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Oldenburg (Schiff, 2013)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Flagge
Oldenburg (F 263)
Braunschweig-Klasse
Datei:OLDENBURG 2227.jpg
Übersicht
Typ Korvette
Bauwerft Blohm + Voss GmbH, Hamburg
Kiellegung 16. Januar 2006
Stapellauf 28. Juni 2007
Namensgeber Stadt Oldenburg (Oldb)
Indienststellung 21. Januar 2013
Heimathafen Marinestützpunkt Warnemünde
Technische Daten
Siehe: Braunschweig-Klasse (2008)
Rufzeichen / Kennung DRBD / F 263
Unterstellung 1. Korvettengeschwader
Datei:DEU Oldenburg COA.svg

Die Oldenburg ist eine Korvette der Deutschen Marine der Braunschweig-Klasse. Sie ist die vierte Einheit dieser Klasse und das vierte Schiff mit Namen Oldenburg in einer deutschen Marine. Namensvorgänger waren die Radkorvette Großherzog von Oldenburg der Reichsflotte sowie das Panzerschiff Oldenburg und das Großlinienschiff Oldenburg der Kaiserlichen Marine. Außerdem trugen mehrere große dänische Orlogschiffe diesen Namen, z. B. die 1628 in Dienst gestellte Oldenborg.

Geschichte

Die spätere Oldenburg wurde am 16. Januar 2006 bei der Hamburger Werft Blohm + Voss auf Kiel gelegt. Ihre Schiffstaufe mit anschließendem Stapellauf erfolgte am 28. Juni 2007.

Bei Probefahrten der Oldenburg im Frühjahr 2009 wurde festgestellt, dass die verbauten Getriebe schwerwiegende Mängel aufwiesen. Dies betraf nicht nur die Oldenburg, sondern auch alle anderen Einheiten der Klasse. Da im Februar 2011 bei der Korvette Magdeburg Schimmel und Schwitzwasser festgestellt wurden, ging die Oldenburg zur Behebung der Schäden abermals in die Werft.<ref>Norddeutscher Rundfunk: Milliardenprojekt Korvette 130: Pannenserie reißt nicht ab – Marineinspekteur fordert schärfere Kontrolle. 20. Juni 2011, abgerufen am 1. Februar 2014.</ref>

Das dem 1. Korvettengeschwader unterstehende Schiff wurde am 21. Januar 2013 mit mehrjähriger Verspätung in ihrem Heimathafen, dem Marinestützpunkt Hohe Düne in Rostock, in Dienst gestellt.<ref>Presse- und Informationszentrum Marine: Zuwachs für die Marine – Korvette „Oldenburg“ in Dienst gestellt. Bundeswehr, 22. Januar 2013, abgerufen am 1. Februar 2014.</ref>

Nach der Indienststellung nahm die Oldenburg bis zum 17. März 2013 am jährlichen Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) teil<ref>Nils Kübler & Apisitt Onkhao: Mit der „Oldenburg“ auf Tour. Bundeswehr, 25. März 2013, abgerufen am 1. Februar 2014.</ref> und besuchte hierbei im Februar den Hafen von Algier.<ref>Hilko Klöver (Korvette „Oldenburg“): Ein Besuch bei Freunden in Nordafrika. Bundeswehr, 7. März 2013, abgerufen am 1. Februar 2014.</ref>

Dem Einsatz- und Ausbildungsverband (EAV) gehörte das Schiff auch im Jahr 2014 wieder an. Sie sollte dabei dreizehn Häfen in neun Ländern anlaufen, welche sich zwischen dem nördlichen Polarkreis und dem Äquator befinden. Die Oldenburg startete zusammen mit den Fregatten Hamburg (Verbandsflaggschiff), Mecklenburg-Vorpommern, Augsburg und dem Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main am 11. Februar aus Wilhelmshaven. Ihre Rückkehr wurde für den 20. Juni in Kiel erwartet.<ref>Presse- und Informationszentrum Marine: Einsatz- und Ausbildungsverband 2014 sticht in See. Bundeswehr, 11. Februar 2014, abgerufen am 2. März 2014.</ref>

Einsätze

  • Am 10. September 2018 lief die Oldenburg, gefahren von der Besatzung Delta unter Kommando von Korvettenkapitän Thorsten Vögler, aus ihrem Heimathafen aus, um sich am UNIFIL-Einsatz vor der Küste des Libanon zu beteiligen.<ref>Korvette „Oldenburg“ läuft zum UNIFIL-Einsatz aus. In: marine.de. PIZ Deutsche Marine, 11. September 2018, abgerufen am 30. September 2018.</ref> Am 23. September 2018 löste sie im Hafen von Limassol auf Zypern ihr Schwesterschiff, die Korvette Braunschweig, im Einsatz ab. Geplant ist ein einjähriger Einsatz mit mehreren Besatzungswechseln vor Ort. Ende Januar 2019 wurde die Delta-Besatzung von der Echo-Besatzung unter Fregattenkapitän Stephan Lukaszyk im Einsatz abgelöst.<ref>Crew-Wechsel auf der Korvette „Oldenburg“ bei UNIFIL. In: einsatz.bundeswehr.de. PIZ Einsatzführungskommando, 30. Januar 2019, abgerufen am 30. Januar 2019.</ref> Nach 250 Einsatztagen mit zwei Besatzungen wurde die Oldenburg Anfang Juni 2019 von der Korvette Ludwigshafen am Rhein abgelöst.<ref>Korvettenwechsel bei UNIFIL. In: einsatz.bundeswehr.de. PIZ Deutsche Marine, 4. Juni 2019, abgerufen am 4. Juni 2019.</ref> Am 15. Juni 2019 lief die Korvette Oldenburg und ihre 61-köpfige Besatzung nach rund fünf Monaten wieder in ihren Heimathafen Warnemünde ein. Während ihres Einsatzzeitraums legte sie 37.000 Seemeilen zurück.<ref>Blauhelme wieder zurück im Heimathafen Warnemünde. In: presseportal.de. Presse- und Informationszentrum Deutsche Marine, 12. Juni 2019, abgerufen am 22. Juni 2019.</ref>
  • Ein weiterer UNIFIL-Einsatz, der 170 Tage dauerte, führte das Boot vom 13. August 2023 bis zum 30. Januar 2024 erneut ins östliche Mittelmeer.<ref>„Endlich wieder da“ – die Korvette „Oldenburg“ lief heute nach ihrem UNUnited Nations-Einsatz im Heimathafen Warnemünde ein. In: bundeswehr.de. Presse- und Informationszentrum Marine, 30. Januar 2024, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref>

Literatur

  • Gabriele Henneberg: „Wahrer des Friedens sollst Du sein“. Die Oldenburg: Fünf Generationen deutscher Marineschiffe. Eine Bildmonografie. 1. Auflage. Brune-Mettcker Druck- und Verlagsgesellschaft, Wilhelmshaven 2008, ISBN 978-3-930510-34-4.
  • Hilko Klöver, Patrick Goosmann, Nico Kalendruschat (Red.): Korvette Oldenburg. Hrsg.: Lothar Fölbach Medienservice. 1. Auflage. München 2013.

Weblinks

Commons: Oldenburg (F 263) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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1. Baulos: Braunschweig | Magdeburg | Erfurt | Oldenburg | Ludwigshafen am Rhein
2. Baulos: Köln | Emden | Karlsruhe | Augsburg | Lübeck Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

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