Stanislaw Tillich
Stanislaw Rudi Tillich, sorbisch (* 10. April 1959 in Neudörfel / Nowa Wjeska bei Kamenz), ist ein deutscher Politiker (CDU, bis 1990 DDR-CDU<ref>Biografie von Stanislaw Tillich. In: Wilhelm H. Schröder: Die Abgeordneten der 10. Volkskammer der DDR (Volkparl)</ref>) sorbischer Nationalität. Vom 28. Mai 2008 bis zum 12. Dezember 2017 war er der dritte Ministerpräsident des Freistaates Sachsen nach der Deutschen Wiedervereinigung und vom 24. Mai 2008 bis zum 9. Dezember 2017 auch Vorsitzender der sächsischen CDU.<ref>Sachsen: Tillich tritt als Ministerpräsident zurück. In: spiegel.de. Abgerufen am 18. Oktober 2017.</ref> Er war zudem vom 1. November 2015 bis 31. Oktober 2016 der 70. Präsident des Bundesrates. Seit 1. September 2019 ist er Aufsichtsratsvorsitzender der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 24. September 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. – abgerufen am 24. September 2019</ref>
Leben
Tillich entstammt einer sorbischen Familie. Sein Vater Rudi Tillich (1929–2007) war evangelisch, seine Mutter ist katholisch. Tillich selbst wurde zu einem den religiösen Traditionen seiner Heimat verbundenen praktizierenden Katholiken erzogen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Der Sorbe.] taz.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Sein Vater war Mitglied der SED-Ortsleitung von Panschwitz-Kuckau und hauptamtlicher Funktionär der Domowina, der nationalen sorbischen Organisation.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Tillich bestätigt Stasi-Kontakte im Dienst.] Die Welt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nach seiner Schulausbildung und dem Abitur an der Sorbischen Oberschule in Bautzen 1977 leistete Stanislaw Tillich von November 1977 bis April 1979 seinen Grundwehrdienst bei den Grenztruppen der DDR. Anschließend studierte er von 1979 bis 1984 an der Technischen Universität Dresden und schloss als Diplomingenieur für Konstruktion und Getriebetechnik ab. 1984 begann er als Konstrukteur in einem Elektronikunternehmen in Kamenz.<ref>Financial Times Deutschland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Profil: Stanislaw Tillich. ( vom 31. Mai 2008 im Internet Archive) 14. April 2008.</ref> Vom 1. Oktober 1987 bis zum 24. Mai 1989 war Tillich Angestellter des Rates des Kreises Kamenz.<ref>Lebenslauf von Stanislaw Tillich. In: sachsen.de. Abgerufen am 3. Juni 2015.</ref> Im Mai 1989 wurde er stellvertretender Vorsitzender des Rates und war zuständig für den Bereich Handel und Versorgung.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ministerpräsident Tillich: Der Kader in der Ost-Nische.] Frankfurter Rundschau, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Laut Lebenslauf war er von 1989 bis 1995 als selbstständiger Konstruktions- und Werkzeugbauunternehmer tätig.<ref>Stanislaw Tillich. 10. April 1959, abgerufen am 15. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Stanislaw Tillich ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn. Er lebte zunächst in einem Einfamilienhaus in Panschwitz-Kuckau und bewohnt seit April 2015 ein Penthouse auf dem Weißen Hirsch in Dresden.<ref>Henry Berndt: Tillich kauft Penthouse in Dresden. In: SZ-Online.de. 4. April 2015, abgerufen am 9. Januar 2016.</ref>
Politische Karriere
CDU in der DDR
Im Jahr 1987 trat Tillich aus eigenem Entschluss in die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU) ein, die in der DDR als Teil des Demokratischen Blockes der Parteien und Massenorganisationen das Machtmonopol der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) stützte.
In Potsdam-Babelsberg nahm er vom 2. Januar bis zum 10. März 1989 an einem Lehrgang der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft – einer der bedeutendsten „Kaderschmieden“ der SED – teil. Im Nachhinein bezeichnete Tillich diesen Lehrgang jedoch als „einen der vielen M-L-Kurse“, der ihn „persönlich nicht innerlich überzeugt“ habe.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig DDR-Vergangenheit: Tillich gibt Seminar in Kaderschmiede zu.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In einem Fragebogen aus dem Jahr 1999 zu seiner Vergangenheit in der DDR verneinte Tillich Kontakte zur Staatssicherheit.<ref name="Fragebogen">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Tillich veröffentlicht umstrittenen Fragebogen.] Frankfurter Allgemeine Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im November 2008 wurden Vorwürfe gegen ihn laut, seine Biographie und insbesondere seine Rolle im Staatsapparat der DDR geschönt zu haben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sachsens CDU steckt in Blockflöten-Debatte.] Sächsische Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Stanislaw Tillichs DDR-Biografie: Stück für Stück kommt das Gedächtnis zurück.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig DDR-Lebenslauf bringt Stanislaw Tillich in Bedrängnis.] Rheinische Post, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Tillich räumte zwei Befragungen durch Stasimitarbeiter ein, die wegen eines beschädigten Siegels an der Tür eines betrieblichen EDV-Raumes und bei der Aufklärung von Versorgungsengpässen erfolgt seien.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sachsens Regierungschef Tillich muss Stasi-Kontakte einräumen. Das belastet die Koalition im Land: Blockflöten und Schalmeien.] Berliner Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. September 2014. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nach Angaben der Birthler-Behörde waren in diesem Kontext keine Hinweise auf eine Zusammenarbeit Tillichs mit der Stasi erkennbar.<ref name="Fragebogen" /> Einer Veröffentlichung des Fragebogens aus dem Jahr 1999, die von der Sächsischen Staatskanzlei zuvor abgelehnt worden war,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Christdemokraten und die DDR: CDU-Ministerpräsident Tillich in Erklärungsnot.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> stimmte Tillich erst 2009 zu.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ministerpräsident Tillich veröffentlicht Stasi-Fragebogen.] Zeit Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Ab 1988<ref>Biografie von Stanislaw Tillich. In: Wilhelm H. Schröder: Die Abgeordneten der 10. Volkskammer der DDR (Volkparl)</ref> oder 1989<ref>Helmut Müller-Enbergs: Tillich, Stanislaw. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).</ref> gehörte Tillich dem Kreisvorstand seiner Partei in Kamenz an.
Am 18. März 1990 wurde Tillich als Abgeordneter der CDU in die Volkskammer gewählt. Dort kümmerte er sich um die Belange der Sorben und um SED-Opfer.<ref name="Sorbe">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Der Sorbe.] taz.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
CDU in der Bundesrepublik
Nach der Auflösung der Volkskammer im Zuge der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 arbeitete er bis 1994 als Beobachter im Europäischen Parlament. Dem 4. Europäischen Parlament (1994–1999) gehörte er als gewählter Abgeordneter für die Bundesrepublik Deutschland an und war stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses und Generalberichterstatter für den Haushalt der Europäischen Union.<ref name="Sprache" /> Von 1992 bis 1999 war er Mitglied des EVP-Vorstandes.<ref name="Finanzminister">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Stanislaw Tillich – der neue Finanzminister.] Sächsische Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Bei der Wahl am 19. September 2004 kandidierte er im Wahlkreis Bautzen 3 und wurde in den Sächsischen Landtag gewählt. 2009 und 2014 wurde er wiedergewählt.
Nach der Ankündigung Roland Kochs vom 26. Mai 2010, nicht wieder für das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU zu kandidieren, kam Tillich als dessen Nachfolger ins Gespräch.<ref>Stimmen für stärkere Rolle Tillichs in CDU, abgerufen am 26. Mai 2010</ref> Er wurde im November 2010 in das Präsidium der Bundes-CDU gewählt.<ref>[ (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive ) Stanislaw Tillich ins Präsidium der Bundes-CDU gewählt .]</ref> Am 4. Dezember 2012 wurde Tillich erneut in das Präsidium der CDU gewählt.
Minister in Sachsen
Im Jahr 1999 berief ihn der damalige Ministerpräsident von Sachsen Kurt Biedenkopf in sein Kabinett, wo er bis 2002 Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten war.<ref name="Finanzminister" />
Im Kabinett des 2002 zum Ministerpräsidenten gewählten Georg Milbradt arbeitete Tillich zunächst bis 2004 als Staatsminister und Chef der Staatskanzlei und seit 2004 als Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft. In dieser Zeit war er insbesondere zuständig für den Ausbau des Hochwasserschutzes der Elbe nach dem Hochwasser im August 2002.
2007 wurde er Sächsischer Staatsminister der Finanzen und Nachfolger des wegen der Krise der sächsischen Landesbank zurückgetretenen Horst Metz. Tillich führte die Verhandlungen um die angeschlagene Sachsen LB an der Seite von Ministerpräsident Milbradt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Zurückhaltend, souverän, loyal.] Süddeutsche Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Sachsen LB wurde im Dezember 2007 unter Umgehung des Landesparlamentes an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verkauft, ein Vorgang, der vom Sächsischen Verfassungsgericht im August 2009 für verfassungswidrig erklärt wurde. Statt einer Beteiligung des Landtages in Form eines Entschließungsantrags wäre, so das Gericht, ein Nachtragshaushalt notwendig gewesen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig „Schallende Ohrfeige“.] Süddeutsche Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Sächsischer Ministerpräsident
Am 14. April 2008 schlug ihn Georg Milbradt in seiner Rücktrittserklärung infolge der Affäre um die Landesbank als Nachfolger für das Amt des Ministerpräsidenten und den Landesparteivorsitz vor.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Rücktritt in Sachsen: Milbradt stürzt über Landesbank-Affäre – Finanzminister wird Nachfolger.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Am 24. Mai 2008 wurde er vom Landesparteitag zum Vorsitzenden der sächsischen CDU gewählt,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Tillich zum neuen CDU-Vorsitzenden in Sachsen gewählt.] Reuters, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> am 28. Mai folgte die Wahl zum Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Milbradt-Nachfolger: Tillich zum sächsischen Regierungschef gewählt.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und die Vereidigung seines Kabinetts.
Als Ministerpräsident war Tillich auch Mitglied im Bundesrat und dort zeitweise Vorsitzender der deutsch-russischen Freundschaftsgruppe.<ref>Bundesrat verabschiedet den scheidenden Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich. Abgerufen am 3. Februar 2023.</ref>
Am 30. Juni 2008 lud er nach einer Privataudienz Papst Benedikt XVI. für das Jahr 2009 offiziell zu einem Besuch in den Osten Deutschlands ein.<ref>Vatikan: Einladung aus Sachsen. Radio Vatikan, 30. Juni 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. Oktober 2014; abgerufen am 15. Oktober 2014.</ref>
Bei der Landtagswahl am 30. August 2009 erlangte die CDU unter Tillichs Führung 40,2 Prozent der Stimmen. Da die FDP auf 10 Prozent der Stimmen kam, konnte Tillich eine CDU-FDP-Koalition bilden und wurde am 29. September 2009 als Ministerpräsident wiedergewählt.
