Zum Inhalt springen

Royal Academy of Music (Opernunternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Royal Academy of Music war ein Opernunternehmen, das 1719 in London unter der Schirmherrschaft Georgs I. gegründet und von ihm subventioniert wurde. Damit wurde eine ständige italienische Oper eröffnet, welche die damals bekanntesten europäischen Gesangssolisten nach England zog. Spielstätte wurde das King’s Theatre am Londoner Haymarket.

Charles Burney nannte 73 Namen von Subskribenten adliger und bürgerlicher Herkunft, die Anteile von jeweils £ 200 am Unternehmen gekauft hatten. Einige erwarben allerdings mehrere Anteile, wie z. B. der Earl of Burlington, Händels Förderer, der auch dem zwölfköpfigen Vorstand angehörte; auch der König steuerte £ 1000 bei. Das Gesamtkapital dürfte etwa £ 17.600 betragen haben.<ref>Winton Dean, John Merrill Knapp: Handel’s Operas 1704–1726. The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-525-7, S. 300–301</ref>

Während Johann Jacob Heidegger die kaufmännische Leitung übernahm, wurde Georg Friedrich Händel musikalischer Leiter der Royal Academy of Music und komponierte eine Reihe von Opern für sie, darunter Radamisto (1720), Giulio Cesare (1724) und Rodelinda (1725).

1728 löste sich das Unternehmen infolge wirtschaftlicher Misserfolge wieder auf. Dazu beigetragen hatten auch John Gay und Johann Christoph Pepusch mit ihrer The Beggar’s Opera, einer Satire auf die italienische Opera seria.

Nach einer Saison Pause gründeten Heidegger und Händel dann die New Academy oder Second Academy und bespielten das Haymarket-Theater auf diese Weise bis 1734. Dann löste sich auch die zweite Akademie auf, Händel zog ins Coventgarden-Theatre um, und Heidegger vermietete das King’s Theatre an die Opera of the Nobility.

Quellen

  • Carl Dahlhaus, Hans Heinrich Eggebrecht (Hrsg.): Brockhaus Riemann Musiklexikon, Schott, Mainz 1979
  • Carole Taylor: opera companies in: Landgraf, Annette und Vickers, David: The Cambridge Handel Encyclopedia, Cambridge University Press 2009, ISBN 978-0-521-88192-0, S. 449ff.

Einzelnachweise

<references />