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Feuersetzen

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Datei:Fire-setting.jpg
Darstellung des Feuersetzens in Georgius Agricolas De Re Metallica (1556)

Das Feuersetzen ist eine der ältesten Techniken, die im Bergbau zum Abbau von sehr festem Gestein angewendet wurde.<ref name="Quelle 20" /> Die Technik wurde in vielen Bergbauregionen vom Altertum bis ins neunzehnte Jahrhundert benutzt.<ref name="Quelle 15" /> Das Feuersetzen war bis zur Einführung des Schießens die einzige Technik, die den Bergleuten zur Verfügung stand, um die Arbeit mit Schlägel und Eisen im harten Gestein zu erleichtern.<ref name="Quelle 31" /> Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Technik nur noch sehr selten und dann auch nur bei sehr harten Gesteinen angewendet.<ref name="Quelle 21" /> Insbesondere wurde das Feuersetzen zu dieser Zeit noch in den Regionen angewendet, in denen das erforderliche Brennholz noch preiswert zu erhalten war.<ref name="Quelle 23" /> Die Technik des Feuersetzens wurde angewendet, um Gestein aufzulockern oder zu sprengen, damit das Mineral anschließend mittels Schlägel und Eisen hereingewonnen werden konnte.<ref name="Quelle 15" /> Dabei wurde das Gestein mittels Feuer erhitzt und anschließend teilweise mit Flüssigkeit abgekühlt.<ref name="Quelle 0" /> Obwohl die Technik bereits viele Jahrhunderte bekannt und angewendet worden war,<ref name="Quelle 22" /> wurde sie erstmals im 16. Jahrhundert durch Georgius Agricola<ref name="Quelle 20" /> und später im 17. und 18. Jahrhundert detailliert beschrieben.<ref name="Quelle 22" />

Grundlagen

Um eine Felswand zu bearbeiten, setzt der Bergmann, je nach Festigkeit des Gesteins, unterschiedliche Techniken und Werkzeuge ein.<ref name="Quelle 40" /> Dabei wird die Felswand zunächst gezielt an einer Stelle intensiv bearbeitet, um dort eine Schwachstelle zu erstellen, von der aus man leichter den restlichen Querschnitt weiter bearbeiten kann.<ref name="Quelle 41" /> Bei der als Feuersetzen bezeichneten Methode erfolgt das Zersprengen der Steine mittels Feuer.<ref name="Quelle 43" /> Vom Prinzip her gilt das Feuersetzen auch als eine Art der Sprengarbeit.<ref name="Quelle 45" /> Diese Klassifizierung hat ihren Grund im allgemeinen Sprachgebrauch, da dort Sprengen so viel wie gewaltsames Lockern oder Zerstören bedeutet.<ref name="Quelle 46" /> Früher wurde das Feuersetzen oftmals mit der Schießarbeit verwechselt.<ref name="Quelle 56" /> Beim Feuersetzen wird die Felswand gezielt nur an einer Stelle erhitzt und man versucht, den Rest des Felsens kalt zu lassen.<ref name="Quelle 42" /> Dabei nutzt man das unterschiedliche Ausdehnungsverhalten von erhitztem Gestein gegenüber kaltem Gestein aus.<ref name="Quelle 44" /> Aufgrund der unterschiedlichen Temperaturen entstehen im Gestein ungleiche Spannungen, die letztendlich dazu führen, dass der Stein stellenweise reißt.<ref name="Quelle 43" /> Dadurch platzen Teile der Gesteinsoberfläche ab oder das Gestein wird rissig.<ref name="Quelle 44" /> Befindet sich im erhitzten Gestein auch noch Schwefel, so verflüchtigt sich dieser Schwefel durch das Erhitzen und die entweichenden Dämpfe unterstützen das Sprengen des Gesteins.<ref name="Quelle 45" /> Feuchtigkeit, die sich in zum Teil bereits vorhandenen geschlossenen Klüften befindet, wandelt sich durch die Hitze in Wasserdampf um, der sich ausdehnt und dadurch das Gestein unter zusätzliche Spannung setzt und somit die Sprengwirkung unterstützt.<ref name="Quelle 13" />

Geschichte

Datei:Fyrsettingsstoll.JPEG
Mit Feuersetzen gebauter Stollen in Norwegen (Blaufarbenwerk Modum)

Die Anfänge des Feuersetzens reichen bis in die Steinzeit zurück.<ref name="Quelle 14" /> So wurde diese Technik bereits vereinzelt beim Silexbergbau angewendet.<ref name="Quelle 29" /> Es wurden Spuren im Feuersteinbergwerk Mur-de-Barrez in Frankreich gefunden, die daraufhin deuten, dass hier Feuersetzen zum Hereingewinnen großer Feuersteinstücke angewendet worden war. In der Bibel wird die Methode an einigen Stellen (z. B. Vorlage:Bibel/Link, und Vorlage:Bibel/Link) genannt.<ref name="Quelle 14" /> Auch die Römer benutzten diese Methode der Gebirgsbearbeitung.<ref name="Quelle 38" /> Anschließend besprengten sie nach dem Erhitzen den heißen Stein mit Essig.<ref name="Quelle 39" /> Gemäß einer Beschreibung von Diodorus Siculus war das Feuersetzen auch in den Goldbergwerken des alten Ägyptens üblich.<ref name="Quelle 13" /> Plinius erwähnte in seinen Werken, dass diese Methode von den Römern angewendet wurde.<ref name="Quelle 33" /> Gemäß Livius benutzte Hannibal diese Methode bei der Überquerung der Alpen.<ref name="Quelle 20" />

