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Frankfurt am Main (Schiff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Flagge
Frankfurt am Main (A 1412)
Berlin-Klasse
Frankfurt am Main in Portsmouth, 2012
Frankfurt am Main in Portsmouth, 2012
Übersicht
Typ Versorgungsschiff
Bauwerft Flensburger Schiffbau-Gesellschaft
Bestellung 22. August 1997
Stapellauf 5. Januar 2001
Namensgeber Stadt Frankfurt am Main
Indienststellung 27. Mai 2002
Heimathafen Wilhelmshaven
Technische Daten
Technische Daten siehe: EGV 702
Verdrängung ca. 18.000 t
Länge 174 m
Breite 24 m
Tiefgang 7,60 m
Besatzung 159, davon 12 Offiziere
Geschwindigkeit 20 kn
Bewaffnung * 4 × MLG 27 (27 mm Revolverkanone)
Rufzeichen / Kennung DRKB / A 1412
Unterstellung Trossgeschwader
Datei:DEU Frankfurt am Main COA.svg

Die Frankfurt am Main ist ein Einsatzgruppenversorger der Deutschen Marine der Berlin-Klasse. Sie ist die zweite Einheit dieser Klasse. Namensgeber ist die hessische Großstadt Frankfurt am Main.

Geschichte

Die Frankfurt am Main wurde bei der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft auf Kiel gelegt und am 5. Januar 2001 durch die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth getauft. Anschließend ging es nach Kiel zu HDW, wo die Endausrüstung stattfand. Die Indienststellung erfolgte am 27. Mai 2002.

Ihr erster Heimathafen war Kiel, seit dem 26. September 2012 ist sie im Marinestützpunkt Heppenser Groden in Wilhelmshaven stationiert.<ref>Willkommen in Wilhelmshaven. Bundeswehr – Presse- und Informationszentrum Marine, 26. September 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. Dezember 2014; abgerufen am 5. Dezember 2014.</ref>

Am 16. März 2017 wurde der Einsatzgruppenversorger abends beim Einlaufen in den Heimathafen Wilhelmshaven beschädigt. Beim Zurücksetzen in der Seeschleuse berührte die Frankfurt am Main den Betonvorbau der Schleuseninsel mit dem Heck. Die für die folgende Woche geplante Teilnahme am Großmanöver Joint Warrior bei Schottland musste abgesagt werden.<ref>Havarie: Sachschaden auf „Frankfurt am Main“. Abgerufen am 21. März 2016.</ref>

Aufgaben

Einsatzgruppenversorger (EGV) wie die Frankfurt am Main versorgen Schiffe mit Betriebsstoffen, Verbrauchsgütern, Proviant und Munition und sind so ausgerüstet, dass sie diese Güter während der Fahrt von Schiff zu Schiff übergeben können.<ref>Ralph Emmerich: Einsatzgruppenversorger. In: Soldat und Technik. Nr. 7, 1992, S. 481–485.</ref> Zwei Hubschrauber dienen dem Transport von Personen und Material. Dadurch kann die Durchhaltefähigkeit von Verbänden erheblich verlängert werden, d. h. die Hafenliegezeit zum Aufnehmen von Versorgungsgütern wird verkürzt.

Versorgungseinrichtungen

Mit dem Ladegeschirr der Frankfurt am Main können Versorgungsgüter während der Fahrt und im Hafen unabhängig umgeschlagen werden. Die Beladungskapazität beträgt:

  • 84 Containerstellplätze
  • Transportkapazität:
    • 7600 t Schiffsdiesel,
    • 490 t Flugkraftstoff,
    • 126 t Schmieröl,
    • 71 t Frischwasser,
    • 100 t Verbrauchsgüter,
    • 1075 t Festgüter
    • 230 t Proviant
    • 200 t Munition

Die EGV können außerdem die Entsorgung von Abwasser und Müll der versorgten Einheiten übernehmen.

Betankung auf See

Ladungsübergabe auf See erfolgt in der Regel nicht. Hingegen ist die Betankung von Schiffen aus dem Verband Routine. Erste Erprobung des Verfahrens erfolgte 1975 mit dem Zerstörer Mölders. Die geeignete Vorrichtung und das entsprechende Geschirr sind heute erfolgreich im Einsatz.

Zusätzliche sanitätsdienstliche Komponente

Datei:FRANKFURT AM MAIN 3441.jpg
Das neue iMERZ auf der Frankfurt am Main

Das Marineeinsatzrettungszentrum 2 (kurz MERZ), das zuletzt auf der Frankfurt am Main installiert war, wurde am 22. Februar 2015 durch ein Feuer zerstört. Als Ersatz erhielt das Schiff am 23. Mai 2022 einen neuen Decksaufbau für ein neues und integriertes MERZ (iMERZ).<ref>Jörg Dustmann: Besser ohne Container. In: Marine-Forum. September 2022, ISSN 0172-8539, S. 22–25.</ref>

Bewaffnung

Zur Selbstverteidigung sind die EGV der Marine mit vier Marineleichtgeschützen MLG 27 und vier schweren Maschinengewehren bewaffnet.<ref>Einsatzgruppenversorger der Berlin-Klasse. Abgerufen am 1. Februar 2022.</ref> Außerdem werden Fliegerfäuste und bei Bedarf auch zwei Sea King MK41<ref>Die Hubschrauber gehören zum Marinefliegergeschwader 5 und werden nur bei Bedarf im Rahmen der Verfügbarkeit an Bord stationiert.</ref>, NH-90 Sea Lion oder Sea Lynx Mk88A mitgeführt. Die Bordhubschrauber werden für den Transport von Versorgungsgütern oder Verwundeten von Schiff zu Schiff eingesetzt können aber auch zur U-Jagd oder sogar zur Abwehr gegen Asymmetrische Bedrohungen<ref>BW_Einsatz: Überwasserdrohne konnte durch den Bordhubschrauber zerstört werden. In: x.com. 21. März 2024, abgerufen am 25. Juni 2025.</ref> eingesetzt werden. Das Flugdeck erlaubt auch den Einsatz größerer Hubschrauber.

Einsätze

Kommandanten

Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
1 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
2 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
3 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
4 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
5 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
6 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
7 <ref>Kommandowechsel auf dem Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“. In: presseportal.de. Presse- und Informationszentrum Marine, 30. September 2016, abgerufen am 7. Oktober 2016.</ref> Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
8 Vorlage:DatumZelle Vorlage:DatumZelle
9 Vorlage:DatumZelle

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

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Berlin | Frankfurt am Main | Bonn

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