Włodzimierz Juszczak
Włodzimierz Roman Juszczak OSBM (* 19. Juli 1957 in Legnica) ist ein polnischer Ordensgeistlicher und ukrainisch-griechisch-katholischer Bischof von Breslau-Koszalin.
Leben
Roman Juszczaks Vater stammte aus dem Lemkenland und war als Jugendlicher im Zuge der Aktion Weichsel in die Gegend von Zielona Góra zwangsumgesiedelt worden. Seine Mutter kam aus dem Dorf Berezka (Powiat Sanocki) im Karpatenvorland. Sie war mit ihren Eltern nach Deutschland emigriert, dann nach Polen zurückgekehrt, aber nicht in ihre Heimatregion, sondern in die Nähe von Legnica. Er selbst wurde in der griechisch-katholischen Kirche von Legnica getauft. Juszczak ging in Rosochata bei Legnica zur Grundschule und besuchte in Legnica die höhere Schule. In Legnica war der spätere Erzbischof Jan Martyniak Gemeindepfarrer und betreute die Jugendlichen.
Nach seinem Abitur trat er 1976 in die Ordensgemeinschaft der Basilianer des hl. Josaphat ein. Mit dem Ablegen des Ordensgelübdes wählte Juszczak als Ordensname „Vladimir“ (polnisch: Włodzimierz, nach Wladimir I.). Seine Noviziat ging bis 1978, er studierte Philosophie und Theologie am Priesterseminar in Warschau. Am 28. Mai 1983 empfing er in Legnica von Kardinal Henryk Roman Gulbinowicz, dem (lateinischen) Erzbischof von Breslau, das Sakrament der Priesterweihe. Danach wurde er Seelsorger in den Pfarrgemeinden Bartoszyce und Asuny in der Woiwodschaft Olsztyn.
Der Provinzial der Basilianer, der spätere Bischof Wassylij Medwit OSBM, berief Juszczak 1989 zum Novizenmeister in das Basilianerkloster von Warschau. Gleichzeitig betreute er die aus der Ukraine, Rumänien und der Slowakei stammenden Seminaristen, die nach dem Sturz des Kommunismus in Polen studieren durften. Von 1993 bis 1999 war Juszczak im Kloster Węgorzewo für den Aufbau der griechisch-katholischen Gemeinden in Ermland-Masuren verantwortlich. Als Provinzial für die Ordensprovinz Ermland-Masuren leitete er auch eine Pfarrgemeinde der griechisch-katholischen Kirche in Warschau.
Als Nachfolger des verstorbenen Teodor Majkowicz ernannte ihn Papst Johannes Paul II. am 24. April 1999 zum Bischof der ukrainischen griechisch-katholischen Eparchie Breslau-Danzig. Erzbischof Jan Martyniak von Przemyśl-Warschau und die Mitkonsekratoren Bischof Wassylij Medwit OSBM (Exarch von Kiew-Wyschhorod) und Bischof Michel Hrynchyshyn CSsR (Apostolischer Exarch von Frankreich) weihten ihn am 19. Juni 1999 in der St.-Vinzenz-und-Jakob-Kirche in Breslau zum Bischof. Das Territorium der von ihm geleiteten Eparchie wurde 2020 neu abgegrenzt und diese in Breslau-Koszalin umbenannt.
Weblinks
- Eintrag zu Włodzimierz Juszczak auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)
- Herb i Biografia Jego Ekscelencji - Ksiedza Biskupa Włodzimierza Juszczaka (polnisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Juszczak, Włodzimierz |
| ALTERNATIVNAMEN | Juszczak, Włodzimierz Roman (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Geistlicher, ukrainisch-griechisch-katholischer Bischof von Breslau-Koszalin |
| GEBURTSDATUM | 19. Juli 1957 |
| GEBURTSORT | Legnica, Polen |
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