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Hydroxybenzoesäuren

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Die Hydroxybenzoesäuren bilden in der Chemie eine Stoffgruppe, die sich sowohl von der Benzoesäure als auch vom Phenol ableitet. Die Struktur besteht aus einem Benzolring mit angefügter Carboxy- (–COOH) und Hydroxygruppe (–OH) als Substituenten. Durch deren unterschiedliche Anordnung (ortho, meta oder para) ergeben sich drei Konstitutionsisomere. Sie sind hauptsächlich als Derivate der Benzoesäure anzusehen. Die 2-Hydroxybenzoesäure ist unter ihrem Trivialnamen Salicylsäure bekannt. Die Hydroxybenzoesäuren gehören auch zur Gruppe der Phenolsäuren.

Vertreter

Hydroxybenzoesäuren
Name 2-Hydroxybenzoesäure 3-Hydroxybenzoesäure 4-Hydroxybenzoesäure
Andere Namen o-Hydroxybenzoesäure
Salicylsäure
m-Hydroxybenzoesäure
 
p-Hydroxybenzoesäure
 
Strukturformel Struktur von Salicylsäure Struktur von 3-Hydroxybenzoesäure Struktur von 4-Hydroxybenzoesäure
CAS-Nummer Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN Vorlage:CASRN
PubChem 338 7420 135
FL-Nummer 08.112 08.132 08.40
Summenformel C7H6O3
Molare Masse 138,12 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Kurzbeschreibung weiße Kristalle farblose Kristalle
Schmelzpunkt 158,3 °C<ref name="CRC"/> 201–205 °C<ref name="Sigma3"/> 215 °C<ref name="CRC"/>
Siedepunkt 211 °C (20 mmHg)<ref name="CRC"/>
pKsCOOH<ref name="CRC"/> 2,75 3,90 4,61
pKsOH<ref name="CRC"/> 12,38 9,78 9,31
Löslichkeit
in Wasser
2 g·l−1 (20 °C)<ref name="GESTIS_o"/> 5 g·l−1 (20 °C)<ref name="GESTIS_p"/>
GHS-
Kennzeichnung
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="GESTIS_o"/>
Gefahrensymbol
Achtung<ref name="Sigma3"/>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr<ref name="GESTIS_p"/>
H- und P-Sätze 302​‐​318​‐​361d 302​‐​315​‐​319​‐​335 318​‐​335
keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze keine EUH-Sätze
202​‐​264​‐​280​‐​301+312
305+351+338​‐​308+313
261​‐​264​‐​271​‐​301+312
302+352​‐​305+351+338
261​‐​271​‐​280​‐​304+340+312
305+351+338​‐​403+233

Eigenschaften

Zur Stoffgruppe der Hydroxybenzoesäuren gehören:

Sie lösen sich in Diethylether und Aceton. Ähnlich wie viele organische Säuren lösen sie sich in Wasser bei Raumtemperatur kaum, in der Hitze deutlich besser, im Alkalischen unter Abgabe des Protons an der Carboxygruppe und daher Anionenbildung aber gut, und können durch Zugabe einer stärkeren Säure wieder ausgefällt werden.

Weitere Vertreter

Die Hydroxybenzoesäuren sind neben den Hydroxyzimtsäuren in fast allen Gewürzen zu finden. Vielfach liegen sie dort in Form ihrer Ester oder Glykoside vor.

Viele mehrfach mit Hydroxy- und Methoxygruppen substituierte Derivate kommen als Naturstoffe vor:

Nachweis

Ein unspezifischer Nachweis auf Hydroxybenzoesäuren ist die so genannte Vitali-Reaktion.

Einzelnachweise

<references> <ref name="CRC">CRC Handbook of Tables for Organic Compound Identification, Third Edition, 1984, ISBN 0-8493-0303-6.</ref> <ref name="GESTIS_o">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> <ref name="Sigma3">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> <ref name="GESTIS_p">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein