Flensburger Schiffbau-Gesellschaft
| FSG Shipyard GmbH<ref>https://www.shz.de/lokales/flensburg/artikel/nach-insolvenz-auf-der-flensburger-werft-wird-wieder-gearbeitet-48380017</ref>
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Flensburger-Schiffbau-Gesellschaft-Logo.svg | |
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1872 |
| Sitz | Flensburg, Deutschland |
| Leitung | Thorsten Rönner<ref name="FLT2025-02-21">Ove Jensen: Neustart für die FSG. In: Flensburger Tageblatt. 21. Februar 2025, ISSN 2627-5562, S. 15.</ref> |
| Mitarbeiterzahl | 350 (2020) |
| Branche | Schiffbau-Werft |
| Website | www.fsg-ship.de |
Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) ist eine deutsche Werft mit Sitz in Flensburg, die seit ihrer Gründung im Jahr 1872 direkt am Flensburger Hafen ansässig ist. Seit Februar 2025 firmiert das Unternehmen unter den Namen FSG Shipyard GmbH sowie FSG Design GmbH.<ref name="FLT2025-02-01">Julian Heldt: Die Werft ist gerettet. In: Flensburger Tageblatt. 1. Februar 2025, ISSN 2627-5562, S. 9.</ref>
Geschichte
Von der Gründerzeit bis zum Ersten Weltkrieg
1872 wurde von fünf Flensburger Unternehmern die Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft, kurz FSG als Aktiengesellschaft gegründet.<ref name="fl_onl"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vom Nieter zum Schweißer, vom Konstrukteur zum Schiffsdesigner ( vom 24. März 2018 im Internet Archive)</ref> An der Westseite des Flensburger Hafens wurde ein Gelände von 27.135 m² erworben und Helgen für bis zu 100 Meter große Schiffe errichtet. Der erste Neubau, ein Vollschiff aus Stahl, die Doris Brodersen, wurde 1875 in Dienst gestellt. 1892 erfolgte der Bau eines Schwimmdocks von 2300 Tonnen Tragfähigkeit. Um 1900 hatte die FSG bereits über 2000 Beschäftigte.<ref name="fl_onl" />
Die Helgenanlage wurde für den Bau der immer größer werdenden Schiffe bald zu klein, daher erwarb die Werftleitung fünf große Villengrundstücke vor dem Stadtgebiet Ostseebad, auf denen fünf Hellinge von je 150 m Länge und 20 m Breite Platz fanden, die den Bau von Seeschiffen bis zu 8.000 BRT ermöglichten. 1901 wurde die „Neue Werft“ in Betrieb genommen.<ref>Gerhard Kraack: Flensburg in Geschichte und Gegenwart – Informationen u. Materialien (= Ges. f. Flensburger Stadtgeschichte [Hrsg.]: Schriftenreihe der Ges. f. Flensburger Stadtgesch. Band 22). Flensburg 1972, DNB 730485641, S. 405.</ref> Vermutlich 1903 wurde das erste Schiff gebaut. Die „Alte Werft“ wurde zunächst für Ausrüstung und Reparaturen weiter verwendet (heute befindet sich dort die Flensburger Fahrzeugbau). 1912 war die Belegschaft auf 2989 Mann gewachsen, die in jenem Jahr zwölf Dampfer mit zusammen 61500 BRT bauten. Einer der Hauptabnehmer war die Deutsch-Australische Dampfschiffs-Gesellschaft, die zwischen 1889 und 1914 allein 36 Schiffe aus Flensburg erhielt.
Während des Ersten Weltkrieges konnte die FSG den Handelsschiffbau weiter betreiben und war zusätzlich mit dem Bau der Druckkörper für die Handels-U-Boote vom Typ U 151 Deutschland und Bremen sowie des U-Kreuzers U 154 dieses Typs befasst (Bau-Nr. 381–383).<ref>Gerd Uwe Detlefsen: 750 Schiffe aus Flensburg – die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. Hauschild, Bremen 2012, ISBN 978-3-89757-511-0, S. 49–51.</ref>
Krisenjahre
Nach Ende des Krieges konnten zunächst 1920 wieder vier größere Frachtdampfer gebaut und das Gelände vergrößert werden. Finanziell erfolgreich war das Unternehmen in den 1920er Jahren nicht. Nach der Weltwirtschaftskrise ab 1929 sank die Belegschaft auf nur noch 200 Mann und in den Jahren von 1930 bis 1934 musste die Werft aufgrund der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage ihren Betrieb ganz einstellen.<ref>Gerd Uwe Detlefsen: 750 Schiffe aus Flensburg – die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. Hauschild, Bremen 2012, ISBN 978-3-89757-511-0, S. 60.</ref><ref>Stadtportrait. In: flensburg.de. Stadt Flensburg, abgerufen am 20. April 2025.</ref> Zum Erhalt der Werft kaufte die Stadt Flensburg 25 % der Aktien auf. Anschließend gelang es dem Unternehmen, langsam wieder Fuß zu fassen. 1938 bestanden Aufträge für 20 Schiffe mit insgesamt 108.900 tdw, einen Schwimmkran und zwei Schwimmdocks für das Oberkommando der Marine.
Zweiter Weltkrieg
Von 1941 bis 1945 wurden 28 U-Boot der Typen VII C und VII C/41 abgeliefert.<ref>Gerd Uwe Detlefsen: 750 Schiffe aus Flensburg – die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. Hauschild, Bremen 2012, ISBN 978-3-89757-511-0, S. 71.</ref><ref>Gerd Uwe Detlefsen: 750 Schiffe aus Flensburg – die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. Hauschild, Bremen 2012, ISBN 978-3-89757-511-0, S. 334–338.</ref> Zu diesem Zweck war ein neues Werftgelände mit drei Helgen gebaut worden, das nach dem Krieg für den zivilen Schiffbau genutzt wurde, als das Unternehmen seinen Standort auf das neue Gelände verlegte. Ab Mitte 1943 wurden nur noch die bereits begonnenen Boote fertiggestellt, von denen das letzte im Januar 1945 abgeliefert wurde. Zusätzlich musste die FSG fünf bei Blohm & Voss in Hamburg begonnene Boote fertigstellen (U 1025 bis 1030, davon nur U 1025 noch in Dienst gestellt). Der Betrieb konzentrierte sich bis Ende des Krieges wieder auf den Bau von Überwasserschiffen, wie etwa die Einheitsfrachter für das Hansa-Bauprogramm. Fünf Luftangriffe auf die Werft konnten den Betrieb nicht wesentlich stören; der letzte und schwerste war am 19. Mai 1943, als 22 Bomben auf die Ausrüstungswerft fielen und die Bauwerft 48 Treffer verzeichnete.
Ab den 1980er Jahren
Im Jahr 1982 wurde eine 275 m lange Schiffbauhalle erbaut, die zwei der drei Hellingen ersetzte. Diese enthält ihrerseits eine Helling, von der ab diesem Zeitpunkt alle Stapelläufe bei der FSG stattfanden. Es erfolgte auch eine Grundsanierung der Werft, bei der ein neues Gebäude mit Verwaltungs- und Konstruktionsbüros errichtet wurde.
Im Jahr 1990 erwarb der Reeder Egon Oldendorff das Unternehmen.
Ende Dezember 2008 hatte das Unternehmen erneut den Besitzer gewechselt. Der ab 2005 tätige Geschäftsführer Peter Sierk und Investoren um die Münchener Orlando Management GmbH erwarben die Geschäftsanteile der FSG im Rahmen eines sogenannten Management-Buy-out.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Flensburger Schiffbau-Gesellschaft mit neuen Eigentümern ( vom 16. Februar 2009 im Internet Archive)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.orlandofund.com ( vom 17. Februar 2010 im Internet Archive)</ref>
2012 standen bei der Werft neben Frachtfähren für die türkischen Ulusoy Sealines ein ConRo-Schiff für Oceanex (Kanada) und zwei Schwerlast-Transportschiffe in den Auftragsbüchern, die eine Auslastung bis Mitte 2014 ergaben.<ref>Stapellauf Seatruck Precision. In: Schiff & Hafen. Band 64, Nr. 5. Seehafen-Verlag, 2012, ISSN 0938-1643, S. 7.</ref>
Gegenwart
Die Werft baute bis 2014 über 760 Schiffe unterschiedlichster Bauart. Ab 2010 erfolgte eine Spezialisierung auf RoRo-Schiffe, in diesem Segment wurde die Werft Marktführer. Inzwischen wurde der Schwerpunkt vom Serien- zum Spezialschiffbau verlegt. So wurden neben RoPax- und ConRo-Schiffen auch Schwerlasttransportschiffe und zwei Seismik-Schiffe, aber auch Schiffe für den Offshore-Markt gebaut.<ref>SMM 2014 Ausstellervorberichte: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft mbH & Co. KG. In: Schiff & Hafen. Band 66, Nr. 9. Seehafen-Verlag, 2014, ISSN 0938-1643, S. 103.</ref>
Am 31. Oktober 2014 übernahm das norwegische Familienunternehmen Siem Industries die Werft FSG mit rund 750 Beschäftigten.<ref>Peter Kleinort: Übernahme von FSG jetzt abgeschlossen. In: Täglicher Hafenbericht. Band 66. Seehafen-Verlag, 4. November 2014, ISSN 2190-8753, S. 2.</ref>
Im Februar 2019 beteiligte sich die Sapinda-Holding von Lars Windhorst mit 76 % am Unternehmen und rettete es vor einer möglichen Pleite, nachdem die Werft beim Bau der W.B. Yeats durch mehrfache Verzögerungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten war.<ref>Thomas Werres: Lars Windhorst rettet Flensburger Werft. In: Der Spiegel. 12. Februar 2019, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. Juni 2025]).</ref><ref>FSG vollständig von Tennor übernommen. In: Täglicher Hafenbericht. Band 71, Nr. 10. Seehafen-Verlag, 2019, ISSN 2190-8753, S. 6.</ref> Die vollständige Übernahme der Werft erfolgte letztlich im August 2019 durch die besagte Holding, die in der Zwischenzeit in Tennor Holding B.V. umbenannt worden war.<ref>Windhorst übernimmt Flensburger Schiffbau-Gesellschaft ganz. In: welt.de. Die Welt, 30. August 2019, abgerufen am 31. August 2019.</ref> Ferner kam es auch beim anschließenden Bau der Honfleur, deren Ablieferung 2019 erfolgen sollte, zu einer mehrmonatigen Verzögerung. Infolgedessen lösten die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und die australische TT-Line Company im Februar 2020 den 2018<ref>Letter Of Intent signed for new Spirits. Januar 2018, abgerufen am 22. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>TT-Line Company Pty Ltd and FSG sign contract for new Spirits. Mai 2018, abgerufen am 22. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> geschlossenen Vertrag über den Bau zweier Fähren (Baunummern 778 und 779)<ref>FSG bestätigt die einvernehmliche Annullierung von zwei Schiffbauaufträgen mit TT-LINE. In: fsg-ship.de. 27. Februar 2020, abgerufen am 8. Juni 2020.</ref> mit geplanter Ablieferung 2021<ref name="fsg"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TT-Line Company Pty Ltd and FSG sign contract for two LNG passenger ferries ( vom 17. Juni 2019 im Internet Archive)</ref> auf.<ref>Flensburger Werft storniert zwei Neubau-Aufträge. In: n-tv.de. n-tv, 27. Februar 2020, abgerufen am 6. April 2020.</ref><ref>TT-Line statement re Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. In: spiritoftasmania.com.au. TT-Line Company, 27. Februar 2020, abgerufen am 6. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im März 2020 brach in vielen Ländern die COVID-19-Pandemie aus. Nach einem innerbetrieblichen COVID-Ausbruch wurde der Betrieb auf der Werft am 19. März 2020 vorübergehend eingestellt. Für die Beschäftigten wurde der bereits bestehende Antrag auf Kurzarbeit erweitert.<ref>Timo Jann: Corona: FSG stellt Betrieb ein. 600 Mitarbeiter sollen länger beantragtes Kurzarbeitergeld bekommen. In: Täglicher Hafenbericht. Band 72. Seehafen-Verlag, 19. März 2020, ISSN 2190-8753, S. 16.</ref> Im April 2020 wurde ein Insolvenzantrag gestellt<ref>Flensburger Werft FSG stellt Insolvenzantrag | - Nachrichten - Schleswig-Holstein. In: ndr.de. 2. Oktober 2023, abgerufen am 12. März 2024.</ref> sowie das zuletzt fertiggestellte RoRo-Schiff an die norwegische Siem-Gruppe abgeliefert.<ref>Timo Jann: Flensburg: Letzter FSG-Neubau abgeliefert · RoRo-Frachter „Liekut“ an die norwegische Siem-Gruppe übergeben · Zukunft der Werft weiter ungewiss. In: Täglicher Hafenbericht. Band 72. Seehafen-Verlag, 21. April 2020, ISSN 2190-8753, S. 1.</ref> Mitte Juni 2020 wurde versucht, die Produktion wieder aufzunehmen, um den Neubau 774 für den Kunden fertigzustellen. Dazu wurde versucht, die Finanzierung zu sichern.<ref>Benjamin Klare: FFSG will Arbeit im Juni aufnehmen. In: Täglicher Hafenbericht. Band 72. Seehafen-Verlag, 29. Mai 2020, ISSN 2190-8753, S. 1.</ref>
Die im Januar 2018 von der Irish Continental Group bestellte, 165,2 Mio. Euro teure Fähre mit 67.300 BRZ<ref>ROPAX FERRY777 Irish Ferries. Abgerufen am 20. Juni 2020.</ref> sollte 2020 abgeliefert werden und die Ulysses auf der Route Dublin – Holyhead ablösen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />FSG baut weitere RoPax-Fähre für Irische See ( vom 4. Januar 2018 im Internet Archive), Hansa, 2. Januar 2018.</ref> Der Vertrag wurde jedoch in Folge der Insolvenz der Bauwerft im Juni 2020 gekündigt.<ref>Irish Continental Group plc (“ICG” or the “Group”) Trading update. 11. Juni 2020, abgerufen am 12. Juni 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Juni 2020 kündigte auch die französische Reederei Brittany Ferries den Vertrag über das bereits in Ausrüstung befindliche Fährschiff Honfleur.<ref>Eric Haun: Brittany Ferries Cancels Newbuild Order. In: marinelink.com. Maritime Activity Reports, Inc., 18. Juni 2020, abgerufen am 19. Juni 2020.</ref> Damit hatte die Werft keine Aufträge mehr.<ref>Stille in den Hallen der FSG, NDR, 14. September 2020</ref><ref>Mira Nagar: Flensburger Schiffbau in der Krise: Französische Reederei: „Wir glauben nicht mehr an die FSG“ | shz.de. Abgerufen am 22. Juni 2020.</ref>
Der Unternehmer Lars Windhorst kündigte am 31. Juli 2020 an, dass mehrere zur Tennor Holding gehörende Gesellschaften Teile des Werftbetriebs mit zusammen etwa 350 Beschäftigten zum September 2020 übernehmen werden. Dies erfolgte zum 1. September 2020. Die übrigen rund 300 Beschäftigten konnten zum 1. August 2020 befristet für sechs Monate in eine Transfergesellschaft wechseln.<ref>Eckhard-Herbert Arndt: FSG: „Rettung in letzter Minute“ · Investor Lars Windhorst übernimmt die Werft und einen Großteil der Belegschaft. In: Täglicher Hafenbericht vom 1. August 2020, S. 1</ref><ref>Birger Nicolai: Lars Windhorst kauft Flensburger Werft – gleich zweimal. welt.de, 31. Juli 2020, abgerufen am 10. August 2020</ref><ref>Benjamin Klare: „Neue“ FSG arbeitet hart an Neugeschäft · Gesellschaften der Tennor Holding haben 350 Beschäftigte und Wirtschaftsgüter der Flensburger Werft übernommen. In: Täglicher Hafenbericht vom 2. September 2020, S. 2</ref>
Im November 2020 bestellte IVP Ship Invest eine RoRo-Fähre, die am 30. Dezember 2020 auf Kiel gelegt wurde.<ref>Tim Jann: Ablieferungen und Aufträge · Reedereien nehmen Neubauten in Empfang und ordern neue Einheiten. In: Täglicher Hafenbericht vom 5. Januar 2021, S. 14</ref> Zudem wurde eine Option über einen weiteren Neubau vereinbart.<ref>Julian Held: Windhorst löst Versprechen ein: Ro-Ro-Fähren-Auftrag für die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 27. November 2020, abgerufen am 14. Februar 2021.</ref>
Mitte Juli 2021 kaufte die FSG die Nobiskrug-Werft in Rendsburg, die im April 2021 Insolvenz angemeldet hatte.<ref>Flensburger Schiffbau-Gesellschaft übernimmt Nobiskrug-Werft. In: sueddeutsche.de. 16. Juli 2021, abgerufen am 21. September 2021.</ref> Im Herbst 2021 erhielt die FSG den Auftrag zum Bau einer 210 m langen RoRo-Fähre mit LNG-Antrieb für die australische Reederei SeaRoad mit geplanter Ablieferung im vierten Quartal 2023.<ref>The Flensburg Fjord greets Down Under: FSG to build RoRo vessel with LNG propulsion for Australian company, SeaRoad. 20. September 2021, abgerufen am 21. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
2022 erwarb die Werft ein Schwimmdock der insolventen Sietas-Werft.<ref>Finale beim Ausverkauf der Hamburger Pella Sietas Werft. 26. August 2022, abgerufen am 28. August 2022.</ref><ref>Ausverkauf bei der Hamburger Pella Sietas Werft. 22. April 2022, abgerufen am 28. August 2022.</ref>
Im Dezember 2022 wurde die Werft mit dem Bau von 3 Betankungsschiffen für Flüssigerdgas beauftragt. Das Bundeswirtschaftsministerium stellt Förderbescheide für 62 Millionen Euro bereit.<ref>62 Millionen Euro für Bau von LNG-Bunkerschiffen in Flensburg | - Nachrichten - Schleswig-Holstein. In: ndr.de. 20. März 2023, abgerufen am 12. März 2024.</ref>
Am 12. Dezember 2024 wurde durch die Sozialversicherungsträger Insolvenz beantragt.<ref>NDR: "Lauter gelbe Briefe": Neue Details zum Zustand der Windhorst-Werften und dem Hintergrund des Insolvenzverfahrens. Abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>
Anfang 2025 übernahm die Heinrich Rönner Gruppe die seit Dezember 2024 insolvente Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) von Investor Lars Windhorst. Die Werft firmiert seitdem unter dem Namen „FSG Shipyard GmbH“ und „FSG Design GmbH“. Thorsten Rönner, Gesellschafter der Heinrich Rönner Gruppe und neuer Geschäftsführer der Werft, betonte die langjährige Erfahrung der FSG in der Schiffsentwicklung, Konstruktion und Fertigung als wertvolle Ergänzung zur Unternehmensgruppe. Durch die Integration der FSG sollen Synergieeffekte innerhalb der Gruppe besser genutzt werden. Die „Flensburger Holding“ soll dabei weiter als „Flensburger Schiffbau-Gesellschaft“ geführt werden.<ref name="FLT2025-02-01" /><ref name="FLT2025-02-21" />
Der Bau der mit LNG-Antrieb für die Reederei SeaRoad war unterdessen zum Erliegen gekommen.<ref>Ove Jensen: Reederei in Australien hofft weiter auf Fähre von Lars Windhorst | SHZ. 30. Oktober 2024, abgerufen am 31. Oktober 2024.</ref> Am 31. März 2025 feierte die FSG Shipyard GmbH die Wiederaufnahme der Arbeiten für den Bau einer RoRo-Fähre. Thorsten Rönner, CEO der FSG, und Tony Johnson, Technical Marine Manager von SeaRoad, gaben das Signal zum Brennstart. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt für die Zukunft der FSG und den Standort Flensburg in der Schiffbauindustrie.<ref>Ove Jessen (oje): Jetzt wird wieder gearbeitet auf der Flensburger Werft. In: Flensburger Tageblatt. 1. April 2025, ISSN 2627-5562, S. 15.</ref> Die Fertigstellung ist nunmehr für das dritte Quartal 2026 Die Kategorie:Wikipedia:Veraltet nach September 2026 existiert noch nicht. Lege sie mit folgendem Text {{Zukunftskategorie|2026|09}} an. geplant.
Aktueller Auftragsbestand
| Ablieferung (geplant) |
Name | Vermessung (BRZ) | Auftraggeber/Eigner/Betreiber | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 2026 | SeaRoad I<ref>FSG feiert Stapellauf und Taufe der „SeaRoad I“. 7. November 2025, abgerufen am 7. November 2025.</ref><ref>Christopher Chirvi: Flensburger Werft feiert ersten Stapellauf seit Juni 2022 - und der nächste Auftrag ist angekündigt. Abgerufen am 7. November 2025.</ref><ref>ndr.de: Freude auf der FSG Werft: "Searoad 1" läuft aus. Abgerufen am 7. November 2025.</ref><ref>Christopher Chirvi: Flensburger Werft feiert ersten Stapellauf seit Juni 2022 - und der nächste Auftrag ist angekündigt. Abgerufen am 7. November 2025.</ref>(Banr. 784,<ref name=":0">100-Millionen-Euro-Auftrag: FSG feiert Kiellegung für neue Güterfähre. 28. Februar 2023, abgerufen am 31. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1">RoPax & Fähren - HighlightsRoPax & Fähren - Highlights. Abgerufen am 31. Oktober 2024.</ref> Typ RoRo 7100)<ref name=":2">RoRo & ConRo - Highlights. FSG, abgerufen am 15. Januar 2024.</ref> | SeaRoad | RoRo-Schiff, LNG-Antrieb Ablieferung ursprünglich geplant für das vierte Quartal 2023 | |
| TBA | Nordic Hamburg Gruppe, Titan Clean Fuels, WESMAR | 110 m langes Bunkerschiff für LNG | ||
| TBA | Nordic Hamburg Gruppe, Titan Clean Fuels, WESMAR | 110 m langes Bunkerschiff für LNG | ||
| TBA | Nordic Hamburg Gruppe, Titan Clean Fuels, WESMAR | 110 m langes Bunkerschiff für LNG | ||
| Autognom (Baunr. 803) | in Zusammenarbeit mit der Hochschule Flensburg | autonome Personenfähre<ref>Taufe und Stapellauf einer Personenfähre für die Hochschule Flensburg. Mitteilung der Hochschule Flensburg. 22. Dezember 2023, abgerufen am 24. Dezember 2023.</ref><ref>Hochschule arbeitet an autonomer Fähre für die Flensburger Förde. Mitteilung der Hochschule Flensburg. 30. Mai 2023, abgerufen am 24. Dezember 2023.</ref><ref>Kleiner Stapelhub bei der FSG: Das steckt hinter der Hafenfähre „Autognom“. Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, 22. Dezember 2023, abgerufen am 24. Dezember 2023 (kostenpflichtiges Login nötig).</ref> | ||
| Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt | 50 Meter langes Forschungsschiff<ref>FSG in Flensburg: Neuer Eigentümer will Werft breiter aufstellen. 14. März 2025, abgerufen am 3. August 2025.</ref><ref>Erster Auftrag nach Lars Windhorst: FSG baut Forschungsschiff. 14. März 2025, abgerufen am 3. August 2025.</ref> |
Siehe auch
Literatur
- Gert Uwe Detlefsen: Flensburger Schiffbau-Gesellschaft 1872–1982. 110 Jahre Schiffbau in Flensburg. Verlag Karl-Heinz Butziger, Hamburg 1982.
- Vom Serienschiffbau zum Spezialisten – 150 Jahre FSG. In: Schiff & Hafen, Heft 6/2022, S. 14–18.
- Michael Meyer: FSG-Werft (zurück) auf neuem Kurs. In: Hansa, Heft 6/2022, S. 44–50.
- Matthias Gretzschel: 150 Jahre Schiffe für die Welt – Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und ihr Weg in die Zukunft. Koehler im Maximilian-Verlag, Hamburg 2022, ISBN 978-3-7822-1517-6 (deutsch/englisch).
Weblinks
- Offizielle Firmenseite
- Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zu Flensburger Schiffbau-Gesellschaft in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 54° 48′ 28,2″ N, 9° 25′ 52,5″ O
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