Kvænangen (Kommune)
| Wappen | Karte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wappen der Kommune Kvænangen |
| |||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Norway.svg Norwegen | |||||
| Kommunennummer: | 5546 | |||||
| Provinz (fylke): | Troms | |||||
| Verwaltungssitz: | Burfjord | |||||
| Koordinaten: | 69° 53′ N, 21° 58′ O
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dim=25000 | globe= | name= | region=NO-55 | type=adm2nd
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| Fläche: | 2.109,68 km² | |||||
| Einwohner: | 1.125 (1. Jan. 2026)<ref>07459: Population, by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 7. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 1 Einwohner je km² | |||||
| Sprachform: | neutral | |||||
| Webpräsenz: | ||||||
| Verkehr | ||||||
| Straße: | Europastraße 6 | |||||
| Lage in der Provinz Troms | ||||||
| Lage der Kommune in der Provinz Troms | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Kvænangen (nordsamisch: Návuona suohkan<ref>Faktaark: Kvænangen. In: Kartverket. Abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) ist eine Kommune im norwegischen Fylke Troms. Die Kommune hat 1125 Einwohner (Stand: 1. Januar 2026). Verwaltungssitz ist die Ortschaft Burfjord.
Geografie
Die Gemeinde grenzt an Loppa im Norden, Alta im Osten, Kautokeino im Südosten sowie Nordreisa im Südwesten und Westen. Des Weiteren besteht im Westen eine im Meer verlaufende Grenze zur Kommune Skjervøy. Von Nordwesten kommen schneidet sich der Fjord Kvænangen in die Gemeinde ein. In diesem liegen mehrere kleinere Inseln. So etwa die heute unbewohnte Insel Skorpa. Neben dem Gebiet um das Fjord umfasst die Kommune Kvænangen auch Teile des Küstenhinterlands. Bis auf die weitgehend schmalen Küstenstreifen ist das Gemeindeareal von Bergen geprägt. Mehrere Erhebungen erreichen Höhen von über 1000 moh.<ref name="norgeskart">Kvænangen kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Erhebung Beahcegealháldi auf der Südgrenze stellt mit einer Höhe von 1323,96 moh. den höchsten Punkt der Kommune Kvænangen dar.<ref>Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, 25. Mai 2021, abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf der Grenze zu Loppa im Norden befindet sich der Gletscher Øksfjordjøkelen.<ref name="norgeskart" />
Einwohner
Ein großer Teil der Einwohner hat samische Vorfahren. Durch die Norwegisierungspolitik verschwand die samische Kultur und der Gebrauch der samischen Sprachen weitgehend. Des Weiteren gibt es Kvenen, also Nachfahren von finnischen Einwanderern. Die dichteste Besiedlung liegt um die Ortschaft Burfjord im Osten des Kvænangen-Fjords vor. In den 1950er-Jahren wuchs die Einwohnerzahl zunächst noch an, später begann sie zu sinken.<ref name="snl" /> Burfjord ist der einzige sogenannte Tettsted, also die einzige Ansiedlung, die für statistische Zwecke als eine Ortschaft gewertet wird. Zum 1. Januar 2025 lebten dort 388 Einwohner.<ref>Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).</ref> Ein weiterer kleinerer Ort ist Alteidet, das etwas nördlich von Burfjord liegt.<ref name="norgeskart" />
Die Einwohner der Gemeinde werden Kvænangsværing genannt.<ref>Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kvænangen hat wie viele andere Kommunen der Provinz Troms og Finnmark weder Nynorsk noch Bokmål als offizielle Sprachform, sondern ist in dieser Frage neutral.<ref>Forskrift om målvedtak i kommunar og fylkeskommunar (målvedtaksforskrifta). In: Lovdata. 6. Januar 2020, abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
| Jahr | Einwohnerzahl<ref>Population. 06913: Population 1 January and population changes during the calendar year (M) 1951 - 2025. In: ssb.no. Abgerufen am 8. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anzahl | Prozent | ||
| 1960 | 2407 | — | — |
| 1970 | 2205 | −202 | −8,4 % |
| 1980 | 1900 | −305 | −13,8 % |
| 1990 | 1615 | −285 | −15,0 % |
| 2000 | 1435 | −180 | −11,1 % |
| 2010 | 1316 | −119 | −8,3 % |
| 2020 | 1191 | −125 | −9,5 % |
Geschichte
Die Kommune Kvænangen entstand im Jahr 1863, als sie von Skjervøy ausgegliedert wurde. Kvænangen hatte bei seiner Gründung 1677 Einwohner. Skjervøy verblieb mit 2785 Personen. Zum 1. Januar 1965 wurde eine von zwölf Personen bewohnte Gegend von Skjervøy an Kvænangen überführt. Im Jahr 1972 folgte ein weiteres unbewohntes Gebiet.<ref>Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: ssb.no. 1999, abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Auf der Insel Skorpa war im Mai und Juni 1940, nach der deutschen Invasion Norwegens, ein norwegisches Kriegsgefangenenlager für rund 450 gefangene deutsche Soldaten und internierte Besatzungen deutscher Handels- und Fischereischiffe eingerichtet. Während der deutschen Besatzung Norwegens existierte in Kvænangen ein Arbeitslager der Wehrmacht. Die Gefangenen wurden von der Bevölkerung mit Lebensmitteln unterstützt und hatten daher vergleichsweise gute Haftbedingungen. Beim Rückzug der Deutschen wurde das Lager zwangsevakuiert und niedergebrannt.<ref>Harald Isachsen, Geir Thorsnæs: Skorpa (øy i Troms). In: Store norske leksikon. Abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
In der Kommune liegen mehrere Kirchen. Die Skorpa kirke im Osten der Insel Skorpa ist eine Holzkirche aus dem Jahr 1850.<ref>Skorpa kirke, Kvænangen. In: Kirkesøk. Abgerufen am 12. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Burfjord kirke ist ebenfalls eine Holzkirche. Sie wird erst seit 2009 als Kirche genutzt.<ref>Burfjord kirke. In: Kirkesøk. Abgerufen am 12. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch die Kommune führt die Europastraße 6 (E6). Diese führt von Westen kommend am Westufer des Kvænangen-Fjords entlang, bevor sie über die Brücke Sørstraumen bru hinweg über den Fjord weiter in den Osten führt. In ihrem weiteren Verlauf führt sie in den Norden, durch die Ortschaft Burfjord hindurch und weiter nach Alta.<ref name="norgeskart" /> Früher führte die E6 nicht über eine Brücke über den Fjord, sondern weiter am Fjord zunächst in den Süden und dann wieder in den Norden. Die Straße wird heute als Fylkesvei weiter genutzt. Die bewohnten Inseln sowie kleinere Orte ohne Straßenanbindung werden über Boote angesteuert.<ref name="snl" />
Im Dezember 2023 öffnete der 3,4 Kilometer lange Kvænangsfjelltunnel, ein Teil des Tunnelprojekts, das die E6 ganzjährlich passierbar machen sollte.<ref>Geir Samuelsen: Kvænangsfjelltunnelen er open for trafikk. In: NRK. 15. Dezember 2023, abgerufen am 18. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zuvor führte die E6 an der Westgrenze zu Nordreisa über den Berg Kvænangsfjellet und war im Winter häufig aufgrund von Lawinengefahr gesperrt. Da die E6 in dieser Region Norwegens die einzige Verbindungsstraße darstellt, wurde das Land bei Sperren in zwei Teile gespalten. Bei einer Überschwemmung Ende Mai 2022 wurde die E6-Brücke Badderen bru über den Fluss Badderelva beschädigt und von der Behörde Statens vegvesen als irreparabel eingestuft. Damit einher ging eine nur über Finnland umfahrbare temporäre Unterbrechung des nordnorwegischen Straßennetzes.<ref>Malin Straumsnes: Kvænangsfjellet stengt på grunn av snøskredfare: Norge er delt i to. In: NRK. 17. Januar 2022, abgerufen am 1. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Linda Pedersen: Det vil ta to uker før ny, midlertidig bru over Badderen i Kvænangen er på plass, sier vegvesenet. In: NRK. 1. Juni 2022, abgerufen am 1. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wirtschaft
Traditionell war die Fischerei und die Landwirtschaft die Grundlage der Wirtschaft. Mit der Zeit ging deren Bedeutung allerdings zurück. Aufgrund des in der Kommune vorherrschenden Klimas ist die Landwirtschaft vor allem auf den Anbau von Futter und die Tierhaltung beschränkt. Der Bereich der industriellen Produktion ist von geringerer Bedeutung für die Kommune und ist vor allem im Bereich der Fischverarbeitung anzusiedeln. Tourismus findet überwiegend auf dem Gebiet des Naturtourismus statt.<ref name="snl">Terje Dalfest, Geir Thorsnæs, Svein Askheim: Kvænangen. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2020 arbeiteten von etwa 540 Arbeitstätigen etwa 400 in Kvænangen selbst, der Rest verteilte sich auf Kommunen wie Alta, Tromsø und Nordreisa.<ref>Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Name
Kvænangen wurde im Jahr 1567 als Quenanngenn erwähnt. Der Name setzt sich aus den beiden Bestandteilen „kven“ und „angr“ zusammen, erster leitet sich von Name des Volks der Kvenen ab, „angr“ steht hingegen für eine enge Bucht oder einen engen Fjord.<ref>Kvænangen. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 25. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Persönlichkeiten
- Anders Larsen (1870–1949), samischer Journalist und Autor
Weblinks
- Kvænangen im Store norske leksikon (norwegisch)
- Fakten über Kvænangen beim Statistisk sentralbyrå (norwegisch)
Einzelnachweise
<references />