Kreben (Wilhermsdorf)
Kreben Markt Wilhermsdorf
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(76)&title=Kreben 49° 27′ N, 10° 43′ O
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dim=10000 | globe= | name=Kreben | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 386 (380–390) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 76 (Jan. 2018)<ref name="Wilhermsdorf"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.markt-wilhermsdorf.de ( des Vorlage:IconExternal vom 16. Juni 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91452 | |||||
| Vorwahl: | 09102 | |||||
Kreben ist ein Gemeindeteil des Marktes Wilhermsdorf im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Kreben liegt in der Gemarkung Katterbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Östlich des Dorfes liegen der Herrenweiher und der Krebener Weiher, aus dem der Untere Krebener Graben entspringt, der ein linker Zufluss des Farrnbachs ist. Im Süden grenzt das Flurgebiet Röthen an, im Nordosten liegt das Waldgebiet Breite Krotte. Die Kreisstraße NEA 10/FÜ 9 führt nach Hirschneuses (2,5 km westlich) bzw. nach Kirchfarrnbach (1,9 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1169 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins 16. Jahrhundert trug Kreben den Namen Sperberslohe (auch Sparwaresloch, Sperwaresloch, Sperwersloch oder Sperbersloh). Nach dem Historiker von Guttenberg wird Kreben, wie die Nachbarorte, seit dem 9. Jahrhundert als „Kranz von Ausbausiedlungen“ vom Königsgut Kirchfarrnbach aus angelegt. Während des Deutschen Bauernkriegs im Jahr 1526 und bei der Veranschlagung der Türkensteuer im Jahr 1557 taucht bereits der Name Kreben in den Akten auf. Der Grund für diese Namensänderung ist unbekannt.
In den Salbüchern des Klosters Heilsbronn sind Strukturänderungen erkennbar. Beispielsweise sind im ältesten Salbuch aus dem Jahr 1402 elf Sperbersloher Bauern aufgeführt, 1432 noch neun. Ein Salbuch aus dem Jahr 1571 beinhaltet nur noch sieben Namen. Im Dreißigjährigen Krieg werden sieben von acht Heilsbronner Anwesen zerstört. 1642 steht in einem Salbuch bei jedem Hof „Ist Abbrant“, „Ist Abbrant, und Öedt“, „Ist gestorben und Abbrandt“ oder „Ist gestorben, und Eingefallen“. Etwa dreißig Jahre danach begann die Wiederbesiedlung; sie dauerte rund zehn Jahre.
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde Kreben als „Ein Weyler, so nach Kirchfarrenbach gepfarrt, darinnen sind sieben Closter Neuhöfische und ein Nürnbergischer Reichsallmoßischer Unterthan, und geben den Zehenden ins Closter Heylsbronn“ beschrieben.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kreben acht Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthischen Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das nunmehr brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof. Grundherren waren das Kastenamt Neuhof (3 Höfe, 2 Güter, 1 Schmiede), die Pfarrei Kirchfarrnbach (1 Hof) und das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Gut).<ref name="H108">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 108.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. 1810 kam Kreben an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hirschneuses zugeordnet. 1813 entstand die Ruralgemeinde Kreben, zu der Altkatterbach, Lösleinshäuslein, Neukatterbach und Riedelshäuslein gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt von 1818 wurden zwei Ruralgemeinden gebildet:
- Ruralgemeinde Katterbach mit Altkatterbach, Neukatterbach und Riedelshäuslein;
- Ruralgemeinde Kreben mit Lösleinshäuslein. Zugleich wurde Oberndorf von der Ruralgemeinde Meiersberg nach Kreben umgemeindet.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 33 (Digitalisat).</ref>
Die Ruralgemeinde Kreben war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim zugeordnet. Am 9. November 1824 wurde schließlich die Ruralgemeinde Kreben in die Ruralgemeinde Katterbach integriert.<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 201.</ref>
Mit der Gebietsreform in Bayern wurde Kreben am 1. Juli 1972 nach Wilhermsdorf eingegliedert.<ref>Wilhermsdorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 17. Mai 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Zu Haus Nr. 1 gehörige Scheune aus Quadern mit zwei Dachgeschossen. Im Giebel Kartusche mit unleserlicher Inschrift, vermutlich „Johann Würflein 1806“. Am First Kugelaufsatz mit seitlichen Hörnern.<ref>R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 96. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
Einwohnerentwicklung
Im Jahr 1812 bestand Kreben und das Lösleinshäuslein aus 14 Wohnhäusern. Dort lebten 19 Familien, die Bauern, Hirten, Schmiede oder Schnallenmacher waren. 55 der 79 Einwohner waren über 14 Jahre alt.
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Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Kirchfarrnbach) gepfarrt.<ref name="H108"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Michael (Wilhermsdorf) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref>
Sonstiges
Die Gegend um Kreben ist von Lichtverschmutzung kaum betroffen und wird daher rege als Beobachtungsplatz von Astronomen und Astrofotografen genutzt. Der dunkle Sternenhimmel bietet in guten Nächten eine visuelle Grenzgröße von über 6,5 mag. Bei Kreben trifft sich regelmäßig der Astrokreis, ein lockerer Zusammenschluss aktiver Beobachter in der Nürnberger Astronomischen Arbeitsgemeinschaft.<ref>Astrokreis: Beobachtungen des Astrokreis. Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft (NAA) e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. Dezember 2009; abgerufen am 27. Dezember 2009. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Greben. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 379 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Kreben. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 821 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 108 (Digitalisat). Ebd. S. 201 (Digitalisat).
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 334–335 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 96.
Weblinks
- Kreben. In: markt-wilhermsdorf.de. Abgerufen am 12. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Kreben in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Kreben im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Altkatterbach | Dippoldsberg | Dürrnfarrnbach | Fallmeisterei | Kirchfarrnbach | Kreben | Lenzenhaus | Lösleinshäuslein | Meiersberg | Oberndorf | Riedelshäuslein | Unterulsenbach | Wilhermsdorf | Wolfsmühle
Sonstige Wohnplätze: Denzelmühle | Walkmühle
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-03
- MediaWiki:Gadget/annotationPair
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2026-01
- Ort im Landkreis Fürth
- Ortsteil von Wilhermsdorf
- Ersterwähnung 1169
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fürth)
- Gemeindegründung 1813
- Gemeindeauflösung 1824