Dessau-Roßlauer HV
| Voller Name | Dessau-Roßlauer Handballverein von 2006 e. V. | ||
| Abkürzung(en) | DRHV 06 | ||
| Spitzname(n) | ZAB Dessau, „Beavers“ | ||
| Gegründet | 2006 | ||
| Vereinsfarben | blau / weiß | ||
| Halle | Anhalt-Arena, Dessau-Roßlau | ||
| Plätze | 3.500 | ||
| Präsident | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Hubert Ernst | ||
| Geschäftsführer | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Sebastian Glock | ||
| Trainer | |||
| Liga | 2. Bundesliga | ||
| 2024/25 | |||
| Rang | 10. Platz | ||
| Website | https://www.drhv06.de/ | ||
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| Größte Erfolge | |||
| National | DHB-Pokal-Achtelfinale 2009, 2011, 2022 | ||
Der Dessau-Roßlauer HV ist ein deutscher Handballverein aus Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt.
Geschichte
Der Vorgänger des DRHV 06 war seit Mitte der 1960er-Jahre als BSG ZAB Dessau in der DDR-Oberliga vertreten. Nach der Wiedervereinigung spielte der Dessauer SV ZAB in der Saison 1991/1992 in der Handball-Bundesliga. Aufgrund finanzieller Probleme wurde der Verein 1996 als Dessauer Handballverein von 1996 neu gegründet. Die Bundesligamannschaft trägt seit 2004 den Beinamen the beavers. Nach der Zusammenlegung der Städte Dessau und Roßlau 2006 fusionierten auch die beiden Handballvereine Dessauer HV und TV Roßlau am 1. Juli 2006 zum Dessau-Roßlauer HV.<ref name="geschichte">Geschichte des Vereins. dessau-rosslauer-hv.de. Abgerufen am 18. April 2016.</ref>
Am 1. April 2007 trat der bisherige Vereinspräsident Demirtas zurück. Die Amtsgeschäfte leiteten fortan der restliche Vorstand und der faktische Nachfolger Thomas Zänger. Da der Verein in sechsstelliger Höhe verschuldet war, gab es bei der Vergabe der Lizenz für die Saison 2007/08 Probleme. Allerdings wurde durch großen Einsatz der Fans und durch Sponsorengelder eine Summe in Höhe von 290.000 € beschafft, mit der die Lizenz gesichert werden konnte.<ref name="mz-web">2. Handball-Bundesliga Neuanfang mit großer Offenheit. Mitteldeutsche Zeitung. 20. November 2007, abgerufen am 18. April 2016.</ref> Seitdem wird der Verein „saniert“. Es werden monatlich ca. 20.000 € zum Schuldenabbau verwendet, um zu Beginn der nächsten Saison schuldenfrei zu sein und somit Problemen bei der Lizenzierung aus dem Weg zu gehen. Am 19. Juni 2007 kündigte Georgi Swiridenko, 1988 in Seoul mit der UdSSR Olympiasieger, überraschend seinen Vertrag als Cheftrainer und übernahm das Traineramt bei der HSG Düsseldorf. Nachfolger wurde Peter Pysall, der am 8. Mai 2011 beurlaubt wurde. Sein Nachfolger wurde wiederum Georgi Swiridenko.<ref name="hb-world">Sviridenko soll Dessau-Roßlauer HV zurück in 2. Liga führen. handball-world.com. 10. Juni 2011, abgerufen am 18. April 2016.</ref>
Zum Ende der Saison 2010/11 in der 2. Handball-Bundesliga stand der Verein auf einem Relegationsplatz. Gegen den SC DHfK Leipzig Handball verlor der Verein das folgende Relegationsspiel und stieg damit nach 19 Jahren aus der 2. Bundesliga ab.
Wichtigste Lokalrivalen sind Anhalt Bernburg, 1. SV Concordia Delitzsch und der SC Magdeburg. Der Zuschauerschnitt in der heimischen Anhalt-Arena liegt bei ca. 1.300 Zuschauern, der zweithöchste Wert in der 2. Handball-Bundesliga.
In der Saison 2015/16 schaffte der Dessau-Roßlauer HV mit dem Gewinn der Staffel Nord der 3. Liga die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Dabei konnte der Aufstieg bereits zwei Spieltage vor Saisonende erreicht werden.<ref>Dessau-Roßlauer HV kehrt in die 2. Bundesliga zurück. In: Welt Online. 17. April 2016 (welt.de [abgerufen am 17. April 2016]).</ref> Der Klassenerhalt in der ersten Spielzeit in der 2. Handball-Bundesliga seit 2011 konnte mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis und dem 10. Platz der Saison 2016/17 erreicht werden. In der Saison 2017/18 konnte die Mannschaft mit dem 13. Tabellenplatz erneut die Klasse halten. Ein Jahr später stieg der Verein zum Ende der Saison 2018/19 als einer von fünf Absteigern in die 3. Liga Nord-Ost ab. Durch die Corona-Pandemie beeinflusst wurde die Saison 2019/20 im März unterbrochen und im April vorzeitig beendet. Über die eingeführte Quotientenregelung konnte die Dessau-Roßlauer somit den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga feiern.
Nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga belegte das Team von Uwe Jungandreas in der Saison 2020/21 den 15. Tabellenplatz. Im darauffolgenden Jahr konnte der DRHV die Saison 2021/22 auf dem 12. Tabellenplatz abschließen und qualifizierte sich damit für den DHB-Pokal in der kommenden Saison. Die Saison 2022/23 war eine der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Mit 25 Siegen in 36 Spielen belegte der DRHV sensationell den 3. Tabellenplatz und scheiterte nur knapp am Bundesligaaufstieg. Im DHB-Pokal 2022/23 erreichte der Dessau-Roßlauer HV das Achtelfinale, in welchem sich die Mannschaft knapp dem Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf mit 27:29 geschlagen geben musste.<ref>Norman Gunkel: DRHV verkauft sich teuer gegen Favoriten aus Hannover. In: Dessau-Roßlauer HV 06. 23. Dezember 2022, abgerufen am 20. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mit den 1183 Toren stellten die Dessauer den besten Angriff der Liga und hatten mit Uwe Jungandreas den Trainer der Saison 2022/23 in der 2. Bundesliga an der Seitenlinie.<ref>Norman Gunkel: Uwe Jungandreas zum „Trainer der Saison 2022/23“ gekürt. In: Dessau-Roßlauer HV 06. 2. Juni 2023, abgerufen am 20. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im November 2024 gab der Verein bekannt, nach der Saison getrennte Wege mit Trainer Uwe Jungandreas zu gehen. Der, im Jahr 2021, angestrebte Strukturwandel soll mit dem Wechsel auf der Trainerbank finalisiert werden. Ab der Saison 2025/26 übernimmt das Traineramt des DRHV der, derzeitige, Co-Trainer sowie Jugendkoordinator Vanja Radić.<ref>Norman Gunkel: Vanja Radić übernimmt im Sommer Traineramt von Uwe Jungandreas. In: Dessau-Roßlauer HV 06. 14. November 2024, abgerufen am 14. November 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nachwuchsarbeit
Die männlichen A-Jugendlichen erreichten in der Saison 2005/06 den dritten Platz in der Regionalliga, der höchstmöglichen Spielklasse, und besiegten dabei auch den späteren Meister SC Magdeburg. Dieser Erfolg konnte in der darauf folgenden Saison wiederholt werden. Einige der ehemaligen A-Jugendlichen spielten in den deutschen Jugendnationalmannschaften. Nach dem gewonnenen Double auf der Landesebene durch die zweite Mannschaft des DRHV brach das Konzept des langsamen Heranführens an die Bundesligamannschaft fast vollständig weg. Gleich sechs Spieler mit Perspektive für die Zweite Bundesliga verließen den Verein. Im männlichen Nachwuchsbereich wurde das Regionalligateam zurückgezogen und erst im Sommer 2009 für die neue Saison eine Spielgemeinschaft mit der SG Kühnau für die Regionalliga eingegangen, um für potenzielle Nachwuchsspieler wieder attraktiver zu werden.<ref name="sg"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Handballvereine kooperieren. Spielgemeinschaft DRHV und SG Kühnau. ( vom 18. April 2016 im Internet Archive) kanal8-anhalt.de. 19. März 2009, abgerufen am 18. April 2016.</ref>
Seit einigen Jahren spielen die Jugendmannschaften des DRHV in einer Spielgemeinschaft mit der SG Kühnau zusammen. In der Saison 2021/22 konnte die D-Jugend der JSpG Kühnau/DRHV 06 die Sachsen-Anhalt Liga gewinnen.<ref>DRHV 06: D-Jugend nach Heimsieg zum Landesmeister 2022 geehrt. In: Dessau-Roßlauer HV 06. 18. Mai 2022, abgerufen am 20. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zur Saison 2022/23 bildeten die beiden Dessauer Teams mit der HG 85 Köthen in der A-Jugend eine Spielgemeinschaft. Diese konnte in der Sachsen-Anhalt Liga den 2. Platz erringen und wurde somit Vize-Landesmeister.<ref>Justus Heinrich: A-Jugend scheitert im großen Saisonfinale. In: Dessau-Roßlauer HV 06. 10. Mai 2023, abgerufen am 20. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Mannschaft
Der ehemalige Torhüter Matías Carlos Schulz wurde bei der WM 2005 zum fünftbesten Torhüter gewählt und war auch bei der Handball-WM 2007 in Deutschland im Kader der argentinischen Nationalmannschaft, die sich in Dessau auf dieses Turnier vorbereitete. Armands Uščins war Mitglied der lettischen Nationalmannschaft. In der Saison 2013/14 lief der australische Nationalspieler Luka Kraijnc für die Beavers auf.
Im Kader der Saison 2017/18 standen mit Marek Vanco und Libor Hanisch gleich zwei Spieler aus der tschechischen Nationalmannschaft. Zwischen 2019 und 2024 stand mit Jakub Hrstka ein weiterer Nationalspieler aus Tschechien unter Vertrag.
Kader 2025/26
Trainerteam
| Nation | Name | Position | Geburtsdatum |
|---|---|---|---|
| Vanja Radić | Trainer | 23.04.1985 | |
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Philipp Braun | Co-Trainer | 16.02.1989 |
Transfers zur Saison 2025/26
Transfers zur Saison 2026/27
| Zugänge | ||
|---|---|---|
| Nation | Name | abgebender Verein |
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Tim Grüner<ref>Tim Grüner wechselt im Sommer zum DRHV. In: drhv06.de. 5. Dezember 2025, abgerufen am 12. Dezember 2025.</ref> | HBW Balingen-Weilstetten |
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Leon Ciudad Benitez<ref>Dessau-Roßlauer HV schließt Lücke am Kreis. In: handball-world.news. Abgerufen am 11. Februar 2026.</ref> | VfL Lübeck-Schwartau |
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Niklas Döbbel<ref>DRHV verpflichtet Magdeburger Döbbel fest. In: handball-world.news. Abgerufen am 5. März 2026.</ref> | SC Magdeburg |
| Stand: 5. März 2026 | ||
| Abgänge | ||
|---|---|---|
| Nation | Name | aufnehmender Verein |
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Tim Maximilian Hertzfeld<ref>Suljakovic wird Ebner-Nachfolger im DHfK-Tor. In: sportschau.de. 6. Februar 2025, abgerufen am 8. Februar 2026.</ref> | SC DHfK Leipzig Handball |
| Stand: 8. Februar 2026 | ||
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Klappleiste/Anfang HBW Balingen-Weilstetten | SG BBM Bietigheim | HSC 2000 Coburg | Dessau-Roßlauer HV | TSV Bayer Dormagen | HC Elbflorenz | TUSEM Essen | TuS Ferndorf | Die Eulen Ludwigshafen | TV Großwallstadt | VfL Eintracht Hagen | TV Hüttenberg | HSG Krefeld | VfL Lübeck-Schwartau | TuS N-Lübbecke | HSG Nordhorn-Lingen | HC Oppenweiler/Backnang | 1. VfL Potsdam Vorlage:Klappleiste/Ende