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Norische Alpen

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Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe Norische Alpen ist ein Sammelbegriff für Teile der Ostalpen, mit sehr verschiedenen Konzepten. Er findet sich in diversen historischen Alpengliederungen, wird im außerdeutschen Raum aber auch bis heute verwendet.

Alpes Noricae der Römerzeit und des Mittelalters

Der Begriff Norische Alpen (Vorlage:Lang) entstammt der Römerzeit und bezeichnet die Berge der Provinz Noricum in Tirol und Bayern<ref name="Pierer Alpen" /> (im weiteren Sinne des keltischen Stammesgebietes). Auch in der karolingischen Divisio Regnorum von 806 wird der transalpine Passweg ausdrücklich als Vorlage:Lang benannt.<ref>Vorlage:Literatur</ref>

Historisches Konzept des 19. Jahrhunderts

Der Begriff wurde im 19. Jahrhundert<ref name="Pierer Alpen">Vorlage:Pierer-1857</ref> für eine Dreiteilung der Ostalpen in Norische Alpen, Karnische Alpen (A. Carnicae) und Julische (A. Juliae) oder Krainer-Alpen verwendet. Dabei erstrecken sich diese drei Gruppen über folgende Gebirgsgruppen, wie sie die heutige Alpenvereinseinteilung der Ostalpen (AVE) gibt:

Die klassische Einteilung der Norischen Alpen erfolgte in:

Veraltetes Konzept im deutschsprachigen Raum

Später fasst man die Norischen Alpen nurmehr als eine Alpengliederung südlich des Alpenhauptkammes auf und zählt dazu die Gurktaler und Seetaler Alpen, Saualpe, Koralpe, Poßruck (Vorlage:Lang) – also den Südwestteil der Lavanttaler Alpen – und das Bachergebirge.<ref>Vorlage:Austriaforum</ref> Damit liegen die Norischen Alpen zwischen Drau und Mur (ohne die Grazer Stadtberge im Murknie), höchster Gipfel wäre der Eisenhut mit Vorlage:Höhe. Auch dieser Begriff ist heute ungebräuchlich geworden.<ref>Der Große Reader's Digest Weltatlas. Verlag Das Beste, Stuttgart 1966, etwa führt die Norischen Alpen in diesem Sinne.</ref>

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Alpi Noriche/Alpes noriques der Partizione delle Alpi 1926

Datei:Französisch-Italienische Alpengliederung 1924.svg
Partizione delle Alpi: 17 Alpi Noriche

Heute noch in Verwendung ist der Name aber in der Partizione delle Alpi 1926, der in Italien und Frankreich, teils auch der Schweiz üblichen Alpeneinteilung. Hier umfasst die Gruppe Vorlage:Lang/Vorlage:Lang<ref name="SOIUSA" /> mit der Nummer 17 die Bereiche der Ostalpen zwischen Sill (Brennerpass) im Westen, SalzachEnnsPaltenSchoberpassLiesing-Längstalfurche im Norden, Mur–Obdacher SattelLavant in Osten, und Eisack–Drau-Furche im Süden, also die östlichen Zentralalpen (nach österreichischem Sprachgebrauch). Damit ist der Großglockner (Vorlage:Höhe) der höchste Berg der Gruppe.

Sie teilt sich in:

Angrenzende Gruppen sind 11. Rätische Alpen (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang) im Westen, 15. Bayerische Alpen (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang), 22. Salzburger Alpen (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang) und 23. Österreichische Alpen (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang) im Norden, 24. Steirische Voralpen (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang) im Osten, und 18. Dolomiten (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang), 19. Karnische Alpen (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang), 21. Karawanken (Vorlage:Lang/Vorlage:Lang) im Süden.

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Alpi Noriche/Alpi Aurine/Alpi di Stiria e Carinzia der SOIUSA

Datei:SOIUSA-Alpi Orientali-sezione19.png
SOIUSA Sezione 19 Alpi Noriche

Nach der neuerdings propagierten Suddivisione Orografica Internazionale Unificata del Sistema Alpino (SOIUSA), die die italienisch/französische und die deutsch/österreichische Einteilung zu vereinen sucht, wird als Untergruppe 19 Vorlage:Lang (auch Vorlage:Lang oder Vorlage:Lang ‚Steirisch-Kärntnerische Alpen‘) geführt. Diese Gruppierung umfasst nur das Gebiet Gurktaler Alpen südöstlich der Turracher Höhe und Lavanttaler Alpen, der höchste Berg ist dann der Große Rosennock (Vorlage:Höhe). Sie ist dann ebenfalls vollständig Teil der Zentralalpen.<ref name="SOIUSA">Vorlage:Literatur</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />