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Mecklenburg-Vorpommern (Schiff, 1996, Bremen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Flagge
Mecklenburg-Vorpommern (F 218)
Brandenburg-Klasse
Mecklenburg-Vorpommern in der Deutschen Bucht 2004
Mecklenburg-Vorpommern in der Deutschen Bucht 2004
Übersicht
Typ Fregatte
Bauwerft Bremer Vulkan Werft und Maschinenfabrik GmbH, Bremen
Kiellegung 23. November 1993
Stapellauf 23. Februar 1995
Namensgeber Land Mecklenburg-Vorpommern
Indienststellung 6. Dezember 1996
Heimathafen Wilhelmshaven
Technische Daten
Siehe: Fregatte F123
Rufzeichen / Kennung DRAK / F 218
Unterstellung 2. Fregattengeschwader
Datei:Coat of arms of Mecklenburg-Western Pomerania (great).svg

Die Mecklenburg-Vorpommern (F 218) ist eine Fregatte der deutschen Marine der Brandenburg-Klasse. Sie ist die vierte Einheit dieser Klasse und nach dem Land Mecklenburg-Vorpommern benannt.

Geschichte

Die Mecklenburg-Vorpommern wurde ebenso wie ihre drei Schwesterschiffe als Ersatz für die veralteten Zerstörer der Hamburg-Klasse als Mehrzweckfregatte konzipiert und gebaut. Das Schiff wurde 1993 bei der Bremer Vulkan auf Kiel gelegt und der Stapellauf konnte im Februar 1995 erfolgen. Die Taufpatin war Annemarie Seite, die Ehefrau des damaligen Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Berndt Seite.<ref>Annemarie Seite: Grußwort der Patin. (PDF; 1,7 MB) In: 10 Jahre Fregatte Mecklenburg-Vorpommern. Verlag Dietmar Fölbach, Juli 2007, S. 5, abgerufen am 26. Oktober 2016.</ref> Nach Erprobung des Schiffes erfolgte die Indienststellung am 6. Dezember 1996. Es wurde zunächst dem 6. Fregattengeschwader und nach der Neugruppierung im Jahr 2006 dem 2. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven unterstellt.

Die Mecklenburg-Vorpommern war nach der Deutschen Wiedervereinigung der zweite Schiffsneubau der Marine, der auf den Namen eines ostdeutschen Bundeslandes getauft wurde. Die Namensgebung steht somit in der Tradition größerer deutscher Marineeinheiten, die nach Bundesländern oder Städten benannt werden.

1999 Teilnahme an der Ausbildungsreise DESEX 1999 mit Umrundung Südamerikas.

2002 nahm die Mecklenburg-Vorpommern an der fünfmonatigen Ausbildungsreise DESEX 2002 mit Hafenbesuchen in Häfen Souda Bay auf Kreta, Karachi (Pakistan), Mormugao und Cochin (Indien), Manila (Philippinen), Qingdao (China), Inchon (Südkorea), Tokio (Japan) und Málaga in Spanien. Besuch des japanischen Kaiserpaares auf dem vom deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau an Bord gegebenem Empfang in Tokio. Auf dem Rückweg Teilnahme an einem Flugkörperschießen vor Kreta.

Am 11. Februar 2014 verließ die Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit den Fregatten Hamburg, Augsburg, der Korvette Oldenburg und dem Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main ihren Heimathafen Wilhelmshaven (Marinestützpunkt Heppenser Groden), um am jährlichen Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) der Marine teilzunehmen. Bis zum Ende des EAV am 20. Juni 2014 in Kiel nahm sie an mehreren Manövern zwischen nördlichen Polarkreis und dem Äquator teil. Dabei sollten dreizehn Häfen in neun Ländern angelaufen werden.<ref>Presse- und Informationszentrum Marine: Einsatz- und Ausbildungsverband 2014 sticht in See. Bundeswehr, 11. Februar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. Februar 2015; abgerufen am 2. März 2014.</ref>

Im Dezember 2015 wurde das Schiff mit dem Fahnenband des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Dies erfolgte durch den Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering in Rostock-Warnemünde.<ref>Fregatte mit Fahnenband ausgezeichnet. NDR Online, 7. Dezember 2015, abgerufen am 18. Juli 2016.</ref>

Die Mecklenburg-Vorpommern war 2020 das erste Kriegsschiff der deutschen Marine, auf dem eine Frau Dienst als Erste Offizierin leistete.<ref>Die Ersten. In: Bundeswehr.de, abgerufen am 20. Februar 2023.</ref>

Einsätze

Die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern nahm bislang während ihrer Dienstzeit an zahlreichen Einsätzen teil:

Seeunfälle

Auf dem Nord-Ostsee-Kanal nahe Schülp b. Rendsburg kollidierte die Fregatte am 9. Dezember 2015 mit dem unter zypriotischer Flagge fahrenden Containerschiff Nordic Bremen des Typs SSW Super 1000. Dabei wurde der Bug der Fregatte schwer beschädigt.<ref>Fregatte nach Kollision stark beschädigt. NDR Online, 9. Dezember 2015, abgerufen am 9. Dezember 2015.</ref>

Kommandanten

Datei:Paten F 218.jpg
FK Klüver (re.), der erste Kommandant

Alle Kommandanten waren Fregattenkapitän.

Nr. Name Antritt des Dienstpostens Ende des Dienstpostens
1. Martin Klüver Januar 1996 April 1998
2. Michael Dirks April 1998 Januar 2000
3. Frank Menge Januar 2000 März 2002
4. Michael Budde März 2002 April 2004
5. Eckardt Menzel April 2004 Juni 2006
6. Ulrich Reineke Juni 2006<ref>„Das Herz am rechten Fleck“. In: wzonline.de. Wilhelmshavener Zeitung, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Oktober 2016; abgerufen am 30. Oktober 2016.</ref> Mai 2008
7. Kay-Achim Schönbach Mai 2008 April 2010
8. Gero Demme April 2010<ref>Kommandowechsel auf der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“. In: Competence Site. Abgerufen am 30. Oktober 2016.</ref> Juli 2013
9. Sven Beck Juli 2013<ref>„Mecklenburg-Vorpommern“ unter neuem Kommando. In: marine.de. Presse- und Informationszentrum Marine, 4. Juli 2013, abgerufen am 25. Oktober 2016.</ref> August 2015
10. Christian Schultze August 2015<ref>Kommandowechsel auf der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“. In: presseportal.de. Presse- und Informationszentrum Marine, 24. August 2015, abgerufen am 26. Oktober 2016.</ref> September 2018
11 Torben Jürgensen September 2018 Juni 2020<ref name="presseportal-67428-4637081">Neuer "Kap'tän" auf der Brücke der Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern". 29. Juni 2020, abgerufen am 2. Juli 2020.</ref>
12 Hendrik Wißler Juni 2020<ref name="presseportal-67428-4637081" /> September 2023
13 Wolfgang Eckmüller September 2023<ref>Neuer Kommandant für die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern". 25. September 2023, abgerufen am 6. Dezember 2023.</ref> April 2024
14 Daniel Wolter April 2024<ref>Neue Kommandanten für die Fregatten "Mecklenburg-Vorpommern" und "Sachsen". 2. April 2024, abgerufen am 21. April 2024.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Brandenburg | Schleswig-Holstein | Bayern | Mecklenburg-Vorpommern

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