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Pizol

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Vorlage:Infobox Berg

Der Pizol (romanisch für Hohe Spitze), früher auch Piz Sol<ref name="SAC Aarau" />, ist ein Vorlage:Höhe alpiner Gipfel<ref name="Swiss" /> der Glarner Alpen. Er liegt 16 Kilometer nordwestlich von Chur im Sarganserland des Schweizer Kantons St. Gallen, zwischen dem Weisstannental, dem Taminatal und dem Calfeisental. Andere Gipfel im Bergmassiv sind das Sazmartinshorn (Vorlage:Höhe), das Zanaihorn (Vorlage:Höhe), die Schwarzen Hörner (Vorlage:Höhe) und der Muntaluna (Vorlage:Höhe).<ref name="Swiss" /> Der Pizol ist der höchste Berg, der vollständig im Kanton St. Gallen steht.

Östlich des Gipfels des Pizols lag der Pizolgletscher. Während der Dürre und Hitze 2018 zerfiel der Gletscher in einzelne Stücke. Im Jahr 2019 wurde er letztmals vermessen, nachdem er fast vollständig geschmolzen und zerfallen war. Am 22. September 2019 fand eine Gedenkfeier statt.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref><ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Als Pizol wird landläufig auch das Wander- und Skigebiet auf der Nordostseite des Pizols oberhalb der Ortschaften Wangs und Bad Ragaz bezeichnet.

Tourismus

Das Pizolgebiet wurde in den Jahren 1953/54 durch je eine Gondelbahn von Wangs und von Bad Ragaz aus erschlossen. Die damals älteste Seilbahn der Schweiz von Bad Ragaz aus – eine Anlage nach dem System Bell/Wallmannsberger – stellte am 9. April 2007 den Betrieb ein<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> und wurde durch eine neue 8er-Gondelbahn ersetzt. Die Bahn führt auf die Mittelstation Pardiel auf Vorlage:Höhe. Von dort führt ein 4er-Sessellift auf Laufböden Vorlage:Höhe.

Nach 20 Jahren Betriebsdauer wurde die Bahn von Wangs 1975 ersetzt. Die damals erstellte Bahn wurde im Sommer 2009 durch eine 8er-Gondelbahn der Firma Leitner ersetzt. Sie führt auf Furt (Vorlage:Höhe). Von dort gelangt man mit einem 4er-Sessellift über Gaffia (Vorlage:Höhe) zur Pizolhütte auf Vorlage:Höhe<ref name="CH" />, einem Bergrestaurant ohne Übernachtungsmöglichkeit. An dieser Stelle stand ab 1915 die Piz Sol-Hütte der SAC Sektion Piz Sol mit 50 Übernachtungsplätzen.

Das Pizolgebiet wird heute zusammen mit dem Nachbargebiet Flumserberg und weiteren Gemeinden der Umgebung unter der Marke Heidiland touristisch vermarktet.

Sommertourismus

Datei:Karte-931.jpg
Verlauf des Wanderwegs.

Der Pizol ist im Sommer ein beliebtes Wandergebiet.

Als Wanderklassiker in der Schweiz gilt die 5-Seen-Wanderung Pizol (lokale Route 931 der Schweiz).<ref>SchweizMobil: 5-Seen-Wanderung Pizol</ref> Die Wanderung beginnt bei der Pizolhütte am Wangsersee. Der Aufstieg nach Wildseeluggen (Wildseelücke) auf Vorlage:Höhe<ref name="Swiss" />, von wo man eine schöne Aussicht bis zum Ortler und Piz Kesch hat, dauert rund eine Stunde. Unterhalb der Scharte liegt der Wildsee auf Vorlage:Höhe. Von dort aus führt der Blick zum Pizolgipfel und den Grauen Hörnern. Nach einem kurzen Abstieg gelangt man zum grünlich schimmernden Schottensee auf Vorlage:Höhe. Auf der Schwarzplangg erreicht man mit Vorlage:Höhe den höchsten Punkt der Wanderung. Weiter geht es via Schwarzsee Vorlage:Höhe an zahlreichen alten Steinmannli vorbei zum fünften und letzten See, dem Baschalvasee auf Vorlage:Höhe. Die Wanderung dauert rund fünf Stunden. Vorlage:Absatz

Vorlage:Panorama

Wintertourismus

Das Skigebiet am Pizol bietet 50 km Pisten und 12 Transportanlagen:<ref>pizol.com</ref>

Bad Ragazer Bergseite
Strecke Typ Länge Höhendifferenz Kapazität Personen pro Stunde Kapazität pro Fahrzeugeinheit Betriebsjahre Kommentar Hersteller
Bad Ragaz – Wildboden<ref>bergbahnen.org</ref> / Wildboden – Pardiel<ref>bergbahnen.org</ref> Gondelbahn (mit Mittelstation) 1'648 m / 1'811 m 450 m / 671 m 450 4 1954 – 2007 wurde abgebaut und an einem neuen Standort ersetzt Bell
Bad Ragaz Matells – Pardiel Gondelbahn<ref>bergbahnen.org</ref> 3'357m 1'132m 1'200 8 2007 – Heute CWA Constructions
Prodboden – Pardiel Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 370 m 92 m k. A. 2 1959 – 1972 wurde ersetzt k. A.
Prodboden – Pardiel Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 370 m 92 m 1'000 2 1972 – 2007 wurde abgebaut und an einem neuen Standort ersetzt Garaventa
Prodboden – Pardiel Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 355 m 78 m 1'000 2 2007 – Heute Garaventa
Schwamm – Pardiel Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 1'180m 370 m 850 2 1967 – 2016 wurde abgebaut und an einem neuen Standort durch eine Sesselbahn ersetzt Garaventa
Schwamm – Weisse Steine Sesselbahn <ref>bergbahnen.org</ref> 1'669m 520 m 1'580 6 2016 – Heute Bartholet
Pardiel – Laufböden Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 2'443m 593 m 410 2 1958 – 1999 wurde abgebaut und durch eine Sesselbahn ersetzt Doppelmayr
Pardiel – Laufböden Sesselbahn<ref>bergbahnen.org</ref> 2'473m 593 m 1'800 4 1999 – Heute Doppelmayr

Weiterhin besteht noch das Förderband Pardiel,<ref>pizol.com</ref> welches die Bergstation des Schlepplifts Prodboden-Pardiel mit der Bergstation der Gondelbahn Bad Ragaz-Pardiel verbindet.

Verbindung Bergseite Bad Ragaz – Wangs
Strecke Typ Länge Höhendifferenz Kapazität Personen pro Stunde Kapazität pro Fahrzeugeinheit Betriebsjahre Kommentar Hersteller
Laufböden – Pizolhütte Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 798 m 41 m 700 2 2000 – Heute Tal-Berg-Tal Lift Garaventa
Wangser Bergseite
Strecke Typ Länge Höhendifferenz Kapazität Personen pro Stunde Kapazität pro Fahrzeugeinheit Betriebsjahre Kommentar Hersteller
Wangs – Maienberg<ref>bergbahnen.org</ref> / Maienberg – Furt<ref>bergbahnen.org</ref> Gondelbahn (mit Mittelstation) 1'762m / 1'477m 561 m / 424 m 350 4 1954 – 1975 wurde abgebaut und an einem leicht anderen Standort ersetzt Oehler
Wangs – Maienberg<ref>bergbahnen.org</ref> / Maienberg – Furt<ref>bergbahnen.org</ref> Gondelbahn (mit Mittelstation) 1'565m / 1'625m 511 m / 473 m 720 4 1975 – 2009 wurde ersetzt Von Roll
Wangs - Maienberg / Maienberg – Furt Gondelbahn (mit Mittelstation)<ref>bergbahnen.org</ref> 1'565m / 1'625m 511 m / 473 m 1'200 8 2009 – Heute Leitner AG
Furt Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> k. A. k. A. k. A. k. A. 1959 – 1972 wurde ersetzt k. A.
Furt Schlepplift (Teller-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 210 m 42 m 700 1 1972 – Heute Garaventa
Furt – Gaffia Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 1'199m 294 m 600 2 1956 – 1972 wurde ersetzt Brändle
Furt – Gaffia Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 1'300m 360 m k. A. 2 1972 – 1991 wurde abgebaut und an einem neuen Standort durch eine Sesselbahn ersetzt Oehler
Furt – Gaffia Sesselbahn<ref>bergbahnen.org</ref> 1'302m 363 m 1'500 4 1991 – Heute Garaventa
Gaffia – Pizolhütte Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 1'286m 347 m 600 2 1955 – 1972 wurde ersetzt Brändle
Gaffia – Pizolhütte Schlepplift (T-Bügel)<ref>bergbahnen.org</ref> 1'400m 380 m k. A. 2 1972 – 1991 wurde durch eine Sesselbahn ersetzt Oehler
Gaffia – Pizolhütte Sesselbahn<ref>bergbahnen.org</ref> 1'398m 381 m 1'500 4 1991 – Heute Garaventa
Weisse Steine – Pizolhütte Schlepplift<ref>bergbahnen.org</ref> (T-Bügel) 720 m 161 m 1'100 2 1960 – Heute Doppelmayr

Der Pizolgipfel ist ein klassisches Skitouren-Ziel. Die Skitour führt von der Pizolhütte über die Wildseeluggen zum Wildsee und von dort nach Süden über den Gletscher zur Ostschulter, wo sich das Skidepot befindet. Der Aufstieg über den Südostgrat ist teilweise versichert. Insgesamt sind 700 Höhenmeter zu überwinden. Die Schwierigkeit auf der SAC-Skitourenskala<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> wird mit WS (wenig schwierig) angegeben.<ref>Skitour auf den Pizol auf www.skitouren.ch (abgerufen am 18. November 2009)</ref>

Routen

Der Gipfel kann vom Gigerwaldsee im Süden über die Alp Tersol, den Pizolsattel und die Westflanke erreicht werden. Von Norden führt der Anstieg über die Wildseeluggen und die Pizolscharte auf den Gipfel. Die früher übliche Route über den Pizolgletscher wurde wegen Steinschlaggefahr durch einen weiter östlich verlaufenden, an einigen Stellen drahtseilgesicherten Weg ersetzt.

Literatur

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references> <ref name="Swiss">Lagen, Bezeichnungen & Höhen gemäss SwissTopo (Karten der Schweiz)</ref> <ref name="CH">Lage & Höhe gemäss Ortsnamen.ch</ref> </references>

Vorlage:Normdaten