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Tertiär (Chemie)

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Das Adjektiv tertiär (abgekürzt tert.; von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) bedeutet „an dritter Stelle“ und wird in der Chemie auch als Wortbildungselement benutzt, z. B. in Tertiärprodukt und Tertiärstruktur. Die Kurzform tert- wird als Deskriptor in halbsystematischen Substanznamen verwendet, beispielsweise bei tert-Butanol.

Organische Chemie

Rot markierte Zentralatome in verschiedenen Stoffgruppen.

Vergleich von tertiären mit primären, sekundären und quartären Zentralatomen.

primär sekundär tertiär quartär
Kohlenstoffatom
einer organischen
Verbindung
Datei:Prim. Hydrocarbon Structural Formulae V.1.png Datei:Sec. Hydrocarbon Structural Formulae V.1.png Datei:Tert. Hydrocarbon Structural Formulae V.1.png Datei:Quart. Hydrocarbon Structural Formulae V.1.png
Alkohol Datei:Prim. Alcohol Structural Formulae V.1.png Datei:Sec. Alcohol Structural Formulae V.1.png Datei:Tert. Alcohol Structural Formulae V.1.png existiert nicht
Amin Datei:Prim. Amine Structural Formulae V.1.png Datei:Sec. Amine Structural Formulae V.1.png Datei:Tert. Amine Structural Formulae V.1.png Datei:Quarternary ammonium cation Structural Formula V.1.png
(siehe QAV)
Carbonsäureamid<ref>Laut IUPAC-Nomenklatur sind sekundäre, bzw. tertiäre Amide mit zwei, bzw. drei Acylgruppen am Stickstoff substituiert. Da jedoch im allgemeinen Gebrauch primäre Amide mit einer Acylgruppe und zwei Kohlenwasserstoffsubstituenten am Stickstoff „tertiäre Amide“ genannt werden, wird die Klassifizierung in primäre, sekundäre und tertiäre Amide nicht empfohlen. Eintrag zu Amide. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Datei:Prim. Amide Structural Formulae V.1.svg Datei:Sec. Amide Structural Formulae V.1.svg Datei:Tert. Amide Structural Formulae V.1.svg existiert nicht
Phosphin Datei:Prim. Phosphine Structural Formulae V.1.png Datei:Sec. Phosphine Structural Formulae V.1.png Datei:Tert. Phosphine Structural Formulae V.1.png Datei:Quart. Phosphonium Cation Structural Formulae V.1.png
(siehe QPV)

In der organischen Chemie ist das Wort „tertiär“ eine Bezeichnung für den Substitutionsgrad dreier von mehreren an ein Zentralatom<ref name="ABC_Chemie_S1274">Brockhaus ABC Chemie. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 1274.</ref> (Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor) gebundenen Wasserstoffatomen durch organische Reste (Organyl-Rest, wie Alkyl-Rest, Alkenyl-Rest, Aryl-Rest, Alkylaryl-Rest etc.), z. B. enthalten tertiäre Alkohole ein tertiäres Kohlenstoffatom (Zentralatom = Kohlenstoff), tertiäre Amine ein tertiäres Stickstoffatom (Zentralatom = Stickstoff), tertiäre Phosphine ein tertiäres Phosphoratom (Zentralatom = Phosphor).<ref name="Römpp">Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 6: T–Z. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1988, ISBN 3-440-04516-1, S. 4170.</ref>

Beispiele für tertiäre Zentralatome

Dies führt bei tertiären Verbindungen meist zu einer deutlichen sterischen Hinderung der funktionellen Gruppe und dazu, dass typische Reaktionen schwerer oder gar nicht ablaufen, verglichen mit sekundären Verbindungen der gleichen Stoffklasse.

Beispiele für solche Verbindungen sind tertiäre Alkohole (Beispiel: 2-Methyl-2-propanol), tertiäre Amine (Beispiel: Triethylamin) und tertiäre Phosphine (Beispiel: Triphenylphosphin). Ein typisches Beispiel für ein tertiäres Kohlenstoffatom ist das mittlere Kohlenstoffatom in 2-Methylpropan.

Anorganische Chemie

In der anorganischen Chemie eine Bezeichnung für Salze, die durch Neutralisation von drei Hydroxygruppen einer mehrbasigen Säure entstanden sind, zum Beispiel Calciumphosphat, Ca3(PO4)2.<ref name="ABC_Chemie_S1388f">Brockhaus ABC Chemie. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 1388 f.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />