Neunforn
Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz Neunforn, im ostschweizerischen Ortsdialekt Nüüfere <templatestyles src="IPA/styles.css" />
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}}{{#invoke:TemplatePar|check
|all= 1= |opt= 2= Tondatei= |template=Vorlage:IPA |errNS= 0 |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:IPA |format=@@@ }},<ref>Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V 1b.</ref> ist eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Schweizer Kantons Thurgau. Von 1803 bis 1995 war Neunforn eine Munizipal- und dann von 1996 bis 2002 eine Einheitsgemeinde. Die zur politischen Gemeinde Neunforn gehörenden Ortschaften Oberneunforn und Niederneunforn sowie die Siedlung Wilen bei Neunforn und der Weiler Fahrhof<ref name="Orte TG" /> liegen auf den Höhen im unteren Thurtal und waren bis Ende 1995 eigenständige Ortsgemeinden innerhalb der Munizipalgemeinde Neunforn.
Nicht zu verwechseln sind die Gemeinde Neunforn beziehungsweise dessen Ortschaften Ober- und Niederneunforn mit der in der politischen Gemeinde Herdern liegenden Ortschaft und ehemals selbstständigen Ortsgemeinde Lanzenneunforn. Dieses trägt nur den sprachwissenschaftlich gleichen Namen, hat aber nie zu Neunforn gehört.
Geschichte
Neunforn wurde erstmals 962 als in Niuvora erwähnt. Es handelt sich um eine Bildung aus dem althochdeutschen Adjektiv niuwi «neu» und einem Gattungswort, das entweder auf althochdeutsch *faro «wer fährt, geht» oder auf althochdeutsch furuh «Furche, Ackerland» zurückgeht. Im ersteren Fall bedeutet der Ortsname «bei den Neusiedlern, bei den Neuankömmlingen», im letzteren Fall «bei den neuen Furchen, beim neuen Ackerland». Beide Erklärungen geben wider, dass Neunforn im Verhältnis zum älteren Stammheim eine Neusiedlung ist. Das Gemeindewappen bringt dagegen eine volksetymologische Deutung als «bei den neun Föhren» zum Ausdruck.<ref>Thurgauer Namenbuch. Hrsg. vom Departement für Erziehung und Kultur des Kantons Thurgau. Bd. 1: Eugen Nyfenegger, Oskar Bandle: Die Siedlungsnamen des Kantons Thurgau. Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2003, S. 938. – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 462 f.</ref>
Die Geschichte von Niederneunforn und Oberneunforn ist eng miteinander verbunden.<ref name="Geschichte">Geschichte. Auf der Webseite der Gemeinde Neunforn, abgerufen am 31. Dezember 2019</ref> 963 bestand in Neunforn ein Gericht. Um 1250 verkauften die Freiherren von Teufen ihren Besitz in Neunforn an das Kloster Töss. Die Niedergerichte Ober- und Niederneunforn kamen um 1500 in eine Hand, ab 1554 gehörten sie den Stokar von Schaffhausen und 1694 bis 1798 der Stadt Zürich. Die politische Gemeinde Neunforn entstand 1996 aus der Fusion der Ortsgemeinden Niederneunforn, Oberneunforn und Wilen bei Neunforn sowie der Munizipalgemeinde Neunforn.<ref name="HLS" /> Sie umfasst genau das ursprünglich zur Herrschaft Neunforn gehörende Gebiet.<ref name="Geschichte" /> Bereits 1870 hatte sich die Ortsgemeinde Fahrhof Oberneunforn angeschlossen.<ref name="StatistikTG" />
Die Kirchgemeinde umfasste Oberneunforn, Niederneunforn, Wilen und Burghof. 1265 ging sie als Schenkung an das Kloster Töss und wurde 1291 inkorporiert. Zürich hob dieses während der Reformation – der sich Neunforn 1525 anschloss – auf und übernahm bis 1843 die Kollatur.<ref name="HLS" />
Die Einwohner betrieben Acker- und Rebbau, daneben Forst-, Milch- und Viehwirtschaft. 2005 stellte die Landwirtschaft 38 % der Arbeitsplätze in der Gemeinde.<ref name="HLS" />
→ siehe auch Abschnitte Geschichte in den Artikeln Fahrhof, Niederneunforn, Oberneunforn und Wilen bei Neunforn
Wappen
Blasonierung: In Weiss aus geradem grünem Schildfuss wachsend neun grüne Föhren mit schwarzen Stämmen.<ref name="Staatsarchiv">Gemeindewappen. Auf der Webseite des Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019</ref>
Redendes Wappen, denn der Name Neunforn wird im Dialekt als Nüüfere ausgesprochen und klingt ähnlich wie neun Föhren.<ref>Gemeindefusion im Kanton Thurgau: Neunforn. Auf der Webseite der Stiftung Schweizer Wappen und Fahnen, abgerufen am 20. Dezember 2019</ref> Für das Regierungsgebäude des Kantons Thurgau in Frauenfeld stellte die Gemeinde 2012 das Wappen der ehemaligen Ortsgemeinde Oberneunforn zur Verfügung, ohne es jedoch zum Wappen für die politische Gemeinde zu erheben.<ref name="Staatsarchiv" />
Bevölkerung
| Vorlage:Graph:Chart |
| 1850 | 1850 | 1900 | 1950 | 1990 | 2000 | 2010 | 2018 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Politische Gemeinde<ref name="StatistikTG" /> | 926 | 968 | 1032 | |||||
| Munizipalgemeinde<ref name="HLS" /> | 1303 | 1123 | 778 | 653 | 832 | |||
Von den insgesamt 1032 Einwohnern der Gemeinde Neunforn im Jahr 2018 waren 75 bzw. 7,3 % ausländische Staatsbürger. 605 (58,6 %) waren evangelisch-reformiert und 143 (13,9 %) römisch-katholisch.<ref name="Orte TG" />
Wirtschaft
Im Jahr 2016 bot Neunforn 267 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 25,1 % in der Land- und Forstwirtschaft, 59,5 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 15,4 % im Dienstleistungssektor tätig.<ref name="TG in Zahlen" />
Verkehr
Eine Postautolinie führt von Oberneunforn zu den Bahnhöfen Stammheim und Ossingen an der Bahnstrecke Winterthur–Etzwilen sowie zum Bahnhof Andelfingen an der Bahnstrecke Schaffhausen–Winterthur.<ref>Oberstammheim – Ossingen – Andelfingen (Linie 605). In: Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2020</ref> Eine weitere Postautolinie verbindet Ober- und Niederneunforn mit dem Intercity-Bahnhof Frauenfeld an der Thurtallinie.<ref>80.822 Frauenfeld – Oberneunforn. In: Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2020</ref>
Zur Verkehrsberuhigung plant die Gemeinde seit 2019, fast flächendeckend Tempo-30-Zonen einzuführen.<ref>Mathias Frei: Die Gemeinde Neunforn will fast flächendeckend Tempo 30 einführen – Streitpunkt ist aber eine Strasse in den Kanton Zürich. In: St. Galler Tagblatt (online), 11. September 2019</ref> Das Einwendungsverfahren dazu ist im September 2020 zu Ende gegangen.<ref>Mathias Frei: Flächendeckend Tempo 30 rückt in verschiedenen Neunforner Ortsteilen näher. In: St. Galler Tagblatt (online), 21. September 2020</ref>
Sehenswürdigkeiten
Die Dörfer Oberneunforn, Niederneunforn und Wilen bei Neunforn sowie der Weiler Fahrhof sind im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. {{#invoke:Vorlage:Siehe auch|f}}
Persönlichkeiten
- Dorothea Widmer (1758–1781), Gattenmörderin
- Konrad Corradi (1813–1878), Landschaftsmaler
- Konrad Hörni (1847–1926), Unternehmer und Politiker
Bilder
→ siehe Abschnitte Bilder in den Artikeln Fahrhof, Niederneunforn und Oberneunforn
Literatur
- {{#ifeq: Erich Trösch|Redaktion||Erich Trösch: }}{{#if:|Vorlage:Str replace|Neunforn}}. In: Historisches Lexikon der Schweiz{{#if: |. {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}{{#if: |, abgerufen am {{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}|}}}}.{{#invoke:TemplatePar|valid|1|N>0
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Weblinks
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Einzelnachweise
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