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Gauangelbach

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Vorlage:Infobox Fluss Der Gauangelbach, umgangssprachlich Angelbach, ist ein etwa 13 km langer rechter und nördlicher Zufluss des oberen Leimbachs vor Dielheim im Rhein-Neckar-Kreis im Nordwesten Baden-Württembergs.

Er ist zu unterscheiden vom wenig talabwärts in Wiesloch von der anderen Seite dem Leimbach zulaufenden Waldangelbach, der ebenfalls als Angelbach bezeichnet wird.

Geographie

Verlauf

Der Gauangelbach entspringt am Südostabhang des Königstuhlmassivs etwa 700 m westlich von Gaiberg am Rande der Rodungsinsel um Gaiberg und Leimen-Lingental im Gaiberger Waldgewann Ochsenpferch.<ref name="Eigenbeobachtung" /> Er tritt bald aus dem Wald, durchquert die Rodungsinsel nach Süden, schneidet dabei die sie durchziehende L 600 und folgt dann dem Rand des Gauangellocher Waldgebietes Teich, um sich dann durch diesen Wald hindurch nach Südosten in Richtung Gauangelloch zu kehren.

Am Waldrand auf der Gemarkung Untere Weidenklinge, verschwindet das Gewässer in einem Kanal und erscheint erst wieder am Ortsrand von Gauangelloch an der Bettendorffschen Wasserburg Gauangelloch. Nach ca. 1 km Fließstrecke in Richtung Süden erreicht er die Gemarkungsgrenze zu Schatthausen. Vorbei am Wasserschloss und Ortschaft Schatthausen, wendet sich der Bach nach Südwesten. Auf Höhe des Golfplatzes Hohenhardt nimmt er von links zunächst den Ochsenbach und danach den Maisbach auf.

Den folgenden Talort Baiertal erreicht der Gauangelbach inmitten eines Bogens nach Westen, unterhalb des Ortes läuft sein Tal in südwestlicher Richtung beim Dielheimer Unterhof dem des Leimbachs zu. Doch erst nach einem fast einen Kilometer langen Restlauf in dessen rechter Aue mündet der Gauangelbach knapp einen halben Kilometer vor der Siedlungsgrenze Dielheims von rechts und Osten in den Leimbach.

Der Gauangelbach ist 13,3 km lang, entwässert 26,9 km² und hat ein mittleres Sohlgefälle von 15 ‰.

Einzugsgebiet

Das 26,9 km² große Einzugsgebiet des Gauangelbachs liegt, naturräumlich gesehen, mit seinen oberen, nördlichen und nordwestlichen Anteilen im Unterraum Westlicher Kleiner Odenwald des Odenwaldes, mit dem größeren restlichen im Unterraum Angelbachgäu des Kraichgaus.<ref name="BfL-161" />

Der mit etwa Vorlage:Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> höchste Punkt liegt an seiner Nordspitze wenig südlich des Straßensterns Drei Eichen im Höhenwald südlich des Königstuhl-Gipfels. Jenseits der von diesem Punkt aus zunächst lange südsüdostwärts ziehenden linken Wasserscheide fließen die Bäche vom Weihwiesenbach bis hinauf zum Rohrbächel bei Meckesheim alle von links zur unteren Elsenz. Danach konkurriert linksseits des Gauangelbachs im Südosten der nur wenig aufwärts vor diesem mündende Krebsbach zum Leimbach.

Die von der Mündung aufwärts an der Westseite des Einzugsgebietes entspringenden Bäche entwässern lange in meist kurzem Lauf zum Leimbach oder zu dessen Zufluss Landgraben, ganz zuletzt im Norden auch in die Heidelberger Kanalisation, die ihr Wasser dem Neckar zuführt.

Zuflüsse

Hierarchische Liste der Zuflüsse und Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />, Seefläche<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" />, Einzugsgebiet<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" /> und Höhe<ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW" /> nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Quelle des Gauangelbachs auf etwa Vorlage:Höhe am Waldrand des Ochsenpferchs, ca. 0,5 km westsüdwestlich der Westspitze des Siedlungsbereichs von Gaiberg.

  • Teichgraben, von links auf etwa Vorlage:Höhe am Nordrand von Gauangelloch, 0,7 km und ca. 0,5 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht im Waldgewann Teich und läuft dort neben der Straße von Gaiberg nach Gauangelloch.
  • Gießgraben, von rechts auf etwa Vorlage:Höhe unterhalb Gauangellochs beim Eulenberghof, 0,8 km und ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
  • Riegelsbach, von rechts auf unter Vorlage:Höhe an der Gemeindegrenze unterhalb des Birkenhofs, 0,9 km und ca. 0,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
  • Diebslochgraben, von links auf etwa Vorlage:Höhe in den (linken) Gauangelbach-Zweig, 1,0 km und ca. 0,9 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
  • Krumbach, von links auf über Vorlage:Höhe in den (linken) Gauangelbach-Zweig beim Wasserschloss Schatthausen, 1,8 km und ca. 1,1 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe beim Mauerer Kramerhof und durchläuft zuletzt einen Teil des Wassergrabens um das Wasserschloss Schatthausen.
  • Gänsbach, von links bei der evangelischen Kirche in Schatthausen, 1,3 km und 1,7 km². Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe südwestlich der Zollstocksiedlung und läuft in Schatthausen teilweise verdolt.
    • Scheerbach, von rechts verdolt in der Oberdorfstraße, 1.0 km und ca. 0,7 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Westrand des Eichenwalds.
  • Ochsenbach, von rechts auf rund Vorlage:Höhe beim Sportplatz von Schatthausen, 4,0 km und 3,6 km². Entsteht auf unter Vorlage:Höhe im Wald Gründel nördlich von Leimen-Ochsenbach in einer Schlucht.
    • (Unbeständiger Zulauf), von rechts noch vor Leimen-Ochsenbach, ca. 0,9 km<ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW" /> und ca. 0,9 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entwässert zuzeiten ein aufgefiedertes System von Schluchten zwischen den Waldgewannen Dornschlag im Westen und Gründel im Norden.
    • Datei:RiverIcon-SmallLake.svg Speist zwei Teiche auf etwa Vorlage:Höhe unterhalb von Ochsenbach, zusammen ca. 0,2 ha.
  • Maisbach, von rechts auf Vorlage:Höhe kurz vor Wiesloch-Baiertal, 2,8 km und 4,9 km². Quelle auf etwa Vorlage:Höhe am Waldrand nordwestlich von Nußloch-Maisbach. Dort treffen zwei Waldtäler von oberhalb zusammen, wovon die nördliche Leimener Klinge eine steile Schlucht ist.
    • Daisbach, von links auf etwa Vorlage:Höhe, 1,2 km und ca. 1,3 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe an der Straße von Maisbach nach Ochsenbach. Oberhalb liegt auch hier eine lange Klinge im Wald.
    • (Zufluss aus dem Flurgewann Bohleneck), von rechts auf etwa Vorlage:Höhe, 1,3 km und ca. 0,4 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe im Gewann Bohleneck nahe dem Waldrand und der Straße von Nußloch nach Maisbach. Der Unterlauf durchquert den östlichen Nußlocher Steinbruch.
  • Klingengraben, von links beim Knick der Mühlstraße in Wiesloch-Baiertal, 1,4 km und 1,2 km². Entsteht auf knapp Vorlage:Höhe zwischen den Gehöften des Klingenbruchhofs.
  • Hertlersgrundgraben, von rechts auf etwas unter Vorlage:Höhe nach dem Dorfende von Baiertal, 0,6 km und ca. 0,5 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />
  • Schneeberggraben, von links fast gegenüber dem vorigen, 1,1 km und ca. 0,6 km².<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" /> Entsteht auf etwa Vorlage:Höhe am Rand des Waldes Salengrund.

Mündung des Gauangelbachs von rechts und zuletzt Osten auf etwa Vorlage:Höhe und ca. 0,4 km östlich des Ortsrandes von Dielheim in den Leimbach. Diesem ist der Bach zuvor fast einen Kilometer lang in dessen rechter Aue parallel geflossen. Der Gauangelbach ist 12,3 km lang und hat ein 26,9 km²<ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW" /> großes Einzugsgebiet.

Hochwasserrückhaltebecken

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Im Einzugsgebiet des Gauangelbachs wurden oder werden insgesamt sechs Hochwasserrückhaltebecken errichtet.

Hochwasserrückhaltebecken im Einzugsgebiet des Gauangelbachs
Name Lage Gestautes Gewässer und Abfluss Stauraum in m³ EZG Staufläche Dammhöhe in m Baujahr
      Ort   Maximal Dauer   Max Dauer    
(HRB vor Gauangelloch) Vorlage:Coordinate vor Gauangelloch LEI Gauangelbach Vorlage:03.100 Vorlage:03,0 km² ? 4Vorlage:0 2011
(HRB vor Schatthausen) Vorlage:Coordinate vor Schatthausen WIE Gauangelbach Vorlage:065.300 Vorlage:07.1 km² ? 5,5 2017
(HRB am Ochsenbach) Vorlage:Coordinate vor Schatthausen WIE Ochsenbach → Gauangelbach Vorlage:037.000 Vorlage:03,3 km² ? 4,4 2020
(HRB nach Schatthausen) Vorlage:Coordinate nach Schatthausen WIE Gauangelbach Vorlage:015.500 10,8 km² ? 4,4 2008
(HRB am Maisbach) Vorlage:Coordinate nach Maisbachhof WIE Maisbach → Gauangelbach Vorlage:038.000 Vorlage:04,9 km² ? 5,9 2012
(HRB bei Erlenbachhof) Vorlage:Coordinate bei Erlenbachhof DIE Gauangelbach 130.000 26,3 km² ? 4,2 2007
Angaben zu Stauraum, Dammhöhe und Baujahr<ref name="Stauanlagen" group="LUBW" /> und zur gewöhnlichen Fläche der dauereingestauten Becken<ref name="SG-Seefläche" group="LUBW" /> jeweils nach der amtlichen Gewässerkarte. Rückhaltebecken mit Eintrag „–“ in der Spalte für den Dauerstauraum sind gewöhnlich wasserlos. Die Einzugsgebiete wurden auf ihr abgemessen<ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW" />, unter weitestmöglicher Übernahme der Flächenwerte für die hierfür nicht zu zerschneidenden Teileinzugsgebiete.<ref name="BEZG-EZG" group="LUBW" />

Vorlage:Anker LEI – Stadt Leimen; WIE – Stadt Wiesloch; DIE – Gemeinde Dielheim.

Geologie

Das Einzugsgebiet des Gauangelbachs ist größtenteils mit Lösssediment aus quartärer Ablagerung bedeckt. Im südlichen Königstuhlwald über dem und am Ursprung des Baches steht dagegen direkt und flächenhaft der Obere Buntsandstein Röt-Formation an. Weiter südwärts gibt es vor allem an den Flanken der drei großen Bachtäler (Gauangelbach, Ochsenbach, Maisbach) kleine unbedeckte Flächen, die die sonst unter dem Lössgestein liegenden mesozoischen Schichten aufschließen. Zunächst und bis Gauangelloch ist dies am Gauangelbach selbst der Obere Buntsandstein, danach an allen drei Bächen zuweilen der Untere Muschelkalk. Der Hügel Sauberg am Nordrand von Baiertal besteht schon aus Oberem Muschelkalk. Nahe der Mündung in den Leimbach steht an dessen Talflanke dann sogar Keuper an, der noch höher in der Ablagerungsfolge der mesozoischen Schichten liegt. Diese fallen also in Richtung Süden stärker ab als die Bachsohle.<ref name="LGRB-GK50" />

Fauna

Im Bereich von Schatthausen wurde im Gauangelbach 2007 ein Flusskrebs gefunden, offenbar ein Kamberkrebs (Orconectes limosus).<ref name="NABU-Flusskrebs" />

Literatur

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, im Einzelblattschnitt die Blätter Nr. 6618 Heidelberg-Süd und Nr. 6718 Wiesloch.

Weblinks

Einzelnachweise

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Gauangelbachs
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle <references group="LUBW"> Höhe:

   <ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Länge:

   <ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
   <ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW">Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

EZG:

   <ref name="BEZG-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
   <ref name="BEZG-Summe-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).</ref>
   <ref name="TK-abgemessen-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Seefläche:

   <ref name="SG-Seefläche" group="LUBW">Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.</ref>

Sonstige:

   <ref name="Stauanlagen" group="LUBW">Stauanlagen nach dem einschlägigen Layer.</ref>

</references>

Andere Belege und Anmerkungen

<references>

   <ref name="BfL-161">Vorlage:GeoQuelle</ref>
   <ref name="Eigenbeobachtung">Nach persönlicher Beobachtung gibt es in der sich über einen Kilometer von dort weiter erst nach Nordwesten, dann nach Norden bis zum Schnepfenschlag hochziehenden Talung oberhalb zuweilen auch Wasserfluss.</ref>
   <ref name="LGRB-GK50">Geologie nach den Layern zu Geologische Karte 1:50.000 auf: Vorlage:GeoQuelle</ref>
   <ref name="NABU-Flusskrebs">Vorlage:Internetquelle</ref>

</references>