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Stickstofftribromid

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Stickstofftribromid ist eine chemische Verbindung, die zur Gruppe der Stickstoffhalogenide gehört. Durch ihre Empfindlichkeit und hohe Explosivität gibt es keine praktische Anwendung für die Verbindung.

Vorkommen

Wird bei der Desinfektion von Schwimmbäder anstelle von Chlor Brom eingesetzt, kann durch die Reaktion mit Harnstoff aus menschlichen Ausscheidungen als Nebenprodukt Stickstofftribromid<ref>LennTech: Bromine as Desinfectant</ref><ref>Water Quality and Health Council: Pool Health</ref> entstehen.

Gewinnung und Darstellung

Stickstofftribromid lässt sich gewinnen durch Bromierung von Stickstofftrichlorid<ref>Lateral Science: Fulminating oils</ref>

<math>\mathrm{NCl_3 + 3 \ KBr \longrightarrow NBr_3 + 3 \ KCl}</math>

oder durch Umsetzung von Ammoniumbromid, Natriumchlorit und Eisen(III)-bromid

<math>\mathrm{NH_4Br + \ NaClO_2 + 2 \ FeBr_3 \longrightarrow}</math> <math>\mathrm{NaCl + 2 \ FeBr_2 + \ NBr_3 + 2 \ H_2O}</math>

oder durch Reaktion von Bis(trimethylsilyl)bromamin mit Bromchlorid<ref>Jochen Jander: Non-Aqueous Solvents for Preparation and Reactions of Nitrogen Halogen Compounds (PDF; 477 kB). Pure Appl. Chem., Vol. 49, S. 67–73.</ref> bei −85 °C in Pentan als Lösungsmittel

<math>\mathrm{[(CH_3)_3Si]_2NBr + 2 \ BrCl \longrightarrow NBr_3 + 2 \ (CH_3)_3SiCl}</math>

Auch durch Elektrolyse einer Ammoniumiodid- und Kaliumbromidlösung (NH4I + KBr) kann Stickstofftribromid hergestellt werden.

Bei der Explosion zerfällt Stickstofftribromid in die Elemente:

<math>\mathrm{2 \ NBr_3 \longrightarrow N_2 + 3 \ Br_2}</math>

Literatur

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Navigationsleiste Stickstoffhalogenide