Im späten Mittelalter wurde die Feuersetzung für den Abbau von Blei genutzt.<ref name="Quelle 37" /> Beispielhaft sei hier das Gurgltal im Tiroler Oberland genannt, in dem heute das Freilichtmuseum Knappenwelt Gurgltal Einblicke in diese Epoche des Bergbaus gibt.<ref name="Quelle 36" /> Seit dem 14. Jahrhundert wurde die Methode von Brunnenbauern zur Erstellung von Brunnen im Felsen angewendet.<ref name="Quelle 34" /> Im Mansfelder Schieferbergbau wurde die Methode in den Jahren 1720 bis 1730 zum Hereinbrechen von unterschrämtem Schiefer genutzt.<ref name="Quelle 1" /> Ihren Höhepunkt hatte die Methode beim Kupferbergbau.<ref name="Quelle 29" /> Im Harzer Bergrevier wurde das Feuersetzen beim Abbau des massiven Lagererzes im Rammelsberg bis zum Ende der 1870er Jahre als Gewinnungsverfahren eingesetzt.<ref name="Quelle 6" /> In den österreichischen Bergrevieren wurde das Feuersetzen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts des Öfteren in Kombination mit der Schießarbeit beim Stollenbau angewendet.<ref name="Quelle 30" /> Aufgrund der allmählich entstehenden Holzknappheit in einigen Regionen, wurde das Feuersetzen ab dem 18. Jahrhundert in einigen Bergrevieren sukzessive durch das Schießen<ref group="ANM" name="Anm. Gätsch." /> verdrängt.<ref name="Quelle 55" /> In einigen Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas wird das Feuersetzen auch noch im 21. Jahrhundert beim Kleinbergbau angewendet.<ref name="Quelle 22" />

Die Methode

Datei:Rössler Feuersetzen (1) 1700.jpg
Balthasar Rösler: Feuersetzen im Zinnbergbau (1700)
Datei:Medieval silver mine gallery fire-setting Germany southern Black Forest 12th century.jpg
Feuergesetzter Stollen mit überkrusteten Brandniederschlägen, 12.–13. Jahrhundert
Datei:Mine Hautes Mynes de Thillot fire-setting adit front 16-17 century - Stollen feuergesetzte Ortsbrust 16-17 Jahrhundert.jpg
Ortsbrust eines feuergesetzten Stollens, 16.–17. Jahrhundert

Damit ein Abbauort mittels Feuersetzens bearbeitet werden konnte, wurde vor Ort Schichtholz oder Stoßholz aufgeschichtet und angezündet.<ref name="Quelle 2" /> Die Stelle, an der das Holz aufgeschichtet wurde, bezeichneten die Bergleute als Brennort oder Setzort.<ref name="Quelle 28" /> Der Vorgang des Holzaufschichtens und Abbrennens musste teilweise mehrmals wiederholt werden.<ref name="Quelle 49" /> Aufgrund der durch das Erhitzen im Gestein entstehenden thermischen Spannungen wird dieses mürbe und rissig.<ref name="Quelle 6" /> Mit gezielten starken Hammerschlägen versuchte man, die Wirkung der Rissbildung zu verstärken.<ref name="Quelle 43" /> Teilweise werden die erhitzten Stellen mit Wasser oder Essig bespritzt, um den Effekt durch starke Abkühlung<ref group="ANM" name="Anm. Maidl." /> zu verstärken (Thermoschock).<ref name="Quelle 13" /> Nach dem Abkühlen können dann die aufgelockerten Steinplatten mittels Keilhaue oder Schlägel und Eisen abgelöst werden.<ref name="Quelle 6" /> Gesteinsplatten, die sich an der Firste gelockert haben, werden mittels Brechstangen heruntergebrochen.<ref name="Quelle 2" /> Dadurch konnte eine verhältnismäßig große Menge an Mineral gewonnen werden.<ref name="Quelle 47" /> Nachteilig ist der große Verbrauch an Holz, deshalb wurde diese Methode überwiegend in holzreichen Gegenden angewendet.<ref name="Quelle A" /> Außerdem lassen sich durch diese Methode keine großen Felsstücke ablösen, sondern nur einzelne Schalen.<ref name="Quelle 1" />

Voraussetzungen

Das Feuersetzen ist nicht für jede Art von Gestein und nicht für jede Erzart geeignet.<ref name="Quelle 52" /> Eine Voraussetzung für den Einsatz dieser Methode ist die Festigkeit des Gesteins, denn bei schon stark zerklüftetem Gestein ist das Feuersetzen nicht erforderlich, da hier das Schlägeln ausreichend ist.<ref name="Quelle 2" /> Zudem ist das Feuersetzen bei diesen Gesteinen wirkungslos, da das Gestein sich nur ausdehnt und nicht aufgrund der durch die Hitze erzeugten inneren Spannungen zersprengt wird.<ref name="Quelle 13" /> Gut geeignet war das Feuersetzen für hartes Gestein, das der Abspritzung oder dem Abbrechen widerstand.<ref name="Quelle 48" /> Besonders geeignet für die Bearbeitung mittels Feuersetzen ist Gestein mit körniger Textur, das sich gut schält, wie z. B. alle schiefrigen Gesteinsarten.<ref name="Quelle 54" /> Aber auch Granit und Grauwacke lassen sich damit bearbeiten.<ref name="Quelle 2" /> Gut geeignete Erzarten für das Feuersetzen sind Zinn und Magneteisenstein.<ref name="Quelle 54" /> Diese Erze werden durch das Feuersetzen geröstet und lassen sich anschließend besser verhütten, da zusätzliches Rösten (um den Arsenkiesgehalt zu senken) dann nicht mehr nötig ist.<ref name="Quelle 2" /> Sehr nasses Gestein lässt sich mittels Feuersetzen schlecht bearbeiten, da das Feuer zunächst den Stein trocknen muss und somit an Wirkung verliert.<ref name="Quelle 10" /> Erze mit niedrigem Schmelzpunkt waren für das Feuersetzen ebenso ungeeignet wie Lagerstätten, bei denen sich die Erze durch Feuer verflüchtigen.<ref name="Quelle 13" /> Absolut ungeeignet sind Lagerstätten mit einem hohen Anteil an Quecksilber. Auch arsenikhaltige Silbererze, Bleiglanz und Kupfer- oder Schwefelkies werden durch das Feuersetzen nachteilig beeinflusst.<ref name="Quelle 17" />

Brennmaterialien

Als Brennmaterial diente in erster Linie, aufgrund seiner schnellen Hitzeentwicklung, Holz.<ref name="Quelle 35" /> Damit eine rasch auflodernde Flamme entstand, wurde das Holz in Scheite zerteilt.<ref name="Quelle 50" /> Zudem war diese Form der Holzanwendung auch sparsamer als die Verwendung von ganzen Holzstämmen.<ref name="Quelle 52" /> In einigen Bergrevieren wurde versuchsweise auch Torf als Brennmaterial angewendet.<ref name="Quelle 10" /> Diese Versuche brachten aber nicht die erhofften Erfolge.<ref name="Quelle 22" /> Der Grund lag in der ungenügenden Hitzeentwicklung des Torfes.<ref name="Quelle 1" /> Auch der Versuch, Knüppelholz als Brennmaterial zu verwenden, brachte nicht den gewünschten Erfolg.<ref name="Quelle 22" /> In den französischen Gruben von Challanges wurde als Brennmaterial Steinkohle verwendet.<ref name="Quelle 1" /> In einigen Gruben wurde versuchsweise Braunkohle als Feuerungsmaterial eingesetzt, was jedoch auch keine guten Ergebnisse brachte.<ref name="Quelle 32" /> Auf der Grube St. Christoph in Sachsen wurden auch Versuche mit Koks als Brennmaterial durchgeführt.<ref name="Quelle 1" /> Holz wurde besonders in den Bergbauregionen eingesetzt, in denen das Holz sehr kostengünstig zu erwerben war.<ref name="Quelle 18" /> So wurde es z. B. im holzreichen Harz bevorzugt angewendet.<ref name="Quelle 53" /> Dadurch war das Feuersetzen in diesen Regionen um zwei Drittel billiger als Bohren und Schießen.<ref name="Quelle A" /> Allerdings wurde für das Feuersetzen sehr viel Holz benötigt und verbraucht.<ref name="Quelle 47" /> Für das Hereingewinnen<ref group="ANM" name="Anm. Veith." /> von einem Kubiklachter Gestein benötigte man, je nach Festigkeit und Beschaffenheit des Gesteins, bis zu 18 Klafter weiches Holz mit einer Stärke von bis zu 1,75 Ellen.<ref name="Quelle 12" />

Feuerungstechniken

Um das Feuersetzen zu optimieren, bediente man sich verschiedenster Techniken.<ref name="Quelle 32" /> In einigen Gruben wurde getrocknetes und zerspaltenes Grubenholz, sogenanntes Tenn, angezündet.<ref name="Quelle 54" /> In anderen Gruben verwendete man trockene Hölzer, die man zuvor entsprechend bearbeitet hatte und die der Bergmann Bart nannte,<ref group="ANM" name="Anm. Köhl." /> angezündet.<ref name="Quelle 45" /> Mit diesen Bärten konnte man das Feuer zwischen mehreren Stößen weiterleiten.<ref name="Quelle 20" /> Durch gezielte Manipulation wurde die Flamme auf das feste Gestein gelenkt.<ref name="Quelle 32" /> Dabei war die Wirkrichtung des Feuers und die Intensität des Brandes sehr wichtig.<ref name="Quelle 20" /> Um dieses zu optimieren, wurde das Holz so geschichtet, dass es rechtwinklig auf dem Stoß steht, auf den das Feuer wirken sollte.<ref name="Quelle 26" /> Dabei musste die Größe des Feuers an die Beschaffenheit des Gesteins angepasst werden.<ref name="Quelle 25" /> Sollten bestimmte Stellen nicht vom Feuer erhitzt werden, mussten sie vor dem Feuer geschützt werden.<ref name="Quelle 26" /> Hierfür wurde das Feuer an diesen Stellen durch Altholz aus den Bruchorten<ref group="ANM" name="Anm. Serl." /> oder durch Berge abgedeckt.<ref name="Quelle 20" /> Im Harzer Bergbau wurde als Brennmaterial trockenes harzreiches Holz verwendet, da sich dieses Holz schnell entzündet und lange mit einer kräftigen Flamme brennt.<ref name="Quelle 25" /> Außerdem wurden Bündel von leichtem Strauch- und Astwerk und harzreiches Stockholz verwendet.<ref name="Quelle 32" />

Vor Ortsstößen von Stollen, die vorangetrieben werden sollten, wurden unterschiedlich platzierte kleine Feuer angelegt, die speziell geschichtet wurden.<ref name="Quelle 2" /> Um einen guten Luftzug zu erhalten, wurden neue Holzscheite im unteren Teil des geplanten Feuers auf spezielle, am zu bearbeitenden Stoß geschichtete Holzscheite<ref group="ANM" name="Anm. Symk" /> abgelegt.<ref name="Quelle 20" /> Man verwendete beim Feuersetzen drei verschiedene Arten, um das Feuer auf das Gestein einwirken zu lassen, den Firstenbrand, den Seitenbrand und den Sohlenbrand.<ref name="Quelle 25" /> Der Firstenbrand ist von allen drei Methoden die Methode, die am häufigsten verwendet wurde.<ref name="Quelle 4" /> Dies lag daran, dass diese am einfachsten auszuführen ist und sie den besten Erfolg<ref group="ANM" name="Anm. Hartm." /> liefert.<ref name="Quelle 26" /> Der Sohlenbrand ist die Methode, die am seltensten angewendet wurde.<ref name="Quelle 4" /> Dies liegt daran, dass bei dieser Methode die Wirkung nur sehr schlecht ist.<ref name="Quelle 26" />

