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Thomas Knorr (Handballspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Thomas Knorr
Thomas Knorr
Thomas Knorr (2010)
Spielerinformationen
Spitzname „Knorre“
Geburtstag 16. Mai 1971
Geburtsort Lübeck, Deutschland
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutschland deutsch
Körpergröße 1,92 m
Spielposition Rückraum links
Kreisläufer
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Karriere beendet
Vereine in der Jugend
von – bis Verein
1975–1988 DeutschlandDeutschland VfL Bad Schwartau
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
1988–1992 DeutschlandDeutschland VfL Bad Schwartau
1992–1998 DeutschlandDeutschland THW Kiel
1998–2001 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
2001–2002 DeutschlandDeutschland VfL Bad Schwartau
2002–2007 DeutschlandDeutschland HSV Hamburg
2007–2011 DeutschlandDeutschland VfL Bad Schwartau
2012–11/2013 DeutschlandDeutschland Preetzer TSV
11/2013–2014 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg
2014–? DeutschlandDeutschland HSG Ostsee N/G
Nationalmannschaft
Debüt am 22. März 1990
gegen NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande
  Spiele (Tore)
DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland 83 (199)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Thomas Knorr (Memento vom 29. Juli 2007 im Internet Archive)</ref>
Stationen als Trainer
von – bis Station
2007–2011 DeutschlandDeutschland VfL Bad Schwartau
2014–2019 DeutschlandDeutschland HSG Ostsee N/G
Stand: 19. März 2019

Thomas Knorr (* 16. Mai 1971 in Lübeck) ist ein ehemaliger deutscher Handballspieler, der über 500 Partien in der Bundesliga bestritt.

Karriere

Knorr bestritt mit fünf Jahren sein erstes Punktspiel im Jugendbereich des VfL Bad Schwartau. Schwartaus damaliger Trainer Vlado Stenzel ließ den talentierten Nachwuchsspieler schon mit 16 Jahren in der Herrenmannschaft mittrainieren, jedoch durfte er aufgrund des DHB-Reglements noch keine Spiele im Seniorenbereich bestreiten. Erst ein Jahr später konnte ihn der neue Trainer Zvonimir Serdarušić für Spiele im Herrenbereich nominieren.<ref name="welt">Welt Online: Handball ist pure Leidenschaft</ref> Mit der Mannschaft aus der Marmeladenstadt stieg er 1990 in die Bundesliga auf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chronik der Handballabteilung (Memento vom 21. Juni 2009 im Internet Archive)</ref>

1992 wechselte der Rückraumspieler zum THW Kiel. Mit den Kielern errang er in den kommenden Jahren sieben nationale und einen internationalen Titel.<ref name="thw">Spielerprofil vom THW Kiel</ref> Nachdem er 1998 mit dem THW drei Titel gewonnen hatte, wechselte er zum Ligarivalen SG Flensburg-Handewitt. In den kommenden Jahren gewann er mit den Flensburgern den DHB-Supercup und zwei Europapokale. 2001 zog es ihn wieder zum VfL Bad Schwartau. Ein Jahr später wechselte er mitsamt dem VfL zum neugeschaffenen HSV Hamburg. Mit den Hamburgern gewann er insgesamt vier Vereinstitel.

Im Sommer 2007 unterschrieb Knorr einen Vertrag beim VfL Bad Schwartau. Anfangs war er in Schwartau als Spielertrainer tätig und der VfL stieg 2008 unter seiner Leitung in die 2. Handball-Bundesliga auf. Ab Sommer 2011 war er nur noch als Trainer beim VfL tätig. Im Oktober 2011 wurde Knorr nach einem missratenen Saisonstart entlassen.<ref name="entlassung">@1@2Vorlage:Toter Link/www.ln-online.deMannschaft feuert Trainer Knorr (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2016. Suche im Internet Archive )</ref> Später übernahm er eine Jugendmannschaft beim VfL. Im Jahr 2012 gab er sein Comeback als Spieler beim Oberligisten Preetzer TSV.<ref name="preetz">Spielbericht Preetz vs. Barmbek</ref>

Im November 2013 wurde Thomas Knorr vom Bundesligisten SC Magdeburg verpflichtet, der damit kurzfristig auf verletzungsbedingte Personalprobleme reagierte.<ref>handball-world.com: Ein besonderer Coup: SC Magdeburg reaktiviert Thomas Knorr vom 5. November 2013, abgerufen am 5. November 2013</ref> Durch diese vier Einsätze (ein Tor) übertraf er als siebter Spieler die 500-Bundesligaspiele-Marke und kommt insgesamt auf 501 Spiele sowie 1521 Tore.

Seit der Saison 2014/15 trainiert er gemeinsam mit Jens Lüdtke den schleswig-holsteinischen Landesligisten HSG Ostsee N/G.<ref>Jens Kürbis: Neue HSG Ostsee holt Lüdtke/Knorr als Trainerdou. In: Lübecker Nachrichten. 15. März 2014, S. 19.</ref> Gelegentlich lief er noch für die HSG Ostsee N/G auf.<ref>hsgostsee.files.wordpress.com: Starker Reider hält Ostsee-Sieg fest, abgerufen am 12. Februar 2015</ref> Zusätzlich trainierte das Trainerduo die B-Jugend vom MTV Lübeck.<ref>Jens Kürbis: Vision mit neuer Halle und Internat. In: Lübecker Nachrichten. 10. April 2014, S. 22.</ref> Nachdem die HSG Ostsee N/G 2016 in die Oberliga aufstieg, beendete er seine Trainertätigkeit beim MTV Lübeck.<ref>Talente & Claasen steigen auf. In: Lübecker Nachrichten. 7. Juni 2016, S. 23.</ref> 2018 stieg die HSG Ostsee unter seiner Leitung in die 3. Liga auf.<ref>ln-online.de: Doppelter Jubel in der Oberliga: HSG ist Meister, VfL II gerettet, abgerufen am 26. April 2018</ref> Im März 2019 wurde er von seinen Aufgaben entbunden.<ref>Jens Kürbis: Ostsee in schwerer See: HSG trennt sich von Thomas Knorr In: Lübecker Nachrichten. 19. März 2019, S. 19.</ref>

Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab Knorr am 22. März 1990 gegen die Niederlande. In seiner Länderspiellaufbahn warf er 199 Tore in 83 Spielen. Er nahm an fünf großen Turnieren teil, wobei der sechste Platz bei der Weltmeisterschaft 1993 die beste Platzierung war. Bei der Europameisterschaft 1996 wurde er mit 41 Toren Torschützenkönig.<ref name="thw" /> Außerdem nahm er an den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta teil.

Privates

1997 heiratete Knorr im dänischen Kolding Franziska Zeidler, die er in seiner Kieler Zeit kennengelernt hatte.<ref name="thw2">THW Kiel: Nachrichten im Monat 07/97</ref> Das Paar bekam einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn Juri Knorr ist ebenfalls Handballspieler.<ref name="welt" />

Erfolge

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />