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Schießen (Bergbau)

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Datei:Schießtafel 3.jpg
Dokumentation des bergmännischen Schießens aus dem Ganzen in Freiberg 1767

Schießen bezeichnet bergmännische Verfahren zum Ausbruch und Lösen von Fels beim Vortrieb von Stollen, Strecken und beim Abteufen von Schächten im Bergbau mit Hilfe von Sprengstoff.<ref name="Quelle 7" /> Zur Anwendung kommen hierbei, je nach Eigenschaften des Gesteins, unterschiedliche Sprengstoffe.<ref name="Quelle 36" /> Vom Begriff Schießen abgeleitet werden im Bergbau Sprengmeister als Schießmeister,<ref group="ANM" name="Anm. Lath." /> ihre Gehilfen als Schießhauer bezeichnet.<ref name="Quelle 1" />

Geschichte

Datei:Freiberg Häuer am Streckenstoß 1900.jpg
Zwei Häuer beim Bohren

Über das genaue Einführungsdatum der Schießarbeit herrscht unter den Bergbaugelehrten und Schriftstellern eine große Meinungsverschiedenheit.<ref name="Quelle 31" /> So sollen lt. Gurlt bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts am Rammelsberg erste Sprengversuche mit Schießpulver stattgefunden haben.<ref name="Quelle 32" /> Allerdings gibt es hierüber keinerlei offizielle Aufzeichnungen oder Urkunden.<ref name="Quelle 31" /> Zwar war das Schwarzpulver bereits Anfang des 13. Jahrhunderts bekannt, jedoch wurde es zunächst nur für Schusswaffen genutzt.<ref name="Quelle 33" /> Auch über den Erfinder des Schießpulvers gibt es unterschiedliche Ausführungen, die allesamt keine genaue Aussage über den Namen des Erfinders<ref group="ANM" name="Anm. ESc." /> zulassen.<ref name="Quelle 34" /> Somit ist der Name des Erfinders wohl nicht eindeutig einer Person zuzuordnen.<ref name="Quelle 35" /> Die Angabe, dass Bohren und Schießen 1613 in Freiberg erfunden wurden, stammt von August Bayer, der sie in seinem Buch hinter die Ausbeutezahlen von 1613 schrieb.<ref name="Quelle 4" /> Diese Aussagen beziehen sich jedoch auf einen Freiberger Ausbeutebogen vom Quartal Trinitatis 1715.<ref name="Quelle 2" /> Durchgeführt und beantragt soll die Schießarbeit von Oberbergmeister Martin Weigel worden sein.<ref name="Quelle 31" /> Ein urkundlicher Beleg zu dieser Aussage fehlt<ref group="ANM" name="Anm. Hop." /> bis heute.<ref name="Quelle 2" /> Einem Bericht des Generalvikars für den Bergbau der Republik Venedig zufolge soll im Jahr 1573 Giovanni Battista Martinengo in Gruben der Republik Venedig Sprengungen durchgeführt<ref group="ANM" name="Anm. Wild." /> haben.<ref name="Quelle 6" /> Die bisher frühesten Belege für den erfolgreichen Einsatz der Schießtechnik stammen aus Le Thillot in den Vogesen für das Jahr 1617.<ref name="Quelle 2" /> 1627 sind Versuche im damals ungarischen Schemnitz bezeugt, die Sprengtechnik im Bergbau anzuwenden.<ref name="Quelle 3" /> Der Tiroler Bürger Kaspar Weindl zündete am 16. Februar des besagten Jahres, vor großem Publikum, den ersten offiziellen Sprengschuss.<ref name="Quelle 13" /> Ab dem Jahr 1632 wurde das Schießen im Clausthal eingeführt und seit dem Jahr 1643 auch in Sachsen.<ref name="Quelle 14" /> Das Schießen aus dem Ganzen<ref group="ANM" name="Anm. H Vei 3." /> wird das erste Mal in der am 2. Januar 1669 erschienenen Churköllnischen Bergordnung erwähnt.<ref name="Quelle 19" /> In Sachsen wird das Schießen aus dem Ganzen in der Stollnordnung des Kurfürsten Friedrich August II. aus dem Jahr 1749 vorgeschrieben.<ref name="Quelle 20" />

Grundlagen

Über einen langen Zeitraum wurden die Erze oder Mineralien im Bergbau in mechanischer Handarbeit gewonnen.<ref name="Quelle 21" /> Mit Schlägel und Eisen wurde unter Aufwendung von Muskelarbeit das Gestein mühsam aus dem Felsen gelöst.<ref name="Quelle 38" /> Um härtere Gesteine aus dem Verband zu lösen, wandte man zur Unterstützung das Feuersetzen an.<ref name="Quelle 29" /> Später begann sich die Methode der Gewinnung durch Sprengen allmählich durchzusetzen.<ref name="Quelle 21" /> In den Anfangsjahren haben die Bergleute das Schießpulver in natürliche Spalten im Gestein gefüllt und dann gezündet. Erst später ging man dazu über, Löcher in den Fels zu bohren.<ref name="Quelle 6" /> Diese Löcher bezeichneten die Bergleute als Schießlöcher.<ref name= "Quelle 40" /> Das bergmännische Schießen wird in die beiden Tätigkeiten „Herstellung der Bohrlöcher“ anschließend „Besetzen<ref group="ANM" name="Anm. H Vei / Cramm." /> und Wegthun<ref group="ANM" name="Anm. H Vei / Frit." /> der Bohrlöcher“ unterteilt.<ref name="Quelle 8" /> In den ersten Jahrhunderten nach der Einführung der Sprengarbeit im Bergbau verwendete man als Sprengstoff Schwarzpulver.<ref name="Quelle 6" /> Das „Hereingewinnen“ des Gesteins unter Zuhilfenahme von Pulver<ref group="ANM" name="Anm. CF Ri." /> nannte man Schießen.<ref name="Quelle 9" /> Die einzelnen Bohrlöcher bezeichnete man auch als „Schüsse“ und sprach davon, „die Schüsse abzutun“.<ref name="Quelle 5" /> Um die einzelnen Schüsse besorgen zu können, erhielt der Steiger vorher eine bestimmte Summe Geld, das als Schießgeld bezeichnet wurde.<ref name= "Quelle 40" />

Die Bohrarbeit

Datei:Bergwerk Suggental ca 1780 Bohrpfeife mit Schwarzpulverresten.jpg
Manuell hergestellte Bohrpfeife, Bergwerk Suggental, ca. 1785
Datei:Bergwerk Finstergrund Schussfolge zwanzigstes Jahrhundert brisante Sprengstoffe Millisekundenzuender.jpg
Modernes Schussschema (Zahlen geben die Reihenfolge der Zündung an)

Zunächst werden Bohrlöcher in die Ortsbrust getrieben.<ref name= "Quelle 15" /> Die Bohrlöcher wurden in den ersten Jahrhunderten manuell hergestellt, indem der Hauer mit dem Schlägel auf das Ende des Stabeisens schlug, diese dann 'umsetzte' (um ein Drittel drehte, damit die Meißelschneide an einer anderen Stelle im Bohrlochtiefsten aufsetzte) und dann den nächsten Schlag führte.<ref name="Quelle 6" /> Anschließend wurde das Bohrmehl mittels eines Bohrkrätzers aus dem Bohrloch entfernt.<ref name="Quelle 13" /> Jedes dieser Löcher musste zum Schießen eine vorgeschriebene Tiefe haben.<ref name= "Quelle 40" /> Aufgrund dieses aufwändigen Verfahrens wurden in den ersten Jahren nur wenige Bohrlöcher erstellt.<ref name="Quelle 13" /> In der Regel wurden die Bohrlöcher von zwei Bohrhauern erstellt, die zwei Bohrlöcher pro Schicht schaffen mussten.<ref name="Quelle 29" /> Es kam aber auch vor, dass ein einzelner Hauer für die Erstellung eines einzigen Bohrloches von einem Meter Länge, je nach Härte des Gesteins, mehrere Tage benötigte und dafür erhielt er gerade einmal einen Lohn von 16 Groschen und 4 Pfennigen.<ref name="Quelle 6" /> Aufgrund des großen Zeitaufwandes für das manuelle Bohren war diese Tätigkeit am Anfang sehr teuer, zudem wurden viel zu große Bohrlöcher<ref group="ANM" name="Anm. ESc 2." /> erstellt.<ref name="Quelle 35" /> Beim modernen Bergbau werden die Bohrlöcher durch manuelle Bohrhämmer oder automatisierte Bohrwagen im Rahmen des mechanischen Vortriebs hergestellt.<ref name="Quelle 7" /> Um ein optimales Schießergebnis zu erzielen, werden die Bohrlöcher nach einem zuvor berechneten Bohrschema erstellt.<ref name= "Quelle 15" /> Dabei gilt es, an einer Stelle in der Ortsbrust eine Schwächung des Gebirges mittels Einbruch zu erzielen.<ref name="Quelle 17" /> Der Durchmesser und die Länge der Bohrlöcher wurde im Laufe der Jahre an die Bedingungen vor Ort angepasst.<ref name="Quelle 27" /> In den Anfangsjahren der Bohrarbeit wurden die Bohrlöcher je nach Bergrevier mit einer Länge von etwa 70 Zentimetern<ref name="Quelle 29" /> bis zu einem Meter hergestellt, der Bohrlochdurchmesser lag bei rund 64 Millimetern.<ref name="Quelle 6" /> Im modernen Bergbau werden die Bohrlöcher bei der Streckenauffahrung mit einer Länge zwischen zwei und drei Metern hergestellt (im Salzbergbau bei Strossenbau haben die Bohrlöcher sogar bis zehn Meter Länge).<ref name="Quelle 27" /> Welcher Bohrlochdurchmesser erstellt wird, hängt von der Gewinnbarkeit des Gesteins und somit vom benötigten Sprengstoff ab.<ref name="Quelle 28" /> Der Bohrlochdurchmesser wird an den Durchmesser der verwendeten Sprengstoffpatronen angepasst und beträgt je nach verwendeter Patrone zwischen 25 und 55 Millimeter.<ref name="Quelle 27" />

