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Lübeck (Schiff, 1990)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | Lübeck
Datei:F214-Lübeck-Plymouth Sound.jpg
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDatei:Naval ensign of Germany.svg Deutschland
Schiffstyp Fregatte
Klasse Bremen-Klasse
Bauwerft Nordseewerke, Emden
Baunummer 468
Kiellegung 5. Juni 1987
Stapellauf 15. Oktober 1987
Indienststellung 19. März 1990
Außerdienststellung 15. Dezember 2022
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 130,5 m (Lüa)
Breite 14,57 m
Tiefgang (max.) 6,5 m
Verdrängung 3680 t
 
Besatzung 219 Mann
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine CODOG-Antrieb:
2 × Gasturbine General Electric LM2500
2 × Dieselmotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 38.000 kW (51.666 PS)
Höchst­geschwindigkeit 30 kn (56 km/h)
Propeller 2
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Sensoren

Die Fregatte Lübeck ist eine ehemalige Fregatte der Bremen-Klasse der Deutschen Marine. Das Schiff stand von 1990 bis 2022 im Dienst der Deutschen Marine.

Allgemeines

Gebaut und konzipiert wurden die Lübeck und ihre Schwesterschiffe gegen Ende des Kalten Krieges zur U-Boot-Jagd im Nordatlantik und in der Nordsee. Als erste Schiffe der Marine wurden sie dafür mit Bordhubschraubern bestückt, das zum Standard aller Fregatten wurde.<ref>Lennart Stock: Fregatte „Lübeck“ beendet letzten Einsatz. In: Lübecker Nachrichten, 17. Juni 2022, S. 11.</ref>

Benannt ist die Fregatte nach der Hansestadt Lübeck. Taufpatin war am 15. Oktober 1987 Rosemarie Knüppel, die Frau des damaligen Lübecker Bürgermeisters Robert Knüppel.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., In: HL-live vom 18. März 2010.</ref>

2007 wurde die Lübeck während einer Ausbildungsfahrt durch einen Schuss aus der eigenen Bordkanone vor dem Marinestützpunkt Plymouth am Bug leicht beschädigt.<ref>Fregatte„ Lübeck“ schießt sich selbst ab. In: Welt online. 14. Mai 2007, abgerufen am 19. September 2017.</ref><ref>Deutsche Fregatte beschießt sich selbst. In: Spiegel online. 14. Mai 2007, abgerufen am 19. September 2017.</ref>

2009/2010 wurde die Lübeck in Bremerhaven generalüberholt, 2013 befand sie sich zur Instandsetzung in Kiel.

Die Fregatte stattete ihrer Patenstadt Lübeck regelmäßig Besuche ab, so im Jahr 2001 zum 600. Jahrestag der Gründung der Lübecker Schiffergesellschaft. Im März 2010 feierte die Besatzung den 20. Jahrestag der Indienststellung der Fregatte mit einem Dankgottesdienst in der Jakobikirche in Lübeck, der Fischer- und Seefahrerkirche aus dem 14. Jahrhundert und Nationalen Seefahrer-Gedenkstätte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schreiben des Kommandanten Martin Wilhelm. (Memento vom 19. März 2012 im Internet Archive) 11. Februar 2010 (PDF; 65 kB).</ref><ref>Fregatte Lübeck beendet Besuch ihrer Patenstadt. In: Travemünde Aktuell. 25. November 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Mai 2016; abgerufen am 19. September 2017.</ref>

Zwischen 1990 und 2010 legte die Lübeck 570.000 Seemeilen zurück, nahm an 43 Einsätzen, Manövern und Ausbildungsfahrten teil und lief in 38 Ländern 124 Häfen an.<ref>Timo Gruber: Fregatte LÜBECK – Zwanzig Jahre im Dienst der Marine. In: marine.de. Bundeswehr, 18. März 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. Oktober 2014; abgerufen am 16. Oktober 2014.</ref>

Am 26. Juni 2019 kam es vermutlich durch eine defekte Einspritzpumpe zu einem Brand am E-Diesel X 1. Hierbei wurden zwei Besatzungsangehörige verletzt. Beide konnten nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus den Dienst wieder aufnehmen.

Nach der Rückkehr vom letzten Einsatz in der Ägäis nach Wilhelmshaven am 16. Juni 2022 hatte die Fregatte in 32 Dienstjahren 863.449 Seemeilen zurückgelegt.<ref name="NDRjun22">"Lübeck" läuft nach letztem Einsatz in Wilhelmshaven ein. In: NDR. 16. Juni 2022, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. Juni 2022; abgerufen am 17. Juni 2022.</ref> Die Planung von 2013 hatte den Sommer 2018 zur Außerdienststellung vorgesehen, wegen der Verzögerungen bei der Nachfolgeklasse F125 wurde der Termin verschoben.<ref>Frank Behling: Das Schiff bleibt länger in Dienst. In: Kieler Nachrichten. 30. April 2019, abgerufen am 18. Juni 2022.</ref> Am 15. Dezember 2022 wurde das Schiff in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt.<ref>Fregatte "Lübeck" außer Dienst gestellt. 15. Dezember 2022, abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref><ref>"Lucky Lübeck" beendet die Ära der Fregattenklasse F 122. 12. Dezember 2022, abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref><ref>Fregatte «Lübeck» außer Dienst gestellt. Abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref>

Einsätze

Die Fregatte Lübeck nahm an mehreren bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr teil,<ref>Kai Röckel; Mit voller Kraft in den Ruhestand In: Marineforum online, abgerufen am 8. Dezember 2022</ref> darunter:

Kommandanten

Nr. Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit Bemerkungen
01. Fregattenkapitän Ullrich Becker<ref>Wolfgang Harnack: Die Zerstörerflottille der Deutschen Marine von 1958 bis heute. Koehler Verlagsgesellschaft, Hamburg 2001, ISBN 3-7822-0816-1, S. 154.</ref> Indienststellung 25. September 1992 bereits seit 1. Juli 1989 militärischer Schiffsführer in Baubelehrung und Einweisung
02. Fregattenkapitän Waldemar Benke 25. September 1992 24. Februar 1995
03. Fregattenkapitän Karsten Schneider 24. Februar 1995 21. Juli 1997 später Konteradmiral und Chef des Stabes Marinekommando
04. Fregattenkapitän Henning Straus 21. Juli 1997 23. Juli 1999
05. Fregattenkapitän Eckhard Bödeker 23. Juli 1999 23. August 2002 später Kommandeur der Marineoperationsschule
06. Fregattenkapitän Jürgen zur Mühlen 23. August 2002 25. Juni 2004 später Konteradmiral und Abteilungsleiter Einsatz im Marinekommando
07. Fregattenkapitän Rüdiger Solf<ref>Andreas Jacobsen: Allgemeine Daten der „F214“. In: jabietz.de. Abgerufen am 2. August 2018.</ref> 25. Juni 2004 14. Juli 2006
08. Fregattenkapitän Marco von Kölln 14. Juli 2006 18. Juli 2008
09. Fregattenkapitän Martin Wilhelm 18. Juli 2008 13. August 2010
10. Fregattenkapitän Martin Ruchay<ref>Kommandowechsel: Kampf mit Wirbelsturm und Bürokratie. In: Wilhelmshavener Zeitung. 4. Oktober 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. August 2018; abgerufen am 2. August 2018.</ref> 13. August 2010 2. Oktober 2013
11. Fregattenkapitän Peter Christian Semrau<ref>Kommandowechsel auf der Fregatte „Lübeck“. In: presseportal.de. PIZ Deutsche Marine, 9. September 2015, abgerufen am 2. August 2018.</ref> 2. Oktober 2013 2. Oktober 2015
12. Fregattenkapitän Matthias Schmitt 2. Oktober 2015 30. November 2017
13. Fregattenkapitän Christoph Sallermann<ref>Kommandowechsel auf der Fregatte "Lübeck". In: presseportal.de. PIZ Deutsche Marine, 27. November 2017, abgerufen am 2. August 2018.</ref> 30. November 2017 26. September 2019
14. Fregattenkapitän Mathias Rix<ref>Kommandowechsel auf der Fregatte „Lübeck“. In: presseportal.de. PIZ Deutsche Marine, 23. September 2019, abgerufen am 7. Juni 2025.</ref> 26. September 2019 25. Februar 2021
15. Fregattenkapitän Kai Röckel<ref>Wilhelmshavener Zeitung vom 26. Februar 2021, S. 5.</ref> 25. Februar 2021 15. Dezember 2022

Weblinks

Commons: Lübeck – Sammlung von Bildern

Fußnoten

<references />

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