUBW-GEZG-Gem">Abgemessen auf LUBW-GEZG.</ref> <ref name="LUBW-SG10-Gem">Abgemessen auf LUBW-SG10.</ref>
</references>
Literatur
- Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt Nr. 6718 Wiesloch, Nr. 6719 Sinsheim und Nr. 6818 Kraichtal
Weblinks
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Waldangelbachs auf: Vorlage:GeoQuelle
- Karte von Lauf und Einzugsgebiet des Waldangelbachs auf: Vorlage:GeoQuelle, insbesondere mit den früheren Teilkarten/Layers
- der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
- „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000
- „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000
- „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete
- der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
- Meßtischblätter in der Deutschen Fotothek:
- 6718 Wiesloch von 1877
- 6719 Sinsheim von 1877
- 6818 Odenheim von 1876
- Naturschutzgebiet Waldangelbach bei nabu-wiesloch.de