Die Sprengarbeit

Die erstellten Bohrlöcher werden mit Sprengstoffen geladen,<ref name="Quelle 12" /> verdämmt und anschließend gezündet.<ref name="Quelle 6" /> Um gute Schießergebnisse zu erbringen, wurden an das verwendete Pulver bestimmte Anforderungen gestellt. So durfte das Pulver eine nicht zu grobe Körnung haben und musste gleichförmig rund oder stumpfeckig sein. Zudem durfte es nicht nass sein und musste schnell und gleichförmig abbrennen.<ref name="Quelle 11" /> Aufbewahrt wurden das Pulver und das weitere zum Schießen benötigte Material vor Ort in einer hölzernen Kiste, dem Schießkasten, auch Schießkorb genannt.<ref name="Quelle 5" /> Zum Verdämmen der Bohrlöcher eignen sich Materialien wie Letten oder Sand.<ref name="Quelle 7" /> Häufig verwendete man auch einen entsprechend geformten Holzstock, den Schießpflock, auch Schießpropf genannt, den man fest in das geladenen Bohrloch einschlug, um es zu verdämmen.<ref name="Quelle 5" /> Das richtige Verdämmen der Bohrlöcher ist von großer Wichtigkeit, da eine nicht richtig bzw. nicht genügend verdämmte Ladung, wenn sie gezündet wird, nur den Besatz herausschleudert und nicht das Gestein zerstört.<ref name="Quelle 41" /> Der Bergmann sagt dazu, der Schuss hat ausgepfiffen oder ausgeblasen.<ref name="Quelle 42" /> Die verbliebenen, mit Schmauchspuren versehenen Bohrlöcher nennt man Pfeife oder Fuchs.<ref name="Quelle 18" /> Das Zünden erfolgte bei der damaligen Verwendung von Schwarzpulver über Lunten.<ref name="Quelle 6" /> Wenn der Schießer<ref group="ANM" name="Anm. H Vei 2." /> die Lunte angezündet hatte, rief er laut die Worte „es brennt“.<ref name="Quelle 43" /> Dann wusste jeder Bergmann, dass in Kürze eine Sprengung erfolgen würde und entfernte sich rasch vom Sprengort.<ref name="Quelle 5" /> In der Regel begab sich dann der Bergmann zu einem durch Zimmerung hergestellten Fliehort, das er als Schießwand oder Schießkammer bezeichnet.<ref name="Quelle 36" /> Der Warnruf wird auch heute noch im Bergbau vor dem Zünden der Ladung verwendet.<ref name="Quelle 12" />

Bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts blieb das Schwarzpulver das alleinige Sprengmittel im Bergbau.<ref name= "Quelle 16" /> Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die elektrische Zündung und im Jahr 1831 wurde die Sicherheitszündschnur erfunden.<ref name="Quelle 35" /> Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden neue Sprengstoffe wie das Dynamit erfunden und im Bergbau verwendet.<ref name="Quelle 37" /> Anfang des 20. Jahrhunderts erlangten die Chloratsprengstoffe, insbesondere im Kali- und Salzbergbau, eine wesentliche Bedeutung.<ref name="Quelle 39" /> Durch die Erfindung der neuen Sprengstoffe wurde das Schwarzpulver für die Sprengtechnik im Bergbau unbedeutend und es wurde durch brisante Sprengstoffe ersetzt.<ref name= "Quelle 15" /> Insbesondere im Steinkohlenbergbau kommen spezielle Wettersprengstoffe zum Einsatz, um Schlagwetterexplosionen zu vermeiden.<ref name="Quelle 17" /> Im Kali- und Salzbergbau wurden in den 1960er Jahren ANC-Sprengstoffe eingeführt.<ref name="Quelle 39" /> Die Zündung der modernen Sprengstoffe wird elektrisch durchgeführt.<ref name="Quelle 10" /> Hierfür werden die Zünder der jeweiligen Ladungen miteinander in Reihe oder parallel verschaltet.<ref name= "Quelle 15" /> Außerdem gibt es gemischte Reihen-/Parallelschaltung, wie die Drei-Antennen-Schaltung, und die gruppenweise Parallelschaltung.<ref name="Quelle 27" /> Die so zusammengeschalteten Zünder bezeichnet der Bergmann als Zünderkette.<ref name="Quelle 30" /> Nach der Verschaltung werden die Zünder, nachdem die Verbindungen mittels Widerstandsmessgerät und visuell kontrolliert wurden, mittels Strom aus einer Zündmaschine gezündet.<ref name= "Quelle 15" /> Die Sprengstoffe, Zündmittel und Zündmaschinen werden entweder über Tage oder unter Tage in speziell dafür eingerichteten Sprengstofflagern deponiert.<ref name="Quelle 10" /> Kleinere Mengen Sprengstoffe und Zündmittel, die für die tägliche Schießarbeit benötigt werden, führen die Schießberechtigten in einer tragbaren Kiste mit sich.<ref name="Quelle 26" /> Diese Kiste wird als Schießkasten oder Schießkorb bezeichnet.<ref name="Quelle 36" /> Nicht verbrauchte Sprengstoffe und Zünder müssen am Schichtende wieder im Sprengstofflager verschlossen werden.<ref name="Quelle 26" />

Gefahren

Die Schießarbeit ist, insbesondere im Steinkohlenbergbau, mit großen Gefahren verbunden.<ref name="Quelle 22" /> Da es sich bei den bei der Schießarbeit verwendeten Stoffen um Stoffe handelt, in denen große Energiemengen gespeichert sind, muss mit diesen Stoffen sehr sorgsam umgegangen werden.<ref name="Quelle 1" /> Durch unzweckmäßige Ausführung der Schießarbeit<ref name="Quelle 22" /> oder Unachtsamkeit, Fahrlässigkeit, vorsätzliche oder verbrecherische Absicht beim Umgang mit diesen Stoffen kann es zu großen Unfällen kommen.<ref name="Quelle 1" /> Insbesondere im Steinkohlenbergbau sind zwei Gefahrenquellen bei der Schießarbeit zu beachten, die Ausgasung von Methan und das Auftreten von flugfähigem Kohlenstaub.<ref name="Quelle 27" /> Selbst sehr geringe Mengen von weniger als einem Gramm Schwarzpulver oder wenige Gramm Dynamit können offen gezündet eine Schlagwetterexplosion auslösen.<ref name="Quelle 17" /> Aufwirbelungen von Kohlenstaub werden mit einer offen gezündeten Ladung von 40–80 Gramm Schwarzpulver zur Explosion gebracht.<ref name="Quelle 10" /> Neben diesen Gefahren, die unmittelbar durch die Zündung des Sprengstoffes hervorgerufen werden können, gibt es auch Gefahren für Personen, die durch giftige Sprengschwaden hervorgerufen werden können.<ref name="Quelle 17" /> Es gibt auch Sprengstoffe, die bei unsachgemäßer Lagerung zur Selbstentzündung neigen.<ref name="Quelle 8" />

Regelwerke und Gesetze

Schießarbeiten im Bergbau unter Tage dürfen nur von schießberechtigten Personen wie z. B. dem Schießmeister durchgeführt werden.<ref name="Quelle 22" /> Außerdem müssen für die Durchführung der Schießarbeit eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Regelwerken beachtet werden.<ref name="Quelle 1" /> Hierbei sind zu beachten das Gesetz über explosionsartige Stoffe (Sprengstoffgesetz) incl. seiner Änderungen, die Erste bis Dritte Verordnung zum Sprengstoffgesetz und die Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zum Sprengstoffgesetz (SprengVwV).<ref name="Quelle 23" /> Des Weiteren müssen die Richtlinien des jeweils zuständigen Oberbergamtes für den Umgang mit Sprengmitteln im Bergaufsichtsbereich beachtet werden.<ref name="Quelle 24" /> Außerdem sind zu beachten die DGUV-Regelwerke für Sprengarbeiten DGUV 113-016 sowie die Regelwerke für persönliche Schutzausrüstungen.<ref name="Quelle 25" />

Literatur

  • Autorenkollektiv: Der Sprengberechtigte im Bergbau und in der Steine– und Erdenindustrie. Hrsg.: SDAG Wismut. 3. Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1977 (204 S.).
  • Christoph Bartels: Vom frühneuzeitlichen Montangewerbe zur Bergbauindustrie – Erzbergbau im Oberharz 1635–1866. Bochum 1992, ISBN 3-921533-53-8.
  • Wilhelm Gröbl: Das Schlenkerbohren im Vergleich zum gewöhnlichen Handbohren. In: Oesterreichische Zeitschrift für Berg- und Hüttenwesen. Jahrgang 1829. Wien 1881.
  • Karl-Heinz Ludwig: Die Innovation des bergmännischen Pulversprengens. In: Der Anschnitt. Jahrgang 38, Heft 3/4, 1986, S. 117–122. (Digitalisat)
  • Heinz Walter Wild: Anfänge und Entwicklung der bergmännischen Bohr- und Sprengtechnik. In: Leobener Grüne Hefte. Vorträge des 4. Erzberg-Symposiums in Eisenerz/Steiermark. Wien 1992.

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Quelle 1">G. Lathan: Bohr- und Schießarbeiten im Bergbau. Band II. Fachbuchverlag, Leipzig 1958, S. 58 f.</ref> <ref name="Quelle 2">Pierre, Francis: Les mines de cuivre et d'argent de la Haute Moselle. In: Lotharingia. 5, 1993, S. 91–159.</ref> <ref name="Quelle 3">Eberhard Czaya: Der Silberbergbau. Köhler & Amelang, Leipzig 1990, ISBN 3-7338-0035-4.</ref> <ref name="Quelle 4">A. Beyer: Das gesegnete Marckgrafthum Meißen, an unterirdischen Schätzen und Reichthum an allen Metallen und Mineralien. Johann Christoph Krause, Dresden 1732, S. 6</ref> <ref name="Quelle 5">Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen. Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871.</ref> <ref name="Quelle 6">Heinz Walter Wild: Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau. In: Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden (Hrsg.), Bergknappe, Nr. 30, 8. Jahrgang, November 1984, Buchdruckerei Davos AG, S. 14–21.</ref> <ref name="Quelle 7">Walter Bischoff, Heinz Bramann, Westfälische Berggewerkschaftskasse Bochum: Das kleine Bergbaulexikon. 7. Auflage, Verlag Glückauf GmbH, Essen, 1988, ISBN 3-7739-0501-7.</ref> <ref name="Quelle 8">Gustav Köhler: Lehrbuch der Bergbaukunde. Zweite verbesserte Auflage, Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig 1887, S. 149, 183–198.</ref> <ref name="Quelle 9">Carl Friedrich Richter: Neuestes Berg-und Hütten-Lexikon. Zweiter Band, M–Z, Kleefeldsche Buchhandlung, Leipzig 1805.</ref> <ref name="Quelle 10">Fritz Heise, Fritz Herbst: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band, Fünfte verbesserte Auflage, Verlag von Julius Springer, Berlin 1923, S. 159, 214–229.</ref> <ref name="Quelle 11">Wilhelm Leo: Lehrbuch der Bergbaukunde. Für Bergschulen und zum Selbstunterricht, insbesondere für angehende Bergbeamte, Bergbau - Unternehmer, Grubenbesitzer. Mit 241 in den Text eingedruckten Abbildungen, Druck und Verlag von G Basse, Quedlinburg 1861, S. 150–153.</ref> <ref name="Quelle 12">Tilo Cramm, Joachim Huske: Bergmannssprache im Ruhrrevier. 5. überarbeitete und neu gestaltete Auflage, Regio-Verlag, Werne 2002, ISBN 3-929158-14-0.</ref> <ref name="Quelle 13">Eduard Brun: Die Anfänge der Sprengtechnik im Bergbau in der Schweiz. In: Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden (Hrsg.), Bergknappe, Nr. 53, 14. Jahrgang, August 1990, S. 15–21.</ref> <ref name="Quelle 14">Christian Wilhelm Fridrich SCHMID, Kurze Geschichte der Erfindung der Meisnischen Bergwerke und der Entwicklung ihrer Technik, Freiberg</ref> <ref name= "Quelle 15">Horst Roschlau, Wolfram Heinze, SDAG Wismut (Hrsg.): Wissensspeicher Bergbautechnologie. 1. Auflage. Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1974, S. 41–58.</ref> <ref name= "Quelle 16">Fritz Heise: Sprengstoffe und Zündung der Sprengschüsse mit besonderer Berücksichtigung der Schlagwetter- und Kohlenstaubgefahr auf Steinkohlengruben. Verlag von Julius Springer, Berlin 1904, S. 3, 4.</ref> <ref name="Quelle 17">Helmut Fritzsche: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band, Neunte völlig neubearbeitete Auflage, mit 584 Abbildungen und einer farbigen Tafel, Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1955, S. 151–163.</ref> <ref name="Quelle 18">Carl von Scheuchenstuel: IDIOTICON der österreichischen Berg- und Hüttensprache. Zum besseren Verständnisse des Österreichischen Berg-Gesetzes und dessen Motive. k. k. Hofbuchhändler Wilhelm Braumüller, Wien 1856.</ref> <ref name="Quelle 19">Thomas Wagner (Hrsg.): "Corpus iuris metallici recentissimi et antiquioris - Sammlung der neuesten und älterer Berggesetze." Verlegt Johann Samuel Heinsis, Leipzig 1791, S. 867.</ref> <ref name="Quelle 20">Hermann Brassert: Bergordnungen der Preußischen Lande. Eisen Verlag, Köln 1858, S. 459.</ref> <ref name="Quelle 21">Albert Serlo: Leitfaden der Bergbaukunde. Erster Band, Vierte verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage, Verlag von Julius Springer, Berlin 1884, S. 215–218.</ref> <ref name="Quelle 22">Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Hrsg.): Die Berufsausbildung im Steinkohlenbergbau der Länder der Gemeinschaft. Luxemburg 1956, S. 98–104.</ref> <ref name="Quelle 23">Klaus Grund: Untersuchungen zur Entwicklung des Lehr- und Forschungsbergwerkes der TU Bergakademie Freiberg - Das Bergwerk 2000+. Genehmigte Dissertation an der Fakultät für Geowissenschaften - Geotechnik und Bergbau der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, Freiberg 2010, S. 150.</ref> <ref name="Quelle 24">Sächsisches Oberbergamt (Hrsg.): Richtlinie des Sächsischen Oberbergamtes für den Umgang mit Sprengmitteln im Bergaufsichtsbereich (Richtlinie Sprengwesen - RL SpW). Freiberg 1996.</ref> <ref name="Quelle 25">Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (Hrsg.): Sprengarbeiten. DGUV Regel 113-016, Berlin 2015.</ref> <ref name="Quelle 26">W. Schlüter: Die Polizeivorschriften über das Sprengwesen im Bergbau. In: Glückauf, Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift. Verein für die bergbaulichen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund (Hrsg.), Nr. 2, 72. Jahrgang, 11. Januar 1936, S. 36–42.</ref> <ref name="Quelle 27">Ernst-Ulrich Reuther: Lehrbuch der Bergbaukunde. Erster Band, 12. Auflage, VGE Verlag GmbH, Essen 2010, ISBN 978-3-86797-076-1, S. 102, 103, 118–121, 128–137, 145, 146.</ref> <ref name="Quelle 28">K. Kegel:Lehrbuch der Bergwirtschaft. Springer-Verlag Berlin Heidelberg GmbH, Berlin Heidelberg 1931, S. 305–307.</ref> <ref name="Quelle 29">Wilfried Ließmann: Historischer Bergbau im Harz. 3. Auflage, Springer Verlag, Berlin und Heidelberg 2010, ISBN 978-3-540-31327-4, S. 61, 63, 66–72.</ref> <ref name="Quelle 30">Helmut Fritzsche: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band, zehnte völlig neubearbeitete Auflage, Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1961, S. 217–220.</ref> <ref name="Quelle 31">Oskar Hoppe: Beiträge zur Geschichte der Erfindungen. Erste Lieferung. Wann, wo und von wem ist die bergmännische Schiessarbeit erfunden und vervollkommnet, und wie steht der Harzer Bergbau zu diesen Fragen? Dazu einige Bemerkungen über das Alter des Feuersetzens und des Schiessens, Verlag der Grosse’schen Buchhandlung, Clausthal 1880, S. 6–9, 18, 19, 50.</ref> <ref name="Quelle 32">Adolf Gurlt: Die Bergbau- und Hüttenkunde. Eine gedrängte Darstellung der geschichtlichen und kunstmäßigen Entwicklung des Bergbau und Hüttenwesens. Mit 109 in den Text eingedruckten Holzschnitten, Druck und Verlag von G. D. Bädeker, Essen 1877, S. 20.</ref> <ref name="Quelle 33">Richard Escales: Die Explosivstoffe. Mit besonderer Berücksichtigung der neueren Patente. Sechstes Heft Nitrosprengstoffe (Pikrinsäure, Trinitroluol u. a), Verlag von Veit & Comp, Leipzig 1915, S. 1–4.</ref> <ref name="Quelle 34">J. Upmann: Das Schießpulver, dessen Geschichte, Fabrikation, Eigenschaften und Proben. Mit in den Text eingedruckten Holzstichen. Druck und Verlag von Friedrich Vieweg und Sohn, Braunschweig 1874, S. 6, 7, 9, 10.</ref> <ref name="Quelle 35">Richard Escales: Die Explosivstoffe. Mit besonderer Berücksichtigung der neueren Patente. Erstes Heft, Das Schwarzpulver und ähnliche Mischungen, Kommissionsverlag von Gustav Fock, Leipzig 19o4, S. 1, 4, 5.</ref> <ref name="Quelle 36">Julius Dannenberg, Werner Adolf Frantz (Hrsg.): Bergmännisches Wörterbuch. Verzeichnis und Erklärung der bei Bergbau - Salinenbetrieb und Aufbereitung vorkommenden technischen Ausdrücke, nach dem neuesten Stand der Wissenschaft - Technik und Gesetzgebung bearbeitet, F. U. Brockhaus, Leipzig 1882.</ref> <ref name="Quelle 37">Rudolf Biedermann: Die Sprengstoffe ihre Chemie und Technologie. Zweite Auflage. Mit 12 Figuren im Text, In: Aus Natur und Geisteswelt. Sammlung wissenschaftlich-gemeinverständlicher Darstellungen, 286. Bändchen, Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin1 917, S. 10, 12, 13.</ref> <ref name="Quelle 38">Karl-Heinz Wennmohs: Mechanische Verfahren zum Gesteinlösen versus Gesteinlösen mit Bohr- und Sprengtechnik. In: Oliver Langefeld, Hossein Tudeshki (Hrsg.). Bohr- und Sprentechnisches Kolloquium 2021. Papierflieger Verlag GmbH, Clausthal-Zellerfeld 2021, ISBN 978-3-86948-797-7, S. 39, 40.</ref> <ref name="Quelle 39">Rüdiger Triebel, Frederik Flach: Sicherheitsaspekte von Sprengstoffen im Kali- und Salzbergbergbau. In: Oliver Langefeld, Hossein Tudeshki (Hrsg.). Bohr- und Sprengtechnisches Kolloquium 2021. Papierflieger Verlag GmbH, Clausthal-Zellerfeld 2021, ISBN 978-3-86948-797-7, S. 11.</ref> <ref name= "Quelle 40">Johann Christoph Stößel (Hrsg.): Bergmännisches Wörterbuch. Darinnen die deutschen Benennungen und Redensarten erkläret und zugleich die in Schriftstellern befindlichen lateinischen und französischen angezeiget werden. Chemnitz 1778.</ref> <ref name="Quelle 41">Heinrich Otto Buja: Ingenieurhandbuch Bergbautechnik, Lagerstätten und Gewinnungstechnik. 1. Auflage. Beuth Verlag, Berlin / Wien / Zürich / Berlin 2013, ISBN 978-3-410-22618-5, S. 202.</ref> <ref name="Quelle 42">Daniel Sanders: Wörterbuch der deutschen Sprache. Mit Belegen von Luther bis auf die Gegenwart. Zweiter Band, erste Hälfte, L-R, Verlag von Otto Wiegand, Leipzig 1863, S. 527.</ref> <ref name="Quelle 43">Albert Serlo (Hrsg.): Leitfaden zur Bergbaukunde. Nach den an der königlichen Berg - Akademie zu Berlin gehaltenen Vorlesungen von Bergrath Heinrich Lottner. Erster Band, mit 174 in den Text gedruckten Holzschnitten und 2 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1869, S. 177.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Gesteinssprengungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

<references group="ANM"> <ref group="ANM" name="Anm. Lath.">Es werden die Begriffe Schießmeister, Schießhauer und Schießberechtigter verwendet, dazu noch Oberschießmeister und Schießsteiger. Weiterhin wird der Sprengmeister (über Tage) vom Schießmeister (unter Tage) abgegrenzt. Dabei sind alle diese Personen Schießberechtigte, der Schießmeister übt das Sprengen als Hauptberuf aus, während der Schießhauer im Rahmen seiner Hauerarbeit sprengt. Oberschießmeister und Schießsteiger sind Vorgesetzte. (Quelle: G. Lathan: Bohr- und Schießarbeiten im Bergbau.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. CF Ri.">Mit Pulver war das damals gebräuchliche Schießpulver gemeint. (Quelle: Carl Friedrich Richter: Neuestes Berg-und Hütten-Lexikon.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. H Vei / Frit.">Als Wegthun, auch hinwegthun, abschiessen, wegschiessen oder anstecken bezeichnete man das Herbeiführen der Entzündung des in den Bohrlöchern befindlichen Pulvers. (Quelle: Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.) Eine andere Bezeichnung für das Entzünden der Ladung ist Abtun. (Quelle: Helmut Fritzsche: Lehrbuch der Bergbaukunde mit besonderer Berücksichtigung des Steinkohlenbergbaus. Erster Band)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. H Vei 2.">Als Schießer bezeichnete man früher einen Bergmann, der die Schießarbeit durchführte. (Quelle: Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. H Vei / Cramm.">Früher wurden im Bergbau das Laden des Sprengstoffes und das Verdämmen der Bohrlöcher als eine zusammengehörende Tätigkeit angesehen und als Besetzen bezeichnet. (Quelle: Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.) Im modernen Bergbau unterscheidet man zwischen Laden und Besetzen. Laden ist das Einbringen des Sprengstoffes in die Bohrlöcher und Besetzen das Verdämmen der Bohrlöcher. (Quelle: Tilo Cramm, Joachim Huske: Bergmannssprache im Ruhrrevier.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. H Vei 3.">Als Schießen aus dem Ganzen bezeichnet man das Schießen ohne Zuhilfenahme von anderen Gesteinsarbeiten. Lange Zeit hielt man diese Form des Schießens für nicht durchführbar und unterstützte das Heraussprengen des Gesteins aus dem kompletten Gesteinsblock durch unterschrämen der Ortsbrust. Schießen war an die Stelle des Eintreibens von Keilen getreten und galt lange Zeit als reine Nacharbeit. (Quelle: Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. ESc.">Nach intensiven Forschungen des Sachverständigen für Explosivstoffe, Oskar Gutmann, wurde das Schießpulver sukzessive aus dem griechischen Feuer entwickelt. Somit ist lt. Gutmann der Erfinder des Schießpulvers weder Albertus Magnus noch Markus Graecus. Auch Berthold Schwarz und Roger Bacon sind nicht eindeutig als Erfinder des Schießpulvers festzustellen. Allerdings ist lt. Gutmann die treibende Kraft des Schießpulvers im Jahr 1313 durch den Mönch Berthold Schwarz aus Breisgau erstmalig bestätigt worden. (Quelle: Richard Escales: Die Explosivstoffe. Mit besonderer Berücksichtigung der neueren Patente. Erstes Heft, Das Schwarzpulver und ähnliche Mischungen.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Hop.">Die Ungenauigkeit der Angaben liegt nach Auffassung von Johann Friedrich Gmelin darin, dass die Autoren sich bei ihren Angaben mehr auf Tradition, entfernte Übereinstimmungen von Namen oder andere nicht ganz zuverlässige Hinweise bezögen. Gmelin bemängelte bereits in seinem Buch aus dem Jahr 1783 Beyträge zur Geschichte des teutschen Bergbaues, dass die Geschichtsschreiber, anstatt zum Beweis Urkunden oder einstimmige Zeugnisse zu verwenden, sich lieber auf solche nicht eindeutige Belege verlassen würden. (Quelle: Oskar Hoppe: Beiträge zur Geschichte der Erfindungen.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Wild.">So soll er zunächst ein kleines Loch in den Berg gemacht haben und dieses dann mithilfe von Schwarzpulver gesprengt haben. Allerdings soll Martinengo die Sprengversuche nach einigen Jahren, ohne größere Erfolge erzielt zu haben, wieder eingestellt haben. Diese Aussagen stammen aus Unterlagen und Dokumenten des Staatsarchivs Venedig. (Quelle: Heinz Walter Wild: Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. ESc 2.">Die großen Löcher, die dreimal so groß waren wie erforderlich, erforderten sehr starke Pulverladungen. Dies führte dazu, dass beim Sprengen starke Erschütterungen im Grubengebäude verursacht wurden. Des Weiteren war das Pulver zu der damaligen Zeit sehr teuer, was wiederum die Kosten für das Schießen erhöhte. (Quelle: Richard Escales: Die Explosivstoffe. Mit besonderer Berücksichtigung der neueren Patente. Erstes Heft, Das Schwarzpulver und ähnliche Mischungen.) Außerdem wurden durch die großen Schießpulvermengen starke Sprengschwaden erzeugt, die die Wetter im Grubengebäude aufgrund der oftmals schwachen Bewetterung stark belasteten. (Quelle: Heinz Walter Wild: Erfindung und Ausbreitung der Sprengarbeit im Bergbau.)</ref> </references>