VfL Lübeck-Schwartau
| Voller Name | HM Handball Marketing Spielbetriebs GmbH & Co. KG | ||
| Abkürzung(en) | VfL | ||
| Gegründet | 1863 (VfL Bad Schwartau) 2002 (GmbH & Co. KG) | ||
| Vereinsfarben | blau / weiß | ||
| Halle | Hansehalle, Lübeck | ||
| Plätze | 3200 | ||
| Geschäftsführer | Martin Murawski | ||
| Trainer | David Röhrig | ||
| Liga | 2. Bundesliga | ||
| 2024/25 | |||
| Rang | 12. Platz | ||
| DHB-Pokal | 2. Runde | ||
| Website | schwartau-bundesliga.de | ||
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| Größte Erfolge | |||
| National | DHB-Pokalsieger 2001 | ||
VfL Lübeck-Schwartau ist der Name der 1. Handball-Männermannschaft des VfL Bad Schwartau, die seit der Saison 2017/18 unter ihrem aktuellen Namen antritt. Die Abteilung ist seit 2002 in die HM Handball Marketing Spielbetriebs GmbH & Co. KG (vormals HM Handball Marketing GmbH) mit Sitz in Lübeck ausgegliedert. Ihre voll haftende und zur Geschäftsführung berechtigte Komplementärin ist die HM Handball Marketing GmbH.<ref>Siehe die Vereinsstruktur auf schwartau-bundesliga.de, abgerufen am 6. September 2017.</ref> Ihr Geschäftsführer ist Martin Murawski.
Die Mannschaft spielte bis zur Auflösung der „SG VfL Bad Schwartau-Lübeck“ und dem Umzug als HSV Hamburg nach Hamburg in der Bundesliga und gewann 2001 den DHB-Pokal. Fortan spielte der Verein in der drittklassigen Regionalliga Nordost und spielt seit der Saison 2008/09 in der 2. Bundesliga. Die Mannschaft trägt ihre Heimspiele in der Hansehalle in Lübeck aus.
Gründung des VfL Bad Schwartau
Gegründet wurde er im Jahre 1863 als Männerturnverein Bad Schwartau. Im Laufe der Zeit fusionierten damit der Schwartauer ATSV Eichenkranz von 1898, die Schwartauer Turnerschaft von 1910 und der Schwartauer Ballspielclub von 1912. Der VfL Bad Schwartau ist mit etwa 2.700 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein im Kreis Ostholstein.
Geschichte der Handballabteilung
1966 qualifizierte sich der VfL Bad Schwartau hauchdünn (nur über den besseren Heimspiel-Torquotienten) nach zwei engen Viertelfinalspielen gegen den Polizei SV Hildesheim in der Norddeutschen Meisterschaft<ref name="BuLi1966">www.bundesligainfo.de: Saison 1966/67</ref> für die erste Spielzeit der Handball-Bundesliga, welche damals noch zweigleisig war.<ref name="BuLi1967">www.bundesligainfo.de: Saison 1966/67</ref> Nach zwei Spielzeiten stiegen die Schwartauer wieder ab, schafften jedoch in der folgenden Saison den sofortigen Wiederaufstieg.<ref name="vereine">www.bundesligainfo.de: Alle Vereine der Bundesliga</ref> Der höchsten deutschen Liga gehörte der VfL bis 1976 an, nach der die Mannschaft in der Relegationsspielrunde Frisch Auf Göppingen unterlag.<ref name="chronik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chronik der Handballabteilung ( vom 21. Juni 2009 im Internet Archive)</ref>
1980 stiegen die Schwartauer aus der zweitklassigen Regionalliga in die Oberliga ab, es gelang jedoch der direkte Wiederaufstieg in die ab 1981 wegen der Einführung der 2. Bundesliga allerdings nur noch drittklassige Regionalliga Nord. 1986 stieg der VfL in die 2. Bundesliga auf, schaffte jedoch nicht den Klassenerhalt. In der darauffolgenden Saison stieg der VfL mit dem neuen Trainer Vlado Stenzel nochmals auf. Nach der Verpflichtung von Erhard Wunderlich schaffte der VfL, sich in der 2. Bundesliga zu etablieren.<ref name="chronik"/>
1989 übernahm Zvonimir Serdarušić das Traineramt. Unter seiner Leitung stieg der VfL 1990 wieder in die 1. Bundesliga auf. Nach der erfolgreichen Zweitligasaison verließ „Noka“ jedoch den Verein.<ref>archiv.thw-handball.de: Zvonimir Serdarusic, abgerufen am 23. Mai 2019</ref>
Nach zwei Spielzeiten stieg die Mannschaft aus der Marmeladenstadt wieder ab. Trotz des Abgangs von 14 Spielern schafften die Schwartauer umgehend die unerwartete Rückkehr in die höchste Spielklasse.<ref name="chronik"/> Hier verblieb das Team bis 1996. Nach zweijähriger Bundesligaabstinenz kehrten die Handballer anschließend erneut in die Eliteliga zurück.
Ab 1999 spielte die erste Mannschaft in einer Spielgemeinschaft mit dem eigens hierfür gegründeten HSV Lübeck als SG VfL Bad Schwartau. In der Saison 2000/01 gewannen die Schwartauer den DHB-Pokal. Zur Saison 2002/03 wurde die Spielgemeinschaft gelöst und der HSV Lübeck übernahm den Bundesligaplatz des VfL Bad Schwartau nach einem Standortwechsel als HSV Hamburg. Die bisherige zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau war nun die neue erste. Sie trat in der drittklassigen Regionalliga Nordost an. Im Sommer 2006 scheiterte der VfL nur knapp (ein Punkt fehlte) am Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ab dem Sommer 2007 wurde die Mannschaft vom Spielertrainer Thomas Knorr trainiert. Unter seiner Leitung schaffte der VfL in der Saison 2007/2008 den Aufstieg in die 2. Bundesliga und qualifizierte sich 2011 für die eingleisige 2. Bundesliga. Im Oktober 2011 übernahm Tobias Schröder nach einem missratenen Saisonstart den Trainerposten. Nach nur drei Monaten Amtszeit trat er aus privaten Gründen zurück.<ref>shz.de: VfL: Schröder-Nachfolge schnell geregelt, abgerufen am 11. April 2016</ref> Anschließend übernahm Torge Greve das Traineramt.<ref>handball-world.com: Torge Greve verlässt Altenholz und wechselt in Liga 2</ref>
Seit dem 1. Juli 2017 tritt die 1. Männermannschaft aus Vermarktungsgründen unter den Namen VfL Lübeck-Schwartau an.<ref>ln-online.de: Der VfL hat ein großes Ziel: 1. Bundesliga bis 2020, abgerufen am 27. November 2016</ref>
Trivia
Der VfL Bad Schwartau ist mit fünf Abstiegen (inklusive des Rückzugs 2002) gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke „Rekordabsteiger“ aus der 1. Handball-Bundesliga.
Der VfL Lübeck-Schwartau fördert aktiv den Handballsport am Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau. Dazu wurde 2024 mit dieser Bildungseinrichtung eine Kooperation vereinbart.<ref>Pressemitteilung vom 11. Januar 2024. Abgerufen am 12. Mai 2025.</ref>
Mannschaft
Kader für die Saison 2025/26
Transfers zur Saison 2025/26
| Abgänge | ||
|---|---|---|
| Nation | Name | aufnehmender Verein |
| Niederlande | Niko Blaauw<ref>handball-world.news: TuS N-Lübbecke: Niederländer ersetzt Kolodziej, abgerufen am 6. März 2025</ref> | TuS N-Lübbecke |
| Niederlande | Kaj Geenen<ref>handball-world.news: Fix: Verstappen-Cousin Geenen wechselt nach Hamburg, abgerufen am 9. April 2025</ref> | Handball Sport Verein Hamburg |
| Deutschland | Dennis Hein<ref>handball-world.news: Lübeck-Schwartau trennt sich von Torhüter, abgerufen am 21. November 2025</ref> | Ziel unbekannt, November 2025 |
| Deutschland | Paul Dreyer<ref>handball-world.news: Schlussmann verlässt 2. Liga vorzeitig Richtung Emsdetten abgerufen am 6. Februar 2026</ref> | TV Emsdetten, Februar 2026 |
| Deutschland | Patrik Längst<ref>handball-world.news: Nachverpflichtung: Würzburg holt Längst aus Lübeck abgerufen am 14. Februar 2026</ref> | Wölfe Würzburg, Februar 2026 |
| Stand: 14. Februar 2026 | ||
Transfers zur Saison 2026/27
| Zugänge | ||
|---|---|---|
| Nation | Name | abgebender Verein |
| Datei:Flag of Iceland.svg | Adam Thorstensen<ref>Stjarnan kveður Adam. In: handkastid.net. Abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> | UMF Stjarnan |
| Deutschland | Leonard Zink<ref>VfL Lübeck-Schwartau verpflichtet Linkshänder Leonard Zink. In: vfl-luebeck-schwartau.de. Abgerufen am 25. Februar 2026.</ref> | TuS Vinnhorst |
| Deutschland | Sören Hartwich<ref name=hartwich>Wechsel auf Rechtsaußen: Cohen verlässt den VfL – Sören Hartwich von HSG Eider Harde kommt. In: vfl-luebeck-schwartau.de. Abgerufen am 28. Februar 2026.</ref> | HSG Eider Harde |
| Datei:Flag of Israel.svg | Guy Resch Erman<ref>Talent entscheidet sich für den VfL: VfL Lübeck-Schwartau verpflichtet Guy Resch Erman. In: vfl-luebeck-schwartau.de. Abgerufen am 27. März 2026.</ref> | Maccabi Tel Aviv |
| Stand: 27. März 2026 | ||
| Abgänge | ||
|---|---|---|
| Nation | Name | aufnehmender Verein |
| Deutschland | Janik Schrader<ref>Ein Linkshänder für den BHC. In: bhc06.de. Abgerufen am 21. Januar 2026.</ref> | Bergischer HC |
| Deutschland | Leon Ciudad Benitez<ref>Dessau-Roßlauer HV schließt Lücke am Kreis. In: handball-world.news. Abgerufen am 11. Februar 2026.</ref> | Dessau-Roßlauer HV |
| Datei:Flag of Israel.svg | Nadav Cohen<ref name=hartwich /> | Ziel unbekannt |
| Deutschland | Nils Conrad<ref>handball-world.news: Hildesheim bekommt Zweitligaerfahrung im Tor, abgerufen am 11. März 2026</ref> | Eintracht Hildesheim |
| Stand: 11. März 2026 | ||
Die Saisonbilanzen seit 2007/08
| Saison | Spielklasse | Platz | Spiele | Tore | Diff. | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2007/08 | Regionalliga Nordost | 1 | 30 | 1046:795 | 215 | 53:7 |
| 2008/09 | 2. Bundesliga Nord | 8 | 34 | 1067:1016 | 52 | 36:32 |
| 2009/10 | 2. Bundesliga Nord | 6 | 32 | 1042:1030 | 12 | 35:29 |
| 2010/11 | 2. Bundesliga Nord | 4 | 32 | 948:881 | 67 | 41:23 |
| 2011/12 | 2. Bundesliga | 12 | 38 | 1064:1075 | −11 | 35:41 |
| 2012/13 | 2. Bundesliga | 5 | 36 | 984:953 | 31 | 39:33 |
| 2013/14 | 2. Bundesliga | 9 | 36 | 992:974 | 18 | 39:33 |
| 2014/15 | 2. Bundesliga | 11 | 38 | 975:961 | 14 | 40:36 |
| 2015/16 | 2. Bundesliga | 13 | 40 | 1016:1027 | −11 | 34:46 |
| 2016/17 | 2. Bundesliga | 6 | 38 | 994:936 | 58 | 46:30 |
| 2017/18 | 2. Bundesliga | 3 | 38 | 981:910 | 71 | 52:24 |
| 2018/19 | 2. Bundesliga | 5 | 38 | 980:929 | 51 | 50:26 |
| 2019/201 | 2. Bundesliga | 12 | 24 | 566:585 | −19 | 20:28 |
| 2020/21 | 2. Bundesliga | 10 | 36 | 944:979 | −35 | 34:38 |
| 2021/22 | 2. Bundesliga | 10 | 38 | 1073:1079 | −6 | 36:40 |
| 2022/23 | 2. Bundesliga | 12 | 36 | 1011:1011 | ±0 | 33:39 |
| 2023/24 | 2. Bundesliga | 9 | 34 | 985:1009 | −19 | 32:36 |
| 2024/25 | 2. Bundesliga | 12 | 34 | 958:971 | −13 | 30:38 |
1 Saisonabbruch aufgrund der COVID-19-Pandemie
| Aufstieg in die 2. Bundesliga |
Bekannte ehemalige Spieler
- Anders Bäckegren
- Sigurður Bjarnason
- Michael Dogs
- Jörg Engelhardt
- Jonas Ernelind
- Peter Gerfen
- Johnny Jensen
- Juri Knorr
- Thomas Knorr
- Marek Kordowiecki
- Jens Kürbis
- Peter Leidreiter
- Peter Möller
- Wolfgang Schwenke
- Goran Stojanović
- Pierre Thorsson
- Adrian Wagner
- Daniel Waszkiewicz
- Erhard Wunderlich
Weblinks
Einzelnachweise
<references/>
Vorlage:Klappleiste/Anfang HBW Balingen-Weilstetten | SG BBM Bietigheim | HSC 2000 Coburg | Dessau-Roßlauer HV | TSV Bayer Dormagen | HC Elbflorenz | TUSEM Essen | TuS Ferndorf | Die Eulen Ludwigshafen | TV Großwallstadt | VfL Eintracht Hagen | TV Hüttenberg | HSG Krefeld | VfL Lübeck-Schwartau | TuS N-Lübbecke | HSG Nordhorn-Lingen | HC Oppenweiler/Backnang | 1. VfL Potsdam Vorlage:Klappleiste/Ende