Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen
| Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) | |
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| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | GEH Arche Park.jpg | |
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| Gründung | 1981<ref>Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen in Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hrsg.): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2023, S. 18</ref> |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Sitz | Witzenhausen |
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Zweck | Förderung der Erhaltung alter Haustierrassen |
| Vorsitz | Karl-Heinrich Göpel (seit 2019)<ref>Arche Nova, Zeitschrift der Vereine und Verbände zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen, 1/2019, S. 3</ref><ref name="Web_Vorst">Vorstand auf der Website der GEH, abgerufen am 11. Februar 2022</ref> |
| Geschäftsführung | Antje Feldmann (seit 1992)<ref name="Gef_St">Geschäftsstelle bei GEH.de, Abruf am 11. Februar 2022</ref> |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | 2.200 (Stand 2019)<ref>Ziele und Aufgaben. Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V., abgerufen am 11. Februar 2022.</ref> |
| Website | www.g-e-h.de |
Die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) ist eine am 5. Dezember 1981 gegründete Vereinigung mit Sitz im hessischen Witzenhausen – Standort der Agrarwissenschaften an der Universität Kassel –, die sich die Erhaltung alter Haustierrassen zum Ziel gesetzt hat.
Ziele
In der Präambel zur Satzung hat die Gesellschaft ihre Ziele beschrieben:
„Im Laufe von Jahrtausenden hat der Mensch gelernt, immer besser auch unter weniger günstigen und sogar widrigen Umweltbedingungen sein Auskommen zu finden. Von wesentlicher Bedeutung für diesen enormen Erfolg, der die Entwicklung von Zivilisation und Hochkulturen erst möglich machte, waren Haustiere. Sie versorgten den Menschen nicht nur mit Nahrung, Wärme und Dünger, mit Materialien für Werkzeuge und Waffen, sie dienten ihnen mit ihrer Arbeitskraft und waren auch oft treue Gefährten. In einer spezialisierten modernen Welt ist heute jedoch nur wenig Platz für all die vielen, an ihre speziellen Umweltverhältnisse angepassten Haustierrassen, die sich über sehr lange Zeiträume entwickelt haben und auch in Zukunft von großer Bedeutung für eine nachhaltige und tierschutzgerechte Landwirtschaft sind. Die genetischen Potentiale der alten Haustierrassen, die beeindruckende Vielfalt an Eigenschaften, Charakteren und Schönheit auch für die Nachwelt zu erhalten, ist nicht nur eine Verpflichtung nach dem völkerrechtlichen „Übereinkommen über die biologische Vielfalt vom 5. Juni 1992“, sie sollte ein Anliegen jeder Kulturgesellschaft sein.“
Aufgabenschwerpunkte sind:
- Erhaltung alter, traditioneller Nutztierrassen. Schwerpunkt ist die Lebenderhaltung,
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit für gefährdete Nutztierrassen,
- Beschreibung der aktuellen Eigenschaften und Leistungen der Haustierrassen,
- Hervorheben des kulturhistorischen Wertes,
- Herausstellen der regionalen Besonderheiten heimischer Haustierrassen,
- Einbinden der Haustierrassen in die offizielle Herdbuchzucht,
- Zusammenarbeit mit der Verwaltung im Bereich der Tierzucht,
- Mitarbeit bei politischen Vorhaben zu tiergenetischen Ressourcen,
- Internationale Zusammenarbeit zur Erhaltung tiergenetischer Ressourcen.<ref name="GEH_Satz"/>
- Mitwirken im Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen
Ein Mitglied des Vorstands und die Geschäftsführerin der Gesellschaft wirken im Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde mit.<ref>Übersicht bei Genres.de, Abruf am 11. September 2025</ref> Diese beiden Mitglieder wurden - wie die anderen Mitglieder - im Einvernehmen der Agrarressorts von Bund und Ländern berufen.<ref>Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen in Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hrsg.): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2023, S. 12</ref> Der Fachbeirat wurde von der Agraministerkonferenz nach der Verabschiedung des Nationalen Fachprogramms zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen in Deutschland<ref>Darstellung bei Genres.de, Abruf am 11. September 2025</ref> im Jahr 2003 berufen.<ref>Bericht auf Genres.de, Abruf am 11. September 2025</ref>
Mitglieder
Die derzeit (2022) etwa 2200 Mitglieder entstammen einem breiten Spektrum von Landwirten, Nebenerwerbslandwirten, Hobbyhaltern, Agrarwissenschaftlern, Tierärzten und Interessierten mit eigener Tierhaltung. Es gibt aber auch zahlreiche Mitglieder ohne Tierhaltung, die mit ihrer Mitgliedschaft und ihrem Mitwirken die Idee unterstützen wollen, für die die GEH eintritt. Ehrenmitglied war der zu den Gründern der Gesellschaft gehörende Fachmann für alte Haustierrassen Hans Hinrich Sambraus, der Standardwerke über alte Haustierrassen veröffentlichte. Innerhalb der GEH gibt es 24 Regionalgruppen,<ref>GEH-Regionalgruppen (Stand: Juni 2025), in: Arche Nova, Zeitschrift der Vereine und Verbände zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen, Heft 4/2021, S. 2</ref> von denen manche eine Webseite haben.<ref>Arche Nord-West der Regionalgruppe Nord-West, Abruf am 26. November 2025</ref>
Der Vorstand mit fünf Mitgliedern<ref name="Web_Vorst"/> und die in Witzenhausen tätigen Mitarbeiter der Geschäftsstelle unter Leitung der Geschäftsführerin Antje Feldmann<ref name="Gef_St"/> bearbeiten und betreuen interne und öffentlich geförderte Projekte in Zusammenhang mit gefährdeten Nutztierrassen. Hauptthemen sind hierbei Vernetzung der Zucht, weitere Entwicklungsmöglichkeiten und Förderung von traditionellen und Erschließen neuer Nutzungsmöglichkeiten von gefährdeten Nutztierrassen. In der Beteiligung an Messen, Veranstaltungen und Tierausstellungen, mit Pressemitteilungen und Informationsmaterial wird die Öffentlichkeit auf die Problematik von gefährdeten Haustierrassen und deren Erhaltung aufmerksam gemacht. Durch ehrenamtlich tätige Mitglieder wird ein Informationsaustausch und eine Koordination der Züchter gefährdeter Rassen auch über Ländergrenzen hinweg organisiert. Den Mitgliedern werden Workshops, Exkursionen, Literatursammlungen und weitere Informationsmöglichkeiten angeboten.
Insbesondere für Studierende bietet die Geschäftsstelle auch die Möglichkeit, Praktika durchzuführen.<ref>Beschreibung bei G-E-H.de, Abruf am 26. November 2025</ref>
Rasse des Jahres
Seit 1984 ruft die GEH die „Gefährdete Nutztierrasse des Jahres“ aus. Mit dieser Auswahl soll exemplarisch auf die Situation des Verlustes der Vielfalt im landwirtschaftlichen Umfeld aufmerksam gemacht werden.<ref name="GEH RdJ">Beschreibung auf GEH.de, Abruf am 26. November 2025</ref> Für das Jahr 2024 wurden „Ungewöhnliche Kaninchenrassen. Marderkaninchen, Luxkaninchen und Angorakaninchen“ ausgewählt.<ref>Arche Nova. Zeitschrift der Vereine und Verbände zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen, Heft 2/2023, S. 7</ref> Im Jahr 2025 war es die Rinderrasse Gelbvieh.<ref name="GEH RdJ"/>
Arche-Projekt
Im Jahre 1995 wurde von der GEH das „Arche-Hof“-Projekt ins Leben gerufen.<ref name="ArcheProj">Beschreibung auf der Website G-E-H.de, Abruf am 26. November 2025</ref> Betriebe von Mitgliedern können von der GEH die geschützte Bezeichnung „Arche-Höfe“ verliehen bekommen, wenn sie gefährdete Haustierrassen züchten und die von der GEH festgelegten Kriterien erfüllen.<ref>Kriterienkatalog auf der Website der GEH, Abruf am 26. November 2025</ref> Zurzeit gibt es über 100 Arche-Höfe in ganz Deutschland.<ref name="ArcheProj"/>
Die Festlegung von Kriterien für die Anerkennung von Arche-Regionen, Arche-Dörfern und Arche-Parks entstand in Anlehnung an das Arche-Hofprojekt und stellt insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema gefährdeter Haustierrassen in den Vordergrund.<ref name="ArcheProj"/> Verdiente Züchter gefährdeter Rassen werden von der GEH als „Arche-Züchter“ ausgezeichnet.<ref>Darstellung bei GEH.de, Abruf am 26. November 2025</ref>
Zeitschrift Arche Nova
Der Verein bringt viermal jährlich die Mitgliederzeitschrift „Arche Nova“ heraus, die nicht nur ein Forum für Mitglieder ist, sondern zahlreiche Aspekte der Problematik gefährdeter Nutztierrassen in Fachartikeln beleuchtet. Für die Mitglieder ist der Bezug dieser Zeitschrift im Beitrag enthalten.
Siehe auch
- Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen
- SAVE Foundation – Sicherung der landwirtschaftlichen Artenvielfalt in Europa
- Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen in Österreich
- ProSpecieRara – Schweizerische Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren
- Rare Breeds Survival Trust – Organisation in Großbritannien zur Erhaltung alter britischer Haustierrassen
Weblinks
- Website der GEH
- Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hrsg.): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2023, Stand: Dezember 2023, Bonn 2023 (Link zum Digitalisat)
Einzelnachweise
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