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U-Bahnhof Pankstraße

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Datei:Berlin - U-Bahnhof Pankstraße - Linie U8 (7618125328).jpg
Bahnhofseingang in der Prinzenallee vor der Sanierung

Der U-Bahnhof Pankstraße ist ein Bahnhof der Linie U8 der Berliner U-Bahn im Ortsteil Gesundbrunnen. Er trägt im Bahnhofsverzeichnis der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) die Bezeichnung Pk. Seit dem 16. Dezember 2025 ist der U-Bahnhof durch einen Aufzug barrierefrei zugänglich.<ref>Vollständige Barrierefreiheit in der Berliner U-Bahn durch Aufzugsanlagen. (PDF) Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (LINKE). In: parlament-berlin.de. Abgeordnetenhaus Berlin, 29. August 2024, S. 2, abgerufen am 23. März 2025.</ref><ref>Der Ärger mit den BVG-Fahrstühlen in Berlin. In: B.Z. 10. September 2024, abgerufen am 28. September 2024.</ref>

Die Station besitzt Wandverkleidungen aus braunen Keramikfliesen, die Stützen sind mit Aluminiumblechen verkleidet. Die Decke ist mit leuchtend orangenen Elementen abgehängt, ein über der Bahnsteigkante von der Decke abgesetzt herabhängendes Lichtband trennt den Bahnsteig vom Gleisraum. Als ein späteres Werk des Berliner Architekten Rainer G. Rümmler sind die Stützen des Bahnhofes erstmals mit Kapitellen ausgestattet.<ref name=":1" />

Mit der Verlängerung der U-Bahn-Linie 8 von Gesundbrunnen zur Osloer Straße wurde die Station am 5. Oktober 1977 eröffnet. Baubeginn dieses Abschnitts war im September 1973.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Berlins U-Bahnstrecken – Die Pankstraßen-Strecke (Memento vom 8. August 2007 im Internet Archive).</ref><ref>Drucksache 17/11609. (PDF; 195 kB) Abgeordnetenhaus Berlin, 7. März 2013, abgerufen am 12. April 2013.</ref>

Der Bahnhof wird von 2020 bis 2026 grundhaft saniert, welche die denkmalgerechte Wiederaufbereitung sämtlicher Verkleidungen, der Einbau eines Aufzuges, die Verlegung eines Blindenleitsystems sowie die Erschließung durch einen zusätzlichen Treppenaufgang direkt von der Straßenebene auf den Bahnsteig umfasst.<ref name=":0">Unterirdisches Update. Berliner Verkehrsbetriebe, 16. Dezember 2025, abgerufen am 16. April 2026.</ref> Außerdem werden die bestehenden, nur durch eine für die damalige Zeit typische, niedrige Steinmauer eingefassten Bahnhofseingänge mit einem Dach ausgestattet.

Besonderheiten

Datei:Civil protection room Pankstrasse.jpg
Zugang zum Schutzraum
Datei:U-Bahnhof Pankstraße.jpg
Bahnsteig mit Hintergleiswand

Die Station wurde als Mehrzweckanlage gebaut, sodass der Bahnsteig sowie angrenzende Räume auch als Schutzraum in Kriegs- und Katastrophenfällen genutzt werden können. So besitzt die Station beispielsweise Sanitärräume, eine Notküche und eine Frischluftversorgung mit Filtern. Im Notfall können hier 3339 Personen Schutz finden. Die Mehrkosten für den Bau wurden vom Bundesfinanzministerium bezahlt. Die Einrichtungen können im Rahmen geführter Touren, die vom Verein Berliner Unterwelten veranstaltet werden, besichtigt werden.<ref>Von Uta-Keseling: Was Dietmar Arnold unter Berlin sucht. In: Berliner Morgenpost, 23. März 2009.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tour 3 – U-Bahn, Bunker, Kalter Krieg des Berliner Unterwelten e. V. (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive).</ref> Die Anlage selbst befindet sich im Eigentum der BVG.<ref>Hinter dicken Mauern: Nutzung von Bunkeranlagen in Berlin. (PDF) Kleine Anfrage des Abgeordneten Philipp Magalski (Piraten), Drucksache 17/12984. Abgeordnetenhaus Berlin, 12. Dezember 2013, abgerufen am 20. März 2014.</ref>

Der U-Bahnhof sowie die Zivilschutzanlage stehen seit 2010 unter Denkmalschutz.<ref>Eintrag 09060113 in der Berliner Landesdenkmalliste</ref><ref name=":0" />

Datei:Berlin - U-Bahnhof Pankstraße - Linie U8 (7618172642).jpg
Der Stationsname an der Wand der mit Aluminiumplatten verkleideten Funktionsräume in der Bahnsteigmitte. Im Hintergrund das orange verkleidete Zugabfertigerhaus

Ein kleines Kuriosum ist, dass die Stationsbezeichnung auf den Seitenwänden des Bahnsteigs Pankstrasse lautet, abweichend von der korrekten Schreibweise Pankstraße. Selbiger Schriftzug ist in der nur in diesem U-Bahnhof verwendeten, 1970 von Colin Brignall entworfenen Schrifttype OctopussP gesetzt.<ref name=":1">Verena Pfeiffer-Kloss: Der Himmel unter West-Berlin. 2. Auflage. Urbanophil, Berlin 2019, ISBN 978-3-9820586-0-3, S. 174.</ref><ref>Markus Popp: U-Bahnhof Pankstraße, Berlin. In: Fonts In Use. 29. März 2025, abgerufen am 16. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Anbindung

Linie Verlauf
Datei:Berlin U8.svg Wittenau (Wilhelmsruher Damm) – Rathaus Reinickendorf – Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik – Lindauer Allee – Paracelsus-Bad – Residenzstraße – Franz-Neumann-Platz (Am Schäfersee) – Osloer Straße – Pankstraße – Gesundbrunnen – Voltastraße – Bernauer Straße – Rosenthaler Platz – Weinmeisterstraße – Alexanderplatz – Jannowitzbrücke – Heinrich-Heine-Straße – Moritzplatz – Kottbusser Tor – Schönleinstraße – Hermannplatz – Boddinstraße – Leinestraße – Hermannstraße

Am U-Bahnhof bestehen Umsteigemöglichkeiten von der Linie U8 zur Omnibuslinie M27 der BVG.

Weblinks

Commons: U-Bahnhof Pankstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 33′ 8,3″ N, 13° 22′ 53,4″ O

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