Beim Firstenbrand (Förstenbrand) werden die Holzscheite hohl gelegt, dabei werden die Scheite in sich kreuzenden Lagen so geschichtet, dass ein viereckiger Haufen entsteht.<ref name="Quelle 32" /> Dieser Haufen wird von den Bergleuten als Schrage oder Schranke bezeichnet.<ref name="Quelle 26" /> Bei den unteren Lagen werden die Holzscheite mit einem größeren Abstand und bei den oberen Lagen dicht zusammengelegt.<ref name="Quelle 1" /> Der Zwischenraum zwischen Sohle und Schrank wurde mit Holzspänen ausgefüllt.<ref name="Quelle 25" /> Die Schragen müssen bis zur Firste reichen,<ref name="Quelle 20" /> man kann auch mehrere Schragen mit einem Meter Höhe nebeneinander stapeln.<ref name="Quelle 26" /> Dadurch ist es möglich, die Firste über eine größere Fläche anzugreifen.<ref name="Quelle 1" /> Beim Seitenbrand werden zwei Holzscheite rechtwinklig zum Stoß gelegt.<ref name="Quelle 25" /> Darüber werden kreuzweise bis zu vier Schichten von sich kreuzenden Holzscheiten gestapelt.<ref name="Quelle 9" /> Zwischen den Scheiten jeder Lage lässt man einen Zwischenraum von 52 bis 104 Millimeter.<ref name="Quelle 26" /> Oben auf den Holzstapel werden einige Reihen Holzscheite hochkant schräg zum Stoß gestellt.<ref name="Quelle 4" /> Nachteilig war beim Seitenbrand, dass sie nicht genügend Hitze im Sohlenbereich erzeugten und dadurch die dort anstehenden Erze nicht genügend erreichten.<ref name="Quelle 51" /> Oftmals wird ein spezieller Ofen, die Prägelkatze, zur Hilfe zu genommen.<ref name="Quelle 4" /> Die Prägelkatze wird mit der schmalen Seite an den zu bearbeitenden Stoß gestellt und mit Holzscheiten, von 470 bis 628 mm Länge und 39 bis 52 mm Stärke, belegt und angezündet.<ref name="Quelle 26" /> Der Wetterzug treibt die Flammen gegen den Stoß.<ref name="Quelle 1" /> Der Sohlenbrand ist von den drei Brandarten der unzweckmässigste.<ref name="Quelle 25" /> Er wurde mitunter beim Schachtabteufen angewendet.<ref name="Quelle 4" /> Allerdings ging man auch hierbei oftmals so vor, dass man zunächst seitlich kleine Weitungen erzeugte, die man dann mittels Seitenbrand weiter bearbeitete.<ref name="Quelle 24" /> Für das Feuer werden niedrige Schragen verwendet.<ref name="Quelle 26" /> Soweit es aufgrund des geringen Wetterzuges möglich ist, werden die Schragen an den Seiten und oben mit Bergen bedeckt.<ref name="Quelle 1" />

Feuerungszeiten

Da die Bergleute in den Gruben bedingt durch den Qualm nicht arbeiten konnten, wurde in einigen Bergbauregionen das Feuersetzen nur am Wochenende durchgeführt.<ref name="Quelle 24" /> Zunächst wurden im Laufe der Woche an den jeweiligen Vortriebsstellen die Hölzer zu Holzschragen aufgeschichtet.<ref name="Quelle 2" /> Am Samstag fuhr der Feuermeister mit seinen Gehilfen über den Wetterschacht an, um das Feuersetzen einzuleiten.<ref name="Quelle 24" /> Hierfür wurde damit begonnen, die einzelnen Holzschragen in Brand zu setzen.<ref name="Quelle 2" /> Dazu wurden zunächst die Feuerungsstellen auf den oberen Sohlen entzündet und anschließend die Feuerungsstellen auf den unteren Sohlen.<ref name="Quelle 10" /> Diese Reihenfolge war erforderlich, damit die Bergleute nicht im Qualm der unteren Feuer arbeiten mussten. Begonnen wurde Samstags morgens um 4 Uhr und am Samstagnachmittag brannten alle Feuer.<ref name="Quelle 2" /> Außer den Feuerwärtern durfte sich während dieser Zeit niemand anderes in der Grube aufhalten.<ref name="Quelle 11" />

Durch die Feuereinwirkung entstand, je nach Lagerstätte, teilweise schwefel- und arsenikhaltiger Rauch, der nach Möglichkeit vermieden werden sollte.<ref name="Quelle 25" /> Die Feuer waren in der Regel so angelegt und bemessen, dass die Bergleute Montags wieder zur Frühschicht in die Grube einfahren konnten und die Erze losschlagen konnten. Feuer, die am Montagmorgen noch glimmten, wurden von den Feuerwärtern gelöscht. Kam es vor, dass einige Holzstöße nicht genügend gebrannt hatten, wurden diese erneut angezündet und brannten dann bis zum Dienstag. Dadurch verzögerte sich die Einfahrt der Bergleute um einen Tag.<ref name="Quelle 10" />

Öfen

In einigen Bergbauregionen wurde ein spezieller Ofen, die sogenannte Prägelkatze, verwendet.<ref name="Quelle 4" /> Dieser Ofen bestand aus eisernen Stangen und zwei kürzeren und zwei höheren Füßen.<ref name="Quelle 32" /> Die Füße waren durch vier Eisenstäbe verbunden.<ref name="Quelle 26" /> Das gesamte Gestell wurde von außen und von oben mit starken Blechplatten belegt.<ref name="Quelle 1" /> Dadurch entstand ein eisernes Gestell mit einer Länge von 2,5 Fuß.<ref name="Quelle 27" /> Vorne war die Prägelkatze 1,5 Fuß breit und einen Fuß hoch, hinten 2,5 Fuß breit und 1,5 Fuß hoch.<ref name="Quelle 9" /> Durch die Bauweise hatte die Prägelkatze die Form eines abgestumpften, pyramidalen Kastens.<ref name="Quelle 27" /> Die Prägelkatze hatte die Aufgabe, das geschürte Feuer zusammenzuhalten und die Flammen durch gezielte Luftströmung von vorne auf einen Punkt zu konzentrieren.<ref name="Quelle 1" />

Das Feuer wurde mittels Gabeln oder Forken und mit Rennstangen bearbeitet.<ref name="Quelle 48" /> Dabei diente die zweizackige Gabel dazu, das Feuer aus sicherer Entfernung zu unterhalten.<ref name="Quelle 32" /> Hierfür war sie mit einem langen Stiel versehen.<ref name="Quelle 25" /> Außerdem wurden mit der Forke lose Gesteinsplatten heruntergeholt, damit sie nicht auf die Prägelkatze fielen.<ref name="Quelle 26" /> Die Stoß- und Rennstangen waren einfache lange Stangen mit einer eisernen Spitze oder einem Haken oder Meißel.<ref name="Quelle 2" /> Die Rennstangen dienten ebenfalls dazu, loses Gestein abzubrechen.<ref name="Quelle 25" /> Als sogenanntes Hülfsgezäh (Hilfsgezähe) wurden Brechstangen, Kratzen, Keilhauen sowie Schlägel und Eisen verwendet.<ref name="Quelle 2" /> Voraussetzung für diese Art der gezielten Feuerung war ein Grubengebäude, das ausreichend bewettert wurde.<ref name="Quelle 8" />

Eine modifizierte Version eines Ofens für das Feuersetzen wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Hugon entwickelt.<ref name="Quelle 1" /> Vor dem Brennofen wird ein Ventilator aufgestellt.<ref name="Quelle 0" /> Der Ofen ist auf Rollen gesetzt und kann auf Schienen hin und her bewegt werden. Durch eine Tür wird dem Ofen das Brennmaterial zugefügt.<ref name="Quelle 1" /> Der Ofen wird mit trockenen Holzspänen angefeuert und anschließend mit Steinkohle oder Koks weiter befeuert.<ref name="Quelle 24" /> Das Feuer wird durch eine Öffnung im vorderen Bereich durch den Ventilator mit Verbrennungsluft versorgt.<ref name="Quelle 1" /> Dieser Ofen wurde in Frankreich beim Streckenvortrieb eingesetzt.<ref name="Quelle 0" /> Das Feuer wird durch eine Öffnung, die sich an der Rückseite des Ofens befindet, gezielt wie bei einer großen Lötrohrspitze auf den Stoß gelenkt.<ref name="Quelle 1" />

Sicherheitsprobleme und negative Auswirkungen

Sicherheitsprobleme ergeben sich in erster Linie durch die starke Rauchfreisetzung des Feuers.<ref name="Quelle 35" /> Insbesondere in Bergwerken, in denen nur minimaler Wetterzug herrscht, macht sich der zusätzliche Sauerstoffverbrauch bemerkbar.<ref name="Quelle 7" /> Zusätzlich werden Gase freigesetzt, insbesondere Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, welches sich dann in den Wettern befindet.<ref name="Quelle 5" /> Zudem kann es unter bestimmten Voraussetzungen durch die Hitzeeinwirkungen zur Verflüchtigung von Schwefel oder Arsenik aus dem Gestein kommen, die die Atemluft noch weiter verschlechtern.<ref name="Quelle 45" /> Je nach Beschaffenheit des Holzes kommt es zu starker Rauchentwicklung im gesamten Grubengebäude.<ref name="Quelle 5" /> Bedingt dadurch waren die Stollen unbegehbar, was dazu führte, dass die Bergleute mit dem Einfahren warten mussten, bis sich der Rauch verzogen hatte.<ref name="Quelle 35" /> Daher durfte bei benachbarten Gruben nur in Absprache mit dem benachbarten Grubenbesitzer und mit Genehmigung des Bergmeisters Feuer gesetzt werden.<ref name="Quelle 5" />

Ein großes Problem war daher allgemein die Abwetterung des beim Feuersetzen entstehenden Rauches.<ref name="Quelle 19" /> Um die mit Rauchgasen versetzten Abwetter schnellstmöglich aus dem Grubengebäude zu entfernen, war ein ausgeklügeltes System von Wetterörtern, Wetterschlägen und Wetterschächten erforderlich.<ref name="Quelle 51" /> Ein weiteres Problem bei dieser Methode war die große Sauerstoffzehrung durch die angelegten Feuer, aus diesem Grund wurde die Methode oftmals nur in größeren Grubenbauen angewendet.<ref name="Quelle 0" /> Durch das Feuersetzen entstand örtlich begrenzt eine große Wärmeentwicklung.<ref name="Quelle 3" /> Durch diese große Hitze, die auch nach dem Abbrennen noch nachwirkte, kam es zu Beeinträchtigungen der dort arbeitenden Bergleute.<ref name="Quelle 32" /> Gefährlich war auch das unberechenbare Abbrechen von losgelösten Gesteinplatten.<ref name="Quelle 25" /> Diese Platten stürzten plötzlich herein und konnten die dort arbeitenden Bergleute verletzen.<ref name="Quelle 1" />

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="Quelle 0">Georg Haupt: Die Stollenanlagen. Leitfaden für Bergleute und Tunnelbauer. Berücksichtigung der beim Stollenbau vorkommenden bergmännischen Gewinnungsarbeiten und der dabei angewandten Bohrmaschinensysteme, mit 185 in den Text gedruckten Holzschnitten, Verlag von Julius Springer, Berlin 1884, S. 25, 26. </ref> <ref name="Quelle 1">Albert Serlo: Leitfaden der Bergbaukunde. Erster Band, dritte verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage, mit 640 in den Text gedruckten Holzschnitten und 23 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1878, S. 275–279. </ref> <ref name="Quelle 2">Wilhelm Leo: Lehrbuch der Bergbaukunde. Mit 241 in Text gedruckten Abbildungen. Druck und Verlag von Gottfried Basse, Quedlinburg 1861, S. 118–122. </ref> <ref name="Quelle 3">Friedrich Alexander von Humboldt: Ueber die unterirdischen Gasarten und die Mittel ihren Nachtheil zu vermindern. Ein Beytrag zur Physik der praktischen Bergbaukunde. Bey Friedrich Vieweg, Braunschweig 1799.</ref> <ref name="Quelle 4">Gustav Köhler: Lehrbuch der Bergbaukunde. Zweite verbesserte Auflage. Mit 346 Holzschnitten und 7 lithographirten Tafeln, Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig 1887, S. 211, 212. </ref> <ref name="Quelle 5">Georg Agricola: Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen. Fünftes Buch, In Kommission VDI-Verlag GmbH, Berlin. </ref> <ref name="Quelle 6">Wilfried Ließmann: Historischer Bergbau im Harz. 3. Auflage. Springer Verlag, Berlin und Heidelberg 2010, ISBN 978-3-540-31327-4, S. 63–65. </ref> <ref name="Quelle 7">Hans-Heinrich Hillegeist, Wilfried Ließmann (Hrsg.): Technologietransfer und Auswanderungen im Umfeld des Harzer Montanwesens. Harz-Forschungen 13. Lukas Verlag, 1. Auflage, Berlin 2001, ISBN 3-931836-56-8, S. 13. </ref> <ref name="Quelle 8">Carl von Scheuchenstuel: IDIOTICON der österreichischen Berg- und Hüttensprache. k. k. Hofbuchhändler Wilhelm Braumüller, Wien 1856. </ref> <ref name="Quelle 9">Albert Serlo: Leitfaden der Bergbaukunde. Erster Band. Mit 174 in den Text gedruckten Holzschnitten und 2 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1869, S. 177–180. </ref> <ref name="Quelle 10">Georg Heinrich Ahrend: Beschreibung des Bergbaus im Rammelsberg. Jahresgabe des Fördervereins Weltkulturerbe Rammelsberg e. V. Eigenverlag des Fördervereins, Druck Papierflieger Clausthal-Zellerfeld, Goslar 2018, S. 42, 57–59. </ref> <ref name="Quelle 11">Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen. Verlag von Wilhelm Gottlieb Korn, Breslau 1871. </ref> <ref name="Quelle 12">Carl Hartmann: Vademecum für den praktischen Berg- und Hüttenmann. Sammlung von Regeln, Dimensionen, Formeln, Tabellen, Erfahrungen und Betriebs-Resultaten aus den wichtigsten Theilen des Bergbaues und Bergwerks-Haushaltes. Nach den besten Hülfsmitteln und eigenen Erfahrungen zusammengestellt, zweite vermehrte Auflage, Verlag von Richard Neumeister, Leipzig 1859, S. 69. </ref> <ref name="Quelle 13">Moriz Ferdinand Gätzschmann: Vollständige Anleitung zur Bergbaukunst. Dritter Theil; Die Gewinnungslehre, nebst 11 Steindrucktafeln, Verlag von J. G. Engelhardt, Freiberg 1846, S. 678–691, 846. </ref> <ref name="Quelle 14">F. M. Feldhaus: Die Technik der Vorzeit, der geschichtlichen Zeit und der Naturvölker. Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig und Berlin 1914. </ref> <ref name="Quelle 15">Johann Karl Gottfried Jacobson: Technologisches Wörterbuch, alphabetische Erklärung aller nützlichen mechanischen Künste, Manufakturen, Fabriken und Handwerker. Friedrich Nicolai, Berlin und Stettin 1781. </ref> <ref name="Quelle A">Carl Friedrich Richter: Neuestes Berg- und Hütten-Lexikon. Erster Band, Kleefeldsche Buchhandlung, Leipzig 1805. </ref> <ref name="Quelle 17">Swen Rinmann: Allgemeines Bergwerkslexikon. Zweyter Theil, Fr. Chr. W. Vogel, Leipzig 1808. </ref> <ref name="Quelle 18">Emil Stöhr, Emil Treptow: Grundzüge der Bergbaukunde einschließlich der Aufbereitung. Verlagsbuchhandlung Spielhagen & Schurich, Wien 1892. </ref> <ref name="Quelle 19">Bruno Kerl: Der Communion-Unterharz. Ein Leitfaden für den Besuch des Rammelsberges, der Rammelsbergschen Silberhütten, Siedewerke und Fabriken, der Eisenwerke bei Gittelde, so wie auch für geognostische Excursionen in der Umgegend von Goslar. Verlag von J. G. Engelhardt, Freiberg 1853, S. 7. </ref> <ref name="Quelle 20">Ronald Symmangk: Einige Bemerkungen zum Feuersetzen und seiner Anwendung im Erzgebirge. In: Verein der Freunde des Bergbaues in Graubünden (Hrsg.): Bergknappe. Nr. 104, 28. Jahrgang, April 2004, Buchdruckerei Davos AG, S. 40–43. </ref> <ref name="Quelle 21">Joseph Niederist: Grundzüge der Bergbaukunde. Für den praktischen Unterricht und Gebrauch bearbeitet. Mit 332 in den Text eingedruckten Holzschnitten, k. k. Hof-, Buch- und Kunsthändler F. A. Credner, Prag 1863, S. 41. </ref> <ref name="Quelle 22">Peter Eichhorn, Förderverein Rammelsberger Bergbaumuseum Goslar e. V. (Hrsg.): Erzabbau am Rammelsberg. Eigenverlag des Fördervereins, Druck Papierflieger Clausthal-Zellerfeld, Goslar 2009, S. 91, 94. </ref> <ref name="Quelle 23">Jahrbuch der Kaiserlich-Königlichen Geologischen Reichsanstalt. XVI. Band. Mit drei lithographirten Tafeln, Druck von F. B. Geitler, in Commissission bei Wilhelm Braumüller Buchhändler des k .k. Hofes für das Inland, bei F. A. Brockhaus in Leipzig für das Ausland, Wien 1866, S. 255–257. </ref> <ref name="Quelle 24">Gustav Köhler: Lehrbuch der Bergbaukunde. Dritte, verbesserte Auflage. Mit 773 Textfiguren und 6 lithographirten Tafeln, Verlag von Wilhelm Engelmann, Leipzig 1892, S. 216, 217. </ref> <ref name="Quelle 25">Carl Hartmann: Handbuch der Bergbau- und Hüttenkunde. Oder die Aufsuchung, Gewinnung und Zugutemachung der Erze, der Stein- und Braunkohlen und anderer nutzbarer Mineralien. Eine Encyklopädie der Bergwerkskunde, nebst Atlas mit 45 lithographirten Royal-Folio-Tafeln, Verlag, Druck und Lithographie Bernhard Friedrich Voigt, Weimar 1858, S. 192, 193, 195, 196, 199, 200. </ref> <ref name="Quelle 26">Albert Serlo: Leitfaden der Bergbaukunde. Erster Band, vierte verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage, mit 745 in den Text gedruckten Holzschnitten und 32 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1884, S. 327, 328. </ref> <ref name="Quelle 27">Julius Dannenberg, Werner Adolf Frantz (Hrsg.): Bergmännisches Wörterbuch. Verzeichnis und Erklärung der bei Bergbau, Salinenbetrieb und Aufbereitung vorkommenden technischen Ausdrücke. Nach dem neuesten Stand der Wissenschaft, Technik und Gesetzgebung bearbeitet und herausgegeben von Julius Dannenberg […] und Dr. Werner Adolf Frantz, […]. F. U. Brockhaus, Leipzig 1882. </ref> <ref name="Quelle 28">Erklärendes Wörterbuch der im Bergbau, in der Hüttenkunde und in Salinenwerken vorkommenden technischen Kunstausdrücke und Fremdwörter. Verlag der Falkenberg’schen Buchhandlung, Burgsteinfurt 1869. </ref> <ref name="Quelle 29">Johannes Hoops: Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. Zweite, völlig neu bearbeitete und stark erweiterte Auflage. Mit Unterstützung der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, zwanzigster Band, Metuonis – Naturwissenschaftliche Medizin, Walter de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017164-3, S. 188. </ref> <ref name="Quelle 30">Jahrbuch