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Ammoniumiodid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Ammoniumion Iodidion
Allgemeines
Name Ammoniumiodid
Andere Namen
Summenformel NH4I
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser, scharf salzig schmeckender, stark hygroskopischer Feststoff<ref name="GESTIS" /><ref name="TMI"></ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 234-717-7
ECHA-InfoCard 100.031.548
PubChem 25487
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 144,94 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,51 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

551 °C (sublimiert)<ref name="Alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Löslichkeit
  • sehr gut in Wasser (1770 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS" />
  • gut in Glycerin (667 g·l−1), Methanol (400 g·l−1) und Ethanol (270 g·l−1)<ref name="TMI" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: 261​‐​280​‐​305+351+338​‐​304+340​‐​405​‐​501<ref name="Alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Ammoniumiodid (NH4I) ist eine anorganische chemische Verbindung und das Ammoniumsalz des Iodwasserstoffs. Ammoniumiodid ist ein farb- und geruchloser, scharf salzig schmeckender, stark hygroskopischer Feststoff.

Eigenschaften

Ammoniumiodid ist ein farb- und geruchloser, scharf salzig schmeckender, stark hygroskopischer Feststoff, der in Wasser, Ethanol, Methanol und Glycerin leicht löslich ist. Ammoniumiodid bildet kubische Kristalle, ist leicht zersetzbar und verfärbt infolge Oxidation des Iodid-Ions zu Iod I2 an der Luft gelb bis braun.<ref name="TMI" /><ref>Ammoniumjodid – Artikel in Meyers Konversationslexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885–1892</ref> Die Verbindung kommt in drei Kristallstrukturen vor, wobei die Niedertemperaturform eine tetragonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P4/nmm (Raumgruppen-Nr. 129)Vorlage:Raumgruppe/129 besitzt.<ref>High Pressure Phase Transformations: A Handbook. CRC Press, 1992, ISBN 978-2-88124-759-0, S. 445 (books.google.de).</ref>

Synthese

Die Herstellung von Ammoniumiodid kann durch die Reaktion von Iod oder Iodwasserstoff mit Ammoniak oder Ammoniumcarbonat erfolgen:

<math>\mathrm{3\ I_2 + 8\ NH_3 \longrightarrow 6\ NH_4I + N_2}</math>
<math>\mathrm{NH_3 + HI \longrightarrow NH_4I}</math>
<math>\mathrm{(NH_4)_2CO_3\cdot H_2O + 2\ HI \longrightarrow 2\ NH_4I + 2 \ H_2O + CO_2}</math>

Bei der Reaktion zwischen Iod I2 mit Ammoniakwasser ist jedoch Vorsicht geboten, da sehr leicht Iodstickstoff gebildet wird.

Im Labor erhält man Ammoniumiodidlösung ähnlich aus 10 % Ammoniakwasser, Iod und Wasserstoffperoxid:<ref>G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 289–90.</ref>

<math>\mathrm{I_2 + 2\ NH_3 + H_2O_2 \longrightarrow 2\ NH_4I + O_2}</math>

Verwendung

Verwendung findet Ammoniumiodid in der phototechnischen Industrie<ref name="TMI" /> und in der Medizin.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Ammoniumfluorid | Ammoniumchlorid | Ammoniumbromid | Ammoniumiodid Vorlage:Klappleiste/Ende