Rhönschaf
| Rhönschaf | |
|---|---|
| Herkunft: | Deutschland |
| Typ: | Landschaf |
| Abzeichen: | Schwarzer Kopf |
| Behornung: | Unbehornt |
| Bestand: | Seit 2020 nicht mehr auf der Roten Liste<ref name="Biosphärenreservat">Rhönschaf – Das Maskottchen der Rhön. In: Biosphaerenreservat-Rhoen.de. Abgerufen am 8. August 2025.</ref> |
| Liste der Schafrassen | |
Das Rhönschaf ist eine landschaftstypische Schafrasse der Rhön.
Geschichte und Beschreibung
Das Rhönschaf ist ein mittelgroßes bis großes, hochbeiniges und hornloses Schaf, das hervorragend an ein raues Mittelgebirgsklima angepasst ist. Kennzeichnend ist der schwarze, bis hinter die Ohren unbewollte Kopf. Sein Fleisch gilt als zart, mild und würzig.<ref>Rhönschaf. In: Genusserbe.Bayern.de. Abgerufen am 8. August 2025.</ref>
Es gilt als eine der ältesten Nutztierrassen Deutschlands. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ging der Rhönschafbestand schnell zurück, bis 1960 nur noch etwa 300 Tiere in Herdenbüchern eingetragen waren. Das Rhönschaf wurde 1991 von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres erklärt. Erst durch gezieltes Marketing und Fördermaßnahmen konnte die Anzahl der Tiere gesteigert werden.<ref name="rhoen.info">Das Rhönschaf. In: Rhoen.info. Abgerufen am 8. August 2025.</ref> Bis zum Jahr 2003 wuchs der Bestand auf 202 Böcke und 6780 Mutterschafe an.<ref>Annemarie Lindner: Standort- und Vermarktungspotenziale für traditionelle Nutztierrassen im Biosphärenreservat Rhön im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung. 30. März 2006, S. 24, abgerufen am 8. August 2025 (Diplomarbeit).</ref> Der Bestand hat sich soweit erholt, dass es seit Anfang 2020 von der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Haustiere verschwunden ist.<ref name="Biosphärenreservat"/>
In den letzten Jahren wurde das Rhönschaf im Zuge des Regionalmarketings in der Rhön zu einem Sympathieträger der Region.<ref name="rhoen.info"/>
Literatur
- Hubert Beier: Untersuchungen über 70 Jahre organisierte Rhönschafzucht und die sich daraus ergebenden Folgerungen für die Zukunft dieser Rasse. Gießen 1984, DNB 850207495 (Zugleich: Dissertation an der Justus-Liebig-Universität Gießen, 1984).
- Bettina Kempf, Jürgen Krenzer: Dem Rhönschaf auf der Spur. Küche, Menschen und Landschaft der Rhön. Parzeller, Fulda 1993, ISBN 3-7900-0230-5.
- Rhön GmbH, Verein Natur- und Lebensraum Rhön (Hrsg.): Das Rhönschaf Genießerkochbuch. Druckerei Mack, Mellrichstadt 2021, ISBN 978-3-942112-62-8.
Weblinks
- Rhönschaf. In: GEH.de
- Rhönschaf. In: Rhoen.info
- Rhönschaf. In: Rhoentourist.de
- Rhönschaf – Das Maskottchen der Rhön. In: Biosphaerenreservat-Rhoen.de
- Rhönschaf – Das Schaf gehört zur Rhön. In: Bund-Naturschutz.de
- Rhönschaf – Seit Jahrhunderten Bewohner der Mittelgebirge. In: t-online.de, 4. Dezember 2015
- Literatur zum Rhönschaf im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references/>
Kärntner Brillenschaf (1984) | Murnau-Werdenfelser-Rind (1986) | Schwäbisch-Hällisches Landschwein (1987) | Schleswiger Kaltblut (1988) | Waldschaf (1989) | Angler Sattelschwein (1990) | Rhönschaf (1991) | Hinterwälder Rind (1992) | Thüringer Waldziege (1993) | Westfälisches Totlegerhuhn, Diepholzer Gans, Pommernente (1994) | Buntes Bentheimer Schwein (1995) | Schleswiger Kaltblut (1996) | Rotes Höhenvieh (1997) | Weiße gehörnte Heidschnucke, Altdeutscher Hütehund (1998) | Wollschwein (1999) | Rottaler Pferd (2000) | Bergische Landhuhnrassen (Bergischer Kräher, Bergischer Schlotterkamm, Krüper) und Bayerische Landgans (2001) | Angler Rind alter Zuchtrichtung (2002) | Haus- und Hofhunde (Spitze und Pinscher) (2003) | Leutstettener Pferd, Dunkle Biene (2004) | Bentheimer Landschaf (2005) | Deutsches Sattelschwein (2006) | Murnau-Werdenfelser-Rind (2007) | Bronzepute (2008) | Alpines Steinschaf (2009) | Meißner Widderkaninchen (2010) | Limpurger Rind (2011) | Deutscher Sperber (2012) | Leineschaf (2013) | Dülmener (2014) | Deutsches Karakul (2015) | Regionale Rinderrassen (Original Braunvieh, Glanrind und Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind) (2016) | Eindrucksvolle Entenrassen (Deutsche Pekingente, Orpingtonente und Warzenente) (2017) | Altwürttemberger (2018) | Wollschwein (2019) | Pustertaler Schecken, Westerwälder Kuhhund (2020/2021) | Walachenschaf (2022/2023) | Ungewöhnliche Kaninchenrassen (Marderkaninchen, Luxkaninchen und Angorakaninchen) (2024) | Gelbvieh (2025) | Graue und Weiße Gehörnte Heidschnucke, Weiße Hornlose Heidschnucke (Moorschnucke) und Altdeutsche Hütehunde (2026)