der Kaiserlich-Königlichen Geologischen Reichsanstalt. XIX. Band. Mit 20 Tafeln, Druck der k. k. Hof- und Staatsdruckerei, in Commission bei Wilhelm Braumüller Buchhändler des k. k. Hofes für das Inland, bei F. A. Brockhaus in Leipzig für das Ausland, Wien 1869, S. 334. </ref> <ref name="Quelle 31">Hans Strube: Der Kupferbergbau im Niederfürstentum Hessen. Seine Geschichte von den Anfängen bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges. In: Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde (Hrsg.): Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde. Nr. 87, Eigenverlag, Kassel 1978/1979, S. 106. </ref> <ref name="Quelle 32">Carl Hartmann: Handwörterbuch der Berg-, Hütten- u. Salzwerkskunde der Mineralogie und Geognosie. Zweite, gänzlich neu bearbeitete Auflage. Zweiter Band, G bis O, nebst deutschem Register mit den englischen und französischen Synonymen und Registern in letztern Sprachen, Buchhandlung Bernhard Friedrich Voigt, Weimar 1859, S. 106–108. </ref> <ref name="Quelle 33">Gunter Schöbel, Europäische Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie: Experimentelle Archäologie in Europa. Bilanz 2014. Heft 13, gedruckt bei Beltz Bad Langensalza GmbH, Unteruhldingen, ISBN 978-3-944255-02-6, S. 32, 33. </ref> <ref name="Quelle 34">Residenzen-Kommission der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (Hrsg.): Residenzenforschung. Band 15. II. Teilband. I. Begriffe. Werner Paravicini (Hrsg.): Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich. Bilder und Begriffe. Jan Thorbecke Verlag, S. 107. </ref> <ref name="Quelle 35">Kaspar Zimmermann: Der Abbau-Die Stollen-Das Erz. In: Schweizerische Gesellschaft für Historische Bergbauforschung (Hrsg.): Minaria Helvetia. Zeitschrift der Schweizerischen Gesellschaft für Historische Bergbauforschung. Nt. 20a,/2000, S. 34, 35. </ref> <ref name="Quelle 36">Peter Gstrein: Der historische Bergbau in der Region Gurgltal in Tirol […]: […] sowie ein Besuch in der Knappenwelt bei Tarrenz. 1 (30. Juli 2011) Auflage. Berenkamp, 2011, ISBN 978-3-85093-277-6. </ref> <ref name="Quelle 37">Sabine Paehr: Kupfer-, Blei- und Silbergewinnung. Mitteleuropäisches Hüttenwesen in der Frühen Neuzeit. Eine vergleichende Darstellung wissenschaftlicher Fachliteratur. Genehmigte Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Hannover 2018, S. 9, 10. </ref> <ref name="Quelle 38">A. F. Veltheim: Sammlung einiger Aufsätze historischen antiquarischen mineralogischen und ähnlichen. Erster Theil. Bey C. G. Fleckeisen, Helmstedt 1800, S. 20–23. </ref> <ref name="Quelle 39">Bernhard Grueber: Allgemeine Baukunde. Erster Theil. Unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1863, 1. Auflage, Salzwasser Verlag GmbH, Frankfurt 2022, ISBN 978-3-375-06883-7, S. 61. </ref> <ref name="Quelle 40">A. Burat: Angewandte Geognosie oder das Auffinden und der Bau nutzbarer Mineralien. Übersetzt von Heinrich Krause und J. P. Hochmuth. Mit 147 Holzschnitten und 22 Tafeln in Stahlstich, Verlag von Duncker & Humblot, Berlin 1844, S. 188, 190. </ref> <ref name="Quelle 41">Carl Stegmayer: Handbuch der Bergbaukunst für Jedermann. Mit einer Vorschule worin das Wissensnöthige der Gebirgskunde, Markscheidekunst und des Berggesetzes allgemeinfaßlich vorgetragen ist. Mit 91 in den Text eingedruckten Holzschnitten, Verlag von J. L. Kober, Prag 1862, S. 132, 133. </ref> <ref name="Quelle 42">Eduard Bauer: Der Technische Pionnierdienst. Für Cadeten, Reserve- und Landwehr-Officiers-Aspiranten. Mit 261 Holzschnitten, Druck und Verlag von L. W. Seidel & Sohn, Wien 1872, S. 62. </ref> <ref name="Quelle 43">Rudolph Gottgetreu: Physische und chemische Beschaffenheit der Baumaterialien. Deren Wahl, Verhalten und zweckmässige Verwendung. Ein Handbuch für den Unterricht und das Selbststudium. Erster Band, dritte, vermehrte und verbesserte Auflage, mit 122 in den Text gedruckten Holzschnitten, 3 photolithographirten und 3 lithographirten Tafeln, Verlag von Julius Springer, Berlin 1880, S. 170, 171. </ref> <ref name="Quelle 44">Bernhard Maidl: Faszination Tunnelbau. Geschichte und Geschichten. Ein Sachbuch, Verlag Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin 2018, ISBN 978-3-433-03113-1, S. 29–32. </ref> <ref name="Quelle 45">Carl Schmieder: Versuch einer Lithurgik oder ökonomischen Mineralogie. Erster Theil. Bei Siegfried Lebrecht Crusius, Leipzig 1803, S. 97–100. </ref> <ref name="Quelle 46">Bernhard Maidl: Tunnelbau im Sprengvortrieb. Springer Verlag. Berlin / Heidelberg 1997, ISBN 3-540-62556-9, S. 2, 3, 5. </ref> <ref name="Quelle 47">Der belehrende Bergmann. Ein fassliches Lese- und Bilderbuch für Kinder und Erwachsene, Lehrer und Laien, besonders aber für Jünglinge, welche sich von den Arbeiten, Festlichkeiten und Gebräuchen des Bergmanns, von der bergmännischen Verfassung und ihren Chargen, den fossilischen Lagerstätten etc. einen deutlichen Begriff schaffen wollen. Nebst einer kurzen Geschichte des Bergbaues und einem erklärenden Wörterbuche der gewöhnlichen Ausdrücke von einem Bergbeflissenen. Verlag von Robert Friese, Leipzig 1850, S. 11, 12. </ref> <ref name="Quelle 48">Franz Rziha: Lehrbuch der gesammten Tunnelbaukunst. Erster Band. Zweite Auflage, mit 354 in den Text eingedruckten Holzschnitten, Verlag von Ernst & Korn, Berlin 1874, S. 33–35. </ref> <ref name="Quelle 49">Ekkehard Westermann (Hrsg.): Bergbaureviere als Verbrauchszentren im vorindustriellen Europa. Fallstudien zu Beschaffung und Verbrauch von Lebensmitteln sowie Roh- und Hilfsstoffen (13.–18. Jahrhundert). Franz Steiner Verlag Stuttgart, Wiesbaden 1997, ISBN 3-515-07005-2, S. 231. </ref> <ref name="Quelle 50">Ueber die erzführenden Tieferuptionen von Zinnwald-Altenberg und über den Zinnbergbau in diesem Gebiete. Studie von Ed. Reyer. Mit fünf Tafeln in Farbendruck. K.k. Hof- und Universitäts-Buchhändler Alfred Hölder, Wien, S. 45, 46. </ref> <ref name="Quelle 51">Hans-Jürgen Gerhard (Hrsg.): Struktur und Dimension. Festschrift für Karl Heinrich Kaufhold zum 65. Geburtstag. Band 1 Mittelalter und Frühe Neuzeit, Franz Steiner Verlag Stuttgart, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-07065-6, S. 414. </ref> <ref name="Quelle 52">Jahrbuch der Kaiserlich-Königlichen Geologischen Reichsanstalt. XXIX. Band. Mit 21 Tafeln, Alfred Hölder k. k. Hof- und Universitätsbuchhändler, Wien 1879, S. 45, 46. </ref> <ref name="Quelle 53">Anzeiger für Schweizerische Alterthumskunde. Zweiter Band. 1872–1875, Druck und Kommissionsverlag von J. Herzog, Zürich 1875, S. 616, 617. </ref> <ref name="Quelle 54">Swen Rinmann’s allgemeines Bergwerkslexikon. Nach dem schwedischen Original bearbeitet und nach neuesten Entdeckungen vermehrt von einer Gesellschaft deutscher Gelehrten und Mineralogen. Zweyter Theil, mit Kupfern, enthält Bericht bis F, bey Fr. Chr. W. Vogel, Leipzig 1808, S. 742, 743. </ref> <ref name="Quelle 55">E. Reyer: Zinn. Eine geologisch-montanistisch-historische Monografie. Druck und Verlag von G. Reimer, Berlin 1881, S. 45, 46. </ref> <ref name="Quelle 56">Oskar Hoppe: Beiträge zur Geschichte der Erfindungen. Erste Lieferung. Wann, wo und von wem ist die bergmännische Schießarbeit erfunden und vervollkommnet, und wie steht der Harzer Bergbau zu diesen Fragen? Dazu einige Bemerkungen über das Alter des Feuersetzens und des Schiesspulvers, Verlag der Gross’schen Buchhandlung, Clausthal 1880, S. 50. Digitalisat </ref> </references>

Weblinks

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Anmerkungen

<references group="ANM">

<ref group="ANM" name="Anm. Maidl.">In einigen Gruben wurde diese Methode so intensiv betrieben, dass man, um genügend Wasser für das Abkühlen vor Ort zu haben, extra Wasserleitungen bis zur Ortsbrust installierte. (Quelle: Bernhard Maidl: Faszination Tunnelbau.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Köhl.">Hierbei handelte es sich um einfache Holzknüppel, die am vorderen Ende eingekerbt wurden und anschließend mit Hobelspänen umwickelt wurden. (Quelle: Gustav Köhler: Lehrbuch der Bergbaukunde. Dritte, verbesserte Auflage.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Gätsch.">Allerdings erfolgte die Verdrängung des Feuersetzens nicht überall gleich. In einigen Bergrevieren erfolgte die Verdrängung des Feuersetzens gänzlich zeitnah nach der offiziellen Einführung der Schießarbeit. In anderen Bergrevieren erfolgte dieser Vorgang erst allmählich. Entscheidend waren dabei die jeweiligen Kosten für Brennmaterial oder Schießpulver. (Quelle: Moriz Ferdinand Gätzschmann: Vollständige Anleitung zur Bergbaukunst. Dritter Theil; Die Gewinnungslehre.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Serl.">Wichtig für die Wirksamkeit war, dass das verwendete Grubenholz nass war und somit die Hitze nicht so gut weiter leitete. (Quelle: Albert Serlo: Leitfaden der Bergbaukunde. Erster Band, vierte verbesserte und bis auf die neueste Zeit ergänzte Auflage.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Symk">Hierfür wurden zunächst nah am Stoss zwei Holzscheite längs abgelegt. Darauf wurden dann zwei Holzscheite quer abgelegt. Diese ganze Konstruktion wurde als Rost bezeichnet und bildete die Basis für den weiteren Holzaufbau. (Quelle: Ronald Symmangk: Einige Bemerkungen zum Feuersetzen und seiner Anwendung im Erzgebirge.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Hartm.">Der Grund hierfür liegt im Bestreben von Flamme und Hitze von selbst nach oben zu steigen. (Quelle: Carl Hartmann: Handwörterbuch der Berg-, Hütten- u. Salzwerkskunde der Mineralogie und Geognosie.)</ref> <ref group="ANM" name="Anm. Veith.">Als Hereingewinnen bezeichnet man im Bergbau das Rauslösen der Bodenschätze oder Gesteine aus dem festen Gebirgsverband unter Benutzung von Hilfsmitteln. Das hereingewonnene Mineral liegt dann, meist als kleine Materialbrocken, zur weiteren Verwendung da. (Quelle: Heinrich Veith: Deutsches Bergwörterbuch mit Belegen.)</ref>

</references>