Zum Inhalt springen

U-Bahnhof Schönleinstraße

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Kottbusser Damm - panoramio - Uli Herrmann (1).jpg
Nordöstlicher Zugang an der Schinkestraße
Datei:Schoenleinstr-ubahn.jpg
Bahnsteig

Der U-Bahnhof Schönleinstraße ist eine Station der Linie U8 der Berliner U-Bahn. Er liegt längs unter dem Kottbusser Damm zwischen der Schinke- und der Schönleinstraße an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln. Von 1951 bis 1992 hieß der Bahnhof Kottbusser Damm.

Geschichte und Beschreibung

Die namengebende Straße ist nach Johann Lukas Schönlein benannt,<ref>Jürgen Meyer-Kronthaler: Berlins U-Bahnhöfe. be.bra, Berlin 1995, ISBN 3-930863-07-3, S. 247.</ref> einem Tuberkuloseforscher und Leibarzt König Friedrich Wilhelms IV.<ref>Schönleinstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)</ref> Während der Planungs- und Bauphase der Station war der Arbeitstitel „Boeckhstraße“, die Umbenennung erfolgte erst kurz vor der Eröffnung.<ref name="ASU8">Axel Mauruszat, Alexander Seefeldt: Berliner U-Bahn-Linien: U8 – Von Gesundbrunnen nach Neukölln. Robert Schwandl Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-936573-40-4, S. 140 f.</ref>

Die Station wurde am 17. Juli 1927 eröffnet, sie trägt im Bahnhofsverzeichnis der BVG die Bezeichnung ST.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.untergrundbahn.deBahnhof Schönleinstraße (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot bei Berliner Untergrundbahn</ref> Entworfen wurde sie, wie viele andere Berliner U-Bahnhöfe jener Zeit, von Alfred Grenander.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Übersichtskarte der Berliner Bahnhöfe, die von Alfred Grenander geplant wurden. (Memento vom 5. Oktober 2007 im Internet Archive; PDF)</ref> Von der Eröffnung bis zum 12. Februar 1928 bildete sie den nördlichen Endpunkt der damaligen Linie D.<ref>Holger Prüfert: Linienchronik der Berliner U-Bahn</ref>

Der U-Bahnhof liegt in 112-facher Tiefenlage. Der Mittelbahnsteig zwischen den beiden Streckengleisen befindet sich 6,7 Meter unter dem Straßenniveau, er ist 130 Meter lang und 8 Meter breit. An beiden Enden führen Treppen zu Zwischengeschossen, von dort führen Ausgänge auf die Gehsteige beiderseits des Kottbusser Damms. Ein weiterer Zugang in die Boeckhstraße wurde nach starken Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg rückgebaut. Im südlichen Aufgang vom Bahnsteig zur Verteilerhalle im Zwischengeschoss existiert eine Rolltreppe.<ref name="ASU8" />

Aufgrund des guten baulichen Zustands ist der nicht barrierefreie Bahnhof seit seiner Eröffnung nahezu unverändert. Längs mittig des Bahnsteigs stützt eine Reihe von verfliesten Pfeilern mit quadratischem Querschnitt die Decke, ähnliche Pfeiler befinden sich in den Verteilerhallen. Die Keramikfliesen am Bahnsteig sind in den Farben Grau/Grün und Braun/Rosa gehalten, in den beiden Vorhallen wurden unterschiedliche Fliesen (gelb bis grün) eingesetzt.

Bereits seit 2020 ist eine denkmalgerechte Sanierung geplant, in diesem Zuge soll auch ein Aufzug eingebaut werden. Die Arbeiten sollen vier Jahre dauern.<ref>Nach historischem Vorbild – Bahnhof Schönleinstraße wird saniert und bekommt Aufzug. In: Berliner Zeitung. 25. Februar 2019 (berliner-zeitung.de).</ref> Laut Informationen der Senatsverwaltung für Verkehr aus dem Januar 2026 ist die Grundinstandsetzung des U-Bahnhofes ab voraussichtlich 2026 geplant.<ref>Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (LINKE) vom 5. Januar 2026 zum Thema: Sanierungsbedarf des Berliner U-Bahnnetzes (III). (PDF) Drucksache 19 / 24 703. In: Parlament-Berlin.de. Abgeordnetenhaus Berlin, 30. Januar 2026, abgerufen am 12. Februar 2026.</ref> Der Einbau des geplanten Aufzuges ist laut Informationen derselben Behörde erst nach 2030 geplant.<ref>Vollständige Barrierefreiheit in der Berliner U-Bahn durch Aufzugsanlagen. (PDF) Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (LINKE). In: parlament-berlin.de. Abgeordnetenhaus Berlin, 29. August 2024, S. 2, abgerufen am 23. März 2025.</ref>

Anbindung

Linie Verlauf
Datei:Berlin U8.svg Wittenau (Wilhelmsruher Damm) – Rathaus Reinickendorf – Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik – Lindauer Allee – Paracelsus-Bad – Residenzstraße – Franz-Neumann-Platz (Am Schäfersee) – Osloer Straße – Pankstraße – Gesundbrunnen – Voltastraße – Bernauer Straße – Rosenthaler Platz – Weinmeisterstraße – Alexanderplatz – Jannowitzbrücke – Heinrich-Heine-Straße – Moritzplatz – Kottbusser Tor – Schönleinstraße – Hermannplatz – Boddinstraße – Leinestraße – Hermannstraße

Am U-Bahnhof besteht keine direkte Umsteigemöglichkeit zu anderen Linien des Berliner Nahverkehrs.

Weblinks

Commons: U-Bahnhof Schönleinstraße (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 29′ 35,2″ N, 13° 25′ 18,8″ O

 {{#coordinates:52,4931|13,4219|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BE
   |type=landmark
  }}