Als Ministerpräsident war Tillich bei der Landtagswahl am 31. August 2014 wieder Spitzenkandidat seiner Partei. Die CDU erzielte 39,4 Prozent der Stimmen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Landtagswahl 2014.] Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Koalitionspartner in Tillichs Kabinett, die sächsische FDP, verpasste mit einem Stimmenanteil von 3,8 Prozent den Wiedereinzug in den sächsischen Landtag.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig CDU gewinnt Wahl, FDP ist raus, NPD scheitert knapp.] Zeit Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nachdem eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen worden war<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Landtagswahl in Sachsen: Tillich will keine Koalition mit AfD.] Frankfurter Rundschau, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und die sächsischen Grünen eine Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU abgelehnt hatten,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sächsische Grüne verlieren ihr Aushängeschild.] stern, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> wurde eine Koalitionsregierung mit der SPD gebildet<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Koalitionsvertrag unterschrieben: SPD stellt in Sachsen drei Minister.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. November 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und Tillich am 12. November 2014 als Ministerpräsident wiedergewählt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Tillich als Ministerpräsident wiedergewählt.] Frankfurter Allgemeine Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 13. November 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Am 18. Oktober 2017 teilte Tillich mit, er wolle sein Amt im Dezember 2017 „in jüngere Hände“ geben; als Nachfolger schlug er Michael Kretschmer vor.<ref>Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt zurück</ref> Seine Amtszeit endete am 12. Dezember 2017. Im April 2018 kündigte er an, sich per 31. Oktober 2018 ganz aus der aktiven Politik zurückziehen und sein Landtagsmandat niederlegen zu wollen.<ref>Ex-Ministerpräsident Tillich zieht sich aus Politik zurück, Freie Presse, abgerufen am 26. April 2018.</ref> Für sein Landtagsmandat rückte Jörg Markert am 1. November 2018 nach.<ref>Nachrücker Jörg Markert im Landtag verpflichtet. Abgerufen am 5. November 2020.</ref>
Tillich war noch als Landtagsabgeordneter einer von vier Vorsitzenden der am 6. Juni 2018 eingesetzten sogenannten Kohlekommission der deutschen Bundesregierung, die im Januar 2019 ihren Abschlussbericht vorlegte.<ref name=":0">Der Spiegel: Stanislaw Tillich: Sachsens Ex-Regierungschef wird Mibrag-Aufsichtsratschef. Abgerufen am 10. September 2021.</ref> Tillich hatte sich dabei für einen möglichst späten Ausstieg und für hohe Entschädigungssummen für die Braunkohleindustrie eingesetzt.<ref name=":1">Marco Bülow: Lobbyland. Das Neue Berlin Auflage. S. 132–133.</ref> Wenig später erhielt er den Aufsichtsratsvorsitz der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG).<ref name=":2" />
Karriere nach der Politik
Seit Juni 2019 war Tillich als Berater für die russische Fracht-Airline Volga-Dnepr tätig, die für mehrere Großraum-Transportflugzeuge Antonow AN-124, die hauptsächlich für die Bundeswehr und die NATO im Einsatz waren, den Flughafen Leipzig/Halle als Dauer-Start- und Landeplatz mit eigenem Wartungshangar nutzte.<ref>Tillich wird Aufsichtsratschef bei der Mibrag – und berät auch Volga-Dnepr – abgerufen am 27. September 2019</ref>
Im September 2019 wurde Tillich zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) gewählt, die jährlich etwa 18 Mio. Tonnen Braunkohle fördert.<ref name=":2">Tillich wird Aufsichtsratschef bei Bergbau-Unternehmen Mibrag. In: n-tv.de, 24. September 2019. Abgerufen am 24. September 2019.</ref>
Im Dezember 2020 wurde Tillich zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für den Strukturwandel in den ukrainischen Kohle-Regionen ernannt. In dieser Position sollte er der Ukraine beim Abbau von Kohlekraftwerken und Kohlebergwerken helfen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Stanislaw Tillich zum Sonderbeauftragten der Bundesregierung für den Strukturwandel in den ukrainischen Kohleregionen berufen.] PV Magazine, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Februar 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neuer Job für Ex-Ministerpräsident Tillich.] Sächsische, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Februar 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Kontroversen
Wie zuvor gegen den damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers wurden im Februar 2010 auch gegen Tillich Vorwürfe im Zusammenhang mit Zusagen für Gesprächstermine bei Zahlung von Spenden an die CDU erhoben. Diese sogenannte Sponsoring-Affäre betraf primär eine CDU-Veranstaltung in Dresden, die unter dem Titel Denkfabrik Sachsen abgehalten wird. Dort erhielten Firmen bei verschiedenen Sponsoring-Stufen entsprechende Gegenleistungen (Standplätze, Gespräche, Nennung in Reden). Oppositionelle Politiker kritisierten diese Praxis als Käuflichkeit von Politikern.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sachsens Ministerpräsident Tillich lässt sich vermarkten.] Zeit Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
2010 wurden unter der Regierung Tillich zur Vermeidung von Neuschulden Kürzungen im Sozialbereich in Höhe von 25 Millionen Euro beschlossen. So wurde die Förderung der Jugendarbeit um ein Drittel verringert, was zu Protesten und Gegendemonstrationen führte.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Tillich und die Trümmer der Akropolis.] Frankfurter Allgemeine Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Oktober 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Nach einem Interview zum Thema Pegida und Zuwanderung am 25. Januar 2015 mit der Welt am Sonntag<ref>Interview Welt am Sonntag mit Stanislaw Tillich. 25. Januar 2015, abgerufen am 5. November 2020.</ref> wurde Tillich wegen seiner Äußerungen „Der Islam gehört nicht zu Sachsen“ und „Muslime müssten sich stärker von islamistischen Terrorakten distanzieren“ von der politischen Konkurrenz sowie zivilgesellschaftlichen Akteuren stark kritisiert.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Islam in Sachsen: Politiker distanzieren sich von Tillich-Äußerung.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 16. Februar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> So widersprach ihm sein Koalitionspartner und SPD-Landesvorsitzender Martin Dulig, indem er über den Nachrichtendienst Twitter mitteilte „Angela Merkel hat Recht. Der Islam gehört zu Deutschland. Das gilt auch für Sachsen.“ Volkmar Zschocke, Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag, warf dem Ministerpräsidenten vor, er signalisiere den Pegida-Demonstranten Verständnis, die dies als Bestätigung ihrer islamfeindlichen Äußerungen verstünden. Der Sprecher des Netzwerkes „Dresden für Alle“, Eric Hattke, bezeichnete Tillichs Äußerungen als falsches politisches Signal und einen Affront gegenüber den im Land lebenden Muslimen.<ref>Bericht faz – Tillich: Der Islam gehört nicht zu Sachsen. 25. Januar 2015, abgerufen am 5. November 2020.</ref> Zugleich kritisierte Tillich Pegida, indem er ihr vorwarf, „mit unsinnigen Forderungen Ängste zu schüren“.<ref>Bericht LVZ – Tillich: Islam gehört nicht zu Sachsen – Kritik der Grünen: „Verbeugung vor Pegida“. 25. Januar 2015, abgerufen am 5. November 2020.</ref> Nach seiner Kritik an Pegida wurde Stanislaw Tillich mehrfach von Sympathisanten der islamfeindlichen Bewegung beleidigt und bedroht. Dies führte dazu, dass er seine Facebook-Seite stilllegte und deswegen von Pegida-Frontmann Lutz Bachmann verspottet wurde.<ref>Bericht stern – Pegida verspottet Tillich für Stilllegen seiner Facebook-Seite. 10. April 2015, abgerufen am 5. November 2020.</ref>
Im Februar 2016 lud Stanislaw Tillich rund 2000 Gäste zu einer Feier in die Dresdner EnergieVerbund-Arena, um den Sachsen zu danken, die sich für Geflüchtete im Land engagiert hatten. Die Feier war, aufgrund der lapidaren Haltung Tillichs gegenüber Pegida, hoch umstritten. Viele eingeladene Helfer sagten aus diesem Grund ihre Teilnahme ab.<ref>DNN Bericht Umstrittene Party. 6. Februar 2016, abgerufen am 5. November 2020.</ref> Ein von 70 Organisationen und 600 Einzelpersonen unterzeichneter offener Brief des Netzwerks „Dresden für Alle“ an Stanislaw Tillich wurde während der Dankesfeier diesem übergeben.<ref>SZ Bericht Dresden spricht Tacheles – Leipzig macht Druck. Abgerufen am 5. November 2020.</ref>
Nachdem die CDU in Sachsen bei der Bundestagswahl 2017 weniger Zweitstimmen als die AfD erhalten hatte, forderte Tillich eine Kurskorrektur seiner Partei und löste damit Empörung aus.<ref>„Nicht allein den Weg über die Mitte gehen.“ DLF – Interview der Woche vom 1. Oktober 2017; <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kritik und Parteiaustritt. Empörung nach Tillich-Ansage ( vom 1. Oktober 2017 im Internet Archive)@mdr.de, abgerufen am 1. Oktober 2017</ref> Auch der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf und dessen Frau Ingrid kritisierten Tillich in einem Interview<ref>„Kurt, das wäre dir nicht passiert!“ Zeit Nr. 41/2017, abgerufen am 7. Oktober 2017</ref> mit der Zeit massiv.
Sonstiges
Tillich spricht neben seiner Muttersprache Obersorbisch und Deutsch auch fließend Polnisch und kann sich auf Englisch, Französisch, Russisch und Tschechisch verständigen.<ref name="Sprache">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Ein Sorbe für Sachsen.] Frankfurter Allgemeine Zeitung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Philipp Gessler: Tillich wird Milbradt-Nachfolger – Landespolitiker von Welt. In: Taz.de, 26. Mai 2008.</ref> Außerdem spricht er noch etwas Italienisch.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sächsischer Landtag wählt Tillich.] stern, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. September 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Er ist seit 2001 Mitglied im Rotary-Club „Dresden Blaues Wunder“.<ref>Club- und Mitgliederverzeichnis der Rotarier in der Bundesrepublik Deutschland 2002/2003</ref>
Tillich wurde von der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag als Delegierter zur 17. Bundesversammlung 2022 entsandt.<ref>Volker Müller: Deutscher Bundestag – Von den Landesparlamenten entsandte Mitglieder der Bundesversammlung,... Abgerufen am 8. Juli 2022.</ref>
Ehrungen
- 2008: Verdienstorden des Freistaates Sachsen
- 2017: Goldenes Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ehrenzeichen des Landes NÖ für hochrangige Politiker aus Bulgarien und Sachsen ( vom 14. April 2017 im Internet Archive) auf dem Portal Niederösterreich vom 13. April 2017, abgerufen am 13. April 2017</ref>
- 2018: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband<ref>Ordensverleihung an Ministerpräsidenten auf bundespraesident.de, 13. Dezember 2018</ref>
Siehe auch
- Liste der Ministerpräsidenten der deutschen Länder
- Kabinett Biedenkopf III
- Kabinett Milbradt I
- Kabinett Milbradt II
- Kabinett Tillich I
- Kabinett Tillich II
- Kabinett Tillich III
Literatur
- Andreas Holzapfel (Hrsg.): Sächsischer Landtag: 4. Wahlperiode 2004–2009 (Volkshandbuch). 2. Auflage, Stand 12. Juni 2006, Neue Darmstädter Verlagsanstalt, Rheinbreitbach 2006, ISBN 978-3-87576-566-3, S. 140.
- Helmut Müller-Enbergs: Tillich, Stanislaw. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
- Biografie von Stanislaw Tillich. In: Wilhelm H. Schröder: Die Abgeordneten der 10. Volkskammer der DDR (Volkparl)
Weblinks
- Kurzbiografie beim Sächsischen Landtag
- Literatur von und über Stanislaw Tillich in der Sächsischen Bibliografie
- Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 316: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) in der Abgeordneten-Datenbank des Europäischen Parlaments
- Stanislaw Tillich auf abgeordnetenwatch.de
Einzelnachweise
<references />
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Königreich Sachsen: Bernhard von Lindenau | Julius Traugott von Könneritz | Karl Braun | Gustav Friedrich Held | Ferdinand von Zschinsky | Friedrich Ferdinand von Beust | Johann Paul von Falkenstein | Richard von Friesen | Alfred von Fabrice | Karl von Gerber | Hans von Thümmel | Rudolf Schurig | Georg von Metzsch-Reichenbach | Konrad Wilhelm von Rüger | Victor Alexander von Otto | Max von Hausen | Heinrich Gustav Beck | Rudolf Heinze
Freistaat Sachsen: Richard Lipinski | Georg Gradnauer | Wilhelm Buck | Erich Zeigner | Rudolf Heinze | Alfred Fellisch | Max Heldt | Wilhelm Bünger | Walther Schieck
Sachsen in der NS-Zeit: Manfred von Killinger | Martin Mutschmann
Sachsen in der SBZ/DDR: Rudolf Friedrichs | Max Seydewitz
Freistaat Sachsen: Kurt Biedenkopf | Georg Milbradt | Stanislaw Tillich | Michael Kretschmer
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Königreich Sachsen: Heinrich Anton von Zeschau | Robert Georgi | Karl Wolf von Ehrenstein | Johann Heinrich August Behr | Richard von Friesen | Leonce von Könneritz | Hans von Thümmel | Werner von Watzdorf | Konrad Wilhelm von Rüger | Ernst von Seydewitz | Max Otto Schröder.
Freistaat Sachsen: Friedrich Geyer | August Emil Nitzsche | Emil Nitzschke | Peter Reinhold | Max Heldt | Paul Böttcher | Max Heldt | Peter Reinhold | Julius Dehne | Hugo Weber | Hans R. Hedrich.
Sachsen in der NS-Zeit: Friedrich Johannes Kluge | Rudolf Kamps.
Sachsen in der SBZ/DDR: Gerhard Rohner | Carl Ulbricht | Wilhelm Adam.
Freistaat Sachsen: Georg Milbradt | Thomas de Maizière | Horst Metz | Stanislaw Tillich | Georg Unland | Matthias Haß | Hartmut Vorjohann | Christian Piwarz. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
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Karl Weise | Arnold Vaatz | Rolf Jähnichen | Steffen Flath | Stanislaw Tillich | Roland Wöller | Frank Kupfer | Thomas Schmidt | Wolfram Günther | Georg-Ludwig von Breitenbuch
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Chefs der Sächsischen StaatskanzleiVorlage:Navigationsleiste Bevollmächtigte des Freistaates Sachsen beim BundVorlage:Klappleiste/Anfang
Land Sachsen (1945–1952): Hugo Hickmann (1945–1950) | Georg Dertinger (1950, komm.) | Otto Freitag (1950, komm.) | Josef Rambo (1950) | Magnus Dedek (1950–1952)
Land Sachsen (seit 1990): Klaus Reichenbach (1990–1991) | Berthold Rink (1991, komm.) | Kurt Biedenkopf (1991–1995) | Fritz Hähle (1995–2001) | Georg Milbradt (2001–2008) | Stanislaw Tillich (2008–2017) | Michael Kretschmer (seit 2017)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tillich, Stanislaw |
| ALTERNATIVNAMEN | Tillich, Stanislaw Rudi (vollständiger Name); Tillich, Stanisław |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (DDR-CDU, CDU), MdV, MdL, MdEP |
| GEBURTSDATUM | 10. April 1959 |
| GEBURTSORT | Neudörfel bei Kamenz |
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