Quartär (Chemie)
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In der organischen Chemie ist das Wort „quartär“ eine Bezeichnung für vier an ein Zentralatom<ref name="ABC Chemie">Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 1274.</ref> (Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor) gebundene organische Reste (Organyl-Rest, wie Alkyl-Rest, Alkenyl-Rest, Aryl-Rest, Alkylaryl-Rest etc.).
Beispiele für quartäre Zentralatome
- ein Kohlenstoffatom in einem Alkan, an das vier Substituenten jedoch kein Wasserstoffatom gebunden ist,
- ein Stickstoffatom in einem quartären Ammoniumsalz,<ref name=Römpp>Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 6: T–Z. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1988, ISBN 3-440-04516-1, S. 4170.</ref> an das vier Kohlenstoffatome gebunden sind oder
- ein Phosphoratom in einem quartären Phosphoniumsalz, an das vier Kohlenstoffatome gebunden sind.
Beispiele für solche Verbindungen ist das Alkan Neopentan (2,2-Dimethylpropan) mit dem quartären Kohlenstoffatom in der Mitte, das quartäre Ammoniumsalz Tetrabutylammoniumbromid und das quartäre Phosphoniumsalz Tetramethylphosphoniumbromid.
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />