Marek Ast
Marek Ast (* 27. September 1958 in Zielona Góra) ist ein polnischer Politiker (PC, AWS, PiS) und Rechtsberater. Er ist seit 2006 Abgeordneter des Sejm in der V., VI., VII., VIII., IX. und X. Wahlperiode. 2006 war er Woiwode der Woiwodschaft Lebus.
Leben und Beruf
Ast schloss das Jura-Studium an der Fakultät für Rechts- und Verwaltungswissenschaften der Universität Breslau ab. 1990 wurde er Rechtsberater. Zuvor hatte er seit 1984 als Lehrer gearbeitet, zuerst im Staatlichen Kinderheim in Wschowa und von 1986 bis 1989 an der Berufsschule in Wschowa.
Politik
Ast beteiligte sich 1980 an der Gründung des unabhängigen Studentenverbandes Niezależne Zrzeszenie Studentów an der Universität Breslau.<ref>„Marek Ast. Niezawodny“ auf wyborcza.pl, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref>
Er gehörte in der Dritten Republik zunächst der Porozumienie Centrum (PC) an. Von 1991 bis 2005 war er Bürgermeister von Szlichtyngowa, in den Jahren 1998 bis 2002 saß er für das Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność (AWS), an dem sich die PC beteiligt hatte, im Sejmik der Woiwodschaft Lebus.
2001 trat er in die Prawo i Sprawiedliwość (PiS) ein. Bei den Sejmwahlen 2001<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> und 2005<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> kandidierte er jeweils über die Liste der PiS für den Wahlkreis Zielona Góra, wurde jedoch nicht gewählt. Vom 5. Januar bis zum 21. August 2006 war er Woiwode der Woiwodschaft Lebus. Er trat von dieser Funktion zurück, als er als Nachrücker für den zum kommissarischen Stadtpräsidenten von Warschau ernannten Kazimierz Marcinkiewicz in den Sejm einzog.<ref>Nachricht in Monitor Polski 2006, Nr. 57, S. 2046.</ref>
Bei den Parlamentswahl 2007 wurde er mit 21.184 Stimmen erneut Abgeordneter.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> Er wurde Vorsitzender der Sejm-Kommission für Ethnische und Nationale Minderheiten und Mitglied der Kommission für Verfassungsverantwortung. Bei der Europawahl 2009 bewarb er sich hingegen erfolglos um ein Mandat.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> Bei den Parlamentswahlen 2011,<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> 2015<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> und 2019<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> gelang ihm jeweils die Wiederwahl in den Sejm. 2019 wurde er zum Vorsitzenden des Justiz- und Menschenrechtsausschusses des Sejm und zum stellvertretenden Vorsitzenden des Legislativausschusses gewählt. 2021 wurde er von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki in den Rat der politischen Berater berufen.<ref>„Premier powołał Radę Doradców Politycznych“ auf www.gov.pl, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> Auch bei der Parlamentswahl 2023 wurde er in den Sejm gewählt.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> Anschließend wurde er Vorsitzender des Legislativausschusses des Sejm. 2025 schlug ihn die PiS-Fraktion als Richter am Verfassungsgerichtshof vor. Er wurde jedoch nicht gewählt.<ref>„Sejm zdecydował w sprawie sędziów Trybunału Konstytucyjnego“ auf wiadomosci.onet.pl, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref><ref>„Kolejna nieudana próba wyboru nowych sędziów TK. W Trybunale wciąż cztery wakaty“ auf wiadomosci.onet.pl, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref>
Ehrungen
- 2000 Goldenes Verdienstkreuz der Republik Polen<ref>Verleihnachricht in Monitor Polski 2001, Nr. 4, S. 118.</ref>
Weblinks
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Einzelnachweise
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